{"id":6540,"date":"2022-02-09T14:25:55","date_gmt":"2022-02-09T12:25:55","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/wustenregenpfeifer-charadrius-leschenaultii\/"},"modified":"2023-01-01T15:26:24","modified_gmt":"2023-01-01T13:26:24","slug":"wustenregenpfeifer-charadrius-leschenaultii","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/wustenregenpfeifer-charadrius-leschenaultii\/","title":{"rendered":"W\u00fcstenregenpfeifer- Charadrius  leschenaultii"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>W\u00fcstenregenpfeifer<\/strong> (<em>Charadrius leschenaultii<\/em>) ist eine Watvogelart aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae), die W\u00fcstensteppen und Halbw\u00fcsten im Nahen Osten und in Zentralasien bewohnt. Das Verbreitungsgebiet reicht von Anatolien bis in die Mongolei.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32.JPG\" alt=\"W\u00fcstenregenpfeifer- Charadrius leschenaultii\" width=\"2560\" height=\"1343\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32-150x150.jpg 150w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32-300x157.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32-768x403.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32-1024x537.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32-1536x806.jpg 1536w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32-2048x1074.jpg 2048w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/32.JPG 2560w\" sizes=\"auto, 2560px\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6525 wt-image\" \/><\/p>\n<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dferen Arten der Gattung <em>Charadrius<\/em> und ist mit 22\u201325 cm K\u00f6rperl\u00e4nge durchschnittlich meist deutlich gr\u00f6\u00dfer als ein Sandregenpfeifer. Die Fl\u00fcgelspannweite liegt zwischen 53 und 60 cm, das Gewicht zwischen 55 und 121 g. Der schwarze Schnabel ist f\u00fcr einen Regenpfeifer au\u00dfergew\u00f6hnlich lang und klobig, was eines der Unterscheidungsmerkmale zum sehr \u00e4hnlichen Mongolenregenpfeifer darstellt.<\/p>\n<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer ist zudem hochbeiniger und kann in der Gesamtgestalt an eine <em>Pluvialis<\/em>-Art erinnern. Die Beine k\u00f6nnen recht variabel gef\u00e4rbt sein, sind aber im Unterschied zu den schwarzen Beinen des Mongolenregenpfeifers meist eher matt gr\u00fcnlichgrau. Die Iris ist dunkelbraun.<\/p>\n<p>M\u00e4nnchen und Weibchen unterscheiden sich im Brutkleid recht deutlich durch die Kopfzeichnung. Im Schlichtkleid sehen sie gleich aus.<\/p>\n<p>Beim M\u00e4nnchen im Brutkleid sind Scheitel und Oberseite hell sepiabraun mit rostfarbener T\u00f6nung im Gesichts- und Nackenbereich sowie auf einzelnen Federn auf dem R\u00fccken. Die Stirn ist wei\u00df, mittig von einem senkrechten, schmalen schwarzen Band geteilt und sowohl von einem schwarzen Stirnband, als auch einem schwarzen Z\u00fcgelstreif eingefasst. Letztere vereinigen sich zu einer breiten Augenbinde, die bis auf die teils eher br\u00e4unlich gef\u00e4rbten Ohrdecken reicht. Der helle \u00dcberaugenstreif ist meist verwaschen rostfarben.