{"id":4124,"date":"2015-03-22T21:11:59","date_gmt":"2015-03-22T19:11:59","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/kranich-grus-grus\/"},"modified":"2015-03-22T21:29:11","modified_gmt":"2015-03-22T19:29:11","slug":"kranich-grus-grus","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/kranich-grus-grus\/","title":{"rendered":"Kranich (Grus grus)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der <strong>Kranich<\/strong> (<em>Grus grus<\/em>), auch <strong>Grauer Kranich<\/strong> oder <strong>Eurasischer Kranich<\/strong> genannt, ist der einzige Vertreter der <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Familie<\/a> der <a title=\"Kraniche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kraniche\">Kraniche<\/a> (Gruidae) in Nord- und Mitteleuropa. Kraniche bewohnen <a title=\"Sumpf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sumpf\">Sumpf<\/a>&#8211; und Moorlandschaften in weiten Teilen des \u00f6stlichen und n\u00f6rdlichen <a title=\"Europa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa\">Europa<\/a>, aber auch einige Gebiete im Norden <a title=\"Asien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asien\">Asiens<\/a>. Sie nehmen das ganze Jahr \u00fcber sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung auf. Der Bestand hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, so dass die Art zurzeit nicht gef\u00e4hrdet ist.<\/p>\n<p>Die Sch\u00f6nheit der Kraniche und ihre spektakul\u00e4ren Balzt\u00e4nze haben schon in fr\u00fcher Zeit die Menschen fasziniert. In der <a title=\"Griechische Mythologie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Griechische_Mythologie\">griechischen Mythologie<\/a> war der Kranich <a title=\"Apollon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apollon\">Apollon<\/a>, <a title=\"Demeter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demeter\">Demeter<\/a> und <a title=\"Hermes\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermes\">Hermes<\/a> zugeordnet. Er war ein <a title=\"Symbol\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Symbol\">Symbol<\/a> der Wachsamkeit und Klugheit und galt als \u201eVogel des Gl\u00fccks\u201c. In <a title=\"Kaiserreich China\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaiserreich_China\">China<\/a> stand er f\u00fcr ein langes Leben, Weisheit, das Alter sowie die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Auch in <a title=\"Japan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Japan\">Japan<\/a> ist der Kranich ein Symbol des Gl\u00fccks und der Langlebigkeit. In der <a title=\"Heraldik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heraldik\">Heraldik<\/a> ist der Kranich das Symbol der Vorsicht und der schlaflosen Wachsamkeit. In der Dichtung wird der Kranich symbolisch f\u00fcr etwas \u201e<a title=\"Das Erhabene\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Erhabene\">Erhabenes<\/a>\u201c in der Natur verwendet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4109\" src=\"http:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/es.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Der Kranich ist wie alle Vertreter der Gattung <em>Grus<\/em> ein gro\u00dfer Schreitvogel mit langen Beinen und langem Hals. Kennzeichnend sind die schwarz-wei\u00dfe Kopf- und Halszeichnung und die federlose rote Kopfplatte. Der keilf\u00f6rmige, schlanke Schnabel ist \u00fcber zehn Zentimeter lang. Das <a class=\"mw-redirect\" title=\"Gefieder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gefieder\">Gefieder<\/a> hat abgesehen vom Kopf eine hellgraue F\u00e4rbung in vielen Abstufungen. Sehr selten sind fast wei\u00dfe und sehr dunkle V\u00f6gel. Der Schwanz sowie die Hand- und Armschwingen sind schwarz. Die <a title=\"Humeralfedern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Humeralfedern\">Humeralfedern<\/a> variieren farblich von Grau bis Schwarz und h\u00e4ngen bei Altv\u00f6geln als \u201eSchleppe\u201c \u00fcber den Schwanz hinweg. Zur Brutzeit wird der Schulter- und R\u00fcckenbereich mit <a title=\"Moor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moor\">Moorerde<\/a> hell- bis dunkelbraun gef\u00e4rbt. Die Geschlechter sind \u00e4u\u00dferlich schwer zu unterscheiden. M\u00e4nnchen sind jedoch durchschnittlich etwas gr\u00f6\u00dfer als Weibchen. Erstere wiegen f\u00fcnf bis sieben Kilogramm, letztere f\u00fcnf bis sechs. Der Kranich erreicht eine H\u00f6he von 110 bis 130&nbsp;cm. Die Fl\u00fcgelspannweite betr\u00e4gt etwa 220 bis 245&nbsp;cm.<\/p>\n<p>Fl\u00fcgge Jungv\u00f6gel zeigen eine gleichm\u00e4\u00dfige hellgrau-braune F\u00e4rbung und haben noch keine Schleppe. Der Kopf ist einfarbig r\u00f6tlich sandfarben ohne Schwarz-Wei\u00df-Zeichnung. Bei einj\u00e4hrigen Jungv\u00f6geln bildet sich eine schwache Hell-Dunkel-Zeichnung an Kopf und Hals heraus. Sie haben noch ein geringeres Gewicht als Altv\u00f6gel. Zweij\u00e4hrige Jungv\u00f6gel \u00e4hneln abgesehen von einer weniger ausgepr\u00e4gten Schleppe den Altv\u00f6geln.<\/p>\n<p>Die <a title=\"Mauser (V\u00f6gel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauser_%28V%C3%B6gel%29\">Mauser<\/a> des Kleingefieders findet j\u00e4hrlich vom Fr\u00fchjahr bis in den Herbst statt. Altv\u00f6gel mausern im Drei- bis Vierjahreszyklus.<\/p>\n<p>Vor dem Auffliegen werden normalerweise Kopf und Hals bogenf\u00f6rmig zehn bis zwanzig Sekunden in Flugrichtung gestreckt, um durch Stimmsignale untereinander den Abflug zu synchronisieren. Nach einigen schnellen Schritten sto\u00dfen sich die Kraniche vom Boden ab und fliegen mit ausgestrecktem Hals. Gr\u00f6\u00dfere Entfernungen werden im Segelflug zur\u00fcckgelegt, kurze Distanzen auch im <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ruderflug\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ruderflug\">Ruderflug<\/a>. Kraniche sind ausdauernde Flieger und k\u00f6nnen bis zu 2.000&nbsp;Kilometer nonstop zur\u00fccklegen, wobei k\u00fcrzere Tagesetappen von zehn bis 100&nbsp;km eher die Regel sind. Im Flug erreichen sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 bis 65&nbsp;km\/h.<\/p>\n<p>Kraniche haben verschiedene Rufe, die f\u00fcr das Sozialverhalten von Bedeutung sind. Der laute trompetenartige Ruf (hier Flug- und Warnrufe) wird durch den Resonanzraum der 100 bis 130&nbsp;cm langen Luftr\u00f6hre erm\u00f6glicht. Beim \u201eDuettruf\u201c folgt einer Rufreihe eine darauf abgestimmte Tonfolge. Sowohl M\u00e4nnchen als auch Weibchen k\u00f6nnen durch ihn die Abfolge der Duette einleiten. Beide richten dabei Kopf und Schnabel aufw\u00e4rts, neigen den Hals nach hinten und heben die Schwingen an. Sie stehen eng beisammen und bewegen sich w\u00e4hrend der Rufreihen gem\u00e4chlich nebeneinander fort. Der Duettruf ert\u00f6nt bei Erregung an Sammel- und Rastpl\u00e4tzen, am h\u00e4ufigsten zur Brutzeit. Er kann durch <a title=\"Frequenz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frequenz\">Frequenzanalyse<\/a> (<a title=\"Spektrogramm\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spektrogramm\">Sonagrafie<\/a>) zur individuellen Charakterisierung und Wiedererkennung verwendet werden.<\/p>\n<p>Ein anderer lauter Ruf ist der Warnruf, der bei Gefahr von einem Paar oder mehreren V\u00f6geln ausgesto\u00dfen wird. Der Doppelruf wird durch das Rufen eines Partners mit vorgestrecktem Hals eingeleitet. Das M\u00e4nnchen folgt darauf mit einem tieferen Laut oder das Weibchen mit einem h\u00f6heren Ton. Er ist h\u00e4ufig bei St\u00f6rungen in Brutrevieren \u00fcber weite Distanzen zu h\u00f6ren. Besonders bei eingeschr\u00e4nktem Sichtkontakt oder bei einer st\u00e4rkeren Zugstimmung \u00e4u\u00dfert ein suchendes Einzeltier oder die Gruppe den lauten Kontaktruf. Er k\u00fcndigt auch den bevorstehenden Abzug an.<\/p>\n<p>Der Kontaktruf der K\u00fcken \u00e4u\u00dfert sich in einem sanft trillernden Ton. Bei Erregung geben sie ein lautes, pfeifendes Piepsen von sich. Der Bettelruf besteht aus einem klagenden Piepen. Die Familienmitglieder verst\u00e4ndigen sich \u00fcber trillernde Kontaktrufe. Um die Jungen zu warnen, werden sowohl am Boden als auch in der Luft Rufe ausgesto\u00dfen, die aus scharfen und vokallosen T\u00f6nen bestehen.<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung_und_Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Verbreitung und Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>Die Brutgebiete des Kranichs liegen im Nordosten <a title=\"Europa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa\">Europas<\/a> und im Norden <a title=\"Asien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asien\">Asiens<\/a>. Die Fl\u00fcsse <a title=\"Weser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weser\">Weser<\/a> und <a title=\"Aller\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aller\">Aller<\/a> markieren die westliche, der 51. Breitengrad die s\u00fcdliche Grenze des Verbreitungsgebietes. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben Biotopverluste bewirkt, dass sich die S\u00fcdgrenze des europ\u00e4ischen und mittelasiatischen Areals um 300&nbsp;km bis 400&nbsp;km nach Norden verschoben hat. Der Verlust isolierter Brutgebiete ist auf Trockenlegung und Kultivierung von Feuchtgebieten, Eiersammeln und Bejagung sowie auf \u00f6kologische Bedingungen (Wassermangel, Trockenheit) zur\u00fcckzuf\u00fchren. Eine Wiederbesiedlung ist jedoch unter den heutzutage verbesserten Schutzbedingungen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der Kranich besiedelt ganz <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinavien<\/a> und <a title=\"Finnland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Finnland\">Finnland<\/a>. In Mitteleuropa ist er in <a title=\"Polen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polen\">Polen<\/a>, <a title=\"Tschechien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschechien\">Tschechien<\/a> und im Norden und Osten <a title=\"Deutschland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland\">Deutschlands<\/a> zu finden. In Osteuropa ist der Kranich in den <a title=\"Baltikum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baltikum\">baltischen<\/a> Staaten <a title=\"Litauen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Litauen\">Litauen<\/a>, <a title=\"Lettland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lettland\">Lettland<\/a> und <a title=\"Estland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Estland\">Estland<\/a>, in <a title=\"Wei\u00dfrussland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Frussland\">Wei\u00dfrussland<\/a> und im Norden der <a title=\"Ukraine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ukraine\">Ukraine<\/a> verbreitet. Vor Jahrzehnten stellten der S\u00fcden <a title=\"Georgien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georgien\">Georgiens<\/a>, <a title=\"Armenien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Armenien\">Armenien<\/a>, die s\u00fcdliche Ukraine und das Nordostufer des <a title=\"Aralsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aralsee\">Aralsees<\/a> noch Brutgebiete dar. Nach wie vor sind das \u00f6stliche <a title=\"Sibirien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sibirien\">Sibirien<\/a> und der <a title=\"Ferner Osten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ferner_Osten\">Ferne Osten<\/a> d\u00fcnn besiedelt. In der <a title=\"T\u00fcrkei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkei\">T\u00fcrkei<\/a> und in <a title=\"Tibet\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tibet\">Tibet<\/a> sind stabile, eigenst\u00e4ndige Populationen zu finden. Die Verbreitung im Nordosten <a title=\"Volksrepublik China\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksrepublik_China\">Chinas<\/a> nimmt jedoch ab. Sporadisch br\u00fctet der Kranich in <a title=\"England\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/England\">England<\/a>, <a title=\"Frankreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankreich\">Frankreich<\/a>, <a title=\"Italien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italien\">Italien<\/a> sowie in den <a title=\"Niederlande\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niederlande\">Niederlanden<\/a>. Fr\u00fcher war er auch in <a title=\"Rum\u00e4nien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rum%C3%A4nien\">Rum\u00e4nien<\/a>, <a title=\"Jugoslawien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jugoslawien\">Jugoslawien<\/a>, <a title=\"Albanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albanien\">Albanien<\/a>, <a title=\"Bulgarien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bulgarien\">Bulgarien<\/a> sowie in <a title=\"Griechenland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Griechenland\">Griechenland<\/a> verbreitet.