{"id":6305,"date":"2020-06-03T17:19:45","date_gmt":"2020-06-03T15:19:45","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/mittelmeer-steinschmatzer-oenanthe-hispanica\/"},"modified":"2020-06-03T18:46:24","modified_gmt":"2020-06-03T16:46:24","slug":"mittelmeer-steinschmatzer-oenanthe-hispanica","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/mittelmeer-steinschmatzer-oenanthe-hispanica\/","title":{"rendered":"Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer &#8211; Oenanthe hispanica"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer<\/strong> (<em>Oenanthe hispanica<\/em>) ist eine <a title=\"V\u00f6gel\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/V%C3%B6gel\">Vogel<\/a><a title=\"Art (Biologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Art_(Biologie)\">art<\/a> aus der Familie der <a title=\"Fliegenschn\u00e4pper\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fliegenschn%C3%A4pper\">Fliegenschn\u00e4pper<\/a> (Muscicapidae). Dieser recht kleine, schlanke und langschw\u00e4nzige Steinschm\u00e4tzer besiedelt Teile der s\u00fcdlichen <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a> von Nordwest-Afrika und <a title=\"Portugal\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portugal\">Portugal<\/a> nach Osten \u00fcber Teile S\u00fcdeuropas bis in den S\u00fcden des <a title=\"Iran\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran\">Iran<\/a>. Der Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer ist weitgehend auf die <a title=\"Mittelmeerklima\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelmeerklima\">Mediterrane Zone<\/a> beschr\u00e4nkt. Er bewohnt trockene, offene Landschaften, in denen sich freiliegende Felsen, Steinfluren oder vegetationsarme oder -freie Lehm- oder Sandbereiche mit wartenreichem und zum Teil dichtem, niedrigen Bewuchs abwechseln. Besiedelt wird vor allem <a title=\"Macchie\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Macchie\">Macchie<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Garrigue\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Garrigue\">Garrigue<\/a> in Hangbereichen. Die Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten. Die Art ist <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a> und verbringt den Winter in Afrika s\u00fcdlich der Sahara zwischen dem S\u00fcden <a title=\"Mauretanien\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauretanien\">Mauretaniens<\/a> im Westen und <a title=\"Eritrea\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eritrea\">Eritrea<\/a> sowie dem Norden <a title=\"\u00c4thiopien\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84thiopien\">\u00c4thiopiens<\/a> im Osten.<\/p>\n<p>Der Bestand ist offenbar r\u00fcckl\u00e4ufig, aufgrund des gro\u00dfen Verbreitungsgebietes und des sehr gro\u00dfen Weltbestandes wird der Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer von der <a title=\"IUCN\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> aber noch als ungef\u00e4hrdet (\u201eleast concern\u201c) eingestuft.<\/p>\n<p>&nbsp;<img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-6295\" src=\"http:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/3w.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer sind recht kleine, schlanke und langschw\u00e4nzige Steinschm\u00e4tzer. Die K\u00f6rperl\u00e4nge betr\u00e4gt 13,5\u201315,5&nbsp;cm, das Gewicht 15\u201322&nbsp;g. Die Art zeigt wie die meisten Vertreter der Gattung <em><a class=\"mw-redirect\" title=\"Oenanthe (V\u00f6gel)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oenanthe_(V%C3%B6gel)\">Oenanthe<\/a><\/em> bez\u00fcglich der F\u00e4rbung einen sehr ausgepr\u00e4gten <a class=\"mw-redirect\" title=\"Geschlechtsdimorphismus\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschlechtsdimorphismus\">Geschlechtsdimorphismus<\/a>, zudem gibt es zwei <a class=\"mw-redirect\" title=\"Farbmorphe\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Farbmorphe\">Farbmorphen<\/a>. M\u00e4nnchen