<\/p>\n<p>Von der wei\u00dfen Unterseite setzt sich ein lebhaft zimtfarbenes Brustband ab, das zur wei\u00dfen Kehle hin scharf begrenzt ist, insbesondere zu den Flanken hin aber fleckig ausl\u00e4uft und in der Brustmitte meist schmaler ist. Der graubraune Oberfl\u00fcgel wird zur Spitze und zu den Armschwingen hin dunkler. Die wei\u00dfe Fl\u00fcgelbinde, die auf dem Armfl\u00fcgel recht schmal ist, reicht bis zur Mitte der Handschwingen. Auf den \u00e4u\u00dferen Handschwingen ist sie allenfalls verwaschen ausgepr\u00e4gt. Die Steuerfedern sind graubraun mit feinem, dunklem Subterminalband und wei\u00dfem Spitzensaum; die \u00e4u\u00dferen beiden Steuerfederpaare haben zudem eine wei\u00dfe Au\u00dfenfahne, was die Schwanzau\u00dfenkanten wei\u00df erscheinen l\u00e4sst. Die Oberschwanzdecken sind wei\u00dflich ges\u00e4umt.<\/p>\n<p>Beim Weibchen im Brutkleid ist die schwarze Kopfzeichnung des M\u00e4nnchens durch graubraune Partien ersetzt und allenfalls einzelne Federn schwarz. Die rostbraunen T\u00f6ne der Oberseite sind matter oder fehlen; das Brustband ist schmaler und matter gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p>Im Schlichtkleid fehlen bei beiden Geschlechtern die schwarzen und rostfarbenen Partien v\u00f6llig. Die wei\u00dfliche Stirn geht in den recht schmalen wei\u00dfen \u00dcberaugenstreif \u00fcber. Das Brustband ist auf graue Felder an den Brustseiten reduziert. Manchmal ist es auch schmal durchlaufend ausgepr\u00e4gt. Die Oberseite ist graubraun mit hellen S\u00e4umen an den Oberfl\u00fcgeldecken, die Oberschwanzdecken sind etwas breiter hell gerandet, als im Brutkleid. An den Flanken sind manchmal einige graue Federn zu finden, ansonsten ist die Unterseite rein wei\u00df.<\/p>\n<p>Das Jugendkleid \u00e4hnelt dem Schlichtkleid, jedoch sind die hellen S\u00e4ume des Oberseitengefieders eher gelbbraun. Auch der \u00dcberaugenstreif ist oft eher gelblich-braun und verwaschen. Die Brustseiten sind warm gelbbraun mit dunklen Federzentren.<\/p>\n<p>Da beide Arten recht variabel sind und es in allen wesentlichen Merkmalen einschlie\u00dflich der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe \u00dcberschneidungen geben kann, gestaltet sich in manchen F\u00e4llen die Unterscheidung vom Mongolenregenpfeifer sehr schwierig. Bei Beobachtungen unter schlechten Bedingungen sollte gegebenenfalls von einer eindeutigen Festlegung abgesehen werden. Beim Mongolenregenpfeifer ist der Schnabel im Allgemeinen feiner, der Kopf wirkt fast immer rundlich. Beide Arten sind langbeiniger als der Seeregenpfeifer, beim W\u00fcstenregenpfeifer ist dies meist aber noch deutlicher ausgepr\u00e4gt. Weitere Indizien sind die Beinfarbe, die Beschaffenheit der Fl\u00fcgelbinde, der Wei\u00dfanteil auf dem Schwanz und die Stimme. Im Brutkleid ist das Brustband des W\u00fcstenregenpfeifers meist weniger ausgedehnt.<\/p>\n<h2>Stimme<\/h2>\n<p>Der h\u00e4ufigste Ruf ist ein kurzes, hart trillerndes <em>trrrrri<\/em>, das auch bisweilen schnell gereiht oder in die L\u00e4nge gezogen wird. Der Gesang am Brutplatz ist ein wiederholtes melodisch-pfeifendes <em>pipruirr pipruirr pipruirr<\/em>. Zudem wird eine aufsteigende Rufreihe etwa als <em>dui dui tui duit<\/em> beschrieben.<\/p>\n<h2>Verbreitung<\/h2>\n<p>Das Brutgebiet des W\u00fcstenregenpfeifers erstreckt sich durch die Trockengebiete Asiens und reicht von Anatolien bis in den Osten der Gobi.<\/p>\n<p>Westlich des Kaspischen Meeres gibt es bekannte, teils gr\u00f6\u00dfere Vorkommen im Umfeld des Tuz G\u00f6l\u00fc und in den Sultansazl\u0131\u011f\u0131 im Mittelanatolischen Hochland, im Westen Armeniens, auf der Halbinsel Ab\u015feron in Aserbaidschan, am Djabboul-Salzsee bei Aleppo in Syrien und im Umfeld der Oasen Qa\u2019 Hanna und Azraq in Jordanien. Das letztere stellt wohl den S\u00fcdrand der Verbreitung dar. Brutnachweise in den Winterquartieren, wie in Somalia festgestellt, treten vermutlich nur sporadisch auf und sind nicht dauerhaft.