<\/p>\n<p>Seine bevorzugten Lebensr\u00e4ume sind <a title=\"Feuchtgebiet\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feuchtgebiet\">Feuchtgebiete<\/a> der Niederungen, wie beispielsweise <a class=\"mw-redirect\" title=\"Niedermoor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niedermoor\">Nieder-<\/a> und <a title=\"Regenmoor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenmoor\">Hochmoore<\/a>, <a title=\"Bruchwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bruchwald\">Bruchw\u00e4lder<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"See (Gew\u00e4sser)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/See_%28Gew%C3%A4sser%29\">Seer\u00e4nder<\/a>, <a title=\"Feuchtwiese\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feuchtwiese\">Feuchtwiesen<\/a> und <a title=\"Sumpf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sumpf\">Sumpfgebiete<\/a>. Zur Nahrungssuche finden sich die Tiere auf extensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Kulturen wie Wiesen und Feldern, Felds\u00e4umen, Hecken und Seeufern ein. F\u00fcr die Rast nutzen sie weite und offene Fl\u00e4chen wie \u00c4cker mit Getreidestoppeln. Als Schlafpl\u00e4tze werden vor allem Gew\u00e4sser mit niedrigem Wasserstand aufgesucht, die Schutz vor Feinden bieten.<\/p>\n<p>In Europa gibt es mehrere Zugwege, die seit dem fr\u00fchen 19. Jahrhundert erforscht werden. Genaue Erkenntnisse liegen dabei f\u00fcr die westeurop\u00e4ische Zugroute und den n\u00f6rdlichen Teil der baltisch-ungarischen Strecke vor.<\/p>\n<p>Aus Schweden, Norwegen und vielleicht auch aus Nordfinnland stammende Kraniche ziehen in Nord-S\u00fcd-Richtung durch Schweden, wobei sich im westlichen und \u00f6stlichen Teil des Landes st\u00e4rkere Zugkonzentrationen herausgebildet haben. Ab Mitte August erreichen gr\u00f6\u00dfere Rastgruppen der Westzieher das deutsche Festland zwischen der <a title=\"Oder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oder\">Oderm\u00fcndung<\/a> und dem <a title=\"Dar\u00df\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dar%C3%9F\">Dar\u00df<\/a>. Die Zahl der bevorzugt auf der Insel <a title=\"R\u00fcgen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%BCgen\">R\u00fcgen<\/a> und bei <a title=\"Gro\u00df Mohrdorf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9F_Mohrdorf\">Gro\u00df Mohrdorf<\/a> rastenden V\u00f6gel erreicht zwischen Mitte und Ende Oktober ihren H\u00f6hepunkt. Ostzieher rasten teilweise auf <a title=\"\u00d6land\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96land\">\u00d6land<\/a>, um dann die <a title=\"Ostsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostsee\">Ostsee<\/a> in Richtung R\u00fcgen, Polen und Estland zu \u00fcberqueren. Der Abzug <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">skandinavischer<\/a> Kraniche findet zwischen Mitte August und Mitte Oktober statt, gelegentlich auch noch im November.<\/p>\n<p>Ab Mitte September wird Deutschland sowohl von Norden als auch aus \u00f6stlicher Richtung mit Rast zwischen Ostseek\u00fcste und der <a title=\"Lausitz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lausitz\">Lausitz<\/a> angeflogen. Seit Mitte der 1980er-Jahre wird eine gro\u00dfe Zunahme des Ost-West-Durchzuges im Inland festgestellt, so dass die H\u00f6chstzahlen seit 1996 an den gro\u00dfen Rastpl\u00e4tzen in <a title=\"Schlesien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlesien\">Schlesien<\/a>, im Torun-<a title=\"Eberswalder Urstromtal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eberswalder_Urstromtal\">Eberswalder Urstromtal<\/a>, in <a title=\"Linum (Fehrbellin)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Linum_%28Fehrbellin%29\">Linum<\/a> n\u00f6rdlich <a title=\"Berlin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin\">Berlins<\/a> und der Lausitz die der K\u00fcstenregionen \u00fcbertreffen. Ein wichtiger Sammelpunkt ist die <a title=\"Talsperre Kelbra\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Talsperre_Kelbra\">Talsperre Kelbra<\/a> s\u00fcdlich des <a title=\"Harz (Mittelgebirge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harz_%28Mittelgebirge%29\">Harzes<\/a>, wo sich bis zu 17.000 Tiere beobachten lassen. Der H\u00f6hepunkt des Ost-West-Durchzugs liegt in der zweiten Oktober- und ersten Novemberh\u00e4lfte, wobei gr\u00f6\u00dfere Zuggruppen aus dem Osten noch bis Mitte Dezember und bei ung\u00fcnstigen Wetterlagen sogar bis in den Januar hinein ziehen k\u00f6nnen. Der Zug wird in s\u00fcdwestliche Richtungen fortgesetzt, wobei sich die n\u00f6rdlichen und \u00f6stlichen Zugkontingente sowie die Fl\u00fcge der verschiedenen Rastpl\u00e4tze westlich des <a title=\"Rhein\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rhein\">Rheins<\/a> vereinigen.<\/p>\n<p>Nach dem Abzug von den ostdeutschen Rastpl\u00e4tzen ziehen die Zuggruppen meistens westw\u00e4rts \u00fcber das Rhein-Main-Gebiet bis Frankreich. Dort verl\u00e4uft die Zugroute diagonal durch das Land. Die gro\u00dfen Rastregionen liegen bei <a title=\"Orl\u00e9ans\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orl%C3%A9ans\">Orl\u00e9ans<\/a> und der <a class=\"new\" title=\"Champagne Humide (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Champagne_Humide&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Champagne Humide<\/a> sowie in der Region <a class=\"mw-redirect\" title=\"Aquitaine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aquitaine\">Aquitaine<\/a>. Gew\u00f6hnlich werden die westlichen <a title=\"Pyren\u00e4en\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pyren%C3%A4en\">Pyren\u00e4en<\/a> in der Provinz <a title=\"Navarra\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Navarra\">Navarra<\/a> und dem \u00f6stlichen <a title=\"Baskenland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baskenland\">Baskenland<\/a> \u00fcberquert, bevor es zu d\u00e4mmern beginnt. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird Frankreich auch zur \u00dcberwinterung intensiv genutzt.<\/p>\n<p>Im n\u00f6rdlichen Spanien wird nur an wenigen Pl\u00e4tzen gerastet. Zugkonzentrationen bilden sich an der <a title=\"Laguna de Gallocanta\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laguna_de_Gallocanta\">Laguna de Gallocanta<\/a> in den Provinzen <a title=\"Provinz Saragossa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Provinz_Saragossa\">Saragossa<\/a> und <a title=\"Provinz Teruel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Provinz_Teruel\">Teruel<\/a>. Die ersten V\u00f6gel erscheinen im Oktober, in dessen zweiter H\u00e4lfte st\u00e4rkerer Zuzug stattfindet, der zwischen Ende November und Mitte Dezember seinen H\u00f6hepunkt erreicht. Die \u00dcberwinterungsgebiete stellen die <a title=\"Extremadura\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Extremadura\">Extremadura<\/a> und <a title=\"Andalusien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andalusien\">Andalusien<\/a> sowie etwa 58&nbsp;weitere Pl\u00e4tze dar. Ein kleiner Teil der Population zieht noch weiter bis Nordafrika. Der Abzug beginnt ab Ende Januar und erreicht zwischen Ende Februar und Anfang M\u00e4rz seinen H\u00f6hepunkt. Der Zug auf der westeurop\u00e4ischen Route ist von maximal 40.000&nbsp;Kranichen am Anfang der 1980er-Jahre \u00fcber 60.000&nbsp;V\u00f6gel um 1990 auf etwa 150.000&nbsp;Kraniche im Jahr 2001 angestiegen.<\/p>\n<p>Unter Mitnahme der Populationen aus dem Baltikum, Wei\u00dfrussland sowie des polnischen Ostens und ukrainischen Westens setzt in Finnland und Nordwestrussland im Herbst der Zug ein, um dann s\u00fcdw\u00e4rts zur <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ungarische Tiefebene\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ungarische_Tiefebene\">Ungarischen Tiefebene<\/a> mit ihren gro\u00dfen Rastpl\u00e4tzen zu f\u00fchren. In Finnland sind die st\u00e4rksten Zugkonzentrationen westlich und \u00f6stlich von <a title=\"Helsinki\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helsinki\">Helsinki<\/a> zu finden.<\/p>\n<p>Nach Vereinigung mit den gro\u00dfen nordwestrussischen Fl\u00fcgen dominieren \u00fcber Lettland und Litauen s\u00fcdliche und s\u00fcdwestliche Zugrichtungen. Die Zuggr\u00f6\u00dfe steigt in den Rastregionen von Nordost nach S\u00fcdwest kontinuierlich an. Diese Fl\u00fcge rasten selten in Finnland, jedoch vor allem zwischen Anfang September und Mitte Oktober an mehr als 40&nbsp;Schlafpl\u00e4tzen in Estland. Danach \u00fcberqueren die s\u00fcdw\u00e4rts ziehenden V\u00f6gel die <a title=\"Niedere Beskiden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niedere_Beskiden\">Niederen Beskiden<\/a> und gelangen durch die W\u00e4lder der <a title=\"Waldkarpaten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldkarpaten\">Waldkarpaten<\/a> in die Ost<a title=\"Slowakei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Slowakei\">slowakei<\/a>. W\u00e4hrend diese Zuggruppen dort h\u00f6here Gebirgsketten nach Ostungarn \u00fcberfliegen, schlagen kleinere Kontingente den Weg durch das \u00f6stliche Rum\u00e4nien ein. Besonders von Mitte Oktober bis Anfang November konzentrieren sich die gro\u00dfen Fl\u00fcge auf den Rastpl\u00e4tzen, vor allem am <a class=\"new\" title=\"Salzsee von Kardoskut (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Salzsee_von_Kardoskut&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Salzsee von Kardoskut<\/a> und im <a class=\"mw-redirect\" title=\"Hortob\u00e1gyi Nemzeti Park\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hortob%C3%A1gyi_Nemzeti_Park\">Hortob\u00e1gy-Nationalpark<\/a>.<\/p>\n<p>S\u00fcdlich von Ungarn teilt sich die Zugroute in einen \u00f6stlichen und einen westlichen Weg (Mittelmeer-Zugweg). Auf der letztgenannten Strecke wird zun\u00e4chst der westliche Balkan durchquert, um von der <a title=\"Albanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albanien\">albanischen<\/a> <a title=\"Adriatisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adriatisches_Meer\">Adriak\u00fcste<\/a> \u00fcber <a title=\"Sizilien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sizilien\">Sizilien<\/a> und <a title=\"Kalabrien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kalabrien\">Kalabrien<\/a> nach <a title=\"Tunesien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tunesien\">Tunesien<\/a> zu gelangen. Dabei soll es gelegentlich \u00dcberwinterungen auf den <a title=\"Liparische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liparische_Inseln\">Liparischen Inseln<\/a> und <a title=\"Sardinien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sardinien\">Sardinien<\/a> gegeben haben. W\u00e4hrend aus Tunesien \u00dcberwinterungen von 20.000&nbsp;V\u00f6geln bekannt sind, ist die weitere Route der 50.000 Ostzieher weitgehend unbekannt. Man nimmt jedoch an, dass ein kleiner Teil in <a title=\"Israel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Israel\">Israel<\/a> \u00fcberwintert und ein gr\u00f6\u00dferer Teil nach einer Rast auf <a title=\"Zypern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zypern\">Zypern<\/a> im \u00f6stlichen Afrika bleibt. Die Westzieher ziehen \u00fcber <a title=\"\u00c4gypten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84gypten\">\u00c4gypten<\/a> entlang des <a title=\"Nil\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nil\">Nils<\/a> weiter, um dort an <a title=\"Oase\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oase\">Oasen<\/a> zu rasten oder Richtung <a title=\"Rotes Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotes_Meer\">Rotes Meer<\/a> und <a title=\"Israel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Israel\">Israel<\/a> weiterzuziehen, w\u00e4hrend die Ostzieher dieser Route und des russisch-pontischen Zugweges die <a title=\"T\u00fcrkei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkei\">T\u00fcrkei<\/a> \u00fcberfliegen. Die Gesamtzahl der V\u00f6gel der baltisch-ungarischen Route wird gegenw\u00e4rtig (1989) auf 80.000 bis 90.000 gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<h3><span id=\"Weitere_Zugwege\" class=\"mw-headline\">Weitere Zugwege<\/span><\/h3>\n<p>Gro\u00dfe Zuggruppen ziehen aus den russischen, wei\u00dfrussischen, nordukrainischen sowie aus den sibirischen und <a title=\"Kasachstan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kasachstan\">kasachischen<\/a> Brutgebieten auf mehreren Zugrouten in s\u00fcdliche, s\u00fcdwestliche und s\u00fcd\u00f6stliche Richtungen. In der osteurop\u00e4ischen Region werden ein russisch-pontischer und ein <a title=\"Wolga\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolga\">Wolga<\/a>-iranischer Zugweg unterschieden. Weiter ostw\u00e4rts folgt eine westsibirisch-kasachisch-indische Route, die die Kraniche aus Westsibirien und Zentralkasachstan \u00fcber Mittelasien unter Umgehung der gro\u00dfen Gebirge Zentralasiens nach <a title=\"Pakistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pakistan\">Pakistan<\/a> und <a title=\"Indien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indien\">Indien<\/a> bringt. Au\u00dferdem gibt es einen ostsibirisch-chinesischen Zugweg von Zentralsibirien und dem <a title=\"Daurien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daurien\">Transbaikal<\/a> \u00fcber die <a title=\"Mongolei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mongolei\">Mongolei<\/a> nach Zentral- und S\u00fcdostchina. Schlie\u00dflich verl\u00e4uft ein fern\u00f6stlich-chinesischer Zugweg der fern\u00f6stlichen Populationen <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russlands<\/a> und Chinas \u00fcber das Tiefland Nordostchinas zu den \u00dcberwinterungsgebieten in S\u00fcdostchina. Kleine Gruppen \u00fcberwintern aber auch in <a title=\"Korea\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korea\">Korea<\/a> und <a title=\"Vietnam\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vietnam\">Vietnam<\/a>.