{"id":3684,"date":"2014-02-13T13:32:12","date_gmt":"2014-02-13T11:32:12","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/kurzzehenlerche-calandrella-brachydactyla\/"},"modified":"2014-02-13T13:40:48","modified_gmt":"2014-02-13T11:40:48","slug":"kurzzehenlerche-calandrella-brachydactyla","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/kurzzehenlerche-calandrella-brachydactyla\/","title":{"rendered":"Kurzzehenlerche (Calandrella brachydactyla)"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>Kurzzehenlerche<\/strong> (<em>Calandrella brachydactyla<\/em>) ist eine <a title=\"V\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/V%C3%B6gel\">Vogelart<\/a> aus der Familie der <a title=\"Lerchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lerchen\">Lerchen<\/a> (Alaudidae). Diese kleine Lerchenart besiedelt weite Teile der s\u00fcdlichen <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a> von Nordwestafrika und <a title=\"Spanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanien\">Spanien<\/a> bis <a title=\"China\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/China\">China<\/a>. In West- und Mitteleuropa befinden sich die n\u00f6rdlichsten Brutvorkommen in Mittelfrankreich und in Ungarn. Die Kurzzehenlerche bewohnt trockene, baum- und buschlose Offenlandschaften wie Trockenrasen und Halbw\u00fcsten sowie Brachland und \u00d6dfl\u00e4chen in der Kulturlandschaft. Die Art ist je nach Verbreitungsgebiet \u00fcberwiegend Mittel- bis <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a> und \u00fcberwintert vor allem am S\u00fcdrand der <a title=\"Sahara\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahara\">Sahara<\/a> im \u00dcbergangsbereich zwischen <a title=\"Sahelzone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahelzone\">Sahelzone<\/a> und W\u00fcste sowie im s\u00fcdlichen Asien. Im n\u00f6rdlichen Mitteleuropa ist die Kurzzehenlerche ein sehr seltener, aber regelm\u00e4\u00dfiger Durchz\u00fcgler vor allem im April und Mai sowie im Oktober und November.<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Bestand der Art ist seit 1970 r\u00fcckl\u00e4ufig, weltweit wird die Art von der IUCN aufgrund des gro\u00dfen Verbreitungsgebietes und des sehr hohen Gesamtbestandes jedoch als ungef\u00e4hrdet (&#8222;least concern&#8220;) betrachtet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3244\" src=\"http:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/13.jpg\" alt=\"\" \/><strong>Localizare si comportament<\/strong><\/p>\n<p>Kurzzehenlerchen sind kleine, hell graubraun und wei\u00dflich gef\u00e4rbte Lerchen mit kurzem, kegelf\u00f6rmigem Schnabel. Die <a title=\"Schirmfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schirmfeder\">Schirmfedern<\/a> sind sehr lang, so dass die <a title=\"Handschwinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Handschwinge\">Handschwingenspitzen<\/a> nur wenig darunter hervorstehen.<\/p>\n<p>Mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge von 14 bis 16 cm ist die Art nur wenig gr\u00f6\u00dfer als eine <a title=\"Heidelerche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heidelerche\">Heidelerche<\/a>. Die Grundfarbe der Oberseite ist sandfarben hell gelblich oder grau braun. Der Oberkopf kann auch rotbraun sein. Oberkopf und oberer R\u00fccken sind auf diesem Grund fein dunkel l\u00e4ngs gestreift, der <a title=\"B\u00fcrzel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCrzel\">B\u00fcrzel<\/a> ist einfarbig sandfarben. Die Schwingen und die Schirmfedern sind dunkel graubraun mit blassbraunen S\u00e4umen. Die gro\u00dfen und mittleren Armdecken haben breite gelbliche bis wei\u00dfliche Spitzen, die im Flug zwei deutlich sichtbare Fl\u00fcgelbinden bilden. Der Schwanz ist ebenfalls graubraun, die \u00e4u\u00dferste (sechste) <a title=\"Steuerfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steuerfeder\">Steuerfeder<\/a> hat au\u00dfen einen gelblichwei\u00dfen Keil.