{"id":4757,"date":"2016-06-05T18:56:55","date_gmt":"2016-06-05T16:56:55","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/gelbspotter-hippolais-icterina\/"},"modified":"2016-06-05T19:29:39","modified_gmt":"2016-06-05T17:29:39","slug":"gelbspotter-hippolais-icterina","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/gelbspotter-hippolais-icterina\/","title":{"rendered":"Gelbsp\u00f6tter (Hippolais icterina)"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>Gelbsp\u00f6tter<\/strong> (<em>Hippolais icterina<\/em>) ist ein <a title=\"Singv\u00f6gel\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singv%C3%B6gel\">Singvogel<\/a> aus der <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Familie<\/a> der <a title=\"Rohrs\u00e4ngerartige\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rohrs%C3%A4ngerartige\">Rohrs\u00e4ngerartigen<\/a> (Acrocephalidae). Dieser Sp\u00f6tter besiedelt Teile der westlichen und zentralen <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a> vom Nordosten Frankreichs, der Schweiz und dem S\u00fcdwesten Skandinaviens nach Osten bis in das nordwestliche Vorland des <a title=\"Altai\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altai\">Altai<\/a>. Der Gelbsp\u00f6tter bewohnt ein breites Spektrum von Habitaten mit lockerem Baumbestand und h\u00f6herem Geb\u00fcsch, in Mitteleuropa unter anderem <a title=\"Auwald\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auwald\">Auw\u00e4lder<\/a> und feuchte Laubmischw\u00e4lder, aber auch Feldgeh\u00f6lze, Friedh\u00f6fe und naturnahe Parkanlagen. Die Art ist <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a> und \u00fcberwintert im tropischen Zentral- und S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p>Der Bestand gilt vor allem im Westen des Areals in Mitteleuropa als leicht r\u00fcckl\u00e4ufig, als eine der Ursachen wird dort Konkurrenz mit dem zunehmenden und sich ausbreitenden <a title=\"Orpheussp\u00f6tter\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orpheussp%C3%B6tter\">Orpheussp\u00f6tter<\/a> vermutet. Weltweit wird der Gelbsp\u00f6tter von der <a title=\"IUCN\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> aber aufgrund des gro\u00dfen Verbreitungsgebietes und des sehr hohen Gesamtbestandes als ungef\u00e4hrdet (\u201eleast concern\u201c) eingestuft.<\/p>\n<p>Gelbsp\u00f6tter sind recht kleine, schlanke <a title=\"Singv\u00f6gel\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singv%C3%B6gel\">Singv\u00f6gel<\/a> mit eher gro\u00dfem Kopf, recht kr\u00e4ftigem Schnabel, langen Fl\u00fcgeln und relativ kurzem Schwanz. Sie sind verglichen mit anderen <a title=\"Sp\u00f6tter\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sp%C3%B6tter\">Sp\u00f6ttern<\/a> recht auffallend gef\u00e4rbt mit einer im frischen Gefieder br\u00e4unlich olivgr\u00fcnen Ober- und einer hellgelben Unterseite, zeigen aber ansonsten wie alle Sp\u00f6tter keine auffallenden Zeichnungen. Die Geschlechter unterscheiden sich bez\u00fcglich Gr\u00f6\u00dfe und F\u00e4rbung nicht.<\/p>\n<p>Mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge von 12,0 bis 13,5&nbsp;cm und einem Gewicht von 11 bis 19&nbsp;g ist die Art deutlich kleiner als ein <a title=\"Haussperling\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haussperling\">Haussperling<\/a> und nur etwa halb so schwer. Bei <a title=\"Adult\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adult\">adulten<\/a> V\u00f6geln ist die gesamte Oberseite des Rumpfes sowie Hals und Kopf einfarbig br\u00e4unlich olivgr\u00fcn. Z\u00fcgelregion, der kurze \u00dcberaugenstreif sowie die Augenumgebung sind blassgelb. Die mittleren Armdecken sind dunkelbraun, die gro\u00dfen Armdecken olivbraun. Die Schwingen sind schw\u00e4rzlich braun, die Handschwingen und die Schirmfedern zeigen schmale, die Armschwingen breitere gelbliche S\u00e4ume an den Au\u00dfenfahnen und gelbliche Spitzen. Die <a title=\"Steuerfeder\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steuerfeder\">Steuerfedern<\/a> sind dunkelbraun und sehr schmal heller braun gerandet. Die gesamte Rumpfunterseite, die Unterfl\u00fcgeldecken sowie die Unterschwanzdecken sind hell gelb, wobei die intensivere Gelbf\u00e4rbung oft auf Kehle und Vorderbrust beschr\u00e4nkt ist. Brustseiten und Flanken zeigen einen br\u00e4unlichen Anflug.