<\/p>\n<p>Kraniche nehmen das ganze Jahr \u00fcber sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung auf. Die Nahrung besteht aus Klein<a class=\"mw-redirect\" title=\"S\u00e4uger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%A4uger\">s\u00e4ugern<\/a>, <a title=\"Reptilien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reptilien\">Reptilien<\/a>, kleinen <a title=\"Fische\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fische\">Fischen<\/a>, <a title=\"Froschlurche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Froschlurche\">Fr\u00f6schen<\/a>, <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a>, <a title=\"W\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BCrmer\">W\u00fcrmern<\/a>, <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a> und deren Larven. Sie beinhaltet auch <a title=\"Mais\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mais\">Mais<\/a>-, <a title=\"Gerste\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerste\">Gersten<\/a>-, <a title=\"Weizen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weizen\">Weizen<\/a>&#8211; und <a title=\"Hafer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hafer\">Haferk\u00f6rner<\/a>, <a title=\"Sonnenblume\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonnenblume\">Sonnenblumenkerne<\/a>, <a title=\"Erbse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erbse\">Erbsen<\/a>, <a title=\"Bohne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bohne\">Bohnen<\/a>, <a title=\"Erdnuss\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erdnuss\">Erdn\u00fcsse<\/a>, <a title=\"Olivenbaum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olivenbaum\">Oliven<\/a>, <a title=\"Beere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beere\">Beeren<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Eiche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eiche\">Eicheln<\/a>, <a title=\"Gem\u00fcse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gem%C3%BCse\">Gem\u00fcse<\/a>, <a title=\"Kartoffel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kartoffel\">Kartoffeln<\/a>, Pflanzenwurzeln, -sprossen und <a title=\"Sprossachse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sprossachse\">Halme<\/a>.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Fr\u00fchjahrsrast ern\u00e4hrt sich der Kranich \u00fcberwiegend von Saaten. Um die Energiereserven wieder aufzuf\u00fcllen, ben\u00f6tigt er f\u00fcr die Nahrungsaufnahme von bis zu 300&nbsp;Gramm t\u00e4glich \u00fcber 80&nbsp;Prozent der Aktivit\u00e4tsdauer. Im Fr\u00fchsommer besteht die Nahrung auch aus <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a> und kleinen <a title=\"Wirbeltiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirbeltiere\">Wirbeltieren<\/a>. Haben die Jungv\u00f6gel das Alter von mehreren Wochen erreicht, bereichern auch gr\u00f6\u00dfere Tiere wie <a title=\"M\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4use\">M\u00e4use<\/a> das Angebot. Im Sp\u00e4tsommer und im Herbst beansprucht die Nahrungssuche etwa 40 bis 60&nbsp;Prozent der Aktivit\u00e4tsdauer. Nun bilden Ernter\u00fcckst\u00e4nde und Neusaaten sowie Insekten den Hauptbestandteil der Ern\u00e4hrung. Im \u00dcberwinterungsgebiet ern\u00e4hren sich Kraniche von den Fr\u00fcchten der <a title=\"Steineiche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steineiche\">Stein<\/a>&#8211; und <a title=\"Korkeiche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korkeiche\">Korkeiche<\/a> sowie von Sonnenblumenkernen.<\/p>\n<p>Auf Wiesen und Weiden konzentriert sich die Nahrungssuche auf Insekten, W\u00fcrmer und <a title=\"Nagetiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nagetiere\">Nagetiere<\/a>. Hier laufen Kraniche mit weitgreifenden Schritten gro\u00dfe Bereiche ab. Sie lesen auf <a class=\"mw-redirect\" title=\"Gr\u00e4ser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gr%C3%A4ser\">Gr\u00e4sern<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Wildkr\u00e4uter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wildkr%C3%A4uter\">Kr\u00e4utern<\/a> sitzende Insekten gezielt und ruckartig mit dem Schnabel ab und legen W\u00fcrmer und Larven durch W\u00fchlbewegungen frei. Dazu stechen sie mit fast geschlossenem Schnabel in pflanzenfreie Stellen des Erdreichs. Im Boden \u00f6ffnen sie den Schnabel leicht und bewegen ihn seitlich. Ist das Erdreich dichter, lockern sie es zuvor durch wiederholtes Einstechen. Auf Saatfl\u00e4chen lesen Kraniche zuerst an der Oberfl\u00e4che liegende Getreidek\u00f6rner ab. Durch W\u00fchlen wird zus\u00e4tzlich weiteres Saatgut freigelegt. Maisk\u00f6rner werden auch vom Kolben gefressen. Durch das Hochziehen des Kopfes k\u00f6nnen die K\u00f6rner hinuntergeschluckt werden. Wirbeltiere werden mit dem Schnabel erdolcht. <\/p>\n<p>Der Kranich lebt normalerweise lebenslang <a class=\"mw-redirect\" title=\"Monogam\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogam\">monogam<\/a>, jedoch zeigen neueste Untersuchungen, dass ein Partnerwechsel m\u00f6glich ist und sogar h\u00e4ufiger vorkommt, als dies bisher bekannt war. Der Kranich pflanzt sich das erste Mal im Alter von drei bis f\u00fcnf Jahren fort, kann sich jedoch schon im Alter von zwei Jahren auf der Fr\u00fchjahrsrast an einen Partner binden. Es ist jedoch noch nicht gekl\u00e4rt, ob diese Paare sp\u00e4ter zusammen Brutreviere besetzen. (In einem einzigen Fall bisher, dem des Paares #6 im Duvenstedter Brook, Hamburg, konnte gezeigt werden, dass ein jugendliches Paar sp\u00e4ter ein Revier besetzte.)<\/p>\n<h3><span id=\"Brutreviere_und_Brutpl.C3.A4tze\" class=\"mw-headline\">Brutreviere und Brutpl\u00e4tze<\/span><\/h3>\n<p>Angestammte Brutpaare nehmen regional etwa zur gleichen Zeit Reviere in Besitz. Das Revier muss eine ausreichende Versorgung mit Nahrung sowie Ruhe und Sicherheit bieten. So nutzen in Deutschland 60 bis 70&nbsp;Prozent der V\u00f6gel bevorzugt <a title=\"Wald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wald\">W\u00e4lder<\/a> beziehungsweise Waldr\u00e4nder. Stark zunehmend wird die offene Feldflur zur Brut genutzt (20 bis 30&nbsp;Prozent), au\u00dferdem spielen auch noch Seeufer eine Rolle (10 bis 20&nbsp;Prozent). Bei einem geringeren Nahrungsangebot sind die Reviere gr\u00f6\u00dfer. Durch Untersuchungen an mit Sendern versehenen Jungv\u00f6geln wurde festgestellt, dass Kraniche bis zum Fl\u00fcggewerden der Jungen ein Revier von teilweise \u00fcber 135&nbsp;Hektar nutzen.<\/p>\n<p>Kraniche sind Bodenbr\u00fcter. Der Brutplatz bildet das Zentrum des Reviers und befindet sich am Boden in feuchtem, oft sumpfigem Gel\u00e4nde. Bei recht kleinen Brutpl\u00e4tzen ist es den V\u00f6geln meistens nicht m\u00f6glich, die Nester hinter einer Deckung anzulegen. Das genutzte Gew\u00e4sser kann kleiner als ein <a title=\"Hektar\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hektar\">Hektar<\/a> bis gr\u00f6\u00dfer als zehn Hektar sein, entscheidend ist jedoch eine Wassertiefe von 30 bis 60&nbsp;cm Tiefe. Sollte das Waten zum Nest nicht m\u00f6glich sein, sind Kraniche bereit, ausnahmsweise zu schwimmen oder zu fliegen. Dem br\u00fctenden Vogel ist grunds\u00e4tzlich eine gute Sicht auf die Umgebung wichtig. Bei zu niedrigem Wasserstand oder Trockenheit werden keine Nester gebaut, aber dennoch die Reviere besetzt.<\/p>\n<p>Zum Nestbau werden <a title=\"Schilfrohr\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schilfrohr\">Schilf<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"R\u00f6hrichtpflanzen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%B6hrichtpflanzen\">R\u00f6hricht<\/a>, <a title=\"Binsen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Binsen\">Binsen<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Riedgr\u00e4ser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Riedgr%C3%A4ser\">Riedgr\u00e4ser<\/a> und andere Pflanzen im Umkreis von zehn Metern mit dem Schnabel abgerissen. Beide Partner werfen die Nistmaterialien seitw\u00e4rts oder \u00fcber den R\u00fccken in Richtung Nest, um sie dann schrittweise an das Nest zu bringen. Das Nest kann einen Durchmesser von \u00fcber einem Meter haben, die Plattform liegt meist 10 bis 20&nbsp;cm \u00fcber der Wasseroberfl\u00e4che. Da das Nest w\u00e4hrend der Brutzeit zusammenf\u00e4llt, wird w\u00e4hrend des Br\u00fctens st\u00e4ndig weitergebaut.<\/p>\n<h3><span id=\"Balz_und_Paarung\" class=\"mw-headline\">Balz und Paarung<\/span><\/h3>\n<p>Der \u201eKranichtanz\u201c findet das ganze Jahr \u00fcber statt, ist jedoch als <a title=\"Balz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balz\">Balzritual<\/a> im Fr\u00fchling am intensivsten. Er findet in der fr\u00fchen Morgend\u00e4mmerung auf nahe gelegenen, freien Fl\u00e4chen statt. Im Laufe des M\u00e4rz nimmt die H\u00e4ufigkeit und Heftigkeit dieses Verhaltens zu, das dann in der Paarung seinen H\u00f6hepunkt findet. Es endet in der Regel mit dem Nestbau und der Eiablage.<\/p>\n<p>Beim Tanzen springen M\u00e4nnchen und Weibchen mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln laufend umher und lassen ihr lautes Trompeten h\u00f6ren. Aber auch Prahlhandlungen, Laufen in Geraden und Kurven, Einknicken der Beine, Springen und das Hochschleudern von Pflanzenteilen sind Bestandteile des Rituals. Durch Aufrichten des Oberk\u00f6rpers, Abwinkeln der Fl\u00fcgel und gurrende Laute fordert das Weibchen das M\u00e4nnchen schlie\u00dflich zum Aufspringen und damit zur Paarung auf. Ist der Tretakt vollzogen, springt das M\u00e4nnchen meist \u00fcber den Kopf des Weibchens vorw\u00e4rts ab. Nun folgen Duettrufe der Partner und danach normalerweise eine Putzphase. Das Duett ist die ganze Brutzeit und auch sp\u00e4ter als Zeichen des Zusammenhalts zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>In Mitteleuropa beginnen die Weibchen drei bis sechs Wochen nach ihrer Ankunft mit der Brut.In der Regel legen sie von M\u00e4rz bis Mitte April meist zwei Eier im Abstand von zwei bis drei Tagen. Diese haben eine l\u00e4ngsovale Form mit einem runden und einem spitzovalen Pol. In Gestalt, Gr\u00f6\u00dfe und F\u00e4rbung variieren sie betr\u00e4chtlich. Die Grundfarbe ist Hellbraun mit einem Hang zum Gr\u00fcnlichen, R\u00f6tlichen und R\u00f6tlichbraunen. Grobe braune Flecken sind meist unregelm\u00e4\u00dfig verteilt und h\u00e4ufig am stumpfen Pol verdichtet. Die Gr\u00f6\u00dfe schwankt zwischen 57 und 66&nbsp;mm in der Breite und zwischen 88&nbsp;mm und 110&nbsp;mm in der L\u00e4nge. Das Gewicht liegt im Durchschnitt bei 185&nbsp;g. Das Gelege wird \u00fcber 29 bis 31&nbsp;Tage abwechselnd von beiden Partnern bebr\u00fctet, so dass je einer auf Nahrungssuche gehen kann. Die Brut wird mit dem ersten Ei begonnen, so dass die Jungen im Abstand von ein bis zwei Tagen schl\u00fcpfen.<\/p>\n<p>&nbsp;Im Mittel wird zwischen 1,6&nbsp;Stunden und 4,5&nbsp;Stunden gebr\u00fctet, so dass unter Einbeziehung der Nacht die jeweilige Brutdauer insgesamt \u00fcber zw\u00f6lf Stunden oder mehr betr\u00e4gt. Die Brutabl\u00f6sungen finden in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden statt, erh\u00f6hen sich jedoch vom Schlupfbeginn bis zum Wegf\u00fchren der Jungen. In der Zeit des Schl\u00fcpfens bringt der Abl\u00f6sende oft Pflanzenmaterial ans Nest. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wird durch Aufstehen oder gelegentlich auch Verlassen des Nestes eine Brutpause eingeleitet, deren H\u00e4ufigkeit von Faktoren wie Bebr\u00fctungsstand, Au\u00dfentemperaturen, Niederschl\u00e4gen und Tageszeit abh\u00e4ngt. Bevor sich der Kranich zum Br\u00fcten erneut in das Gelege setzt, wendet er die Eier mit dem Schnabel.<\/p>\n<p>Beim Kranich gibt es Gelegeverluste von 20 bis 30&nbsp;Prozent.Besonders hoch fallen diese aus, wenn der Nistplatz w\u00e4hrend der Brutphase oder nach dem Schlupf trocken f\u00e4llt, da das Gelege so leicht von <a title=\"Raubtiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raubtiere\">Raubtieren<\/a> erreicht werden kann. Neben dem Wasserstand sind besonders kalte Witterung, St\u00f6rungen, mangelnde Nahrung und R\u00e4uber f\u00fcr Verluste verantwortlich.<\/p>\n<h3><span id=\"Entwicklung_der_Jungen\" class=\"mw-headline\">Entwicklung der Jungen<\/span><\/h3>\n<p>Die ersten Laute der K\u00fcken vor dem Schl\u00fcpfen, sp\u00e4testens aber die \u00d6ffnung des ersten Eies ver\u00e4ndern das Verhalten der Altv\u00f6gel. Diese sind nun nerv\u00f6ser und halten sich h\u00e4ufiger in der N\u00e4he des Nestes auf.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr 24&nbsp;Stunden nach dem Schl\u00fcpfen k\u00f6nnen die Jungen sicher stehen und gehen. Die Nestfl\u00fcchter werden nach sp\u00e4testens 30&nbsp;Stunden vom Nest weggef\u00fchrt. Beide Altv\u00f6gel k\u00fcmmern sich gleicherma\u00dfen um das F\u00fcttern und F\u00fchren der Jungen. Diese tragen anfangs ein zimtbraunes Dunengefieder. Ihr Schlupfgewicht liegt bei 120&nbsp;g bis 150&nbsp;g. Die Altv\u00f6gel reichen den K\u00fcken in den ersten Lebenswochen <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a>, Larven, <a title=\"W\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BCrmer\">W\u00fcrmer<\/a> und <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a> mit dem Schnabel, bis diese selbst\u00e4ndig nach Futter suchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Dottervorrat der geschl\u00fcpften Jungv\u00f6gel reicht f\u00fcr zwei Tage. Dennoch nehmen sie trotz der Zuf\u00fctterung von kleiner Nahrung und Eischalenresten zun\u00e4chst ab. Die Jungen werden in den ersten Tagen auf kleine Strecken in der n\u00e4heren Umgebung gef\u00fchrt. In den ersten zwei Wochen greifen sich im Nest allein gelassene Jungv\u00f6gel h\u00e4ufig mit Schnabelhieben an, wobei das \u00e4ltere K\u00fcken gelegentlich versucht, das j\u00fcngere aus dem Nest zu dr\u00e4ngen. Nachdem sich die Aggressionen gelegt haben, h\u00e4lt sich die Familie im <a title=\"Wald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wald\">Wald<\/a> oder auf <a title=\"Acker\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Acker\">Feldern<\/a> und <a title=\"Feuchtwiese\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feuchtwiese\">Wiesen<\/a> auf, auch wenn weiterhin im beziehungsweise am Nest \u00fcbernachtet wird. Sollte der Wasserstand zu stark gesunken sein, wird an einem geeigneten Ort ein Schlafnest errichtet. Nach etwa zehn Wochen sind die Jungen flugf\u00e4hig und fast so gro\u00df wie die Altv\u00f6gel.<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen findet die Verst\u00e4ndigung \u00fcber ein leises Kontaktgurren statt. Nur bei starken St\u00f6rungen werden in der N\u00e4he des Nestes laute Rufe verwendet, um die Jungen auch \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Entfernungen zu warnen. Bei Gefahr werden unterlegene Angreifer mit Schnabelhieben und Fl\u00fcgelschl\u00e4gen angegriffen und vertrieben. \u00dcberlegene Gegner wie Menschen werden durch \u201e<a title=\"Verleiten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verleiten\">Verleiten<\/a>\u201c abgelenkt. Dabei stellt sich ein Altvogel krank, indem er sich mit vorgestecktem Hals und h\u00e4ngenden, abgespreizten Fl\u00fcgeln oft hinkend von der Familie fortbewegt, w\u00e4hrend der andere die Jungen wegf\u00fchrt und durch einen Warnruf zum Ducken bewegt.<\/p>\n<p>Vor allem im September, aber auch ab Anfang August oder Anfang Oktober, schlie\u00dfen sich die Familien den Nichtbr\u00fctern an den Sammelpl\u00e4tzen an. Nur wenige Brutpaare, die meist an den d\u00fcnn besiedelten Randgebieten leben, bleiben bis zum Wegzug in ihren Brutrevieren.<\/p>\n<p>Die Lebenserwartung betr\u00e4gt in Gefangenschaft bis zu 40&nbsp;Jahre, sie ist bei wildlebenden Tieren weitaus geringer.<\/p>\n<h2><span id=\"Verhalten\" class=\"mw-headline\">Verhalten<\/span><\/h2>\n<p>Der Aktivit\u00e4tsbeginn der Art liegt in der Regel in der ersten D\u00e4mmerung. Viele Stunden am Tag dienen der Nahrungssuche, wobei die Aktivit\u00e4tsmaxima am sp\u00e4ten Vormittag und fr\u00fchen Nachmittag liegen. Zwischendurch gibt es Putz- und Ruhephasen.<\/p>\n<p>Der Kranich lebt in drei verschiedenen Sozialformen. In der Sommerzeit leben Brutpaare allein in ihren Revieren, w\u00e4hrend sich Nichtbr\u00fcter zu Gruppen zusammenschlie\u00dfen. Den \u00fcberwiegenden Teil des Jahres verbringen Kraniche in einer Gemeinschaft von Artgenossen unterschiedlichen Alters an Sammel- und Rastpl\u00e4tzen. Im Fr\u00fchling und Herbst bilden sie Zugschw\u00e4rme bis zu einigen Tausend V\u00f6geln.<\/p>\n<p>Das innerartliche Verhalten regelt die komplexen Beziehungen zwischen den Individuen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der roten, federlosen Platte am Oberkopf zu, die bei unterschiedlichster Erregung anschwillt. Auch der Tanz au\u00dferhalb der Brutperiode hat in bestimmten Situationen diese Funktion. Im Herbst und besonders im Fr\u00fchjahr kommt es w\u00e4hrend des Sammelns und Rastens auch zum Tanzen einzelner V\u00f6gel oder gr\u00f6\u00dferer Gruppen.<\/p>\n<h3><span id=\"Territorialverhalten\" class=\"mw-headline\">Territorialverhalten<\/span><\/h3>\n<p>Um ihr Revier gegen Eindringlinge zu verteidigen, droht der Kranich dem Gegner zun\u00e4chst und attackiert ihn dann, falls er sich nicht einsch\u00fcchtern l\u00e4sst. Dies ist meist zun\u00e4chst Aufgabe des M\u00e4nnchens, kann aber auch durch die ganze Familie geschehen.<\/p>\n<p>Gleichrangige V\u00f6gel drohen sich, indem sie sich mit angelegtem Gefieder und ausgestreckten H\u00e4lsen so gegen\u00fcberstehen, dass sich die Schn\u00e4bel fast ber\u00fchren. Nach kurzem Verharren hacken sie vor- oder aufw\u00e4rts, bis der Unterlegene zur\u00fcckweicht. Dieser wird laufend und fliegend verfolgt, bis er die Reviergrenze \u00fcberschritten hat. Bei h\u00e4rteren Konflikten k\u00f6nnen die V\u00f6gel hochspringen und die Beine nach vorne werfen, um den Gegner zu treten. Durch die Ritualisierung weiterer einsch\u00fcchternder Verhaltensweisen wird die Verletzungsgefahr herabgesetzt und Energie gespart. Steht ein Kranich in einem inneren Konflikt zwischen Angriff und R\u00fcckzug, kann es zu <a class=\"mw-redirect\" title=\"\u00dcbersprunghandlung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%9Cbersprunghandlung\">\u00dcbersprunghandlungen<\/a> wie dem scheinbaren Putzen oder Picken kommen. In seltenen F\u00e4llen knickt einer der Rivalen in den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Intertarsalgelenk\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Intertarsalgelenk\">Intertarsalgelenken<\/a> ein, wobei er sich mit ausgestrecktem Hals auf die Erde legt und die Fl\u00fcgel ausbreitet. Diese Verhaltensweise tritt auch bei br\u00fctenden V\u00f6geln im Konflikt zwischen Brutpflege und Fluchtreflex auf.<span id=\"Nichtbr.C3.BCtergruppen\" class=\"mw-headline\">Nichtbr\u00fctergruppen<\/span><\/p>\n<p>Ein- bis vierj\u00e4hrige Nichtbr\u00fcter kehren in der Regel mindestens im ersten Jahr in ihre Brutheimat zur\u00fcck. Sie treffen in zwei- bis vierw\u00f6chigem Abstand nach den Brutpaaren ein. Dort halten sie sich in kleinen und gro\u00dfen Gruppen auf, die oft gemeinsam mit Durchz\u00fcglern auf dem Weg nach Norden und Osten sind. Nachdem diese weitergezogen sind, befinden sich junge und \u00e4ltere nicht br\u00fctende Kraniche meist im n\u00e4heren und weiteren Umfeld ihrer Brutheimat. Teilweise bleiben sie bis zum Sammeln im Herbst auf den Rastregionen des Zugweges, so dass sie \u00fcber das gesamte Verbreitungsgebiet verteilt sind.<\/p>\n<p>Nichtbr\u00fcter leben in variablen gemeinschaftlichen Gruppen ohne <a title=\"Hierarchie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hierarchie\">Hierarchie<\/a>. Sie sind wenig ruffreudig und verhalten sich gew\u00f6hnlich unauff\u00e4llig, teilweise heimlich. Dies \u00e4u\u00dfert sich im h\u00e4ufigen Wechsel der Tageseinst\u00e4nde und Schlafpl\u00e4tze. Untersuchungen zeigen, dass bei einzelnen Individuen keine Gebundenheit an einen Ort festzustellen ist. Zum Mausern ziehen sich \u00dcbersommerer in Kleingruppen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Kleine Gruppen von Nichtbr\u00fctern erkunden bisher unbesetzte Gebiete und k\u00f6nnen die erste Vorhut f\u00fcr Neuansiedlungen sein. Daher tragen sowohl Brutorttreue als auch die Besiedlung neuer Gebiete zur Stabilisierung und Ausbreitung der Population sowie zur genetischen Vermischung bei.<\/p>\n<p>Nachdem sie von April bis Juli auf Wiesen und Weiden nach Nahrung gesucht haben, treffen sie von Ende Juli bis Anfang August an Sammelpl\u00e4tzen \u2013 noch vor der Ankunft erfolgloser Brutpaare \u2013 ein.<\/p>\n<h3><span id=\"Sammel-_und_Rastpl.C3.A4tze\" class=\"mw-headline\">Sammel- und Rastpl\u00e4tze<\/span><\/h3>\n<p>Eine lokale Kranichpopulation sammelt sich wahrscheinlich jedes Jahr an denselben Sammelpl\u00e4tzen, welche sich in allen Brutgebieten mit hoher Siedlungsdichte befinden. Die Rastpl\u00e4tze bestehen aus den Schlafstellen und dem bis zu 20&nbsp;km langen Einzugsgebiet mit den Nahrungsfl\u00e4chen. Die Schlafstellen bilden die Grundlage des Sammelplatzes. Zwei Drittel aller Rastpl\u00e4tze weisen daher zwei bis vier Schlafstellen auf, welche teilweise gleichzeitig, h\u00e4ufig aber auch nacheinander angeflogen werden.<\/p>\n<p>An Sammel- und Rastpl\u00e4tzen herrscht ein fester Tagesrhythmus. Nachdem die Kraniche nachts im flachen Wasser geschlafen haben, suchen sie mit der ersten D\u00e4mmerung rufend Kontakt und sch\u00fctteln das Gefieder frei. Etwa bei Sonnenaufgang fliegen sie ab oder ernten in Rastperioden \u00c4sungsfl\u00e4chen wie Stoppelfelder ab. Die Dauer des Abflugs ist normalerweise k\u00fcrzer als die des abendlichen Einflugs. Neblige Tage oder Gefahren verz\u00f6gern den Aufbruch. Zwischen dem sp\u00e4ten Nachmittag und der einsetzenden Dunkelheit treffen sie an Vorsammel- oder Zwischenlandepl\u00e4tzen ein, die sich auf Acker- und kurzgrasigen Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen im n\u00e4heren Umkreis der Schlafstellen befinden und einen Teil des Schlafplatzes ausmachen. Die Zahl der V\u00f6gel nimmt im Laufe des Nachmittags zu und kann Gr\u00f6\u00dfen von 100 bis 40.000&nbsp;Kranichen erreichen. Unter lautem Rufen fliegen oder schreiten diese nach und nach meist erst mit der D\u00e4mmerung gr\u00fcppchenweise zum Schlafplatz.<\/p>\n<p>Das Zusammensein in Gruppen minimiert den f\u00fcr das Sichern n\u00f6tigen Aufwand und erlaubt weniger erfahrenen Jungv\u00f6geln die optimale Ausnutzung der f\u00fcr die Nahrungsaufnahme verf\u00fcgbaren Zeit.<\/p>\n<h3><span id=\".C3.9Cberwinterungsgruppen\" class=\"mw-headline\">\u00dcberwinterungsgruppen<\/span><\/h3>\n<p>In den \u00dcberwinterungsgebieten sondert sich ein Teil der Familien ab und zeigt eine deutliche Bindung an ein bestimmtes Territorium, das jedes Jahr aufgesucht und gegen\u00fcber Artgenossen verteidigt wird. Der Tagesrhythmus entspricht dem der Sammel- und Rastpl\u00e4tze. Im Januar und Dezember werden die Tage zur G\u00e4nze genutzt, so dass die letzten Fl\u00fcge erst bei Vollmond mit klarem Himmel stattfinden k\u00f6nnen. Im Februar ist der Einflug normalerweise mit der Abendd\u00e4mmerung beendet. Der Aufbruch findet noch nach Sonnenaufgang statt.<\/p>\n<p>Ein bis zwei Tage vor dem Beginn des Massenabzugs oder eines Weiterzugs zeigen die V\u00f6gel ein unruhiges Verhalten. Sie rufen und tanzen sehr viel, haben einen gest\u00f6rten Rhythmus beim abendlichen \u00dcberflug an den Schlafpl\u00e4tzen und sind nachts in Aufregung. Voraussetzungen f\u00fcr den Zugbeginn stellen R\u00fccken- und Seitenwinde, Nahrungssituation und Temperatur\u00e4nderungen dar.