{"id":3573,"date":"2014-01-16T15:51:05","date_gmt":"2014-01-16T13:51:05","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/amsel-turdus-merula\/"},"modified":"2014-01-16T18:00:38","modified_gmt":"2014-01-16T16:00:38","slug":"amsel-turdus-merula","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/amsel-turdus-merula\/","title":{"rendered":"Amsel (Turdus merula)"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>Amsel<\/strong> (<em>Turdus merula<\/em>) oder <strong>Schwarzdrossel<\/strong> ist eine <a title=\"Art (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Art_%28Biologie%29\">Vogelart<\/a> der Familie der <a title=\"Drosseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Drosseln\">Drosseln<\/a> (Turdidae). In Europa z\u00e4hlt sie als einer der am weitesten verbreiteten Vertreter dieser Familie zu den bekanntesten V\u00f6geln \u00fcberhaupt. Die K\u00f6rperl\u00e4nge der Amseln liegt zwischen 24 und 27 Zentimetern. Die M\u00e4nnchen sind schwarz gef\u00e4rbt und haben einen gelben Schnabel, das Gefieder der Weibchen ist gr\u00f6\u00dftenteils dunkelbraun. Der melodi\u00f6se und laut vorgetragene Reviergesang der M\u00e4nnchen ist in Mitteleuropa haupts\u00e4chlich zwischen Anfang M\u00e4rz und Ende Juli zu vernehmen und kann bereits vor der Morgend\u00e4mmerung beginnen.<\/p>\n<p>In Europa br\u00fctet die Amsel nahezu fl\u00e4chendeckend, nur nicht im hohen Norden und im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdosten. Dar\u00fcber hinaus kommt sie in Teilen Nordafrikas und Asiens vor. In <a title=\"Australien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Australien\">Australien<\/a> und <a title=\"Neuseeland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuseeland\">Neuseeland<\/a> wurde die Amsel <a title=\"Neobiota\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neobiota\">eingeb\u00fcrgert<\/a>. In Mitteleuropa verl\u00e4sst ein Teil der V\u00f6gel im Winter das Brutgebiet und zieht nach S\u00fcdeuropa oder Nordafrika.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war die Amsel ein Vogel des Waldes, wo sie auch heute noch anzutreffen ist. Im 19. Jahrhundert begann sie \u00fcber siedlungsnahe <a class=\"mw-redirect\" title=\"Parkanlage\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parkanlage\">Parkanlagen<\/a> sowie <a title=\"Vorgarten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vorgarten\">G\u00e4rten<\/a> bis in die Stadtzentren vorzudringen und ist zum <a title=\"Kulturfolger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kulturfolger\">Kulturfolger<\/a> geworden. Ihre Nahrung suchen Amseln vorwiegend am Boden. Sie ern\u00e4hren sich \u00fcberwiegend von tierischer Nahrung, meist <a title=\"Regenw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenw%C3%BCrmer\">Regenw\u00fcrmer<\/a> oder <a title=\"K\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%A4fer\">K\u00e4fer<\/a>. Abh\u00e4ngig von der Verf\u00fcgbarkeit steigt der Anteil gefressener Beeren und Fr\u00fcchte. Amseln sind <a title=\"Freibr\u00fcter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freibr%C3%BCter\">Freibr\u00fcter<\/a> und nisten vorwiegend in B\u00e4umen und Str\u00e4uchern.<\/p>\n<p><a title=\"Adult\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adult\">Adulte<\/a> Amseln weisen einen deutlichen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Geschlechtsdimorphismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschlechtsdimorphismus\">Geschlechtsdimorphismus<\/a> auf: Das Gefieder der M\u00e4nnchen ist einfarbig schwarz, der Schnabel auff\u00e4llig hellgelb bis orange. Zudem zeigen M\u00e4nnchen einen deutlichen Ring um die Augen, dessen Farbe der des Schnabels \u00e4hnelt, jedoch etwas ins Br\u00e4unliche gehen kann. Dieser Augenring kontrastiert stark mit der dunkelbraunen <a title=\"Iris (Auge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iris_%28Auge%29\">Iris<\/a>. Weniger deutlich ist dieser Augenring beim Weibchen, auch der Schnabel ist weniger auff\u00e4llig und hell hornfarben statt gelb. Die Gefiederf\u00e4rbung des Weibchens ist viel variabler und vorwiegend dunkelbraun, teilweise ins Grau gehend oder r\u00f6tlichbraun. Bei beiden Geschlechtern sind Lauf und Zehen dunkelbraun. Im Vergleich zum kleineren, ebenfalls dunkel befiederten und sich h\u00e4ufig auf dem Boden aufhaltenden <a title=\"Star (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Star_%28Art%29\">Star<\/a> hat die Amsel einen deutlich l\u00e4ngeren Schwanz.<\/p>\n<h3><span id=\"Gefieder_adulter_Amseln\" class=\"mw-headline\">Gefieder adulter Amseln<\/span><\/h3>\n<p>Das Gefieder der adulten M\u00e4nnchen ist recht einheitlich schwarz. Vor allem an der Unterseite, aber auch an R\u00fccken und Schulterregion zeigen die Federn nicht selten einen grauen bis bronzefarbenen Endsaum, was aber recht unauff\u00e4llig ist und nur bei g\u00fcnstigen Lichtverh\u00e4ltnissen einen leicht schuppigen Eindruck macht. Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schwungfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwungfeder\">Schwungfedern<\/a> k\u00f6nnen im Fr\u00fchjahr ausgebleicht wirken.<\/p>\n<p>Die Oberseite der Weibchen ist dunkel olivbraun bis olivgrau gef\u00e4rbt, die Stirn oft etwas weniger dunkel. Die F\u00e4rbung der helleren Unterseite f\u00e4llt individuell sehr verschieden aus. Kinn und Kehle sind hell schmutziggrau bis r\u00f6tlichbraun mit dunkler Streifung. Die Brust ist braungrau, gelbbraun bis rotbraun mit mehr oder weniger deutlichen Sprenkeln. Der Bauch ist braun, graubraun oder grau, wobei zuweilen durch einen hellen Endsaum der Federn ein deutlich geschuppter Eindruck entsteht. Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schwanzfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwanzfeder\">Schwanzfedern<\/a> sind dunkel- bis schwarzbraun, <a title=\"Handschwinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Handschwinge\">Hand-<\/a> und <a title=\"Armschwinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Armschwinge\">Armschwingen<\/a> dunkelbraun mit oliv get\u00f6nten Au\u00dfenfahnen.