<\/p>\n<p>\u00d6stlich des Kaspischen Meeres verl\u00e4uft der Nordrand der Verbreitung etwa vom Nordwesten des Ustjurt-Plateaus und Aralsk \u00fcber die W\u00fcsten Mujunkum, Kysylkum, Karakum und die Hungersteppe bis ins s\u00fcdliche Siebenstromland. Im S\u00fcden reicht das Areal mindestens bis Esenguly im s\u00fcdwestlichen Turkmenistan, bis Kelif und Termiz am Amurdarja, bis zum oberen Syrdarja in Tadschikistan und bis ins Ferghanatal. Weiter s\u00fcdlich wurde die Art auch noch im n\u00f6rdlichen Iran (mit Angabe \u201eChorasan\u201c) sowie am Dashte Nawur in Farah und am Abe Istada in Ghazni in Afghanistan festgestellt. Vermutlich br\u00fctet sie auch im Dsungarischen Becken. Ferner reicht das Areal von der Tschuja-Steppe im Altai \u00fcber Tuwa, wo die Art im Tannu-ola-Gebirge und am Uws Nuur vorkommt, durch die Mongolei bis mindestens Dsamin-\u00dc\u00fcd in der Dorno-Gobi-Aimag.<\/p>\n<h2>Geografische Variation und Systematik<\/h2>\n<p>Es werden drei Unterarten anerkannt, die sich nur geringf\u00fcgig unterscheiden. Die westliche Unterart <em>C. l. columbinus<\/em> hat einen relativ kleineren Schnabel. Au\u00dferdem sind sowohl im Jugend- als auch im Adultkleid die rostfarbenen Partien auf dem R\u00fccken st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt und die F\u00e4rbung des Brustbands reicht bis weit auf die Flanken. Diese Merkmale sind immerhin so ausgepr\u00e4gt, dass die jordanische Population lange f\u00e4lschlicherweise dem Mongolenregenpfeifer zugeordnet wurde. Die Populationen \u00f6stlich des Kaspischen Meeres sind kaum zu unterscheiden, sodass die Sinnhaftigkeit einer Einteilung in zwei Unterarten von einigen Autoren angezweifelt wird.<\/p>\n<p>Die westlichere dieser Populationen wurde 1873 von Nikolai Alexejewitsch Sewerzow als <em>Eudromias crassirostris<\/em> beschrieben. Bei der \u00dcberf\u00fchrung in die Gattung <em>Charadrius<\/em> wurde nicht beachtet, dass die von Johann Baptist von Spix 1825 als <em>Charadrius crassirostris<\/em> beschriebene Unterart des Wilsonregenpfeifers Priorit\u00e4t zukommt. 2012 wurde das Taxon daher in <em>C. l. scythicus<\/em> umbenannt, was eine Reminiszenz an die Skythen darstellt.<\/p>\n<ul>\n<li><em>C. l. columbinus<\/em> Wagler, 1829 \u2013 T\u00fcrkei, Syrien, Jordanien, Armenien und Aserbaidschan<\/li>\n<li><em>C. l. scythicus<\/em> Carlos, Roselaar &amp; Voisin, 2012 \u2013 Turkestan sowie m\u00f6glicherweise vom nordwestlichen Afghanistan bis ins s\u00fcd\u00f6stliche Kasachstan<\/li>\n<li><em>C. l. leschenaultii<\/em> Lesson, 1826 \u2013 westliche Volksrepublik China, Mongolei, Tuwinien im s\u00fcdlichen Sibirien und Altai<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Artepitheton <em>leschenaultii<\/em> ehrt den franz\u00f6sischen Naturforscher Jean-Baptiste Leschenault de La Tour.<\/p>\n<h2>Wanderungen<\/h2>\n<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer ist ein Zugvogel, wobei der gr\u00f6\u00dfte Teil der Population aus ausgepr\u00e4gten Langstreckenziehern besteht. Nur ein sehr geringer Teil \u00fcberwintert schon knapp s\u00fcdlich der Brutgebiete.