<\/p>\n<p>Die Art zeigt einen kr\u00e4ftigen, schmutzigwei\u00dfen <a title=\"\u00dcberaugenstreif\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%9Cberaugenstreif\">\u00dcberaugenstreif<\/a>, der an der Hinterkante der Ohrdecken endet und nach unten durch einen feinen dunklen Augenstreif begrenzt wird. Wangen und Ohrdecken sind fast ungestrichelt einfarbig graubraun und nach hinten und unten breit wei\u00df begrenzt. Wangen- und Kinnstreif sind schmal und dunkel schwarzgrau, der <a title=\"Bartstreif\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bartstreif\">Bartstreif<\/a> ist wei\u00df. Die meisten Individuen haben eine schmalen dunklen Brustseitenfleck, die Brustseiten darunter sowie die oberen Flanken sind auf gelblichem Grund schwach dunkel gestrichelt. Die \u00fcbrige Brust und die Kehle sind ebenso wie die ganze \u00fcbrige Rumpfunterseite einfarbig wei\u00df. Die <a title=\"Iris (Auge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iris_%28Auge%29\">Iris<\/a> ist dunkelbraun, die Beine sind fleisch-, der schlanke Schnabel ist hornfarben.<\/p>\n<h2><span id=\"Laut.C3.A4u.C3.9Ferungen\" class=\"mw-headline\">Laut\u00e4u\u00dferungen<\/span><\/h2>\n<p>Der Gesang wird von den M\u00e4nnchen \u00fcberwiegend im Singflug vorgetragen, seltener am Boden oder auf Steinen sitzend. Der Gesang beginnt oft beim Abflug vom Boden. Die Strophen werden meist durch kurze, stockende Laute wie <em>\u201ep\u00fctt-tr\u00fcll-\u00fcll-\u00fcll\u201c<\/em> eingeleitet, der weitere Gesang kann w\u00e4hrend des Aufstieges in 20 bis 50 m H\u00f6he auch \u00fcberwiegend oder vollst\u00e4ndig aus guten Imitationen anderer Vogelrufe und Ges\u00e4nge bestehen, beispielsweise aus Imitationen von Rufen des <a title=\"Turmfalke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turmfalke\">Turmfalken<\/a> oder der <a title=\"Haubenlerche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haubenlerche\">Haubenlerche<\/a>. Der eigentliche Singflug ist ein unregelm\u00e4\u00dfiger Wellenflug, der dabei ge\u00e4u\u00dferte, recht monotone Gesang besteht aus kurzen, immer wieder wiederholten Strophen wie <em>\u201etipzet\u00edzerlil\u00fc\u201c<\/em>, <em>\u201etip te t\u00edzirtu\u00edze\u201c<\/em> oder <em>\u201etsch\u00f6p-z\u00f6p-zirile-\u00fcrileziz\u00fc\u00e9\u201c<\/em>, nicht un\u00e4hnlich dem Gesang von <a title=\"Braunkehlchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Braunkehlchen\">Braunkehlchen<\/a>, <a title=\"Dorngrasm\u00fccke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dorngrasm%C3%BCcke\">Dorngrasm\u00fccke<\/a> oder <a title=\"Grauammer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grauammer\">Grauammer<\/a>. Die Singfl\u00fcge dauern meist 3 bis 8, gelegentlich auch bis 26 Minuten.<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung_und_Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Verbreitung und Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>Die Kurzzehenlerche besiedelt weite Teile der s\u00fcdlichen <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a>. In Ost-West-Richtung reicht die Verbreitung von Nordwestafrika und <a title=\"Spanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanien\">Spanien<\/a> bis <a title=\"China\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/China\">China<\/a>. In Nord-S\u00fcd-Richtung reicht das mehr oder weniger geschlossene Areal im Westen von Nordspanien, S\u00fcdfrankreich und Norditalien bis Nordafrika an den Nordrand der Sahara; weiter \u00f6stlich etwa entlang der n\u00f6rdlichen <a title=\"Steppe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steppe\">Steppengrenze<\/a> an der <a title=\"Wolga\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolga\">Wolga<\/a> in <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russland<\/a> bei 52\u00b0&nbsp;N und in <a title=\"Kasachstan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kasachstan\">Kasachstan<\/a> bei 54\u00b0&nbsp;N nach S\u00fcden bis <a title=\"Syrien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Syrien\">Syrien<\/a>, den <a title=\"Iran\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran\">Iran<\/a> und den <a title=\"Irak\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irak\">Irak<\/a> und bis in den S\u00fcdwesten <a title=\"Afghanistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afghanistan\">Afghanistans<\/a>. Im zentralasiatischen Hochland erstreckt sich die Verbreitung schlie\u00dflich von der chinesischen Provinz <a title=\"Xinjiang\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Xinjiang\">Xinjiang<\/a> und dem <a title=\"Hochland von Tibet\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hochland_von_Tibet\">Hochland von Tibet<\/a> bis zum <a title=\"Himalaya\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Himalaya\">Himalaya<\/a> am Nordrand <a title=\"Indien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indien\">Indiens<\/a>. Im westlichen Europa befinden sich die vereinzelten und geografisch isolierten n\u00f6rdlichsten Brutvorkommen in Mittelfrankreich und in Ungarn.