<\/p>\n<h3><span id=\"Jungv.C3.B6gel_und_Mauser\" class=\"mw-headline\">Jungv\u00f6gel und Mauser<\/span><\/h3>\n<p>Ausgeflogene Jungv\u00f6gel \u00e4hneln Weibchen, sind aber auf der Unterseite st\u00e4rker gefleckt und vor allem an den auff\u00e4lligen hellen <a title=\"Federkiel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Federkiel\">Schaftstrichen<\/a> an R\u00fccken, Schulterfedern und Fl\u00fcgeldecken zu erkennen. Der Schnabel ist braun. Die Befiederung von Fl\u00fcgeln und Schwanz erscheint vom restlichen Gefieder deutlich abgesetzt und ist bei m\u00e4nnlichen Jungv\u00f6geln dunkelbraun bis braunschwarz, bei weiblichen etwas heller und geht eher ins Braune.<\/p>\n<p>Bei der <a title=\"Mauser (V\u00f6gel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauser_%28V%C3%B6gel%29\">Jugendmauser<\/a>, die sich zwischen Sommer und Herbst des ersten Kalenderjahres vollzieht, wechseln die V\u00f6gel das <a class=\"mw-redirect\" title=\"Kleingefieder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleingefieder\">Kleingefieder<\/a> und einen Teil der Fl\u00fcgelfedern. Dabei wechseln vorwiegend die \u00e4lteren Jungv\u00f6gel in ein sogenanntes Fortschrittskleid, die sp\u00e4ter geschl\u00fcpften in ein Hemmungskleid, in dem sie weiterhin eher Jungv\u00f6geln \u00e4hneln. Die einj\u00e4hrigen M\u00e4nnchen im Hemmungskleid werden auch Stockamseln genannt. Bei allen einj\u00e4hrigen M\u00e4nnchen, also auch den M\u00e4nnchen im Fortschrittskleid, sind die Schwungfedern und die unvermauserten Fl\u00fcgeldecken braun im Gegensatz zur braunschwarzen oder schwarzen F\u00e4rbung der bereits vermauserten Federpartien. Auch bei den einj\u00e4hrigen Weibchen kontrastieren die bereits vermauserten und die unvermauserten Gefiederteile; Letztere sind deutlich heller.<\/p>\n<p>Im Regelfall beginnt die regul\u00e4re Jahresmauser, bei der es sich um eine <a title=\"Mauser (V\u00f6gel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauser_%28V%C3%B6gel%29\">Vollmauser<\/a> handelt, zwei Wochen nach Beendigung der Jungenaufzucht. Die Mauser einer Amselpopulation erstreckt sich, werden die Extremf\u00e4lle au\u00dfer acht gelassen, \u00fcber einen Zeitraum von f\u00fcnf Monaten. In Europa liegt der Mauserzeitraum typischerweise zwischen Juni und Ende Oktober, wobei sich nahezu alle adulten Amseln im August mausern.<\/p>\n<h3><span id=\"Abweichende_F.C3.A4rbungen\" class=\"mw-headline\">Abweichende F\u00e4rbungen<\/span><\/h3>\n<p>Das f\u00fcr <a title=\"Drosseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Drosseln\">Drosseln<\/a> typische Tropfenmuster ist auch bei der Amsel nachweisbar, bei den M\u00e4nnchen wird es durch intensive <a class=\"mw-redirect\" title=\"Melanin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Melanin\">Melaninablagerungen<\/a> in den Federn \u00fcberdeckt. Somit kann <a title=\"Melanismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Melanismus\">Melanismus<\/a> als normal f\u00fcr die Art angesehen werden. Nicht der Norm entsprechend ist dagegen die Verringerung von Pigment oder der Pigmentausfall, was in unterschiedlicher Form und Intensit\u00e4t auftreten kann: Durch <a title=\"Albinismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albinismus\">Albinismus<\/a> verursacht sind fahle F\u00e4rbungen (<a class=\"new\" title=\"Chlorochroismus (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Chlorochroismus&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Chlorochroismus<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Flavismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flavismus\">Flavismus<\/a>). Vollst\u00e4ndig albinotische wei\u00dfe V\u00f6gel mit roten Augen d\u00fcrften wegen ihrer verminderten Sehf\u00e4higkeit kaum \u00dcberlebenschancen in freier Natur haben. Wei\u00dfe Tiere mit braunen oder schwarzen Augen sind leuzistisch. Scheckungen sind auf einen abgeschw\u00e4chten <a title=\"Leuzismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leuzismus\">Leuzismus<\/a> zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>In manchen Jahren treten gescheckte Tiere \u00f6rtlich geh\u00e4uft auf. Die dabei entstehenden symmetrischen oder auch asymmetrischen Muster sind \u00e4u\u00dferst unterschiedlich. Einerseits kann diese <a title=\"Wei\u00dfling\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fling\">Wei\u00dff\u00e4rbung<\/a> offenbar eine erblich bedingte oder bleibende St\u00f6rung w\u00e4hrend der Anlage oder <a title=\"Feder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feder#Entwicklung_der_Vogelfeder\">Entwicklung der Follikel<\/a> sein. Andererseits wurde experimentell nachgewiesen, dass die wei\u00dfen Federn im Gefieder von der Zusammensetzung der Nahrung abh\u00e4ngen k\u00f6nnen, vor allem w\u00e4hrend der Mauser. Eiwei\u00dfarme Nahrung scheint Albinismus zu beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p><a title=\"Modifikation (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Modifikation_%28Biologie%29\">Aberrante<\/a> F\u00e4rbungen werden heute vor allem bei den V\u00f6geln im Siedlungsgebiet beobachtet, waren aber lange bekannt, bevor Amseln in der N\u00e4he des Menschen vorkamen, beispielsweise hat <a title=\"Aristoteles\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aristoteles\">Aristoteles<\/a> bereits wei\u00dfe Amseln beschrieben.<\/p>\n<h3><span id=\"K.C3.B6rperma.C3.9Fe_und_Gewicht\" class=\"mw-headline\">K\u00f6rperma\u00dfe und Gewicht<\/span><\/h3>\n<p>Mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge zwischen 24 und 27&nbsp;Zentimetern sind Amseln der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a> nur unwesentlich kleiner als die gr\u00f6\u00dfte mitteleurop\u00e4ische Drosselart, die <a title=\"Misteldrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misteldrossel\">Misteldrossel<\/a>. M\u00e4nnchen sind etwas gr\u00f6\u00dfer als Weibchen. Die Fl\u00fcgell\u00e4nge des M\u00e4nnchens liegt im Mittel bei 133&nbsp;mm und beim Weibchen bei 128&nbsp;mm, das entspricht ungef\u00e4hr einer Spannweite zwischen 34 und 38,5&nbsp;Zentimetern. Die Schwanzl\u00e4nge liegt zwischen 104 und 116&nbsp;Millimetern.<\/p>\n<p>Die Gewichtsschwankungen im Jahresverlauf sind bei europ\u00e4ischen Amseln betr\u00e4chtlich. Bei mehrj\u00e4hrigen, in <a title=\"Gro\u00dfbritannien (Insel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fbritannien_%28Insel%29\">Gro\u00dfbritannien<\/a> durchgef\u00fchrten Untersuchungen lag das Gewicht zwischen 71 und 150 Gramm, im Mittel wogen adulte M\u00e4nnchen 102,8 Gramm, adulte Weibchen waren mit 100,3&nbsp;Gramm etwas leichter. Einj\u00e4hrige V\u00f6gel waren durchschnittlich knapp 3 Gramm leichter. Im Jahresverlauf sind die Weibchen nur w\u00e4hrend der Legezeit etwas schwerer als die M\u00e4nnchen. Das gr\u00f6\u00dfte Gewicht haben mitteleurop\u00e4ische Amseln im Januar, das niedrigste im Juli oder August, nach der Brutzeit. Die Gewichtszunahme resultiert aus dem Aufbau von Fettreserven.