<\/p>\n<p>Die \u00dcberwinterungsquartiere liegen an Meeresk\u00fcsten und Inseln. Selten findet man die Art im Binnenland. Die Brutv\u00f6gel westlich des Kaspischen Meeres \u00fcberwintern im \u00f6stlichen Mittelmeerraum, am Roten Meer und am Golf von Aden, die transkaspischen Populationen westlich des Dsungarischen Beckens ziehen s\u00fcd- und s\u00fcdwestw\u00e4rts, um in Nordost- und Ostafrika sowie ostw\u00e4rts bis zu den westlichen K\u00fcsten des Indischen Subkontinents zu \u00fcberwintern. Die ostasiatischen Populationen \u00fcberwintern von S\u00fcdasien und dem Malaiischen Archipel s\u00fcdw\u00e4rts bis nach S\u00fcdostaustralien und mindestens Neukaledonien. Ein Teil zieht m\u00f6glicherweise ebenfalls nach Ostafrika.<\/p>\n<p>Zwischen Mitte Juli und Anfang August sammeln sich die V\u00f6gel der transkaspischen Populationen an Binnengew\u00e4ssern \u2013 bei den V\u00f6geln des Nahen Ostens setzt dies bereits einen Monat eher ein. Der Zug erfolgt dann gr\u00f6\u00dftenteils in breiter Front ohne Aufenthalt in die Winterquartiere, lokal jedoch auch leitlinienartig entlang von K\u00fcsten wie beispielsweise am Kaspischen Meer. Bisweilen k\u00f6nnen auch gro\u00dfe, rastende Trupps auf dem Zug beobachtet werden. H\u00e4ufig sind diese mit Mongolenregenpfeifern vergesellschaftet. Rastpl\u00e4tze und \u00dcberwinterungsgebiete haben oft eine lange Tradition.<\/p>\n<p>In Indien und Pakistan erscheinen ab Anfang August die immaturen und adulten V\u00f6gel, die zu dieser Zeit h\u00e4ufig noch das abgenutzte Brutkleid tragen; zur Mitte des Monats treffen dann auch die diesj\u00e4hrigen V\u00f6gel ein.<\/p>\n<p>In S\u00fcdchina und Hongkong ist die Art zwischen Ende Juli und November h\u00e4ufig anzutreffen. In Australien treffen die ersten Winterg\u00e4ste Mitte August ein, in S\u00fcdasien und vom Sudan bis Tansania zwischen August und September. Auch hier treffen die \u00e4lteren V\u00f6gel vor den Diesj\u00e4hrigen ein.<\/p>\n<p>In S\u00fcdostasien brechen die ersten Heimz\u00fcgler ab Ende Februar auf, das Gros startet zwischen M\u00e4rz und April. In Ostafrika und S\u00fcdasien erfolgt dies zwischen Mitte April und Anfang Mai. In den Brutgebieten treffen die V\u00f6gel ab Mitte M\u00e4rz, die meisten jedoch im April und Mai ein. Einige \u00dcbersommerer verbleiben in den Winterquartieren. Vermutlich sind dies \u00fcberwiegend noch nicht geschlechtsreife Individuen.<\/p>\n<p>Als Irrgast wurde die Art in mehreren L\u00e4ndern Europas, in Westafrika und den USA festgestellt.<\/p>\n<p>In Deutschland liegt die Anzahl der Nachweise zwischen 1931 und 2015 (2 Nachweise) unter zehn, in \u00d6sterreich wurde die Art einmal im Rheindelta festgestellt.<\/p>\n<h2>Lebensraum<\/h2>\n<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer br\u00fctet in trockenen Steppen, Halbw\u00fcsten und W\u00fcsten, die auch v\u00f6llig vegetationsfrei sein k\u00f6nnen. Man findet die Art vor allem in Lehmpfannen mit Solonetz und sch\u00fctterem Halophytenbewuchs, aber auch auf Schotterfl\u00e4chen, in kargen Wermutsteppen mit gr\u00f6\u00dferen offenen Fl\u00e4chen und bisweilen sogar in Sandw\u00fcsten oder auf D\u00fcnen. Auch trockenes, \u00fcberweidetes Gel\u00e4nde wird manchmal zur Brut genutzt. Nicht selten befinden sich in der N\u00e4he Schlammfl\u00e4chen oder Wasserstellen, diese k\u00f6nnen aber auch bis zu 10 oder sogar 20 km entfernt liegen. Die meisten Vorkommen finden sich im Unterschied zum Mongolenregenpfeifer in Becken und Ebenen, jedoch reicht die H\u00f6henverbreitung stellenweise auch bis ins Gebirge. So bis auf 1800 m im Altai oder \u00fcber 3000 m im Hindukusch.