{"id":5762,"date":"2018-10-12T16:07:17","date_gmt":"2018-10-12T14:07:17","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/tienschan-laubsanger-phylloscopus-humei\/"},"modified":"2018-10-12T16:29:54","modified_gmt":"2018-10-12T14:29:54","slug":"tienschan-laubsanger-phylloscopus-humei","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/tienschan-laubsanger-phylloscopus-humei\/","title":{"rendered":"Tienschan-Laubs\u00e4nger (Phylloscopus humei)"},"content":{"rendered":"<div id=\"birdInfos\">\n<p>Der <strong>Tienschan-Laubs\u00e4nger<\/strong> (<em>Phylloscopus humei<\/em>) ist eine Singvogelart aus der Familie der Laubs\u00e4ngerartigen (Phylloscopidae), die in Mittelasien beheimatet ist.<\/p>\n<p>Das Artepitheton <em>humei<\/em> im wissenschaftlichen Namen ehrt den Ornithologen und Politiker Allan Octavian Hume, der sich besonders um die Vogelwelt Indiens verdient machte.<\/p>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ab_17.jpg\" alt=\"Tienschan-Laubs\u00e4nger (Phylloscopus humei)\" width=\"1647\" height=\"1080\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ab_17-150x150.jpg 150w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ab_17-300x197.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ab_17-768x504.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ab_17-1024x671.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ab_17-1536x1007.jpg 1536w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ab_17.jpg 1647w\" sizes=\"auto, 1647px\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5747 wt-image\" \/><\/p>\n<p>Der Tienschan-Laubs\u00e4nger z\u00e4hlt zu den mittelgro\u00dfen Laubs\u00e4ngern und ist mit 10\u201311 cm K\u00f6rperl\u00e4nge knapp gr\u00f6\u00dfer als ein Sommergoldh\u00e4hnchen. Er ist schlank und sehr lebhaft mit feinem Schnabel, auff\u00e4lligem \u00dcberaugenstreif und hellen Fl\u00fcgelbinden. Der Schnabel ist dunkel hornbraun mit fleischfarbener oder hell hornbrauner Basis. Die Iris ist braun. Beine und F\u00fc\u00dfe sind gr\u00e4ulich-olivbraun bis dunkel hornbraun und bisweilen etwas orange get\u00f6nt.<\/p>\n<p>Die Art \u00e4hnelt stark dem Gelbbrauen-Laubs\u00e4nger (<em>Phylloscopus inornatus<\/em>), als dessen Unterart sie auch lange betrachtet wurde, ist aber weniger kr\u00e4ftig gezeichnet als dieser. Der Scheitel ist mehr br\u00e4unlich, ein heller Scheitelstreif auf dem hinteren Oberkopf fehlt oder ist allenfalls angedeutet. Die Oberseite ist mehr graugr\u00fcn. Der beige \u00dcberaugenstreif reicht meist nicht so weit in den Nacken, der Augenstreif ist dunkel.<\/p>\n<p>Die rahmwei\u00dfe Unterseite ist an Kehle, Wangen, Brust und Flanken verwaschen beige oder in frischem Gefieder gelblich bis gr\u00fcnlich get\u00f6nt. Die Spitzen der Mittleren und Gro\u00dfen Armdecken sind hell gelblich-beige und formen zwei Fl\u00fcgelbinden von denen die vordere (an den Mittleren Armdecken) etwas verwaschener ist. Die auff\u00e4lligere Fl\u00fcgelbinde ist meist weniger deutlich gelb als beim Gelbbrauen-Laubs\u00e4nger. Die Schwingen sind mattbraun mit hellgelblichen S\u00e4umen und prominenten rahmfarbenen bis wei\u00dfen Spitzens\u00e4umen auf den Schirmfedern.<\/p>\n<p>Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. V\u00f6gel im Jugendkleid sind oberseits mehr braun mit beigen Fl\u00fcgelbinden; \u00dcberaugenstreif und Unterseite sind schmutzig wei\u00df.<\/p>\n<h2>Stimme<\/h2>\n<p>Gesang und Rufe sind die beste Unterscheidungsm\u00f6glichkeit gegen\u00fcber dem Gelbbrauen-Laubs\u00e4nger. Der Artstatus wird unter anderem durch dieses Merkmal begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Der typische Ruf ist ein zweisilbiges <em>dsu-witt<\/em> (<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.xeno-canto.org\/207157\" rel=\"nofollow\">H\u00f6rbeispiel<\/a>), das an den Ruf einer Bachstelze erinnert, aber auch sperlings\u00e4hnlich wirken kann. Eine Variante ist ein abfallendes <em>wi-siu<\/em><\/p>\n<p>Es gibt zwei Formen von Gesang. Die h\u00e4ufigere ist ein unregelm\u00e4\u00dfig wiederholtes, raues und herabgezogenes <em>bzieeeeeoouu<\/em> (<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.xeno-canto.org\/23362\" rel=\"nofollow\">H\u00f6rbeispiel<\/a>), das stark an den Flugruf der Rotdrossel erinnert. Der Alternativgesang besteht aus dem best\u00e4ndigen Wiederholen des Rufes.