<\/p>\n<h2><span id=\"Laut.C3.A4u.C3.9Ferungen\" class=\"mw-headline\">Laut\u00e4u\u00dferungen<\/span><\/h2>\n<p>Der im Fr\u00fchjahr weithin h\u00f6rbare Reviergesang der Amselm\u00e4nnchen ist vielen Menschen vertraut. Die Amsel gilt als besonders kreativ in der Erfindung, Kombination und Variation von Motiven. Die melodi\u00f6sen Strophen klingen f\u00fcr menschliche Ohren eing\u00e4ngig und gef\u00e4llig, ganz im Gegensatz zu dem von beiden Geschlechtern bei Erregung zu h\u00f6renden Zetern (\u201edackderrigigigi duck duck\u201c) oder \u201eTixen\u201c \u2013&nbsp;einer Aneinanderreihung hoher \u201etix\u201c-Laute.<\/p>\n<h3><span id=\"Reviergesang\" class=\"mw-headline\">Reviergesang<\/span><\/h3>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\">\n<div class=\"mediaContainer\" style=\"position: relative; display: block; width: 220px;\">\n<div class=\"mwPlayerContainer k-player\" style=\"width: 220px; height: 23px; position: relative;\">\n<div class=\"videoHolder\">\n<div id=\"mwe_player_0\" class=\"mwEmbedPlayer\"><img decoding=\"async\" class=\"playerPoster\" style=\"position: absolute; top: 0px; left: 98.5px; right: 0px; bottom: 0px; height: 23px; width: 23px;\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf9\/skins\/common\/images\/icons\/fileicon-ogg.png\" alt=\"\" \/><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-widget-header ui-helper-clearfix control-bar block\" style=\"height: 20px;\">\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-bl rButton k-options\" title=\"Playeroptionen\"><span>Men\u00fc<\/span><\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link rButton volume_control\" title=\"Lautst\u00e4rkeregelung\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link rButton timed-text\" title=\"Zeitbezogene Untertitel\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"ui-widget time-disp\">0:00<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link lButton play-btn\" title=\"Clip abspielen\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Turdus_merula_2.ogg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf9\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Reviergesang wird vom M\u00e4nnchen gew\u00f6hnlich von zwei bis drei verschiedenen, exponierten <a class=\"mw-redirect\" title=\"Singwarte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singwarte\">Singwarten<\/a> vorgetragen, die hin und wieder gewechselt werden.Eine Strophe dieses Gesangs dauert im Mittel etwas mehr als zwei Sekunden. In der Brutsaison geben Amseln w\u00e4hrend der Morgend\u00e4mmerung f\u00fcr 20 bis 30 Minuten eine nahezu ununterbrochene Folge solcher Strophen von sich, wobei die Pausen zwischen den Strophen im Mittel etwa drei Sekunden lang sind. Beim abendlichen Gesang sind die Pausen etwas l\u00e4nger.<\/p>\n<p>Eine Strophe kann in einen Motivteil und ein leiseres, mehr zwitscherndes und ger\u00e4uschhaftes \u201eAnh\u00e4ngsel\u201c unterteilt werden. Der Motivteil ist etwas l\u00e4nger, das Anh\u00e4ngsel kann auch fehlen. Der Motivteil wiederum kann in Elemente untergliedert werden, in der Regel sind es zwei bis f\u00fcnf, manchmal bis zu neun. Die Pausen zwischen den ungef\u00e4hr 0,2&nbsp;Sekunden langen Elementen sind h\u00f6rbar. Die Elemente werden zu Motiven kombiniert, und M\u00e4nnchen haben nicht selten mehr als 30 Motive im Repertoire, wobei sie zwei bis f\u00fcnf Lieblingsmotive haben, so dass auch f\u00fcr das menschliche Geh\u00f6r eine Identifikation eines Individuums \u00fcber den Gesang m\u00f6glich ist. Beim Anh\u00e4ngsel gibt es noch mehr Variationen als beim Motivteil. Das <a title=\"Frequenzspektrum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frequenzspektrum\">Frequenzspektrum<\/a> des Anh\u00e4ngsels ist deutlich breiter, die Hauptintensit\u00e4t liegt \u00fcber 10&nbsp;<a title=\"Hertz (Einheit)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hertz_%28Einheit%29\">kHz<\/a>, w\u00e4hrend sie im Motivteil zwischen 1,5 und 3&nbsp;kHz liegt.Bei technischer Analyse des Anh\u00e4ngsels wurden <a title=\"Diplophonie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diplophonie\">Diplophonie<\/a> und gegenl\u00e4ufige Frequenzverl\u00e4ufe festgestellt. Typisch f\u00fcr Amseln ist der sogenannte <a title=\"Kontergesang\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kontergesang\">Kontergesang<\/a>, also das wechselseitige Antworten zweier benachbarter Amselm\u00e4nnchen auf die Strophe des anderen. Die V\u00f6gel greifen die Motive des Gegenspielers auf und erwidern in vergleichbarer L\u00e4nge und h\u00e4ufig mit \u00e4hnlicher Strophe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 442px;\"><a class=\"image\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:TurdusMerulaSong.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/f\/ff\/TurdusMerulaSong.png\/440px-TurdusMerulaSong.png\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"139\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:TurdusMerulaSong.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf9\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p><a class=\"mw-redirect\" title=\"Sonagramm\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonagramm\">Sonagramm<\/a> einer Strophe des Reviergesangs, der Motivteil ist ungef\u00e4hr 2,2, das Anh\u00e4ngsel ungef\u00e4hr 0,6 Sekunden lang (<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.birding.dk\/galleri\/stemmermp3\/Turdus%20merula%201.mp3\" rel=\"nofollow\">H\u00f6rbeispiel<\/a>; MP3; 71&nbsp;kB)<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Gesang ist zum Teil angeboren, denn der Vortrag von isoliert aufgezogenen M\u00e4nnchen stimmt in vielen Einzelheiten mit dem der Artgenossen \u00fcberein. Viele Gesangselemente \u00fcbernehmen Amseln vom Vater und von anderen M\u00e4nnchen. Aber auch Laut\u00e4u\u00dferungen anderer Vogelarten werden imitiert, beispielsweise <a title=\"Meisen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meisen\">Meisenlaute<\/a> oder das Lachen von <a title=\"Grauspecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grauspecht\">Grau-<\/a> und <a title=\"Gr\u00fcnspecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gr%C3%BCnspecht\">Gr\u00fcnspecht<\/a>. Von Amseln im Siedlungsgebiet werden auch Zivilisationsger\u00e4usche, etwa Sirenensignale von Rettungsfahrzeugen, in den Gesang aufgenommen.