<\/p>\n<p>Die Art bewohnt trockene, baum- und buschlose Offenlandschaften wie Trockenrasen und Halbw\u00fcsten sowie Brachland und \u00d6dfl\u00e4chen in der Kulturlandschaft. Die n\u00f6rdlichsten Vorkommen in West- und Mitteleuropa befinden sich an strukturell vergleichbaren Sonderstandorten, in Frankreich an den K\u00fcsten in D\u00fcnen und auf flachen Felseninseln; im dortigen Binnenland auf kleinen Flugpl\u00e4tzen, planiertem Bauland und gro\u00dfen, \u00fcberwiegend mit Betonplatten oder Kies als Bodengrund versehene Lagerpl\u00e4tzen f\u00fcr <a title=\"Zuckerr\u00fcbe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zuckerr%C3%BCbe\">Zuckerr\u00fcben<\/a>. In Ungarn kommt die Art nur in den <a class=\"new\" title=\"Salzsteppe (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Salzsteppe&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Salzsteppen<\/a> im Osten der <a title=\"Gro\u00dfe Ungarische Tiefebene\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fe_Ungarische_Tiefebene\">Gro\u00dfen Ungarische Tiefebene<\/a> vor.<\/p>\n<h2><span id=\"Systematik\" class=\"mw-headline\">Systematik<\/span><\/h2>\n<p>Die Anzahl der Unterarten der Kurzzehenlerche wird kontrovers diskutiert. <a title=\"J\u00fcrgen Haffer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/J%C3%BCrgen_Haffer\">J. Haffer<\/a> erkennt 7 insgesamt wenig differenzierte Unterarten an und weist darauf hin, dass die Abgrenzung dieser Unterarten \u201edurchaus k\u00fcnstlich\u201c ist und hierzu weiterer Forschungsbedarf besteht:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Calandrella brachydactyla brachydactyla<\/em> <span class=\"Person\">(<a title=\"Johann Philipp Achilles Leisler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Philipp_Achilles_Leisler\">Leisler<\/a>, 1814)<\/span>; von Spanien nach Osten bis S\u00fcdrussland.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Calandrella b. rubiginosa<\/em> <span class=\"Person\"><a class=\"new\" title=\"Rudolph J. Fromholz (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Rudolph_J._Fromholz&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Fromholz<\/a>, 1913<\/span>; Nordafrika; F\u00e4rbung intensiver als bei der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a>, Oberkopf immer rotbraun.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Calandrella b. hermonensis<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Henry Baker Tristram\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henry_Baker_Tristram\">Tristram<\/a>, 1865<\/span>; Syrien und <a title=\"Pal\u00e4stina (Region)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4stina_%28Region%29\">Pal\u00e4stina<\/a>; insgesamt grauer als die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a>, Oberkopf bei etwa 20&nbsp;% der Individuen rotbraun.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Calandrella b. artemisiana<\/em> <span class=\"Person\"><a class=\"new\" title=\"Banjkowski (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Banjkowski&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Banjkowski<\/a>, 1913<\/span>; T\u00fcrkei, <a title=\"Transkaukasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Transkaukasien\">Transkaukasien<\/a>, mittelasiatische Steppen und Iran; Farben noch blasser als bei der vorigen Unterart, Oberseite kaum gestrichelt und Unterseite fast vollst\u00e4ndig wei\u00df.