sind sehr kontrastreich gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p>Bei M\u00e4nnchen der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a> <em>Oenanthe h. hispanica<\/em> im <a title=\"Prachtkleid\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prachtkleid\">Prachtkleid<\/a> ist der obere und mittlere R\u00fccken im Fr\u00fchjahr hell ockerfarben bis rostbeige, der \u00fcbrige R\u00fccken, der <a title=\"B\u00fcrzel\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCrzel\">B\u00fcrzel<\/a> und die Oberschwanzdecken sind wei\u00df. Mit zunehmender Abnutzung des Gefieders verliert sich die ockerfarbene bis rostbeige Ton an Kopf und Oberseite, so dass die V\u00f6gel im Laufe der Brutsaison oberseits immer heller werden, in Einzelf\u00e4llen sind sie im Juli dann fast reinwei\u00df. Die Fl\u00fcgel sind ober- wie unterseits einfarbig schwarz. Das mittlere <a title=\"Steuerfeder\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steuerfeder\">Steuerfederpaar<\/a> ist schwarz. Die \u00fcbrigen Steuerfedern sind wei\u00df mit einer schwarzen Endbinde, die nach au\u00dfen breiter wird; bei den \u00e4u\u00dfersten Steuerfedern ist die distale H\u00e4lfte der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Au\u00dfenfahne\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Au%C3%9Fenfahne\">Au\u00dfenfahne<\/a> schwarz. Die Brust ist gelbbraun bis sandfarben, die \u00fcbrige Rumpfunterseite ist wei\u00dflich. Die Stirn, der vordere Oberkopf und ein schmaler \u00dcberaugenstreif sind wei\u00df, der \u00fcbrige Oberkopf und der Nacken sind wie der obere R\u00fccken hell ockerfarben bis rostbeige. Die Z\u00fcgelregion und die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ohrdecke\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ohrdecke\">Ohrdecken<\/a> sind schwarz. Bei M\u00e4nnchen der sogenannten <em>\u201eaurita\u201c<\/em>-Morphe sind Kinn und Kehle wei\u00df mit einem Beigeton, bei M\u00e4nnchen der <em>\u201estapazina\u201c<\/em>-Morphe schwarz.<\/p>\n<p>Weibchen haben im Prachtkleid einen r\u00f6tlich zimtfarbenen oberen und mittleren R\u00fccken; der \u00fcbrige R\u00fccken, der <a title=\"B\u00fcrzel\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCrzel\">B\u00fcrzel<\/a> und die Oberschwanzdecken sind wie beim M\u00e4nnchen wei\u00df. Die Fl\u00fcgel sind ober- wie unterseits einfarbig dunkelbraun. Die F\u00e4rbung der Steuerfedern \u00e4hnelt jener der M\u00e4nnchen, die dunklen Anteile sind jedoch h\u00e4ufig ausgedehnter und eher schwarzbraun. Die Brust ist gelborange, die \u00fcbrige Rumpfunterseite heller bis hin zu wei\u00df. Stirn und Oberkopf sind zimtfarben. Die Z\u00fcgelregion und die Ohrdecken sind dunkelbraun oder wie der Oberkopf zimtfarben. Bei Weibchen der <em>\u201eaurita\u201c<\/em>-Morphe sind Kinn und Kehle hellbeige, bei Weibchen der <em>\u201estapazina\u201c<\/em>-Morphe br\u00e4unlich schwarz mit hellen Federspitzen.<\/p>\n<p>Schnabel, Beine und Zehen sind schwarz, die <a title=\"Iris (Auge)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iris_(Auge)\">Iris<\/a> ist braun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Laut\u00e4u\u00dferungen\" class=\"mw-headline\">Laut\u00e4u\u00dferungen<\/span><\/h2>\n<p>Der recht abwechslungsreiche Gesang besteht aus kurzen, schnell vorgetragenen Reihen ger\u00e4uschhafter Elemente wie <em>\u201etschri\u201c<\/em>, <em>\u201etschrri\u201c<\/em> oder <em>\u201etschri\u00fc\u201c<\/em>, die sich mit einem arttypischen Klappern und Imitationen anderer Vogelarten abwechseln. Am Nest werden kratzende Warnrufe wie <em>\u201ech\u00e4rr\u201c<\/em> oder <em>\u201etschr\u00e4\u201c<\/em> ge\u00e4u\u00dfert, auf die ein hohes <em>\u201ejiw\u201c<\/em> folgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Systematik\" class=\"mw-headline\">Systematik<\/span><\/h2>\n<p>Es werden zwei wenig differenzierte