<\/p>\n<p>Der Kranichzug setzt sich aus Gruppen von Paaren oder kleinen Familien zusammen, die sich an bekannten \u00dcberwinterungs- und Rastpl\u00e4tzen zu Tausenden sammeln. Kraniche fliegen in Keilen, ungleichschenkligen Winkeln oder schr\u00e4gen Reihen, so dass der Luftwiderstand reduziert und der Kontakt innerhalb der Gruppe gesichert wird. W\u00e4hrend des Ziehens verst\u00e4ndigen sie sich durch Laute, die nachts oder bei ung\u00fcnstigen Sichtverh\u00e4ltnissen besonders h\u00e4ufig werden. In der Regel wird der Zug in Etappen absolviert, da sich die V\u00f6gel den Witterungsbedingungen anpassen und unterwegs unterschiedlich lange Zwischenaufenthalte einlegen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend vor wenigen Jahrzehnten die Kraniche erst im M\u00e4rz in den Brutgebieten Mitteleuropas eintrafen, kehren sie heutzutage schon im Februar zur\u00fcck. Seitdem werden auch sowohl ein sp\u00e4ter Abzug im Herbst als auch echte \u00dcberwinterungen sowie \u00dcberwinterungsversuche festgestellt. Durch dieses ver\u00e4nderte Zugverhalten k\u00f6nnen verlorene Gelege eher durch Nachgelege ersetzt werden.<\/p>\n<h3><span id=\"Verhalten_gegen.C3.BCber_anderen_Tieren\" class=\"mw-headline\">Verhalten gegen\u00fcber anderen Tieren<\/span><\/h3>\n<p>Das Verhalten gegen\u00fcber artfremden Tieren ist \u00e4u\u00dferst variantenreich. <a title=\"Reh\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reh\">Rehe<\/a> und <a title=\"Rothirsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rothirsch\">Rotwild<\/a> beunruhigen die V\u00f6gel in der Regel nicht. Die Fluchtdistanz bei St\u00f6rungen betr\u00e4gt 250&nbsp;m bis 300&nbsp;m und ist grunds\u00e4tzlich in unbekannter Umgebung gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Fressfeinde im Brutrevier eine gr\u00f6\u00dfere Gefahr darstellen, werden sie meist in der Gruppe wenig beachtet. Manchmal schlie\u00dft sich eine kleine Gruppe zu einem Scheinangriff oder Tanz gegen\u00fcber <a title=\"S\u00e4ugetiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%A4ugetiere\">S\u00e4ugetieren<\/a> zusammen. Als besondere Gefahr werden <a title=\"Greifv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Greifv%C3%B6gel\">Greifv\u00f6gel<\/a> grunds\u00e4tzlich genauer beobachtet und m\u00f6glichst verjagt. Brutpaare greifen <a title=\"Rotfuchs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotfuchs\">F\u00fcchse<\/a> und <a title=\"Wildschwein\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wildschwein\">Wildschweine<\/a> grunds\u00e4tzlich an und schlagen sie h\u00e4ufig in die Flucht. Gleiches gilt f\u00fcr <a class=\"new\" title=\"Nestr\u00e4uber (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Nestr%C3%A4uber&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Nestr\u00e4uber<\/a> wie den <a title=\"Kolkrabe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kolkrabe\">Kolkraben<\/a> und andere <a title=\"Rabenv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rabenv%C3%B6gel\">Rabenv\u00f6gel<\/a>, die dennoch Eier rauben, wenn Kraniche auf Grund von St\u00f6rungen das Nest verlassen.<\/p>\n<p>Bei einem Angriff eines <a title=\"Seeadler (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seeadler_%28Art%29\">Seeadlers<\/a> am Schlafplatz oder auf \u00c4sungsfl\u00e4chen fliegt die Gruppe auf oder r\u00fcckt rasch zu einer burg\u00e4hnlichen Formation zusammen und gibt gleichzeitig Warnrufe ab. St\u00f6\u00dft der <a title=\"Adler (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adler_%28Biologie%29\">Adler<\/a> hinab, richten die Kraniche ihm die Schn\u00e4bel wie Speerspitzen entgegen, h\u00e4ufig werfen sich angegriffene V\u00f6gel in der Luft auf den R\u00fccken und schlagen mit den F\u00fc\u00dfen nach dem Angreifer. W\u00e4hrend Seeadler meist nur kranke und schwache Tiere erbeuten, sind <a title=\"Steinadler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steinadler\">Steinadler<\/a> auch bei gesunden Kranichen sehr erfolgreich.<\/p>\n<h2><span id=\"Systematik\" class=\"mw-headline\">Systematik<\/span><\/h2>\n<p><a title=\"Desoxyribonukleins\u00e4ure\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Desoxyribonukleins%C3%A4ure\">DNA<\/a>-Untersuchungen zufolge ist der Eurasische Kranich <em>Grus grus<\/em> am n\u00e4chsten mit dem <a title=\"Schreikranich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schreikranich\">Schreikranich<\/a> (<em>Grus americana<\/em>) verwandt. Weiterhin stehen ihm der <a title=\"M\u00f6nchskranich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%B6nchskranich\">M\u00f6nchskranich<\/a> (<em>Grus monachus<\/em>) und der <a title=\"Schwarzhalskranich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarzhalskranich\">Schwarzhalskranich<\/a> (<em>Grus nigricollis<\/em>) sowie der <a title=\"Mandschurenkranich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mandschurenkranich\">Mandschurenkranich<\/a> (<em>Grus japonensis<\/em>) nahe.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit wurde der Kranich <em>Grus grus<\/em> in zwei Unterarten eingeteilt, den <em>Grus g. grus<\/em> (\u201eWestlicher Kranich\u201c) und <em>Grus g. lilfordi<\/em> (\u201eLilfordkranich\u201c). Letzterer galt als kleinere, hellere Variante, deren Verbreitungsgebiet \u00f6stlich des <a title=\"Ural\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ural\">Urals<\/a>, begrenzt durch die Mongolei und das <a title=\"Kolymagebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kolymagebirge\">Kolymagebirge<\/a> angenommen wurde. Diese Klassifikation wird nicht l\u00e4nger benutzt, da sich keine eindeutigen Unterscheidungsmerkmale festlegen lassen. Die Variationen beruhen lediglich auf Unterschieden im Verhalten des Federf\u00e4rbens mit einem Substrat.<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Gef.C3.A4hrdung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Gef\u00e4hrdung<\/span><\/h2>\n<h3><span id=\"Bestandsentwicklung\" class=\"mw-headline\">Bestandsentwicklung<\/span><\/h3>\n<p>Beim Kranich wird zwischen sieben Hauptpopulationen unterschieden:<\/p>\n<table style=\"border: gray solid 1px; border-collapse: collapse;\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Population<\/strong><\/td>\n<td><strong>Bestand<\/strong><\/td>\n<td><strong>Trend<\/strong><\/td>\n<td><strong>Schutzstatus der IUCN<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Westeuropa<\/td>\n<td>60.\u201370.000<\/td>\n<td>Stark zunehmend<\/td>\n<td>Ungef\u00e4hrdet (LC)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Osteuropa<\/td>\n<td>60.000<\/td>\n<td>Stabil bis zunehmend<\/td>\n<td>Ungef\u00e4hrdet (LC)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Europ\u00e4isches Russland<\/td>\n<td>ungef\u00e4hr 35.000<\/td>\n<td>Abnehmend<\/td>\n<td>Gef\u00e4hrdet (Vulnerable) A1a,c,d<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>T\u00fcrkei<\/td>\n<td>200\u2013500<\/td>\n<td>Abnehmend<\/td>\n<td>Datendefizit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Westsibirien<\/td>\n<td>ungef\u00e4hr 55.000<\/td>\n<td>Abnehmend<\/td>\n<td>Vorwarnliste (NT)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ostsibirien\/Nordchina<\/td>\n<td>5.000<\/td>\n<td>Abnehmend<\/td>\n<td>Gef\u00e4hrdet (Vulnerable) A1 C1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Tibetisches Plateau<\/td>\n<td>1.000?<\/td>\n<td>Wahrscheinlich stabil<\/td>\n<td>Datendefizit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>Gesamt<\/em><\/td>\n<td><em>220\u2013250.000<\/em><\/td>\n<td><em>Insgesamt zunehmend, aber lokal abnehmend<\/em><\/td>\n<td><em>Ungef\u00e4hrdet (LC), Anhang II<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Bestandszahlen der Tabelle sollten als versuchsweise Sch\u00e4tzung aus dem Jahr 1995 angesehen werden. Nur in Europa und dem Zentrum des europ\u00e4ischen Russlands werden die Daten regul\u00e4r verl\u00e4sslich ermittelt und aufgezeichnet. Die Trends sind nur bedingt nachvollziehbar. Die Gesamtpopulation nimmt trotz lokaler Abnahmen wahrscheinlich zu. Dies betrifft vor allem das zentrale und \u00f6stliche Verbreitungsgebiet. Die Art ist auch in Anhang I der EG Vogelschutz-Richtlinie 79\/409\/EWG,in Anhang II der <a title=\"Bonner Konvention\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bonner_Konvention\">Bonner Konvention<\/a> und in Anhang II der <a title=\"Berner Konvention\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berner_Konvention\">Berner Konvention<\/a> aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Populationen West- und Osteuropas machen zusammen mehr als 50&nbsp;Prozent des weltweiten Bestandes aus. Nach Angaben der <a title=\"IUCN\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> sind diese mit mehr als 110.000 Paaren relativ klein und nahmen zwischen 1970 und 1990 deutlich ab. Obwohl die Art grunds\u00e4tzlich weitgehend zwischen 1990 und 2000 zugenommen hat und in den meisten Verbreitungsgebieten Europas steigende oder stabile Trends aufzeigt, gilt die Population noch nicht als erholt, da sie die Stufe vor dem Schwinden noch nicht erreicht hat. Konsequenterweise wird sie in Europa vorl\u00e4ufig als dezimiert (Depleted) gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das weltweite Verbreitungsgebiet umfasst nach Angaben der IUCN ungef\u00e4hr 15.400.000&nbsp;km\u00b2. Der Bestand wird im Gegensatz zu obiger Tabelle im Jahr 2009 auf etwa 360.000 bis 370.000 Individuen gesch\u00e4tzt. Daher wird die Art als nicht gef\u00e4hrdet (LC) eingestuft.<\/p>\n<h3><span id=\"Gef.C3.A4hrdung_und_Schutz\" class=\"mw-headline\">Gef\u00e4hrdung und Schutz<\/span><\/h3>\n<p>Die Hauptbedrohung f\u00fcr die Kranichpopulationen geht von der Zerst\u00f6rung und Beschneidung der Lebensr\u00e4ume aus. Der Verlust von Feuchtgebieten geht mit Entw\u00e4sserungen, Dammbauten, Intensivierung der Landwirtschaft und Verst\u00e4dterung sowie Fl\u00e4chenbr\u00e4nden und \u00dcberschwemmungen einher. Aber auch St\u00f6rungen in den Brutgebieten und eine direkte Verfolgung sowie elektrische Freileitungen stellen Gefahren dar.<\/p>\n<p>Die <em>International Crane Foundation<\/em> (ICF) arbeitet in der Kranichforschung, am Schutz von Feuchtgebieten, an der Erkundung der Vorkommen und dem Schutz, der Vermehrung und der Wiedereinb\u00fcrgerung aller bedrohten Kranicharten. Die drei Hauptzentren Fortbildung, Fortpflanzung und Management geben viertelj\u00e4hrlich die Informationsbrosch\u00fcre <em>ICF-Bugle<\/em> f\u00fcr Mitglieder heraus. Weiterhin veranstaltet die ICF Symposien und Tagungen. Die <em>European Crane Working Group<\/em> koordiniert den Schutz des Kranichs in Europa, insbesondere in einigen Nationen Arbeitsgruppen. Sie wird durch die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Deutsche Lufthansa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Lufthansa\">Lufthansa<\/a>, einige Ministerien, <a title=\"Naturschutzbund Deutschland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naturschutzbund_Deutschland\">NABU<\/a> und <a title=\"WWF\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/WWF\">WWF<\/a> unterst\u00fctzt. Auf der Tagung <em>European Crane Workshop<\/em> werden Informationen und Erfahrungen ausgetauscht sowie die Schutzstrategien der L\u00e4nder angen\u00e4hert.<\/p>\n<p>Im Rahmen eines internationalen Projekts werden gefangene Jungv\u00f6gel einem Landescode entsprechend beringt und erg\u00e4nzend teilweise mit kleinen <a title=\"Funktechnik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Funktechnik\">Funksendern<\/a> ausgestattet. Damit Kraniche nicht durch Hunde, Schreckschusspistolen, Feuerwerksk\u00f6rper, Fahrzeuge oder andere Mittel von Landwirten vertrieben werden, finden vorbeugende Ablenkf\u00fctterungen verschiedener Varianten statt. Insbesondere das Anbieten von geh\u00e4ckselten <a title=\"Mais\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mais\">Mais<\/a> aus laufender Produktion ist erfolgreich.<\/p>\n<p>Der Kranich ist gem\u00e4\u00df \u00a7 7 Abs. 2 Nr. 14 a) Bundesnaturschutzgesetz (<a class=\"mw-redirect\" title=\"BNatSchG\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BNatSchG\">BNatSchG<\/a>) eine <a class=\"mw-redirect\" title=\"Streng gesch\u00fctzte Art\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Streng_gesch%C3%BCtzte_Art\">streng gesch\u00fctzte Art<\/a> und in <a title=\"Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie der EU\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arten_des_Anhangs_I_der_Vogelschutzrichtlinie_der_EU\">Anhang I<\/a> der <a title=\"Vogelschutzrichtlinie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelschutzrichtlinie\">Vogelschutzrichtlinie<\/a> gelistet. Er war <a title=\"Vogel des Jahres (Deutschland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogel_des_Jahres_%28Deutschland%29\">Vogel des Jahres<\/a> 1978. In Deutschland wird er seit 1998 als nicht gef\u00e4hrdet eingestuft. Zum Schutz des Kranichs ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz sowohl das Betreten der Brutgebiete als auch das Aufsuchen der Nahrungs- und Sammelpl\u00e4tze verboten. Ausnahmegenehmigungen f\u00fcr Naturschutzzwecke k\u00f6nnen von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden erteilt werden.