<\/p>\n<p>Der erste regelm\u00e4\u00dfige Reviergesang kann in Mitteleuropa bereits im Februar zu h\u00f6ren sein, die Mehrzahl der Amseln beginnt Mitte M\u00e4rz, der H\u00f6hepunkt liegt zwischen Mai und Juni, insbesondere bei feuchtwarmem Wetter. Mitte Juli endet diese Phase der Gesangsaktivit\u00e4t, aber besonders im Siedlungsgebiet gibt es Berichte von laut singenden Amseln im Herbst und auch im Winter, vorwiegend bei milder Witterung. Im Fr\u00fchjahr geh\u00f6ren Amseln zu den ersten Singv\u00f6geln, sie beginnen deutlich vor der Morgend\u00e4mmerung mit dem Gesang. Das zweite Gesangsmaximum liegt am Abend. Im Siedlungsgebiet wird auch von nachts singenden Amseln berichtet, auch im Winter.<\/p>\n<h3><span id=\"Rufe_und_anderer_Gesang\" class=\"mw-headline\">Rufe und anderer Gesang<\/span><\/h3>\n<p>Einer der bekanntesten der zahlreichen Erregungs- und Stimmf\u00fchlungslaute der Amseln ist das Tixen. Diese Folge schneller, scharfer Laute animiert Artgenossen, sich zu beteiligen und ist h\u00e4ufig in Verbindung mit dem gemeinschaftlichen <a title=\"Hassen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hassen\">Hassen<\/a> auf <a title=\"Elster\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elster\">Elstern<\/a> oder <a title=\"Hauskatze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hauskatze\">Katzen<\/a> zu vernehmen. Das Tixen kann bei noch st\u00e4rkerer Erregung in Zetern \u00fcbergehen. Zetern kann auch gegen Artgenossen gerichtet sein. Zeternde Amseln zeigen keine Fluchtbereitschaft, sondern versuchen Konkurrenten oder Feinde zu vertreiben. Ein sehr hohes, durchdringendes und lautes \u201essiih\u201c (von 9 auf 7&nbsp;kHz abfallend) dient als Warnung vor Feinden, meist bei Gefahr aus der Luft.<\/p>\n<p>Weibchen lassen manchmal ged\u00e4mpfte, sonst aber dem m\u00e4nnlichen Gesang \u00e4hnliche Strophen h\u00f6ren, beispielsweise bei Nestanflug oder angeregt durch den Gesang des M\u00e4nnchens. Zur Paarung fordern Weibchen mit zusammenhanglosen, sehr leisen, gepresst klingenden und oft hohen Lauten auf.<\/p>\n<p>Nach der Brutzeit tragen \u00e4ltere M\u00e4nnchen mit geschlossenem Schnabel einen speziellen Herbstgesang vor, der deutlich leiser als der Gesang im Fr\u00fchjahr ist, diesem aber \u00e4hnelt. Der Herbstgesang erinnert auch an den Jugendgesang. Letzterer ist sowohl M\u00e4nnchen als auch Weibchen angeboren und setzt ab dem 19. Tag recht pl\u00f6tzlich ein. Dabei vibrieren Kehle, K\u00f6rper und Schwanz, der Schnabel ist geschlossen oder nur leicht ge\u00f6ffnet. Etwas \u00e4ltere, \u00fcbende junge Amselm\u00e4nnchen sind an der abgehackten Vortragsweise von adulten Amseln zu unterscheiden.<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung_und_Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Verbreitung und Wanderungen<\/span><\/h2>\n<p>W\u00e4hrend die Amsel Europa nahezu fl\u00e4chendeckend besiedelt, sind die Vorkommen in Nordafrika und Asien vorwiegend inselartig, in Asien reicht das Verbreitungsgebiet bis zum <a title=\"Ostchinesisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostchinesisches_Meer\">Ostchinesischen Meer<\/a>. In <a title=\"Australien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Australien\">Australien<\/a> und <a title=\"Neuseeland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuseeland\">Neuseeland<\/a> wurde die Amsel <a title=\"Neobiota\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neobiota\">eingeb\u00fcrgert<\/a> und besiedelte daraufhin weitere vorgelagerte Inseln ohne menschliches Zutun. In gro\u00dfen Teilen des Verbreitungsgebiets sind Amseln <a title=\"Teilzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Teilzieher\">Teilzieher<\/a>, im hohen Norden sind sie fast ausschlie\u00dflich <a title=\"Zugvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zugvogel\">Zugv\u00f6gel<\/a>; die s\u00fcdlichen Populationen sind dagegen <a title=\"Standvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Standvogel\">Standv\u00f6gel<\/a>. In einigen Gegenden <a title=\"Strichvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Strichvogel\">verstreichen<\/a> die V\u00f6gel im Winter in w\u00e4rmere oder tiefer gelegene Gebiete, allerdings verbleiben in den <a title=\"Alpen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alpen\">Alpen<\/a> und den <a title=\"Karpaten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karpaten\">Karpaten<\/a> auch einige Amseln in den h\u00f6chstgelegenen Brutgebieten.<\/p>\n<h3><span id=\"Nat.C3.BCrliche_Verbreitung\" class=\"mw-headline\">Nat\u00fcrliche Verbreitung<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 312px;\"><a class=\"image\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:TurdusMerulaDistribution.png\"><img decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/4e\/TurdusMerulaDistribution.png\/310px-TurdusMerulaDistribution.png\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"215\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:TurdusMerulaDistribution.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf9\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p>Verbreitungsgebiet: dunkelgr\u00fcn&nbsp;=&nbsp;Jahresvogel, hellgr\u00fcn&nbsp;=&nbsp;Brutvogel mit \u00fcberwiegendem Anteil ziehender V\u00f6gel, gelb&nbsp;=&nbsp;Winterquartier<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die Amsel besiedelt die <a title=\"Boreale Zone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Boreale_Zone\">boreale<\/a>, <a title=\"Gem\u00e4\u00dfigte Zone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gem%C3%A4%C3%9Figte_Zone\">gem\u00e4\u00dfigte<\/a> sowie <a title=\"Mittelmeerklima\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelmeerklima\">mediterrane Zone<\/a> und die Gebirgsregion der West- und S\u00fcd<a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">pal\u00e4arktis<\/a> sowie angrenzender <a title=\"Orientalis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orientalis\">nordorientalischer<\/a> Gebiete.