Unterarten anerkannt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Oenanthe h. hispanica<\/em> <span class=\"Person\"> (<a title=\"Carl von Linn\u00e9\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Linn%C3%A9\">Linnaeus<\/a>, 1758)<\/span> \u2013 Westlicher Teil des Verbreitungsgebietes von Nordafrika bis zu den <a title=\"Seealpen\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seealpen\">Seealpen<\/a> in Frankreich und Italien. Die Nominatform ist oben beschrieben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Oenanthe h. melanoleuca<\/em> <span class=\"Person\"> (<a title=\"Johann Anton G\u00fcldenst\u00e4dt\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Anton_G%C3%BCldenst%C3%A4dt\">G\u00fcldenst\u00e4dt<\/a>, 1775) <\/span> \u2013 \u00dcbriges (\u00f6stliches) Verbreitungsgebiet. Kopf und oberer R\u00fccken im frischen Prachtkleid weniger gelblich und mehr graubraun, bei M\u00e4nnchen im abgetragenen Gefieder ab Ende April praktisch reinwei\u00df, am Oberkopf und Nacken sind dann h\u00e4ufig die grauen Federbasen sichtbar. Die dunkle Kopfzeichnung ist bei M\u00e4nnchen beider Morphen ausgedehnter als bei der Nominatform.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine 1999 vorgenommene Abtrennung von <em>Oenanthe h. melanoleuca<\/em> als eigene Art wird nicht allgemein akzeptiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung_und_Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Verbreitung und Lebensraum<\/span><\/h2>\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\"><a class=\"image\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:OenantheHispanicaIUCNver2019-3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/ca\/OenantheHispanicaIUCNver2019-3.png\/220px-OenantheHispanicaIUCNver2019-3.png\" alt=\"\" data-file-width=\"3507\" data-file-height=\"2480\" width=\"220\" height=\"156\"><\/a><\/div>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\">\n<div class=\"thumbcaption\">Verbreitung des Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzers:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none; list-style-image: none; margin: 0;\"><span style=\"border-left: 1.2em solid; border-left-color: #00FF00; padding-left: 0.4em;\" title=\"Hellgr\u00fcn\"><\/span>Brutgebiete<\/li>\n<li style=\"list-style-type: none; list-style-image: none; margin: 0;\"><span style=\"border-left: 1.2em solid; border-left-color: #00FFFF; padding-left: 0.4em;\" title=\"T\u00fcrkis\"><\/span>Migration<\/li>\n<li style=\"list-style-type: none; list-style-image: none; margin: 0;\"><span style=\"border-left: 1.2em solid; border-left-color: #007FFF; padding-left: 0.4em;\" title=\"Farbe #007FFF\"><\/span>\u00dcberwinterungsgebiete<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Art besiedelt Teile der s\u00fcdlichen <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a> von Nordwest-Afrika und <a title=\"Portugal\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portugal\">Portugal<\/a> nach Osten \u00fcber Teile S\u00fcdeuropas und die T\u00fcrkei bis in den S\u00fcden des <a title=\"Iran\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran\">Iran<\/a>. Kleine und <a title=\"Disjunktion (\u00d6kologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Disjunktion_(%C3%96kologie)\">disjunkte<\/a> Vorkommen bestehen n\u00f6rdlich und \u00f6stlich davon auf der <a title=\"Krim\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a>, am \u00f6stlichen Rand des <a title=\"Kaspisches Meer\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaspisches_Meer\">Kaspischen Meeres<\/a> und im <a title=\"Kopet-Dag\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kopet-Dag\">Kopet-Dag<\/a>. Die Gr\u00f6\u00dfe des Gesamtverbreitungsgebietes ist nicht genau bekannt.