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Calandrella b. longipennis<\/em> <span class=\"Person\">(<a title=\"Eduard Friedrich Eversmann\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eduard_Friedrich_Eversmann\">Eversmann<\/a>, 1848)<\/span>; Kasachstan und n\u00f6rdliches Innerasien; Farben wieder \u00e4hnlich der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a>, dunkler und brauner als vorige Unterart mit deutlicher Strichelung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Calandrella b. dukhunensis<\/em> <span class=\"Person\">(<a title=\"William Henry Sykes\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/William_Henry_Sykes\">Sykes<\/a>, 1832)<\/span>; Hochland Tibets und West-Chinas; Farben noch kr\u00e4ftiger als bei voriger Unterart und gr\u00f6\u00dfer.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Calandrella b. hungarica<\/em> <span class=\"Person\"><a class=\"new\" title=\"Lajos Horv\u00e1th (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Lajos_Horv%C3%A1th&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Horv\u00e1th<\/a>, 1956<\/span>; Ungarn; Kleiner als Nominatform, Oberseite ohne rotbraun und mehr braungrau mit starker Strichelung, Unterseite grau und dunkler als bei allen anderen Unterarten.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Ern.C3.A4hrung\" class=\"mw-headline\">Ern\u00e4hrung<\/span><\/h2>\n<p>Die Nahrung besteht sowohl aus tierischen als auch aus pflanzlichen Bestandteilen. Im Sommer wie im Winterquartier werden vor allem kleine Insekten, in erster Linie kleine K\u00e4fer und Ameisen gefressen, aber auch andere <a title=\"Wirbellose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirbellose\">Wirbellose<\/a> wie Spinnen und kleine Schnecken. In der pflanzlichen Nahrung dominieren Samen von <a title=\"S\u00fc\u00dfgr\u00e4ser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BC%C3%9Fgr%C3%A4ser\">S\u00fc\u00dfgr\u00e4sern<\/a> und <a title=\"Kn\u00f6terichgew\u00e4chse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kn%C3%B6terichgew%C3%A4chse\">Kn\u00f6terichgew\u00e4chsen<\/a>.<\/p>\n<h2><span id=\"Fortpflanzung_und_Alter\" class=\"mw-headline\">Fortpflanzung und Alter<\/span><\/h2>\n<p>Kurzzehenlerchen f\u00fchren eine <a class=\"mw-redirect\" title=\"Monogam\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogam\">monogame<\/a> Saisonehe. Das Nest wird am Boden angelegt, bevorzugt angelehnt an eine einzelne gr\u00f6\u00dfere Pflanze, einen gr\u00f6\u00dferen Stein oder eine Bodenerhebung. Es wird h\u00e4ufig mit einer Neigung von etwa 30\u00b0 gebaut und vor allem in der sp\u00e4ten Brutzeit meist nach Norden ausgerichtet, so dass es von der st\u00fctzenden Struktur und dem erh\u00f6hten Nestrand beschattet wird. Das Nest besteht aus einer recht tiefen Mulde, die au\u00dfen aus gr\u00f6berem und weiter nach innen aus feinem pflanzlichen Material gebaut wird. Die eigentliche Nestmulde wird h\u00e4ufig mit Tierhaaren, Federn oder bei deren Fehlen mit sehr feinem Pflanzenmaterial ausgekleidet. Wenn die Nestmulde wegen eines harten Untergrundes nicht ausreichend eingetieft werden kann, wird die Nestumgebung in diesem Bereich bis zur Nestoberkante mit kleinen Erdklumpen, Steinchen, Pflanzenteilen oder St\u00fccken von Haustierkot aufgef\u00fcllt, so das je nach Nestanlage eine Rampe, ein erh\u00f6hter Halbring oder bei frei stehenden Nestern ein flacher Kegelstumpf entsteht. Der Nestbau erfolgt ausschlie\u00dflich durch das Weibchen.<\/p>\n<p>Die Eiablage erfolgt je nach geografischer Lage variabel, in Nordafrika zum Teil bereits Anfang M\u00e4rz, meist aber Anfang April, in S\u00fcdwesteuropa \u00fcberwiegend ab Mitte April, in S\u00fcdosteuropa ab Ende April und in Ungarn fr\u00fchestens Anfang Mai, \u00fcberwiegend in der zweiten Maih\u00e4lfte. In der Regel werden zwei Bruten je Saison durchgef\u00fchrt. Das Gelege besteht aus 3 bis 4, selten 5 Eiern, die auf gelblich wei\u00dfem oder gr\u00fcnlich wei\u00dfem Grund in sehr unterschiedlicher Intensit\u00e4t hellbraun bis olivbraun gefleckt sind. Die Brutzeit dauert 13 Tage. Die Bebr\u00fctung der Eier erfolgt ebenso wie das Hudern der Nestlinge ausschlie\u00dflich durch das Weibchen. Beide Eltern f\u00fcttern, der Anteil des M\u00e4nnchens ist dabei aber geringer. Die Jungv\u00f6gel verlassen mit 8 bis 10 Tagen das Nest und k\u00f6nnen nach 11 bis 12 Tagen schon niedrig fliegen. Die Geschlechtsreife wird im ersten Lebensjahr erreicht.<\/p>\n<p>Angaben zum Durchschnittsalter liegen nicht vor; das durch Beringung nachgewiesene H\u00f6chstalter betr\u00e4gt 8 Jahre.