<\/p>\n<p>Die am weitesten westlich liegenden Vorkommen gibt es auf den <a title=\"Azoren\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Azoren\">Azoren<\/a>, au\u00dferdem br\u00fctet die Art auf den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Kanaren\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanaren\">Kanaren<\/a> und <a title=\"Madeira\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Madeira\">Madeira<\/a>. In Nordafrika kommt die Amsel von <a title=\"Marokko\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marokko\">Marokko<\/a> bis <a title=\"Tunesien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tunesien\">Tunesien<\/a> zwischen Mittelmeer und <a title=\"Sahara\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahara\">Sahara<\/a> vor, vereinzelt auch weiter s\u00fcdlich in <a title=\"Oase\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oase\">Oasen<\/a>. In Europa br\u00fctet die Amsel fast \u00fcberall, einschlie\u00dflich der <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a> und der <a title=\"F\u00e4r\u00f6er\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%A4r%C3%B6er\">F\u00e4r\u00f6er<\/a>, in <a title=\"Island\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Island\">Island<\/a> wurde die erste Brut 1985 nachgewiesen. Die n\u00f6rdlichsten Vorkommen gibt es in <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinavien<\/a> bei 70\u00b0 n\u00f6rdlicher Breite, weiter \u00f6stlich in Russland liegt die n\u00f6rdliche Verbreitungsgrenze noch beim 60. Breitengrad. Im Osten bildet der <a title=\"Ural\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ural\">Ural<\/a> die Grenze des Areals. Neben dem \u00e4u\u00dfersten Norden fehlt die Amsel in Europa nur ganz im S\u00fcdosten, ungef\u00e4hr s\u00fcd\u00f6stlich einer Linie von der <a title=\"Krim\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a> zu den S\u00fcdausl\u00e4ufern des Ural.<\/p>\n<p>Der westliche Teil des asiatischen Verbreitungsgebiets umfasst Kleinasien und den \u00f6stlichen Mittelmeerraum. Die Nordgrenze dieses Areals l\u00e4uft von der <a title=\"Krim\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a> \u00fcber die <a title=\"Kuban\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kuban\">Kuban<\/a>-Ebene, <a title=\"Stawropol\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stawropol\">Stawropol<\/a> und den Nordkaukasus zum S\u00fcdufer des <a title=\"Kaspisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaspisches_Meer\">Kaspischen Meeres<\/a>, die S\u00fcdgrenze liegt \u00f6stlich des Mittelmeerraumes ungef\u00e4hr beim 34. Breitengrad. Das Areal setzt sich mit weiteren inselartigen Vorkommen im <a class=\"mw-redirect\" title=\"Zagrosgebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zagrosgebirge\">Zagrosgebirge<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Elburs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elburs\">Elburs<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Kopet Dag\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kopet_Dag\">Kopet Dag<\/a> fort, weiter \u00f6stlich kommt die Amsel in den Gebirgsw\u00e4ldern des <a title=\"Alai-Gebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alai-Gebirge\">Alai-Gebirges<\/a>, des <a class=\"mw-redirect\" title=\"Tianschan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tianschan\">Tianschan<\/a>, des <a title=\"Hindukusch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hindukusch\">Hindukusch<\/a> und des <a title=\"Himalaya\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Himalaya\">Himalaya<\/a> vor. Weiter im Osten schlie\u00dft sich vom S\u00fcden <a title=\"Gansu\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gansu\">Gansus<\/a> und Westen <a title=\"Sichuan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sichuan\">Sichuans<\/a> in Zentralchina bis zum Ostchinesischen Meer ein geschlossenes Verbreitungsgebiet an, im S\u00fcden reicht es bis etwa zum 22. Breitengrad an der K\u00fcste des <a title=\"S\u00fcdchinesisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdchinesisches_Meer\">S\u00fcdchinesischen Meeres<\/a>. Die Amseln des <a title=\"Indischer Subkontinent\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indischer_Subkontinent\">Indischen Subkontinents<\/a> werden teilweise auch als eigenst\u00e4ndige Art betrachtet (siehe <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amsel#Systematik\">Systematik<\/a>). Im Westen, S\u00fcden und Osten Indiens kommen sie im bewaldeten Bergland vor, zudem auf <a title=\"Sri Lanka\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sri_Lanka\">Sri Lanka<\/a>.<\/p>\n<h3><span id=\"Einb.C3.BCrgerungen\" class=\"mw-headline\">Einb\u00fcrgerungen<\/span><\/h3>\n<p>Die ersten Amseln erreichten den australischen Kontinent 1857 in <a title=\"Melbourne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Melbourne\">Melbourne<\/a>; es ist aber nicht \u00fcberliefert, ob einzelne von ihnen freigelassen wurden. Seitdem sind in Australien bis weit ins 20. Jahrhundert hinein zahlreiche Auswilderungen dokumentiert, wobei davon ausgegangen wird, dass es viele weitere private Freilassungen gab. Die Hauptvorkommen liegen heute im S\u00fcdosten Australiens s\u00fcdlich des 33. bis 34. Breitengrads; die Amseln dringen dabei immer weiter nach Norden vor. S\u00fcdlich vom australischen Festland kommen sie auch in <a title=\"Tasmanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tasmanien\">Tasmanien<\/a> und auf den Inseln der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Bass Strait\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bass_Strait\">Bass Strait<\/a> vor. Die Amsel gilt in Australien vielerorts als Sch\u00e4dling, weil sie in Obstplantagen, G\u00e4rten oder Weinbergen Schaden anrichtet, teilweise wird sie von Plantagenbesitzern abgeschossen.