<\/p>\n<p>Der Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer ist weitgehend auf die <a title=\"Mittelmeerklima\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelmeerklima\">Mediterrane Zone<\/a> beschr\u00e4nkt. Er bewohnt trockene, offene Landschaften, in denen sich freiliegende Felsen, Steinfluren oder vegetationsarme oder -freie Lehm- oder Sandbereiche mit wartenreichem und zum Teil dichtem, niedrigen Bewuchs abwechseln. Besiedelt wird vor allem <a title=\"Macchie\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Macchie\">Macchie<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Garrigue\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Garrigue\">Garrigue<\/a> in Hangbereichen, aber auch Wacholderheiden und sehr lichte W\u00e4lder sowie mageres Kulturland, Brachen, Obsthaine und Weinberge, wenn dort Strukturelemente wie Steinhaufen, Mauern oder Oberleitungen vorhanden sind. Die H\u00f6henverbreitung reicht vom Flachland bis etwa 2300&nbsp;m in der T\u00fcrkei, bis 2700&nbsp;m im <a title=\"Elburs-Gebirge\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elburs-Gebirge\">Elburs-Gebirge<\/a> und bis 3000&nbsp;m in <a title=\"Kurdistan\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurdistan\">Kurdistan<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Nahrung\" class=\"mw-headline\">Nahrung<\/span><\/h2>\n<p>Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer ern\u00e4hren sich \u00fcberwiegend von <a title=\"Insekten\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a>, daneben werden auch <a title=\"Spinnentiere\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spinnentiere\">Spinnentiere<\/a> und weitere <a title=\"Wirbellose\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirbellose\">Wirbellose<\/a> sowie nicht selten Fr\u00fcchte gefressen. Bei Untersuchungen von Mageninhalten in der ehemaligen <a title=\"Sowjetunion\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sowjetunion\">Sowjetunion<\/a> und im S\u00fcdwesten des Iran dominierten jeweils <a title=\"Ameisen\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ameisen\">Ameisen<\/a> im Nahrungsspektrum, weitere wichtige Beutetiergruppen waren jeweils K\u00e4fer und <a title=\"Wanzen\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wanzen\">Wanzen<\/a>. Die Art jagt meist von Warten aus auf bodenlebende Wirbellose, selten werden Insekten im Flug erbeutet oder von der Vegetation abgelesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Fortpflanzung\" class=\"mw-headline\">Fortpflanzung<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer f\u00fchren, soweit bekannt, eine <a class=\"mw-redirect\" title=\"Monogam\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogam\">monogame<\/a> Saisonehe. Das M\u00e4nnchen bietet Neststandorte an, die endg\u00fcltige Wahl erfolgt jedoch immer durch das Weibchen. Der Nestbau erfolgt ausschlie\u00dflich durch das Weibchen. Das Nest wird am Boden oder dicht dar\u00fcber angelegt, nur ausnahmsweise h\u00f6her, maximal bis H\u00f6hen von 1,5&nbsp;m. Es wird weit \u00fcberwiegend unter einem Stein oder Strauch gebaut, seltener auch zwischen Steinen, in Felsspalten oder Mauerl\u00f6chern. Der Eingang liegt normalerweise tiefer als das Nest. Das Nest besteht aus einer ausgekratzten Mulde, die au\u00dfen mit gr\u00f6berem und weiter nach innen mit feinem pflanzlichen Material ausgelegt wird. Die eigentliche Nestmulde wird h\u00e4ufig mit Tierhaaren und sehr feinem Pflanzenmaterial, seltener auch mit Federn ausgekleidet.<\/p>\n<p>Die Eiablage erfolgt im gesamten Verbreitungsgebiet recht einheitlich, in Nordafrika meist ab Mitte April bis Anfang Juni, ausnahmsweise auch noch Ende Juni, im \u00fcbrigen Areal von Mitte April bis Ende Juni, Anfang Juli mit einem H\u00f6hepunkt in der ersten oder zweiten Mai-H\u00e4lfte. Das Gelege besteht aus 2\u20136, meist 4\u20136 Eiern, die auf intensiv blaugr\u00fcnem bis mattblauem Grund rostbraun, seltener heller braun gepunktet oder gefleckt sind. Die Fleckung zeigt meist eine kranzartige Konzentration am stumpfen Pol des Eis. Eier aus Spanien und der Sowjetunion ma\u00dfen