<\/p>\n<p>Der Kranich ist in ganz Europa, in den Nachfolgestaaten der ehemaligen <a title=\"Sowjetunion\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sowjetunion\">Sowjetunion<\/a>, in China, Indien und dem Iran gesch\u00fctzt. In den L\u00e4ndern entlang der osteurop\u00e4ischen und asiatischen Zugwege sind im Umfeld der Habitate des Kranichs allerdings forst- und landwirtschaftliche sowie jagdliche Aktivit\u00e4ten gestattet. In den L\u00e4ndern des westeurop\u00e4ischen Zugwegs gibt es hingegen eindeutige gesetzliche Bestimmungen und unter Schutz gestellte Habitate.<\/p>\n<h3><span id=\"Kraniche_in_der_Kultur\" class=\"mw-headline\">Kraniche in der Kultur<\/span><\/h3>\n<p>Die Sch\u00f6nheit der Kraniche und ihre spektakul\u00e4ren Balzt\u00e4nze haben schon in fr\u00fcher Zeit die Menschen fasziniert.<\/p>\n<h4><span id=\"Etymologie_und_Benennung\" class=\"mw-headline\">Etymologie und Benennung<\/span><\/h4>\n<p>Im Jahr 1758 bezeichnete <a title=\"Carl von Linn\u00e9\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Linn%C3%A9\">Carl von Linn\u00e9<\/a> den Kranich als <em>Ardea grus<\/em>.<\/p>\n<p>Der Name Kranich ist etymologisch von den <a class=\"mw-disambig\" title=\"Altdeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altdeutsch\">altdeutschen<\/a> W\u00f6rtern \u201eKran\u201c, \u201eKranch\u201c und \u201eKrye\u201c abgeleitet. Das englische Wort \u201eCrane\u201c ist nahe verwandt. Es besteht ein Bezug zum griechischen Wort \u201eGeranos\u201c und dem lateinischen \u201eGrus\u201c. Von diesem stammen das italienische Wort \u201eGru\u201c, das franz\u00f6sische \u201eGrue\u201c und das spanische \u201eGrulla\u201c ab. <a title=\"Isidor von Sevilla\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isidor_von_Sevilla\">Isidor von Sevilla<\/a> hatte eine Ableitung der Bezeichnung Grus vom lateinischen \u201econgruere\u201c (\u00fcbereinstimmen) vorgeschlagen unter Berufung auf synchrone Verhaltensmuster.<\/p>\n<p>Als Nahrung f\u00fcr den Kranich werden <a title=\"Moosbeeren\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moosbeeren\">Moosbeeren<\/a> auch als \u201eKronsbeeren\u201c, englisch \u201eCranberry\u201c bezeichnet. Das franz\u00f6sische Wort \u201ePedigree\u201c (Stammbaum) stammt vom altfranz\u00f6sischen \u201ePied de grue\u201c (Fu\u00df des Kranichs) ab, da die Abstammungslinien den Zehen am Fu\u00df des Kranichs glichen. Mit der langhalsigen Hebevorrichtung des \u201eGeranos\u201c \u2013 der Vorl\u00e4ufer des heutigen \u201e<a title=\"Kran\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kran\">Krans<\/a>\u201c \u2013 waren schon in der <a title=\"Antike\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antike\">Antike<\/a> des <a title=\"Euripides\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Euripides\">Euripides<\/a> <a title=\"Theater\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theater\">Theater<\/a> ausgestattet.<\/p>\n<h4><span id=\"Mythologie_und_Kult\" class=\"mw-headline\">Mythologie und Kult<\/span><\/h4>\n<p>In der <a title=\"\u00c4gyptische Mythologie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84gyptische_Mythologie\">\u00e4yptischen Mythologie<\/a> galt der Kranich als \u201eSonnenvogel\u201c. Er wurde sowohl als Opfergabe f\u00fcr die G\u00f6tter als auch als Speisevogel genutzt. In den <a title=\"\u00c4gyptische Hieroglyphen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84gyptische_Hieroglyphen\">Hieroglyphen<\/a> steht seine Figur f\u00fcr den Buchstaben \u201eB\u201c.<\/p>\n<p>In der <a title=\"Griechische Mythologie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Griechische_Mythologie\">griechischen Mythologie<\/a> war der Kranich sowohl <a title=\"Apollon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apollon\">Apollon<\/a>, dem Gott der Sonne und <a title=\"Demeter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demeter\">Demeter<\/a>, der Erd- und Fruchtbarkeitsg\u00f6ttin, als auch <a title=\"Hermes\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermes\">Hermes<\/a> als Bote des Fr\u00fchlings und des Lichts zugeordnet. So lasen die <a title=\"Augur\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Augur\">Auguren<\/a> (Priester) in <a title=\"Antikes Griechenland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antikes_Griechenland\">Griechenland<\/a> aus den Flugformationen der Kraniche. Au\u00dferdem galten Kraniche als Symbol der Wachsamkeit und Klugheit.<\/p>\n<p>Laut <a title=\"Homer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Homer\">Homers<\/a> <em><a title=\"Ilias\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ilias\">Ilias<\/a><\/em> soll ein Heer von menschenfressenden Kranichen nach S\u00fcden gezogen sein, um in den Nils\u00fcmpfen das kleine Volk der <a title=\"Pygm\u00e4en (Mythologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pygm%C3%A4en_%28Mythologie%29\">Pygm\u00e4en<\/a> zu jagen. Zudem wird bei Homer der \u201eReigen der Ariadne\u201d, der sich nach Pausanias in <a title=\"Knossos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Knossos\">Knossos<\/a> auf Kreta fand, erw\u00e4hnt. Der Grieche <a title=\"Theseus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theseus\">Theseus<\/a> soll einen Geranos genannten Reigen auf der Insel <a title=\"Delos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Delos\">Delos<\/a> eingef\u00fchrt haben. Diesen den G\u00e4ngen des Irrgartens auf Kreta nachempfundenen Tanz hatte er von seiner Geliebten, der kretischen K\u00f6nigstochter <a title=\"Ariadne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ariadne\">Ariadne<\/a>, die ihn ihrerseits vom ber\u00fchmten Handwerker und Erfinder <a title=\"Daidalos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daidalos\">Daidalos<\/a> erlernt hatte. <a title=\"Aristoteles\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aristoteles\">Aristoteles<\/a> bezeichnet ihn als den Vogel, der \u00e4u\u00dferst wachsam sei und \u201eaus den skythischen Ebenen in die oberhalb \u00c4gyptens liegenden S\u00fcmpfe\u201c ziehe.<\/p>\n<p>Der <a title=\"Kelten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kelten\">keltische<\/a> Gott <a title=\"Ogma\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ogma\">Ogma<\/a> soll die Oghamschrift erfunden haben, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtet hatte, welche als H\u00fcter des Geheimnisses dieser Schrift galten. In <a title=\"Irland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irland\">Irland<\/a> erbaten Bauern von dem Gott <a title=\"Manannan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Manannan\">Manannan<\/a>, der einen Beutel aus Kranichhaut mit den Sch\u00e4tzen des Meeres trug, gute Saat und die Seefahrer eine gute Reise. Das in der Sage von <a title=\"Herzog Ernst\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herzog_Ernst\">Herzog Ernst<\/a> erw\u00e4hnte Volk der Agrippiner bestand aus Mischwesen aus Mensch und Kranich. Diese bedr\u00e4ngten ein Zwergenvolk, bis Ernst sie von denen befreien konnte. Die Bezeichnung \u201eVogel des Gl\u00fccks\u201c leitet sich in <a title=\"Schweden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweden\">Schweden<\/a> von der Ankunft des Kranichs als Vorzeichen f\u00fcr den Fr\u00fchling her, der W\u00e4rme, Licht und Nahrungsf\u00fclle einleitet.<\/p>\n<p>Im alten <a title=\"Kaiserreich China\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaiserreich_China\">Kaiserreich China<\/a> war der Kranich (<a title=\"Chinesische Schrift\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chinesische_Schrift\">chinesisch<\/a>&nbsp;<span lang=\"zh-Hant\">\u9db4<\/span>&nbsp;\/&nbsp;<span lang=\"zh-Hans\">\u9e64<\/span>, <a title=\"Pinyin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pinyin\">Pinyin<\/a> <em>h\u00e8<\/em>) <a title=\"Chinesische Symbole\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chinesische_Symbole\">Symbol<\/a> f\u00fcr ein langes Leben, Weisheit, das Alter sowie die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Zudem galt er in der <a title=\"Chinesische Mythologie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chinesische_Mythologie\">chinesischen Mythologie<\/a> als \u201eHimmelskranich\u201c oder \u201eSeligenkranich\u201c, da angenommen wurde, dass sich <a title=\"Daoismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daoismus\">taoistische<\/a> Priester nach ihrem Tod in einen gefiederten Kranich verwandelten oder dass die Seelen der Verstorbenen auf dem R\u00fccken von Kranichen zum Himmel getragen w\u00fcrden. In der <a title=\"Qing-Dynastie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qing-Dynastie\">Qing-Dynastie<\/a> war der Kranich Abzeichen der Zivilbeamten des ersten Rangs.<\/p>\n<p>In <a title=\"Japan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Japan\">Jaan<\/a> ist der Kranich ein Symbol des Gl\u00fccks der Langlebigkeit. Nach japanischem Volksglauben bekommt derjenige, der 1000 <a title=\"Origami\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Origami\">Origami<\/a>-Kraniche (<span lang=\"ja\">\u5343\u7fbd\u9db4<\/span>, <em>senbazuru<\/em>) faltet, von den G\u00f6ttern einen Wunsch erf\u00fcllt.Die \u00e4lteste erhaltene Publikation zu diesem Motiv und zu Origami allgemein ist das <em>Senbazuru Orikata<\/em> (<span lang=\"ja\">\u5343\u7fbd\u9db4\u6298\u5f62<\/span>) von 1797. Noch heute wird zu besonderen Anl\u00e4ssen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, ein gefalteter Papierkranich \u00fcberreicht. Seit dem Tode des Atombombenopfers <a title=\"Sadako Sasaki\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sadako_Sasaki\">Sadako Sasaki<\/a>, die mit dem Falten von Origami-Kranichen gegen ihre durch die Strahlung verursachte <a title=\"Leuk\u00e4mie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leuk%C3%A4mie\">Leuk\u00e4mie<\/a>-Erkrankung ank\u00e4mpfte, sind Origami-Kraniche auch Symbol der Friedensbewegung und des Widerstandes gegen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Atomwaffe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atomwaffe\">Atomwaffen<\/a>.<\/p>\n<p>Auf <a title=\"Hokkaid\u014d\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hokkaid%C5%8D\">Hokkaido<\/a> f\u00fchren die Frauen der <a title=\"Ainu\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ainu\">Ainu<\/a> ebenso einen Kranichtanz auf, wie in <a title=\"Korea\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korea\">Korea<\/a> im Hof des <a class=\"new\" title=\"Tongdosa-Tempel (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Tongdosa-Tempel&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Tongdosa-Tempels<\/a> seit der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Silla-Dynastie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Silla-Dynastie\">Silla-Dynastie<\/a> ein Kranichtanz aufgef\u00fchrt wird. Die <a title=\"Zentralafrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentralafrika\">zentralafrikanische<\/a> K\u00f6nigin der <a title=\"Pygm\u00e4en (Mythologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pygm%C3%A4en_%28Mythologie%29\">Pygm\u00e4en<\/a>, <a title=\"Gerana\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerana\">Gerana<\/a>, soll nach antiken Erz\u00e4hlungen in einen Kranich verwandelt worden sein, weil sie sich f\u00fcr verehrungsw\u00fcrdiger als die G\u00f6ttinnen gehalten hatte. Die <a title=\"Azteken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Azteken\">Azteken<\/a> stammten der Legende nach aus der Region <a title=\"Aztl\u00e1n\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aztl%C3%A1n\">Aztl\u00e1n<\/a>, was \u201enahe den Kranichen\u201c bedeutete. Im <a title=\"Aberglaube\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aberglaube\">Aberglauben<\/a> hei\u00dft es, im Schwarm um das Haus kreisende Kraniche k\u00fcndigten baldigen Nachwuchs an.<\/p>\n<p>Der Kranich ist in der <a title=\"Heraldik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heraldik\">Heraldik<\/a> das <a title=\"Symbol\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Symbol\">Symbol<\/a> der Vorsicht und der schlaflosen Wachsamkeit.