<\/p>\n<h2>Verbreitung<\/h2>\n<p>Das Verbreitungsgebiet des Tienschan-Laubs\u00e4ngers liegt \u00fcberwiegend in der \u00f6stlichen Pal\u00e4arktis und reicht ein St\u00fcck in die Orientalis hinein. In Nepal kommt die Art n\u00f6rdlich der Hauptkette des Himalaya vor. Von Garhwal und Himachal Pradesh in Indien reicht das Areal \u00fcber den Norden Pakistans bis in den westlichen Hindukusch im Nordosten Afghanistans, n\u00f6rdlich zieht es sich durch Pamir, Alai, Tien Shan, den Dsungarischen Alatau und den Tarbagatai bis in den Altai und reicht dabei durch die L\u00e4nder Tadschikistan und Kirgisistan, den S\u00fcden Kasachstans, den Norden von Xinjiang in China sowie bis in die Mongolei und nach S\u00fcd-Russland.<\/p>\n<p>Dort reichen die Vorkommen ostw\u00e4rts \u00fcber den Mongolischen Altai bis in den Gobi-Altai und weiter n\u00f6rdlich bis in den Changai sowie durch das Tannu-ola-Gebirge. Westw\u00e4rts kommt die Art in Russland bis zum Salairr\u00fccken vor und ostw\u00e4rts \u00fcber den Kusnezker Alatau, den Westsajan und den Ostsajan bis an den Baikalsee.<\/p>\n<p>In Russland und der Mongolei st\u00f6\u00dft das Areal an das des Gelbbrauen-Laubs\u00e4ngers. W\u00e4hrend die beiden Arten im Changai nicht miteinander in Ber\u00fchrung kommen, gibt es im Westen des Tannu-Ola-Gebirges und \u00f6stlich des Ch\u00f6wsg\u00f6l Nuur sympatrische Vorkommen. Die genaue \u00dcberschneidung der beiden Verbreitungsgebiete ist noch unzureichend erfasst.<\/p>\n<p>Das disjunkte Verbreitungsgebiet der Unterart <em>Ph. h. mandellii<\/em> liegt in Mittel-China. Es reicht vom \u00f6stlichen Qinghai bis nach Shaanxi und s\u00fcdw\u00e4rts bis in den Norden Yunnans.<\/p>\n<h2>Geografische Variation<\/h2>\n<p>Es werden zwei Unterarten beschrieben, von denen die \u00f6stliche Form <em>Ph. h. mandellii<\/em> am Scheitel mehr grau und sonst oberseits insgesamt matter, aber mehr braun gef\u00e4rbt ist. Die vordere Fl\u00fcgelbinde ist sehr viel undeutlicher. Die S\u00e4ume und Spitzen der Schirmfedern sind mehr gr\u00fcnlich, der \u00dcberaugenstreif und die Unterseite sind matt gelblich-wei\u00df.<\/p>\n<ul>\n<li><em>Ph. h. humei<\/em> (W. E. Brooks, 1878) \u2013 Mittelasiatische Gebirge vom mittleren S\u00fcdrussland bis Nordost-Afghanistan und zum Himalaya (Nordindien und Nepal)<\/li>\n<li>Ph. h. mandellii (W. E. Brooks, 1879) \u2013 mittleres China<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Lebensraum<\/h2>\n<p>Der Tienschan-Laubs\u00e4nger besiedelt lichte oder teilweise offene Bergw\u00e4lder der montanen und subalpinen Stufe. Meist ist er in Nadelw\u00e4ldern aus Fichten, Tannen oder Kiefern zu finden; im Nordosten des Verbreitungsgebiets auch in L\u00e4rchenw\u00e4ldern. H\u00e4ufig sind dies Mischbest\u00e4nde \u2013 teils mit eingestreuten Laubh\u00f6lzern. Selten werden auch reine Laubw\u00e4lder angenommen. Steile Hangstandorte mit besonnten Lichtungen und niedrigw\u00fcchsige Stadien der Waldverj\u00fcngung werden bevorzugt.<\/p>\n<p>Oft br\u00fctet die Art auch noch oberhalb der Baumgrenze in subalpinen Geb\u00fcschen, Birkengeh\u00f6lzen, Krummholz und Rhododendrondickichten und lokal werden vorwiegend solche Habitate bewohnt. In trockenen Regionen findet sich der Tienschan-Laubs\u00e4nger in Wacholderbest\u00e4nden sowie in Bacht\u00e4lern mit Weiden-, Berberitzen- und Sanddorngeb\u00fcschen.<\/p>\n<p>Die H\u00f6henverbreitung liegt im Norden der Verbreitung meist zwischen 1000 und 2500 m, weiter s\u00fcdlich zwischen 2000 und 3500 m und in S\u00fcd-Kaschmir und Nepal etwa zwischen 3300 und fast 4000 m.<\/p>\n<p>Auf dem Zug oder im Winter ist die Art in einer Vielzahl von baumbestandenen Habitaten wie trockenen Laubw\u00e4ldern, G\u00e4rten, Feldgeh\u00f6lzen oder Obstplantagen zu finden<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ad_5.jpg\" alt=\"Tienschan-Laubs\u00e4nger (Phylloscopus humei)\" width=\"1920\" height=\"1004\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ad_5-150x150.jpg 150w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ad_5-300x157.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ad_5-768x402.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ad_5-1024x535.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ad_5-1536x803.jpg 1536w, \/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ad_5.jpg 1920w\" sizes=\"auto, 1920px\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5751 wt-image\" \/><\/p>\n<p class=\"wt-photo-credit\">foto:Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tienschan-Laubs\u00e4nger (Phylloscopus humei) ist eine Singvogelart aus der Familie der Laubs\u00e4ngerartigen (Phylloscopidae), die in Mittelasien beheimatet ist. 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