sehr einheitlich im Mittel 19,8 \u00d7 15,1&nbsp;mm. In der Regel wird wohl nur eine Brut je Saison durchgef\u00fchrt. Brut- und Nestlingszeit betragen jeweils 13\u201314 Tage. Die Bebr\u00fctung der Eier erfolgt ebenso wie das Hudern der Nestlinge in den ersten 3 bis 4 Tagen ausschlie\u00dflich durch das Weibchen, beide Eltern f\u00fcttern. Die Geschlechtsreife wird wahrscheinlich im ersten Lebensjahr erreicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span><\/h2>\n<p>Die Art ist <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a>, sie \u00fcberwintert in Afrika in den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Dornsavanne\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dornsavanne\">Dornsavannen<\/a> s\u00fcdlich der Sahara zwischen dem S\u00fcden <a title=\"Mauretanien\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauretanien\">Mauretaniens<\/a> im Westen und <a title=\"Eritrea\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eritrea\">Eritrea<\/a> sowie dem Norden <a title=\"\u00c4thiopien\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84thiopien\">\u00c4thiopiens<\/a> im Osten.<\/p>\n<p>Der Wegzug von den Brutpl\u00e4tzen erfolgt selten ab Anfang, meist ab Mitte August bis Anfang Oktober mit einem H\u00f6hepunkt wohl von Anfang bis Mitte September. Einzelne Nachz\u00fcgler werden in S\u00fcdeuropa bis Mitte Oktober, in Nordafrika noch Ende Oktober oder Anfang November beobachtet. Im Winterquartier treffen Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer selten bereits Ende August, \u00fcberwiegend Mitte September bis Mitte Oktober ein. Der Abzug aus dem Winterquartier erfolgt ab Februar, \u00fcberwiegend jedoch im M\u00e4rz und in der ersten Aprilh\u00e4lfte mit letzten Nachz\u00fcglern Anfang Mai. An den Brutpl\u00e4tzen werden die ersten V\u00f6gel ausnahmsweise Anfang M\u00e4rz beobachtet, die Mehrzahl der Brutv\u00f6gel trifft im April, die letzten bis Mitte Mai dort ein.<\/p>\n<p>In Mitteleuropa ist die Art eine seltene Ausnahmeerscheinung, bis 1988 lagen 40 Nachweise vor. Von diesen erfolgten 78&nbsp;% im Fr\u00fchjahr von M\u00e4rz bis Juni und waren demnach wohl auf <a title=\"Zugprolongation\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zugprolongation\">Zugprolongation<\/a>, also auf einen zu weiten Heimzug nach Norden zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Gef\u00e4hrdung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Gef\u00e4hrdung<\/span><\/h2>\n<p>Gesicherte Angaben zum Weltbestand gibt es nicht. Als grobe Sch\u00e4tzung f\u00fcr den europ\u00e4ischen Bestand um das Jahr 2000 gibt <a title=\"BirdLife International\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BirdLife_International\">BirdLife International<\/a> 1,4\u20133,3 Mio. Brutpaare an. In Europa war der Bestand zwischen 1970 und 1990 stark r\u00fcckl\u00e4ufig, seit 1996 m\u00e4\u00dfig stark r\u00fcckl\u00e4ufig. Aufgrund des gro\u00dfen Verbreitungsgebietes und des sehr gro\u00dfen Weltbestandes wird der Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer von der <a title=\"IUCN\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> aber noch als ungef\u00e4hrdet (\u201eleast concern\u201c) eingestuft.<\/p>\n<p><span class=\"mw-headline\"><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-6300\" src=\"http:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/q.jpg\" alt=\"\" \/><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto : Mihai Baciu<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mittelmeer-Steinschm\u00e4tzer (Oenanthe hispanica) ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschn\u00e4pper (Muscicapidae). Dieser recht kleine, schlanke und langschw\u00e4nzige Steinschm\u00e4tzer besiedelt Teile der s\u00fcdlichen Pal\u00e4arktis von Nordwest-Afrika und Portugal nach Osten \u00fcber Teile S\u00fcdeuropas bis in den S\u00fcden des Iran. 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