<\/p>\n<p>Die <a title=\"Iris (Auge)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iris_%28Auge%29\">Iris<\/a> ist dunkelbraun. Der Schnabel ist deutlich zweifarbig; der Oberschnabel ist dunkelbraun, der gesamte Unterschnabel gelblich. Die Beine sind bleigrau.<\/p>\n<p>Im <a title=\"Juvenil\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Juvenil\">Jugendkleid<\/a> ist die Oberseite mehr braungrau und weniger oliv, die Unterseite blasser gelb mit ausgedehnter braunen Flanken. Schwingen, Steuerfedern und die Deckfedern der Oberseite sind warm br\u00e4unlich gerandet<\/p>\n<p>Die innerartliche Variation ist sehr gering und es werden keine Unterarten anerkannt.<\/p>\n<h2><span id=\"Laut.C3.A4u.C3.9Ferungen\" class=\"mw-headline\">Laut\u00e4u\u00dferungen<\/span><\/h2>\n<div class=\"mediaContainer\" style=\"width: 220px;\">\n<div class=\"mwPlayerContainer k-player\" style=\"width: 220px; position: relative; height: 20px;\">\n<div class=\"videoHolder\">\n<div id=\"mwe_player_0\" class=\"mwEmbedPlayer\"><img decoding=\"async\" class=\"playerPoster\" style=\"position: absolute; top: 0px; left: 100px; right: 0px; bottom: 0px; height: 20px; width: 20px;\" src=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/resources\/assets\/file-type-icons\/fileicon-ogg.png\" alt=\"\" \/><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-widget-header ui-helper-clearfix control-bar block\" style=\"height: 20px;\">\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-bl rButton k-options\" title=\"Playeroptionen\"><span>Men\u00fc<\/span><\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link rButton volume_control\" title=\"Lautst\u00e4rkeregelung\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"ui-widget time-disp\">0:00<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link lButton play-btn\" title=\"Clip abspielen\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der laute, schnelle und am Anfang der Brutzeit h\u00e4ufig lang anhaltende Gesang wird von den M\u00e4nnchen im Revier von einer Warte vorgetragen, die sich meist gut gedeckt im Laub von B\u00fcschen oder B\u00e4umen befindet. Er enth\u00e4lt zahlreiche kurze Imitationen anderer Vogelges\u00e4nge oder -rufe. Charakteristisch werden dazwischen immer wieder kurze, nasale oder jammernde, mehrfach wiederholte Laute wie <em>\u201eG\u00cde-G\u00cde\u201c<\/em> oder <em>\u201ehi\u00e4h\u201c<\/em> sowie melodische, lange Pfeift\u00f6ne eingeflochten. Der Lockruf am Brutplatz ist ein melodisches, dreisilbiges <em>\u201et\u00e4-t\u00e4-L\u00dc\u00dcit\u201c<\/em>, die Warnrufe sind scharf wie <em>\u201et\u00e4ck\u201c<\/em> oder gereiht <em>\u201et\u00e4 t\u00e4 t\u00e4&nbsp;\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung\" class=\"mw-headline\">Verbreitung<\/span><\/h2>\n<p>Der Gelbsp\u00f6tter besiedelt Teile der westlichen und zentralen <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a> von der <a title=\"Boreale Zone\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Boreale_Zone\">borealen<\/a> bis in die <a title=\"Gem\u00e4\u00dfigte Zone\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gem%C3%A4%C3%9Figte_Zone\">gem\u00e4\u00dfigte Zone<\/a>. In Ost-West-Richtung reicht die Verbreitung vom Nordosten Frankreichs und der Schweiz bis in das nordwestliche Vorland des <a title=\"Altai\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altai\">Altai<\/a>. Die Nordgrenze der geschlossenen Verbreitung verl\u00e4uft von S\u00fcdskandinavien, etwa 62\u00b0&nbsp;N in S\u00fcdfinnland und etwa 61\u00b030&nbsp;N an der <a title=\"Petschora\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Petschora\">Petschora<\/a> bis <a title=\"Tomsk\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tomsk\">Tomsk<\/a> in Westsibirien; die S\u00fcdgrenze vom Nordrand der <a title=\"Alpen\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alpen\">Alpen<\/a> \u00fcber den Norden der <a title=\"Balkanhalbinsel\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balkanhalbinsel\">Balkanhalbinsel<\/a> bis in den Nordosten Bulgariens und dann entlang der Ost- und Nordk\u00fcste des <a title=\"Schwarzes Meer\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarzes_Meer\">Schwarzen Meeres<\/a> \u00fcber die <a title=\"Krim\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a>, bis in den Bereich s\u00fcd\u00f6stlich des <a title=\"Asowsches Meer\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asowsches_Meer\">Asowschen Meeres<\/a> und dann bei etwa 52\u00b0&nbsp;N an <a title=\"Ural\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ural\">Ural<\/a> und <a title=\"Wolga\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolga\">Wolga<\/a> und etwa 52-54\u00b0&nbsp;N in <a title=\"Kasachstan\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kasachstan\">Kasachstan<\/a> bis zum Nordrand des Altai.