<\/p>\n<p>Aus griechischen Quellen kommt das Motiv, dass der fliegende Kranich Steinchen im Schnabel tr\u00e4gt, um sich nicht durch eigene Rufe \u00fcber dem <a title=\"Taurusgebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taurusgebirge\">Taurus<\/a> zu verraten und in die F\u00e4nge der <a title=\"Adler (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adler_%28Biologie%29\">Adler<\/a> zu geraten. Im r\u00f6mischen Kulturkreis hat der Kranich weitere Bedeutungen hinzugewonnen. So galt er als Symbol der \u201ePrudentia\u201c, des vern\u00fcnftigen und klugen Handelns, der \u201ePerseverantia\u201c, der Beharrlichkeit, und der \u201eCustodia\u201c, der Sorgfalt des Handelns. Aus der \u201eVigilantia\u201c, der sittlichen und milit\u00e4rischen Wachsamkeit, entstand der \u201eGrus vigilans\u201c. Dieser h\u00e4lt einen Stein mit der Klaue hoch, damit er im Falle des Einschlafens sogleich vom Ger\u00e4usch des Fallens geweckt w\u00fcrde. Man findet dieses Motiv auf vielen <a class=\"mw-disambig\" title=\"Emblem\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Emblem\">Emblemen<\/a>, <a title=\"Wappen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wappen\">Wappen<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Insignie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insignie\">Insignien<\/a>, aber auch an H\u00e4usern und <a title=\"Burg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Burg\">Burgen<\/a>. So hei\u00dft es im <a class=\"mw-redirect\" title=\"Giebel (Bauteil)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Giebel_%28Bauteil%29\">Giebellied<\/a> des <a title=\"Otterndorf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otterndorf#Das_Kranichhaus\">Kranichhauses in Otterndorf<\/a>:<\/p>\n<div class=\"poem\">\n<div class=\"Vorlage_Zitat\" style=\"margin: 1em 40px;\">\n<div style=\"margin: 1em 0;\">\n<blockquote style=\"margin: 0;\">\n<p>\u201eDer Kranich h\u00e4lt den Stein,<br \/> des Schlafs sich zu erwehren.<br \/> Wer sich dem Schlaf ergibt,<br \/> kommt nie zu Gut und Ehren.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Kirchenvater <a title=\"Ambrosius von Mailand\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ambrosius_von_Mailand\">Ambrosius<\/a> verwendet dieses Bild als ein Gleichnis f\u00fcr die Furcht vor Gott zum Schutz gegen die S\u00fcnde und das Teufelswerk. Weiterhin vergleicht er das Fallen des Steins mit dem Ruf der Kirche (Glockengel\u00e4ut). Zudem sollen es seinen Ansichten zufolge die Menschen den Kranichen nachmachen, indem die Starken die Schwachen st\u00fctzen.<\/p>\n<ul>\n<li>Siehe Hauptartikel <a title=\"Kranich (Wappentier)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kranich_%28Wappentier%29\">Kranich (Wappentier)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4><span id=\"M.C3.A4rchen.2C_Fabeln_und_Literatur\" class=\"mw-headline\">M\u00e4rchen, Fabeln und Literatur<\/span><\/h4>\n<p>In alten <a title=\"Volksm\u00e4rchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksm%C3%A4rchen\">Volksm\u00e4rchen<\/a> und \u00dcberlieferungen tritt der Kranich, der in der Regel mit positiven Eigenschaften besetzt wird, als Verk\u00fcnder von Geburten und Hochzeiten, aber auch von Krieg und Tod in Erscheinung. Der altisraelitische <a title=\"Prophetie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prophetie\">Prophet<\/a> <a title=\"Jeremia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jeremia\">Jeremia<\/a> verwendet das Zugverhalten dieses Vogels <a title=\"Gleichnis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gleichnis\">gleichnishaft<\/a> (Zeit der Umkehr) in der <a title=\"Bibel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bibel\">Bibel<\/a>. In <a title=\"Fabel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fabel\">Fabeln<\/a> wird er in der Regel zum Aufzeigen menschlicher Ungerechtigkeit und Undankbarkeit genutzt.<\/p>\n<p>Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Jakutien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jakutien\">jakutische<\/a> Geschichte <em>Die Kranichfeder<\/em> handelt von einem Kranich, der sich in ein sch\u00f6nes M\u00e4dchen verwandelt, um einen Menschenmann zu heiraten. Als er eines Tages sein abgestreiftes Federkleid wiederfindet, schwingt er sich davon, so dass er f\u00fcr die Fl\u00fcchtigkeit des Sommers und der Liebe steht. Auch das <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">russische<\/a> M\u00e4rchen <em>Reiher und Kranich<\/em> sowie das <a title=\"Finnland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Finnland\">finnische<\/a> <em>Fuchs und Kranich<\/em>, in dem der Fuchs von ihm das Fliegen lernen will, behandeln diesen Vogel.<\/p>\n<p>In der deutschen Fabel von <em>Fuchs und Kranich<\/em> laden sich beide gegenseitig zu einem Mahl ein, das nur sie selbst verzehren k\u00f6nnen. Auch <a title=\"Johann Wolfgang von Goethe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Wolfgang_von_Goethe\">Johann Wolfgang von Goethe<\/a> widmet sich dieser Thematik in einem Gedicht. Auch in der <a title=\"\u00c4sop\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84sop\">\u00c4sopschen<\/a> Fabel vom <em>Wolf und Kranich<\/em> geht es ungerecht zu. Hier befreit der Kranich den Wolf zwar vom im Halse steckengeblieben Knochen, wird aber um seinen Lohn betrogen. Der ber\u00fchmte <a title=\"Meistersinger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meistersinger\">Meistersinger<\/a> <a title=\"Hans Sachs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Sachs\">Hans Sachs<\/a> zeigt in dem Fabelgedicht <em>Der Pfab mit dem Kranich<\/em> (1537) ein Streitgespr\u00e4ch zwischen Pfau und Kranich, um zu verdeutlichen, dass jeder seine Gaben finden und gebrauchen soll, ohne die der anderen zu verachten. In <a title=\"Felix Dahn\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Felix_Dahn\">Felix Dahns<\/a> <a title=\"Ballade\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ballade\">Ballade<\/a> <em>Walther von der Vogelweide, 03. Der Kranich<\/em>symbolisiert der Kranich den <a title=\"Christentum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christentum\">christlichen<\/a> <a title=\"Heiland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heiland\">Heiland<\/a>, der die Kreuzfahrer ins <a title=\"Heiliges Land\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heiliges_Land\">Heilige Land<\/a> nach <a title=\"Jerusalem\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jerusalem\">Jerusalem<\/a> begleitet und sich opfert, um das Leben des Menschen zu retten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Dichtung wird der Kranich symbolisch f\u00fcr etwas \u201e<a title=\"Das Erhabene\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Erhabene\">Erhabenes<\/a>\u201c in der Natur verwandt. <a title=\"Wilhelm Busch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Busch\">Wilhelm Buschs<\/a> <em>Der kluge Kranich<\/em> spielt auf den Stein tragenden wachsamen Vogel an. <a title=\"Friedrich Schiller\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Schiller\">Friedrich Schiller<\/a> inspirierte die Geschichte der Kraniche, deren Erscheinen die M\u00f6rder des Dichters Ibykus verraten, zu der ber\u00fchmten Ballade <em><a title=\"Die Kraniche des Ibykus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Kraniche_des_Ibykus\">Die Kraniche des Ibykus<\/a><\/em>. Goethe l\u00e4sst in <em><a class=\"mw-redirect\" title=\"Faust. Eine Trag\u00f6die\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Faust._Eine_Trag%C3%B6die\">Faust<\/a><\/em> (<em>Vor dem Tor<\/em>) den Protagonisten klagen:<\/p>\n<div class=\"poem\">\n<div class=\"Vorlage_Zitat\" style=\"margin: 1em 40px;\">\n<div style=\"margin: 1em 0;\">\n<blockquote style=\"margin: 0;\">\n<p>\u201eUnd \u00fcber Fl\u00e4chen, \u00fcber Seen<br \/> Der Kranich nach der Heimat strebt.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><a title=\"Ewald Christian von Kleist\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ewald_Christian_von_Kleist\">Ewald von Kleists<\/a> Gedicht <em>Der gel\u00e4hmte Kranich<\/em> spricht von einem Exemplar, das nicht in den S\u00fcden ziehen kann und sich im Winter gegen seine Sp\u00f6tter behaupten und sein Leiden ertragen muss. In <a title=\"Theodor Fontane\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theodor_Fontane\">Theodor Fontanes<\/a> Gedicht <em>Der Kranich<\/em> wird erz\u00e4hlt, wie ein Kranich mit gestutzten Fl\u00fcgeln sehnsuchtsvoll versucht, mit seinem Artgenossen zu ziehen und nach vergeblichem Bem\u00fchen von den H\u00fchnern ausgelacht wird. Auch die Gedichte <em>Der Kranich<\/em> von <a title=\"Nikolaus Lenau\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nikolaus_Lenau\">Nikolaus Lenau<\/a> und <em>Die Kraniche<\/em> von N. M. Rubcow haben diesen Vogel zum Thema.<\/p>\n<p><a title=\"Bertolt Brecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertolt_Brecht\">Bertolt Brecht<\/a> verwendet in seinem Gedicht <em>Die Liebenden<\/em> fliegende Kraniche als Sinnbild f\u00fcr die <a title=\"Liebe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liebe\">Liebe<\/a>. Es beginnt:<\/p>\n<div class=\"poem\">\n<div class=\"Vorlage_Zitat\" style=\"margin: 1em 40px;\">\n<div style=\"margin: 1em 0;\">\n<blockquote style=\"margin: 0;\">\n<p>\u201eSieh jene Kraniche in gro\u00dfem Bogen!<br \/> Die Wolken, welche ihnen beigegeben<br \/> Zogen mit ihnen schon, als sie entflogen<br \/> Aus einem Leben in ein andres Leben\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>In <a title=\"Ernst Wiechert\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Wiechert\">Ernst Wiecherts<\/a> <em>Die Jeronim-Kinder<\/em> wird durch den Kranich beschrieben, wie der Eierr\u00e4uber Gogun die Gelege und Jungv\u00f6gel stiehlt, um sie an Gutsbesitzer zu verkaufen. In Viktor S. Rozows <a title=\"Drama\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Drama\">Drama<\/a> <em>Die ewig Liebenden<\/em> werden diese V\u00f6gel als Motiv beim Tod des Protagonisten Boris verwendet. In <a title=\"Tschingis Aitmatow\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschingis_Aitmatow\">Tschingis Aitmatows<\/a> <a title=\"Novelle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Novelle\">Novelle<\/a> <em>Fr\u00fche Kraniche<\/em> treten Kraniche als K\u00fcnder des nahen Fr\u00fchlings, der Liebe und Lebensfreude, aber auch als Mahnung gegen Krieg, Entfremdung und Entzweiung auf. Auch <a title=\"Selma Lagerl\u00f6f\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Selma_Lagerl%C3%B6f\">Selma Lagerl\u00f6f<\/a> erw\u00e4hnt den Kranich in <em><a title=\"Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildg\u00e4nsen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_wunderbare_Reise_des_kleinen_Nils_Holgersson_mit_den_Wildg%C3%A4nsen\">Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildg\u00e4nsen<\/a><\/em> in einem Kapitel (<em>Der gro\u00dfe Kranichtanz auf dem Kullaberg<\/em>). In den <em>Tiergeschichten<\/em> von <a title=\"Pentti Haanp\u00e4\u00e4\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pentti_Haanp%C3%A4%C3%A4\">Pentti Haanp\u00e4\u00e4<\/a> wird der Kranich vermenschlicht und individualisiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Gedicht \u201e<a class=\"new\" title=\"Die Liebenden (Gedicht) (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Die_Liebenden_%28Gedicht%29&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Die Liebenden<\/a>\u201c von <a title=\"Bertolt Brecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertolt_Brecht\">Bertolt Brecht<\/a> ist als Duett Bestandteil der Oper <em><a title=\"Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aufstieg_und_Fall_der_Stadt_Mahagonny\">Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny<\/a><\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der bildenden Kunst ist der Kranich von der Fr\u00fchzeit bis in die j\u00fcngste Gegenwart zu finden. Er ist sowohl auf <a title=\"Tafelbild (Malerei)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tafelbild_%28Malerei%29\">Tafel-<\/a> und Wandbildern als auch auf <a title=\"Miniaturmalerei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Miniaturmalerei\">Miniaturen<\/a> und <a title=\"Illustration\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Illustration\">Illustrationen<\/a> ein Motiv. Zudem existieren handwerkliche und plastische Werke aus Textil, <a title=\"Keramik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Keramik\">Keramik<\/a>, <a title=\"Holz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Holz\">Holz<\/a>, <a title=\"Stein\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stein\">Stein<\/a>, <a title=\"Bronze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bronze\">Bronze<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Edelmetall\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edelmetall\">Edelmetallen<\/a> und anderen Materialien. Besonders in <a title=\"Asien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asien\">Asien<\/a> wird dieser Vogel gern auf Bildern wiedergegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der christlichen Kunst stellt das <a title=\"Mosaik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mosaik\">Mosaik<\/a> der Kirche San Marco in <a title=\"Venedig\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Venedig\">Venedig<\/a> mit anderen V\u00f6geln auf den Einlass in die <a title=\"Arche Noah\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arche_Noah\">Arche Noah<\/a> wartende Kraniche dar. Auf einem Stich zeigt <a title=\"Albrecht D\u00fcrer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albrecht_D%C3%BCrer\">Albrecht D\u00fcrer<\/a> Justitia mit dem steintragenden Kranich an ihrer Seite.