<\/p>\n<p>In den 1860er Jahren wurde die Amsel auch in <a title=\"Neuseeland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuseeland\">Neuseeland<\/a> eingef\u00fchrt. Zahlreiche V\u00f6gel wurden auf der <a title=\"Nordinsel (Neuseeland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordinsel_%28Neuseeland%29\">Nord-<\/a> und auf der <a title=\"S\u00fcdinsel (Neuseeland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdinsel_%28Neuseeland%29\">S\u00fcdinsel<\/a> freigelassen. Heute kommt sie auf beiden Hauptinseln fl\u00e4chendeckend vor, ebenso auf den meisten der vorgelagerten Inseln. Es ist m\u00f6glich, dass die dortigen Amseln die Ausbreitung eingef\u00fchrter Pflanzenarten beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p>Erfolglose Einb\u00fcrgerungsversuche sind von Nordamerika und S\u00fcdafrika sowie von <a title=\"St. Helena (Insel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/St._Helena_%28Insel%29\">St. Helena<\/a> und den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Fidschi-Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fidschi-Inseln\">Fidschi-Inseln<\/a> bekannt.<\/p>\n<h3><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span><\/h3>\n<p>In Europa ist der Anteil der ziehenden Individuen im Norden und Osten am h\u00f6chsten. In <a title=\"Schweden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweden\">Schweden<\/a> ziehen 76&nbsp;Prozent, in <a title=\"Finnland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Finnland\">Finnland<\/a> sogar 89&nbsp;Prozent. In Mitteleuropa liegt die Zahl der wegziehenden Amseln dagegen nur bei 25&nbsp;Prozent. Der Zug erfolgt vorwiegend in s\u00fcdwestlicher Richtung, die ziehenden Amseln verst\u00e4rken im Winter die Populationen im Westen und S\u00fcden Europas. Die Brutv\u00f6gel <a title=\"Baden-W\u00fcrttemberg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baden-W%C3%BCrttemberg\">Baden-W\u00fcrttembergs<\/a> \u00fcberwintern beispielsweise in Norditalien, Nordspanien und vor allem in S\u00fcdwest- und S\u00fcdfrankreich, bevorzugtes Winterquartier ist das untere Rh\u00f4netal.<\/p>\n<p>Im Siedlungsgebiet ist der Anteil ziehender Amseln niedriger als bei Waldamseln. Au\u00dferdem ziehen weniger M\u00e4nnchen als Weibchen, \u00e4ltere M\u00e4nnchen bleiben noch h\u00e4ufiger im Brutgebiet. Der Bruterfolg bei nicht ziehenden M\u00e4nnchen ist zudem gr\u00f6\u00dfer als bei den ziehenden. Diese Indizien legen nahe, dass ein f\u00fcr Teilzieher typisches Gleichgewicht der Strategien besteht: Im Brutgebiet bleibende V\u00f6gel haben eine h\u00f6here Mortalit\u00e4tsrate im Winter, daf\u00fcr k\u00f6nnen sie aber bessere Brutreviere besetzen. Eine zwischen 1998 und 2000 im Raum M\u00fcnchen durchgef\u00fchrte Studie deutet darauf hin, dass die geringere Zugbereitschaft der M\u00e4nnchen im Siedlungsgebiet bereits genetisch bedingt sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Im Juli sind in Mitteleuropa erste Zugbewegungen zu erkennen, dabei handelt es sich aber wohl vorwiegend um nachbrutzeitliche <a title=\"Dismigration\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dismigration\">Dispersion<\/a>. Verst\u00e4rkter Zug ist vor allem in der zweiten Septemberh\u00e4lfte festzustellen, der Hauptdurchzug findet Mitte Oktober statt. Ende Oktober nehmen die Zugbewegungen deutlich ab und enden im November. In den Wintermonaten kann bei den nicht fortgezogenen V\u00f6geln w\u00e4hrend extremer Witterung eine K\u00e4lteflucht stattfinden. Die heimziehenden Amseln treffen in Mitteleuropa zwischen Mitte Februar und Mitte April ein.<\/p>\n<p>Amseln ziehen haupts\u00e4chlich nachts oder in den fr\u00fchen Morgenstunden. Der Zug erfolgt in kleinen Etappen mit h\u00e4ufigen, aber kurzen Pausen. Das Wetter beeinflusst das Zugverhalten vergleichsweise wenig. Dabei werden von ziehenden Amseln auch die Nordsee und das Mittelmeer sowie die Alpen \u00fcberflogen.<\/p>\n<p>Die Amseln in Australien und Neuseeland sind fast ausschlie\u00dflich Standv\u00f6gel, es gibt wenige Hinweise, die auf Zugbewegungen hindeuten, einzelne <a title=\"Vogelberingung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelberingung\">Ringfunde<\/a> lassen auf eine gelegentliche \u00dcberquerung der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Bass Strait\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bass_Strait\">Bass Strait<\/a> schlie\u00dfen.<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>Die Amsel, die Drosselart mit dem dunkelsten Gefieder, bewohnte urspr\u00fcnglich bevorzugt den Innenbereich feuchter, dichter W\u00e4lder. Auch heute noch br\u00fctet sie an den dunklen Standorten unterholzreicher W\u00e4lder und sucht auf vegetationsfreien oder kurzrasigen B\u00f6den nach Nahrung. In einem solchen <a title=\"Habitat\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Habitat\">Habitat<\/a> ist das bei D\u00e4mmerlicht f\u00fcr Singv\u00f6gel au\u00dfergew\u00f6hnlich gute Sehverm\u00f6gen der Amsel sicher von Vorteil. Am anderen Ende des au\u00dferordentlich breiten Habitatsspektrums stehen heute die belebten Zentren von Gro\u00dfst\u00e4dten, so dass sich aufgrund dieser Gegens\u00e4tzlichkeit die Bezeichnungen Wald- und Stadtamsel eingeb\u00fcrgert haben.<\/p>\n<p>Die Amsel kommt heute in nahezu allen Arten von <a title=\"Kulturlandschaft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kulturlandschaft\">Kulturlandschaft<\/a> vor, dies beinhaltet Vorg\u00e4rten, Parks und park\u00e4hnliche Anlagen, Baum- und Strauchgruppen in Industriegebieten, <a title=\"Streuobstwiese\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Streuobstwiese\">Streuobstwiesen<\/a>, buschbestandene <a title=\"Heide (Landschaft)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heide_%28Landschaft%29\">Heiden<\/a> sowie die weitgehend offene Feldflur, sofern diese mit <a title=\"Feldgeh\u00f6lz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feldgeh%C3%B6lz\">Feldgeh\u00f6lzen<\/a> oder Str\u00e4uchern aufgelockert ist. Neben naturnahen, alten W\u00e4ldern werden auch monokulturell bewirtschaftete Forste besiedelt, wobei Laubw\u00e4lder gegen\u00fcber Nadelw\u00e4ldern bevorzugt werden. Auch in <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schilfr\u00f6hricht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schilfr%C3%B6hricht\">Schilfr\u00f6hrichten<\/a> br\u00fctet die Amsel. Die am Boden nach Nahrung suchenden V\u00f6gel entfernen sich in allen Lebensr\u00e4umen nicht allzu weit von Deckung bietender Vegetation. Bis auf wenige Ausnahmen liegt die Niederschlagsmenge in den von der Amsel besiedelten Lebensr\u00e4umen \u00fcber 300&nbsp;mm pro Jahr.