<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>Der Gelbsp\u00f6tter bewohnt ein breites Spektrum von Habitaten mit lockerem Baumbestand und h\u00f6herem Geb\u00fcsch, bevorzugt mehrschichtige Laubgeh\u00f6lze mit einem geringen Deckungsgrad der Oberschicht. In Mitteleuropa besiedelt die Art unter anderem <a title=\"Auwald\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auwald\">Auw\u00e4lder<\/a> und feuchte Laubmischw\u00e4lder, aber auch Feldgeh\u00f6lze, Hecken, Friedh\u00f6fe und naturnahe Parkanlagen.<\/p>\n<h2><span id=\"Ern.C3.A4hrung\" class=\"mw-headline\">Ern\u00e4hrung<\/span><\/h2>\n<p>Die Nahrung besteht in Mitteleuropa zur Brutzeit in erster Linie aus Insekten, seltener aus <a title=\"Webspinnen\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Webspinnen\">Webspinnen<\/a> und selten aus kleinen <a title=\"Schnecken\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a>. Fr\u00fcchte werden offenbar nur ausnahmsweise verzehrt. Bei einer Untersuchung der Nestlingsnahrung von vier Brutpaaren in Burgund waren 87,4&nbsp;% der Nahrungstiere Insekten, 9&nbsp;% Spinnentiere, 3,2&nbsp;% Schnecken und 0,45&nbsp;% <a class=\"new\" title=\"Schnurf\u00fc\u00dfer (Seite nicht vorhanden)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Schnurf%C3%BC%C3%9Fer&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Schnurf\u00fc\u00dfer<\/a> (Julidae). Unter den Insekten dominierten <a title=\"Fliegen\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fliegen\">Fliegen<\/a> mit 22,5&nbsp;%, danach folgten <a title=\"Blattl\u00e4use\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blattl%C3%A4use\">Blattl\u00e4use<\/a> mit 16,3&nbsp;%, <a title=\"M\u00fccken\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%BCcken\">M\u00fccken<\/a> mit 14,1&nbsp;% und K\u00e4fer mit 12,3&nbsp;%.<\/p>\n<p>Die Nahrungssuche erfolgt in allen Schichten der Vegetation, aber \u00fcberwiegend in H\u00f6hen zwischen 2 und 8 Metern. In den Baumkronen jagen Gelbsp\u00f6tter vor allem im \u00e4u\u00dferen Bereich. Beute wird meist im Flug, im Sitzen oder h\u00fcpfend von der Vegetation abgelesen, weniger h\u00e4ufig fliegend erbeutet und nur selten vom Ansitz aus in der Luft gefangen.<\/p>\n<p>Gelbsp\u00f6tter f\u00fchren eine <a class=\"mw-redirect\" title=\"Monogam\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogam\">monogame<\/a> Brut- oder Saisonehe. Das Nest wird in B\u00e4umen und Str\u00e4uchern jeder Art im Zentrum oder im Randbereich der dichten Zweige und Bl\u00e4tter gebaut. Es wird meist auf einem Ast errichtet und dann durch feine Zweige gest\u00fctzt, die in die Nestwandung eingeflochten werden, oder in einem kleinen Astquirl aufgeh\u00e4ngt. Die Nester werden in Mitteleuropa meist in 1 bis 4&nbsp;m H\u00f6he errichtet, selten h\u00f6her oder auf dem Boden in dichter Vegetation. Das ordentliche, napff\u00f6rmige und au\u00dfen wie innen glattwandige Nest wird vorwiegend vom Weibchen meist aus Halmen und anderem feinen pflanzlichen Material gebaut, h\u00e4ufig werden auch Wollf\u00e4den, Papierst\u00fcckchen und \u00c4hnliches verbaut. Im \u00e4u\u00dferen Wandbereich k\u00f6nnen auch gr\u00f6bere Materialien wie Rindenst\u00fccke, teilweise zersetzte Laubbl\u00e4tter oder grobe Haare verwendet werden. Die Nestw\u00e4nde werden durch au\u00dfen aufgebrachte klebende oder elastische Stoffe wie Spinnweben, Kokons, Wollhaare und \u00c4hnliches verfestigt. Zur Auskleidung der eigentlichen Nestmulde werden feine Pflanzenfasern, Tierhaare oder Federn verwendet. Die Nester haben einen Au\u00dfendurchmesser von 60 bis 90&nbsp;mm und eine H\u00f6he von 50 bis 120&nbsp;mm.