<\/p>\n<p>Im Hochsommer sammeln sich die V\u00f6gel oft in den Uferzonen von Steppenseen, wo man bereits zur Brutzeit auch Nichtbr\u00fcter findet. Im Winterquartier findet man die Art vorwiegend an der K\u00fcste und in \u00c4stuaren, wo sie an sandigen, schlammigen oder kiesigen Str\u00e4nden ihre Nahrung sucht. Es werden jedoch auch flach \u00fcberflutete, kurzrasige oder steppenartige Fl\u00e4chen etwas abseits des Litorals genutzt.<\/p>\n<h2>Ern\u00e4hrung<\/h2>\n<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer ern\u00e4hrt sich \u00fcberwiegend von K\u00e4fern wie insbesondere R\u00fcssel- und Schwarzk\u00e4fern. Erg\u00e4nzend kommen andere Insekten und deren Larven wie Termiten, Zuckm\u00fccken und Ameisen oder andere Wirbellose wie beispielsweise Asseln oder Schnecken hinzu. Im Winterquartier spielen W\u00fcrmer und kleinere Krebstiere, aber auch Insekten eine Rolle.<\/p>\n<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer ist wie auch viele andere Arten der Regenpfeifer ein Sichtj\u00e4ger. Die Nahrungssuche erfolgt oft rennend mit leicht gesenktem Kopf. Die Beute wird dann sehr schnell vom Boden aufgepickt. Bisweilen werden auch sehr gro\u00dfe Beutetiere gefangen und get\u00f6tet wie beispielsweise eine Maulwurfsgrille oder eine Kr\u00f6tenkopfagame. An Gew\u00e4ssern oder an der K\u00fcste kann die Art auch viel watend beobachtet werden und geht dabei gelegentlich bis zum Bauch ins Wasser. Beutetiere werden dann auch durch Trampeln aufgesp\u00fcrt. Im Winterquartier schlie\u00dfen sich oft bis zu 50 V\u00f6gel zu nahrungssuchenden Trupps zusammen.<\/p>\n<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer f\u00fchrt eine monogame Saisonehe. Es findet eine Jahresbrut statt. Bei Gelegeverlust werden Nachgelege get\u00e4tigt. Da im S\u00fcden des Brutgebiets regelm\u00e4\u00dfig viele \u00dcbersommerer festgestellt werden, bei denen es sich wohl um vorj\u00e4hrige V\u00f6gel handelt, wird angenommen, dass die Art erst im zweiten Jahr geschlechtsreif wird.<\/p>\n<p>Die Paarbildung erfolgt vermutlich oft schon im Winterquartier oder auf dem Heimzug.<\/p>\n<p>Das Nest ist eine einfache Mulde von 9 cm Durchmesser und bis zu 4 cm Tiefe, die an vegetationsfreien Stellen oder freien Stellen im niedrigen Bewuchs auf festem Untergrund angelegt wird. Sie wird mit Pflanzenteilen, Gr\u00e4sern, Dung, Lehmpl\u00e4ttchen oder Kieselsteinen ausgelegt. Die Auskleidung ist sehr variabel und kann bisweilen bis zu 2 cm hoch sein. Das Gelege besteht aus zwei bis vier, in den meisten F\u00e4llen aber aus drei Eiern, die auf braungelbem bis olivgr\u00fcnem Grund mit braunen bis schwarzbraunen Punkten, gr\u00f6beren Flecken und aschgrauen Unterflecken gezeichnet sind. Sie sind durchschnittlich etwa 39 \u00d7 28 mm gro\u00df und werden mindestens 24 Tage lang abwechselnd von beiden Partnern bebr\u00fctet. Vermutlich beginnt die Bebr\u00fctung nach Ablage des letzten Eies.<\/p>\n<p>Die Jungen werden bald nach dem Schl\u00fcpfen aus dem Nestbereich weggef\u00fchrt und bisweilen zwischen den Eltern aufgeteilt. Sie werden nach mindestens 30 Tagen fl\u00fcgge.<\/p>\n<p>d.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22.JPG\" alt=\"W\u00fcstenregenpfeifer- Charadrius leschenaultii\" width=\"2536\" height=\"1434\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22-150x150.jpg 150w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22-300x170.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22-768x434.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22-1024x579.