<\/p>\n<p>Die bei weitem h\u00f6chste Siedlungsdichte wird innerhalb von Ortschaften erreicht, nicht selten liegt sie bei vier und mehr Brutpaaren pro <a title=\"Hektar\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hektar\">Hektar<\/a>. Auf einem Friedhof in <a title=\"Ravensburg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ravensburg\">Ravensburg<\/a> wurden in mehreren aufeinander folgenden Jahren zwischen f\u00fcnf und sieben Brutpaare pro Hektar gez\u00e4hlt. In W\u00e4ldern ist die Siedlungsdichte dagegen erheblich geringer, selten br\u00fcten mehr als 0,5 Brutpaare pro Hektar. In l\u00e4ndlichen Gebieten und D\u00f6rfern liegt die Siedlungsdichte in der Regel zwischen denen der St\u00e4dte und der W\u00e4lder.<\/p>\n<p>Seit 150 bis 200 Jahren dringt die Amsel ins menschliche Siedlungsgebiet vor. Dabei scheint sie zun\u00e4chst die am Rande der Ortschaften, oft in Waldn\u00e4he gelegenen park\u00e4hnlichen Anlagen und G\u00e4rten zu besiedeln. Dieser Prozess fand und findet in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes statt und verl\u00e4uft regional unterschiedlich schnell: In Bamberg wurde bereits 1820 von Stadtamseln berichtet, in <a title=\"London\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/London\">London<\/a> ist die Amsel erst in den 1930er Jahren in den gro\u00dfen Parks der Stadt heimisch geworden. Ein hemmender Faktor bei der Verst\u00e4dterung ist die Bejagung, die noch immer in Teilen des Verbreitungsgebiets stattfindet. Einer der beg\u00fcnstigenden Faktoren ist das mildere Mikroklima. Zudem erm\u00f6glicht die k\u00fcnstliche Beleuchtung in St\u00e4dten die Brutperiode auszudehnen; au\u00dferdem besteht ganzj\u00e4hrig ein gutes Nahrungsangebot.<\/p>\n<p>Auch die Gebirgsw\u00e4lder werden von der Amsel besiedelt. In den <a title=\"Alpen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alpen\">Alpen<\/a> kommt sie bis an die Waldgrenze vor, im <a title=\"Hoher Atlas\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hoher_Atlas\">Hohen Atlas<\/a> findet man sie bis 2300 Meter H\u00f6he. Noch h\u00f6her liegt der Lebensraum der Unterart <em>T. m. maximus<\/em> im <a title=\"Himalaya\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Himalaya\">Himalaya<\/a>, diese ist zwischen 3000 und 4500 Metern h\u00e4ufig und kommt sogar bis 5300 Meter vor.<\/p>\n<h2><span id=\"Nahrung_und_Nahrungserwerb\" class=\"mw-headline\">Nahrung und Nahrungserwerb<\/span><\/h2>\n<p>Amseln sind flexible und anpassungsf\u00e4hige <a title=\"Allesfresser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Allesfresser\">Allesfresser<\/a>, sind aber w\u00e4hrend des ganzen Jahres zumindest auf geringe Mengen tierischer Nahrung angewiesen. Wenn Letztere knapp oder nur mit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigem Aufwand zu beschaffen ist, spielen <a title=\"Beere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beere\">Beeren<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Fr\u00fcchte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fr%C3%BCchte\">Fr\u00fcchte<\/a> eine gr\u00f6\u00dfere Rolle<\/p>\n<p>Hauptbestandteile der tierischen Nahrung sind <a title=\"Regenw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenw%C3%BCrmer\">Regenw\u00fcrmer<\/a> und <a title=\"K\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%A4fer\">K\u00e4fer<\/a> bis zur Gr\u00f6\u00dfe des <a title=\"Feldmaik\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feldmaik%C3%A4fer\">Maik\u00e4fers<\/a>, regelm\u00e4\u00dfig werden auch <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Blutegel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blutegel\">Blutegel<\/a>, <a title=\"Tausendf\u00fc\u00dfer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tausendf%C3%BC%C3%9Fer\">Tausendf\u00fc\u00dfer<\/a>, <a title=\"Spinnen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spinnen\">Spinnen<\/a> sowie verschiedene <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insektenstadien<\/a> verwertet. Neben zahlreichen weiteren <a title=\"Wirbellose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirbellose\">Wirbellosen<\/a> z\u00e4hlen auch kleinere Wirbeltiere zum Nahrungsspektrum, darunter <a class=\"mw-redirect\" title=\"Eidechsen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eidechsen\">Eidechsen<\/a>, <a title=\"Schwanzlurche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwanzlurche\">Schwanz-<\/a> und <a title=\"Froschlurche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Froschlurche\">Froschlurche<\/a>, <a title=\"M\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4use\">M\u00e4use<\/a> und <a title=\"Spitzm\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spitzm%C3%A4use\">Spitzm\u00e4use<\/a> sowie in Ausnahmef\u00e4llen auch <a title=\"Schlangen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlangen\">Schlangen<\/a>. Auch fischende Amseln sind schon beobachtet worden. Bei Nahrungsmangel werden als Ersatznahrung auch kleinere Insekten wie beispielsweise <a title=\"Blattl\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blattl%C3%A4use\">Blattl\u00e4use<\/a> verwertet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Amseln sich zu Beginn der Brutzeit fast ausschlie\u00dflich tierisch ern\u00e4hren, nimmt in Mitteleuropa ab Mitte Mai der Anteil von Beeren und Fr\u00fcchten an der Nahrung zu. Die Amsel ist dabei der vielseitigste Fr\u00fcchtefresser unter den Drosseln, der Anteil an Beeren und Fr\u00fcchten von Ziergeh\u00f6lzen ist vergleichsweise hoch. Die Fr\u00fcchte werden vorwiegend nach der Reihenfolge des Heranreifens und nach dem Zuckergehalt gew\u00e4hlt. Der Anteil fleischiger Fr\u00fcchte erreicht von Oktober bis November seinen H\u00f6hepunkt, in Weinbergen und Obstplantagen kann es w\u00e4hrend dieser Zeit zu gr\u00f6\u00dferen Ansammlungen von Amseln kommen. Im Winter stellen in Europa die Fr\u00fcchte des <a class=\"mw-redirect\" title=\"Efeu\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Efeu\">Efeus<\/a> meist die einzige noch verbliebene pflanzliche Nahrung dar. Bei Nahrungsmangel nutzen Amseln im Siedlungsgebiet das Angebot der <a title=\"Winterf\u00fctterung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Winterf%C3%BCtterung\">Winterf\u00fctterung<\/a>, auch werden S\u00e4mereien in gr\u00f6\u00dferen Mengen aufgenommen, aber diese werden wie die Samen aufgenommener Fr\u00fcchte kaum verdaut. Amseln suchen auch in Abf\u00e4llen nach Nahrung.