<\/p>\n<h2><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span><\/h2>\n<p>Die Art ist je nach Verbreitungsgebiet \u00fcberwiegend Mittel- bis <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a>. Der Wegzug s\u00fcdwesteurop\u00e4ischer V\u00f6gel erfolgt Mitte August bis Ende September mit einzelnen Nachz\u00fcglern bis Anfang Oktober. In der <a title=\"Ukraine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ukraine\">Ukraine<\/a> werden die letzten Wegz\u00fcgler Ende Oktober oder Anfang November beobachtet. Europ\u00e4ische Kurzzehenlerchen \u00fcberwintern vor allem am S\u00fcdrand der <a title=\"Sahara\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahara\">Sahara<\/a> im \u00dcbergangsbereich zwischen <a title=\"Sahelzone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahelzone\">Sahelzone<\/a> und W\u00fcste, au\u00dferdem auch an g\u00fcnstigen Stellen innerhalb der Sahara. In geringer Zahl \u00fcberwintert die Art auch weiter n\u00f6rdlich in Nordafrika, Winternachweise in S\u00fcdeuropa sind Ausnahmen. Asiatische V\u00f6gel \u00fcberwintern vor allem im Nordwesten Indiens, weniger h\u00e4ufig in Pakistan und Vorderasien sowie im Nordosten Afrikas. Die Art ist au\u00dferhalb der Brutzeit gesellig und bildet vor allem im Winterquartier lockere Schw\u00e4rme mit 100 bis \u00fcber 1000 Individuen.<\/p>\n<p>Der ersten Heimz\u00fcgler werden in S\u00fcdwesteuropa fr\u00fchestens um den 7. M\u00e4rz, meist erst um den 15. M\u00e4rz festgestellt, der Heimzug dauert bis Mitte April. Die Brutreviere werden in <a title=\"Dalmatien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dalmatien\">Dalmatien<\/a> Ende M\u00e4rz bis Mitte April besetzt, in Ungarn recht einheitlich um den 7. April. Asiatische V\u00f6gel verlassen das Brutgebiet im September mit letzten Wegz\u00fcglern bis Ende Oktober, der Heimzug erfolgt ab Mitte M\u00e4rz bis Mitte April. Im n\u00f6rdlichen Mitteleuropa ist die Kurzzehenlerche ein sehr seltener, aber regelm\u00e4\u00dfiger Durchz\u00fcgler und Gast vor allem im April und Mai sowie im Oktober und November. Der Gro\u00dfteil der im Fr\u00fchjahr in West- und Nordeuropa nachgewiesenen V\u00f6gel geh\u00f6rt offenbar zu s\u00fcdeurop\u00e4ischen Populationen, deren Heimzugweg zu weit f\u00fchrt (Zugprolongation), w\u00e4hrend im Herbst wohl \u00fcberwiegend asiatische Kurzzehenlerchen Europa erreichen.<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Gef.C3.A4hrdung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Gef\u00e4hrdung<\/span><\/h2>\n<p>Der Weltbestand der Art ist sehr gro\u00df. Gesicherte Angaben zum Weltbestand gibt es nicht, die <a class=\"mw-redirect\" title=\"IUCN\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> gibt als sehr grobe Sch\u00e4tzung 91 bis 840 Mio. Individuen an. Im Winterquartier am S\u00fcdrand der Sahara war die Kurzzehenlerche in den 1950er Jahren in einigen Gebieten die h\u00e4ufigste Lerche \u00fcberhaupt, in Indien gelten die gro\u00dfe Winterschw\u00e4rme als Gef\u00e4hrdung des Flugverkehrs.<\/p>\n<p>Den europ\u00e4ischen Bestand einschlie\u00dflich der T\u00fcrkei sch\u00e4tzte Birdlife International im Jahr 2004 auf 7,3 bis 14 Mio. Brutpaare. Die gr\u00f6\u00dften Best\u00e4nde haben die T\u00fcrkei mit 3 bis 6 Mio., das europ\u00e4ische Russland mit 2 bis 5 Mio. und Spanien mit 2,2 bis 2,6 Mio. Paaren. In Spanien und Russland nahm der Bestand zwischen 1970 und 2000 stark ab, blieb in der T\u00fcrkei hingegen stabil. Insgesamt stuft BirdLife International den europ\u00e4ischen Bestand daher als abnehmend (&#8222;declining&#8220;) ein. Weltweit wird die Art von der IUCN aufgrund des gro\u00dfen Verbreitungsgebietes und des sehr hohen Gesamtbestandes als ungef\u00e4hrdet (&#8222;least concern&#8220;) betrachtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto:Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kurzzehenlerche (Calandrella brachydactyla) ist eine Vogelart aus der Familie der Lerchen (Alaudidae). Diese kleine Lerchenart besiedelt weite Teile der s\u00fcdlichen Pal\u00e4arktis von Nordwestafrika und Spanien bis China. In West- und Mitteleuropa befinden sich die n\u00f6rdlichsten Brutvorkommen in Mittelfrankreich und in Ungarn. 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