<\/p>\n<p>In der <a title=\"Armenien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Armenien\">armenischen<\/a> Kultur spielt der Kranich (<a title=\"Armenische Sprache\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Armenische_Sprache\">armenisch<\/a> \u053f\u057c\u0578\u0582\u0576\u056f &#8211; <em>Krunk<\/em>) eine gro\u00dfe Rolle. So wird er in einem ber\u00fchmten Lied von <a title=\"Komitas Vardapet\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Komitas_Vardapet\">Komitas Vardapet<\/a> als \u00dcberbringer von Nachrichten aus der fernen Heimat angesprochen und symbolisiert damit das Schicksal der Vertreibung, das das armenische Volk in seiner Geschichte oft erlitten hat.<\/p>\n<p>Im Film <em><a title=\"Die Kraniche ziehen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Kraniche_ziehen\">Die Kraniche ziehen<\/a><\/em> des russischen Regisseurs <a title=\"Michail Kalatosow\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michail_Kalatosow\">Michail Kalatosow<\/a> bilden fliegende Kraniche das Motiv, wenn es um den Tod des Protagonisten Boris geht.<\/p>\n<p>Von <a title=\"Juliane Werding\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Juliane_Werding\">Juliane Werding<\/a> gibt es den <a title=\"Schlager\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlager\">Schlager<\/a> <em>Der letzte Kranich vom Angerburger Moor<\/em>.<\/p>\n<p>Der Musiker <a title=\"Bosse (Musiker)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bosse_%28Musiker%29\">Bosse<\/a> schrieb und sang den Song <em>Kraniche<\/em>, welcher 2013 auf dem gleichnamigen <a title=\"Kraniche (Album)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kraniche_%28Album%29\">Album<\/a> erschien und in dem das Beobachten von Kranichen Ende September beschrieben wird.<\/p>\n<h4><span id=\"Sonstiges\" class=\"mw-headline\">Sonstiges<\/span><\/h4>\n<p>Der fliegende Kranich ist ein <a title=\"Marke (Recht)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marke_%28Recht%29\">Markenzeichen<\/a> moderner Verkehrsmittel. So tragen ihn <a title=\"Automobil\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Automobil\">Automobile<\/a> der <a title=\"Hispano-Suiza\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hispano-Suiza\">Hispano-Suiza<\/a>, aber auch <a title=\"Fluggesellschaft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fluggesellschaft\">Fluggesellschaften<\/a> wie <a class=\"mw-redirect\" title=\"Japan Air Lines\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Japan_Air_Lines\">Japan Air Lines<\/a>, <a class=\"new\" title=\"Uganda Air Lines (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Uganda_Air_Lines&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Uganda Air Lines<\/a> und <a class=\"new\" title=\"Xiamen Air Lines (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Xiamen_Air_Lines&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Xiamen Air Lines<\/a> in China. Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Deutsche Lufthansa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Lufthansa\">Deutsche Lufthansa<\/a> verwendet ihn seit 1926 als Firmenzeichen, das 1918 von <a title=\"Otto Firle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Firle\">Otto Firle<\/a> in <a title=\"Berlin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin\">Berlin<\/a> geschaffen wurde. Auch die polnische Fluggesellschaft <a title=\"Polskie Linie Lotnicze LOT\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polskie_Linie_Lotnicze_LOT\">Polskie Linie Lotnicze LOT<\/a> hat seit 1931 einen stilisierten Kranich als Markenzeichen.<\/p>\n<p>Die Einsatzabteilung der <a title=\"\u00d6sterreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96sterreich\">\u00f6sterreichischen<\/a> <a title=\"Bundespolizei (\u00d6sterreich)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundespolizei_%28%C3%96sterreich%29\">Polizei<\/a>, welche am <a title=\"Flughafen Wien-Schwechat\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flughafen_Wien-Schwechat\">Flughafen Wien-Schwechat<\/a> aus Anlass des dort am 27. Dezember 1985 stattgefundenen Terroranschlages gegr\u00fcndet wurde, tr\u00e4gt ebenfalls den Namen \u201eEinsatzabteilung Kranich\u201c. Der Name wurde wegen der besonderen Wachsamkeit des Vogels und in Assoziation zum Flug gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><span id=\"Der_Umgang_mit_dem_realen_Tier\" class=\"mw-headline\">Der Umgang mit dem realen Tier<\/span><\/p>\n<h4><span id=\"Der_Kranich_als_Jagdbeute\" class=\"mw-headline\">Der Kranich als Jagdbeute<\/span><\/h4>\n<p>Die Felszeichnungen in <a title=\"Spanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanien\">spanischen<\/a> H\u00f6hlen sowie in <a title=\"Schweden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweden\">Schweden<\/a> und die Funde von Knochen in <a title=\"Jungsteinzeit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jungsteinzeit\">jungsteinzeitlichen<\/a> Siedlungen weisen darauf hin, dass Kraniche schon in vorgeschichtlicher Zeit gejagt wurden. Interessanterweise sind in <a title=\"Ungarn\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ungarn\">Ungarn<\/a> gefundene Knochen aus r\u00f6mischer Zeit etwa 10 bis 20&nbsp;Prozent gr\u00f6\u00dfer als die heutiger V\u00f6gel. Den Menschen dienten Fleisch und Eier als Nahrung, Knochen als Werkzeuge und Federn als Schmuck.<\/p>\n<p>Der antike Dichter <a title=\"Horaz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Horaz\">Horaz<\/a> sah ihn als \u201eangenehme Beute\u201c, h\u00e4tte er doch nur nicht so viele Sehnen. Auch heute werden noch auf einigen M\u00e4rkten in <a title=\"Afrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afrika\">Afrika<\/a> und <a title=\"Indien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indien\">Indien<\/a> V\u00f6gel zum Kauf angeboten. Im <a title=\"Mittelalter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelalter\">Mittelalter<\/a> galten Kraniche als edle Beute. Das <a title=\"Jagd\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagd\">Jagdbuch<\/a> von <a class=\"new\" title=\"Petrus de Crescentii (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Petrus_de_Crescentii&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Petrus de Crescentii<\/a> beschreibt das Vorgehen. Demnach spannte man Netze, in die man in der D\u00e4mmerung die V\u00f6gel hineinscheuchte. Im <a class=\"mw-redirect\" title=\"Falkenbuch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Falkenbuch\">Falkenbuch<\/a>, dem <a class=\"mw-redirect\" title=\"Codex\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Codex\">Codex<\/a> <em>De arte venandi cum avibus<\/em> (\u00dcber die Kunst, mit V\u00f6geln zu jagen) des <a title=\"Staufer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Staufer\">Stauferkaisers<\/a> <a title=\"Friedrich II. (HRR)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_II._%28HRR%29\">Friedrich II.<\/a>, ist der Kranich in mehreren Farbminiaturen dargestellt.<\/p>\n<p>Nach einem <a title=\"Byzantinisches Reich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Byzantinisches_Reich\">byzantinischen<\/a> Bauernspruch sei es einfacher, \u201eden Felsen zu bebauen als Felder und H\u00fcgel, die den Kranich zum Nachbarn haben\u201c. Als \u201eSamenr\u00e4uber\u201c und \u201eSchollenknacker\u201c fingen die alten Griechen den Kranich mit Netzen, Schlingen und Leimruten. In <a title=\"Preu\u00dfen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preu%C3%9Fen\">Preu\u00dfen<\/a> lie\u00df <a title=\"Friedrich Wilhelm I. (Preu\u00dfen)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Wilhelm_I._%28Preu%C3%9Fen%29\">Friedrich Wilhelm I.<\/a> zur Kultivierung von Stromt\u00e4lern und Flussauen die Jagd auf Kraniche \u201ewegen ihres gro\u00dfen Schadens\u201c anordnen.<\/p>\n<h4><span id=\"Der_Kranich_als_Zeitenmesser\" class=\"mw-headline\">Der Kranich als Zeitenmesser<\/span><\/h4>\n<p>Eine Reihe von <a title=\"Bauernregel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bauernregel\">Bauernregeln<\/a> nehmen Bezug auf den Zug der Kraniche, der in Beziehung zu Aussaat und Ernte gesetzt wird. So findet sich bereits beim griechischen Schriftsteller <a title=\"Hesiod\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hesiod\">Hesiod<\/a> der Hinweis:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"poem\">\n<div class=\"Vorlage_Zitat\" style=\"margin: 1em 40px;\">\n<div style=\"margin: 1em 0;\">\n<blockquote style=\"margin: 0;\">\n<p>\u201eMerke du auf, sobald du des Kranichs Stimme vernommen,<br \/> Der allj\u00e4hrlich den Ruf von der H\u00f6h&#8216; aus den Wolken dir sendet<br \/> Bringt er die Mahnung doch zum S\u00e4en, verk\u00fcndet des Winters Schauer&#8230;\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div style=\"margin: -1em 0 1em 1em;\">\u2013 <span class=\"Person\">Hesiod<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zudem sollen hoch fliegende Kraniche gutes Wetter ank\u00fcndigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span id=\"Der_Kranich_als_Ziervogel\" class=\"mw-headline\">Der Kranich als Ziervogel<\/span><\/h4>\n<p>Als <a title=\"Ziergefl\u00fcgel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ziergefl%C3%BCgel\">Ziergefl\u00fcgel<\/a> wurden Kraniche sowohl in <a title=\"Kaiserreich China\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaiserreich_China\">China<\/a> (\u201eVogel ersten Ranges\u201c) und in <a title=\"Indien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indien\">Indien<\/a> (\u201eVornehmster aller Gefiederten\u201c) als auch im <a title=\"Altes \u00c4gypten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altes_%C3%84gypten\">Alten \u00c4gypten<\/a> gehalten. Davon berichten \u00fcber 4000&nbsp;Jahre alte Reliefs in \u00e4gyptischen Gr\u00e4bern der <a title=\"Pharao\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pharao\">Pharaonenzeit<\/a>. Auch die Grabkammer des Ti weist darauf hin, dass diese V\u00f6gel sowie <a title=\"Jungfernkranich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jungfernkranich\">Jungfernkraniche<\/a> in halbzahmen Herden als Opfertiere gehalten und gem\u00e4stet wurden.<\/p>\n<p>Aus Schriften des R\u00f6mers <a title=\"Marcus Terentius Varro\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marcus_Terentius_Varro\">Varro<\/a> l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass Kraniche sp\u00e4ter auch als Hausvogel gehalten wurden. Dabei wurden sie zur Bewachung von Haus und Hof eingesetzt, um mit ihrem lauten trompeten\u00e4hnlichen Schreien zuverl\u00e4ssig vor <a title=\"Raubtiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raubtiere\">Raubtieren<\/a> und <a title=\"Greifv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Greifv%C3%B6gel\">Greifv\u00f6geln<\/a> zu warnen. Als <a title=\"Karl der Gro\u00dfe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_der_Gro%C3%9Fe\">Karl der Gro\u00dfe<\/a> jedoch ein salisches Gesetz \u00e4nderte, ging dieser Brauch verloren.<\/p>\n<p><em>foto:Mihai Baciu<br \/><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der Kranich (Grus grus), auch Grauer Kranich oder Eurasischer Kranich genannt, ist der einzige Vertreter der Familie der Kraniche (Gruidae) in Nord- und Mitteleuropa. Kraniche bewohnen Sumpf&#8211; und Moorlandschaften in weiten Teilen des \u00f6stlichen und n\u00f6rdlichen Europa, aber auch einige Gebiete im Norden Asiens. 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