<\/p>\n<p>Die Eiablage erfolgt je nach geografischer Lage variabel, in Mitteleuropa ausnahmsweise bereits um den 30. April, meist ab Mitte Mai und mit einem H\u00f6hepunkt Ende Mai bis Mitte Juni. Letzte Gelege werden Ende Juli begonnen. Zweitbruten kommen in Mitteleuropa wohl nur sehr selten vor. Das Gelege besteht aus 3 bis 7, meist 4 bis 5 Eiern, die auf heller oder dunkler rosarotem Grund locker schwarz oder dunkelbraun gepunktet sind. Die Brutzeit dauert 12 bis 14 Tage, die Bebr\u00fctung erfolgt ausschlie\u00dflich durch das Weibchen. Beide Eltern f\u00fcttern. Die Jungv\u00f6gel verlassen mit 13,5 bis 15,5 Tagen das Nest und werden danach noch 8 bis 11 Tage lang von den Eltern gef\u00fchrt und mit Nahrung versorgt. Die Geschlechtsreife wird am Ende des ersten Lebensjahres erreicht.<\/p>\n<h2><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span><\/h2>\n<p>Die Art ist <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a>. Der Wegzug mittel- und nordeurop\u00e4ischer V\u00f6gel erfolgt Ende Juli bis Mitte September mit einem H\u00f6hepunkt Anfang August. Feststellungen im Oktober sind in Mitteleuropa bereits sehr selten. Die Weltpopulation des Gelbsp\u00f6tters \u00fcberwintert im tropischen zentralen und s\u00fcdlichen Afrika s\u00fcdlich der <a title=\"Sahara\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahara\">Sahara<\/a> unter Aussparung der W\u00fcsten und des <a title=\"Regenwald\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenwald\">Regenwaldes<\/a>. Das Winterquartier reicht vom S\u00fcdosten der <a title=\"Demokratische Republik Kongo\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demokratische_Republik_Kongo\">Demokratischen Republik Kongo<\/a> nach Osten bis <a title=\"Ruanda\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ruanda\">Ruanda<\/a> und <a title=\"Tansania\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tansania\">Tansania<\/a>, nach S\u00fcden \u00fcber <a title=\"Malawi\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malawi\">Malawi<\/a> und <a title=\"Sambia\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sambia\">Sambia<\/a> bis <a title=\"Namibia\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Namibia\">Namibia<\/a>, <a title=\"Botswana\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Botswana\">Botswana<\/a> und <a title=\"Transvaal\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Transvaal\">Transvaal<\/a>. Die Art \u00fcberwintert \u00fcberwiegend in der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Dornsavanne\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dornsavanne\">Dornsavanne<\/a> und in <a title=\"Akazien\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akazien\">Akazienw\u00e4ldern<\/a>. Die ersten Heimzieher werden in Mitteleuropa ausnahmsweise schon Anfang oder Mitte April, im Normalfall aber erst Anfang bis Mitte Mai beobachtet. Der Heimzug erreicht im Mai seinen H\u00f6hepunkt und l\u00e4uft Mitte Juni aus.<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Gef.C3.A4hrdung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Gef\u00e4hrdung<\/span><\/h2>\n<p>Gesicherte Angaben zum Weltbestand gibt es nicht, <a title=\"BirdLife International\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BirdLife_International\">BirdLife International<\/a> gibt als grobe Sch\u00e4tzung 10 bis 30 Mio. Individuen an. Der Bestand gilt vor allem im Westen des Areals in Mitteleuropa als leicht r\u00fcckl\u00e4ufig, als eine der Ursachen wird dort Konkurrenz mit dem zunehmenden und sich ausbreitenden <a title=\"Orpheussp\u00f6tter\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orpheussp%C3%B6tter\">Orpheussp\u00f6tter<\/a> vermutet. Weltweit wird der Gelbsp\u00f6tter von der IUCN aber aufgrund des gro\u00dfen Verbreitungsgebietes und des sehr hohen Gesamtbestandes als ungef\u00e4hrdet (\u201eleast concern\u201c) eingestuft.<\/p>\n<p>foto:Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gelbsp\u00f6tter (Hippolais icterina) ist ein Singvogel aus der Familie der Rohrs\u00e4ngerartigen (Acrocephalidae). Dieser Sp\u00f6tter besiedelt Teile der westlichen und zentralen Pal\u00e4arktis vom Nordosten Frankreichs, der Schweiz und dem S\u00fcdwesten Skandinaviens nach Osten bis in das nordwestliche Vorland des Altai. 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