{"id":4154,"date":"2015-03-23T04:25:11","date_gmt":"2015-03-23T02:25:11","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/dunnschnabelmowe-chroicocephalus-genei\/"},"modified":"2015-03-23T04:29:55","modified_gmt":"2015-03-23T02:29:55","slug":"dunnschnabelmowe-chroicocephalus-genei","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/dunnschnabelmowe-chroicocephalus-genei\/","title":{"rendered":"D\u00fcnnschnabelm\u00f6we (Chroicocephalus genei)"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>D\u00fcnnschnabelm\u00f6we<\/strong> (<em>Chroicocephalus genei<\/em>, Synonym <em>Larus genei<\/em>) ist eine kleine M\u00f6wenart. Der wissenschaftliche Name gedenkt des italienischen Naturwissenschaftlers Giuseppe Gen\u00e9. Wie die meisten M\u00f6wen ist sie sehr gesellig.<\/p>\n<p>Die D\u00fcnnschnabelm\u00f6we ist in Europa vor allem im Mittelmeergebiet beheimatet. Seit den 1990er Jahren werden jedoch auch in Mitteleuropa zunehmend D\u00fcnnschnabelm\u00f6wen beobachtet und es gibt Hinweise auf \u00dcbersommerungen. Dies ist vermutlich eine Folge einer Arealausweitung und Zunahme der Art in ihren mediterranen Brutgebieten bedingt.<\/p>\n<p>Die D\u00fcnnschnabelm\u00f6we wird 39 bis 47 Zentimeter lang und erreicht eine maximale Fl\u00fcgelspannweite von 97 Zentimetern. Im Gegensatz zur Lachm\u00f6we, der sie sehr \u00e4hnelt, hat sie keinen dunklen Kopf, sondern einen wei\u00dfen. Hals, Unterk\u00f6rper und Schwanz schimmern im Sommer leicht rosa, die Fl\u00fcgel und der R\u00fccken sind grau. Die Handschwingen haben schwarze Enden und der Schwanz ist schwarz wei\u00df geb\u00e4ndert. Der d\u00fcnne zierliche Schnabel und die F\u00fc\u00dfe sind rot.<\/p>\n<p>Jungv\u00f6gel haben eine graue Oberseite, eine wei\u00dfe Unterseite und graue Flecken auf Scheitel und Genick. Der Schnabel ist gelborange, die F\u00fc\u00dfe gelb. Die Spitze des wei\u00dfen Schwanzes ist schwarz.<\/p>\n<p>D\u00fcnnschnabelm\u00f6wen schwimmen mit langem, schr\u00e4g vorgestreckten Kopf und leicht gesenktem Schnabel, wodurch sie deutlich von der Lachm\u00f6we zu unterschieden sind.<\/p>\n<h2>Verbreitung<\/h2>\n<p>Die D\u00fcnnschnabelm\u00f6we lebt an der S\u00fcdk\u00fcste des Mittelmeeres, im S\u00fcdwesten der Iberischen Halbinsel, in der \u00c4g\u00e4is, am Roten Meer, am Persischen Golf, rund um das Schwarze Meer, rund um das Kaspische Meer, am Aralsee, in der T\u00fcrkei, Iran, Belutschistan und Sindh. Die meisten V\u00f6gel ziehen w\u00e4hrend des Winters weiter in den S\u00fcden nach Nordafrika und Indien und manche auch nach Westeuropa.<\/p>\n<p>Sie ist keine pelagische Spezies und wird selten auf dem offenen Meer weit von den K\u00fcsten entfernt gesehen. Zur Nahrungssuche sucht sie Schlammfl\u00e4chen und Marschland sowie auch Weiden und Grasland auf. Au\u00dferhalb der Brutzeit h\u00e4lt sie sich fast ausschlie\u00dflich k\u00fcstennah an Flachgew\u00e4ssern und Salzpfannen auf. Sie ist nur selten in Hafengebieten oder an S\u00fc\u00dfgew\u00e4ssern zu beobachten.<\/p>\n<h2>Ern\u00e4hrung<\/h2>\n<p>Die D\u00fcnnschnabelm\u00f6we ern\u00e4hrt sich \u00fcberwiegend von kleinen Fischen. Daneben werden auch Insekten und verschiedene Krebstiere aufgenommen.<\/p>\n<p>Die Nestabst\u00e4nde betragen meist weniger als ein Meter, manchmal nur 20 cm. Die D\u00fcnnschnabelm\u00f6we ist mit zwei Jahren geschlechtsreif. Sie ist ein Bodenbr\u00fcter und legt in einer Kolonie zwei bis drei Eier in ausgescharrte Sand- oder Lehmmulden.<\/p>\n<h2>Bestand<\/h2>\n<p>Der europ\u00e4ische Brutbestand wird auf 37.000 bis 56.000 Brutpaare gesch\u00e4tzt. Die gr\u00f6\u00dften Populationen gab es zu Beginn des 21. Jahrhunderts in der Ukraine, wo etwa 25.000 bis 40.000 Brutpaare lebten, in Russland (2.000 bis 3.000 Brutpaare), T\u00fcrkei (3.800 bis 5.500 Brutpaare) sowie Italien (3.900 Brutpaare).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/ffff.jpg\" alt=\"D\u00fcnnschnabelm\u00f6we (Chroicocephalus genei)\" width=\"1558\" height=\"1080\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/ffff-150x150.jpg 150w, \/wp-content\/uploads\/2015\/03\/ffff-300x208.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2015\/03\/ffff-768x532.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2015\/03\/ffff-1024x710.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2015\/03\/ffff-1536x1065.jpg 1536w, \/wp-content\/uploads\/2015\/03\/ffff.jpg 1558w\" sizes=\"auto, 1558px\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4143 wt-image\" \/><\/p>\n<p class=\"wt-photo-credit\">foto:Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die D\u00fcnnschnabelm\u00f6we (Chroicocephalus genei, Synonym Larus genei) ist eine kleine M\u00f6wenart. 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