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22-1536x869.jpg 1536w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22-2048x1158.jpg 2048w, \/wp-content\/uploads\/2022\/02\/22.JPG 2536w\" sizes=\"auto, 2536px\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6529 wt-image\" \/><\/p>\n<p class=\"wt-photo-credit\">foto: Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der W\u00fcstenregenpfeifer (Charadrius leschenaultii) ist eine Watvogelart aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae), die W\u00fcstensteppen und Halbw\u00fcsten im Nahen Osten und in Zentralasien bewohnt. 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Das Verbreitungsgebiet reicht von Anatolien bis in die Mongolei. Der W\u00fcstenregenpfeifer geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dferen Arten der Gattung Charadrius und ist mit 22\u201325 cm K\u00f6rperl\u00e4nge durchschnittlich meist deutlich gr\u00f6\u00dfer als ein [&hellip;]","og_url":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/","og_site_name":"Wilde Reise im Donaudelta","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/wildtravel.ro\/","article_modified_time":"2023-01-01T13:26:24+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/21.JPG","width":1,"height":1,"type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"10\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/","name":"W\u00fcstenregenpfeifer- Charadrius leschenaultii - Wilde Reise im Donaudelta","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/21.JPG","datePublished":"2022-02-09T12:25:55+00:00","dateModified":"2023-01-01T13:26:24+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/#primaryimage","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/21.JPG","contentUrl":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/21.JPG","width":1280,"height":724,"caption":"Charadrius leschenaultii"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/greater-sand-plover-charadrius-leschenaultii\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/wildtravel.ro\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Birds","item":"https:\/\/wildtravel.ro\/ro\/bird\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"W\u00fcstenregenpfeifer- Charadrius leschenaultii"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#website","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/","name":"Wild travel in Danube Delta","description":"Wild about wild","publisher":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wildtravel.ro\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#organization","name":"Wild travel","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/logo-125.png","contentUrl":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/logo-125.png","width":357,"height":125,"caption":"Wild travel"},"image":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/wildtravel.ro\/","https:\/\/www.instagram.com\/wildtravel.ro\/","https:\/\/www.youtube.com\/@mihaibaciu5220","https:\/\/t.me\/chettusia"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/bird\/6540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/bird"}],"about":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/bird"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/bird\/6540\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6540"},{"taxonomy":"birdwatching","embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/birdwatching?post=6540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}