<\/p>\n<p>Es gibt viele Beobachtungen von ungew\u00f6hnlich erscheinenden Ern\u00e4hrungsgewohnheiten bei Amseln. Hierzu z\u00e4hlen das Pl\u00fcndern der Nester anderer Drossel- und Finkenarten sowie der Verzehr aus dem Nest gefallener <a title=\"Sperlinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sperlinge\">Sperlinge<\/a>. Auch Aas wird offensichtlich verwertet, zudem gibt es Berichte \u00fcber <a title=\"Koprophagie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Koprophagie\">Koprophagie<\/a> und <a title=\"Kannibalismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kannibalismus\">Kannibalismus<\/a>.<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr die Nahrungssuche am Boden ist das H\u00fcpfen einer kurzen Strecke und ein anschlie\u00dfendes regungsloses Verharren, w\u00e4hrend dem die Amsel den Kopf schief h\u00e4lt und eine bestimmte Stelle fixiert, um blitzschnell mit dem Schnabel zuzusto\u00dfen. Zu beobachten sind auch Amseln, die d\u00fcrres Laub mit hastigen Pickbewegungen erfassen, umdrehen und beiseite werfen. Neben am Boden liegenden Beeren oder Fr\u00fcchten werden diese von den B\u00e4umen oder Str\u00e4uchern gepickt oder manchmal sogar in einem kurzen R\u00fcttelflug abgerissen.<\/p>\n<p>Amseln trinken selten, da die aufgenommene Nahrung meist ausreichend Wasser enth\u00e4lt. Beim Trinken begeben sie sich oft bis zum Bauch in seichtes Wasser und tauchen den Schnabel ein.<\/p>\n<h2><span id=\"Fortpflanzung\" class=\"mw-headline\">Fortpflanzung<\/span><\/h2>\n<p>Im Regelfall werden Amseln im Fr\u00fchjahr, am Ende des ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Innerhalb einer Brutsaison f\u00fchren Amselpaare gr\u00f6\u00dftenteils eine <a class=\"mw-redirect\" title=\"Monogam\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogam\">monogame<\/a> Beziehung. Bei Standv\u00f6geln, insbesondere auf den Britischen Inseln, scheint der Zusammenhalt der Paare fester und auch mehrere Brutperioden zu \u00fcberdauern, dennoch sind bei etwa 18&nbsp;Prozent der Jungen die aufziehenden Amselm\u00e4nnchen nicht die V\u00e4ter. <a class=\"mw-redirect\" title=\"Bigynie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bigynie\">Bigynie<\/a> wurde nachgewiesen, ist aber selten.<\/p>\n<p>Amseln geh\u00f6ren zu den Fr\u00fchbr\u00fctern. In Mitteleuropa gibt es die ersten Bruten Ende Februar oder Anfang M\u00e4rz. Zwei bis drei Jahresbruten sind hier die Regel, letzte Bruten sind bis Ende August m\u00f6glich. In manchen Teilen des Verbreitungsgebiets gibt es nur zwei Jahresbruten. <a title=\"Schachtelbrut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schachtelbrut\">Schachtelbruten<\/a> sind h\u00e4ufig. In Australien und Neuseeland liegt die Brutzeit haupts\u00e4chlich zwischen August und Dezember. Im Siedlungsgebiet gibt es insbesondere in milden Wintern gelegentlich Brutversuche und auch erfolgreiche Bruten.<\/p>\n<h3><span id=\"Paarbildung_und_Balz\" class=\"mw-headline\">Paarbildung und Balz<\/span><\/h3>\n<p>In Mitteleuropa kann bereits im November die Neuformierung von Revieren durch die im Brutgebiet verbliebenen M\u00e4nnchen beginnen. Zu dieser Zeit gibt es vor allem bei Stadtamseln auch bereits erste Anzeichen der Paarbildung. Vor allem adulte M\u00e4nnchen verfolgen bereits im Winter bestimmte Weibchen und versuchen Konkurrenten fernzuhalten. Auch ziehende V\u00f6gel k\u00f6nnen bereits verpaart im Brutgebiet eintreffen. In der Regel erfolgt die Paarbildung aber erst im Sp\u00e4twinter oder Fr\u00fchling, indem Weibchen ein M\u00e4nnchen mit geeignetem Revier w\u00e4hlen. Erstbr\u00fcter siedeln sich im M\u00e4rz und April zwischen bereits besetzten Revieren an oder versuchen, fremde Brutreviere zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Heimkehrende Amseln k\u00f6nnen bereits verpaart im Brutgebiet eintreffen, aber auch bei diesen beginnt die eigentliche Balz in Mitteleuropa typischerweise im M\u00e4rz, bei noch unverpaarten Amseln ist sie Bestandteil der Paarbildung. Beim typischen Balzritual, das h\u00e4ufig nach dem morgendlichen Reviergesang stattfindet, l\u00e4uft das M\u00e4nnchen im \u201eImponierschritt\u201c vor dem Weibchen auf und ab. Dabei stolziert es hoch aufgerichtet mit lang gestrecktem Hals, das Kopfgefieder eng angelegt und das Brust- und Bauchgefieder aufgeplustert. Das <a class=\"mw-redirect\" title=\"Intertarsalgelenk\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Intertarsalgelenk\">Intertarsalgelenk<\/a> des Standbeins wird weitest m\u00f6glich durchgedr\u00fcckt, das Schwungbein hochgezogen. Die leicht h\u00e4ngenden Fl\u00fcgel des M\u00e4nnchens zittern und es gibt \u201eziep\u201c-Laute, Balztriller oder Balzgesang von sich. Einer sich an die Balz anschlie\u00dfenden Kopulation geht meist eine Paarungsaufforderung des Weibchens voraus; es kommt auch zu Kopulationen ohne vorausgehendes Balzritual.<\/p>\n<h3><span id=\"Neststandort_und_Nestbau\" class=\"mw-headline\">Neststandort und Nestbau<\/span><\/h3>\n<p>Amseln sind <a title=\"Freibr\u00fcter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freibr%C3%BCter\">Freibr\u00fcter<\/a> und nisten vorwiegend in B\u00e4umen und Str\u00e4uchern, aber auch am Boden. Die Rolle des M\u00e4nnchens bei der Nistplatzwahl ist umstritten. Manche Autoren gehen von einer alleinigen Entscheidung des Weibchens aus, andere nehmen an, dass das M\u00e4nnchen dem Weibchen die in Frage kommenden Nistpl\u00e4tze zeigt oder auf andere Weise mehr oder weniger Einfluss nimmt.<\/p>\n<p>Das Nest wird in der Regel auf einer festen Unterlage errichtet und ist von oben etwas gesch\u00fctzt. Bevorzugt werden halbdunkle Standorte in immergr\u00fcnen Geh\u00f6lzen, insbesondere in Nadelb\u00e4umen. In nat\u00fcrlichen Habitaten sind Amselnester im Vergleich zu denen der <a title=\"Singdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singdrossel\">Sing<\/a>&#8211; oder <a title=\"Wacholderdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wacholderdrossel\">Wacholderdrossel<\/a> besser versteckt. Auch liegen sie weniger hoch \u00fcber dem Boden, in weiten Teilen des Verbreitungsgebiets liegt die typische Nesth\u00f6he zwischen 1,5 und 2 Metern. Sp\u00e4ter im Jahr gebaute Nester liegen durchschnittlich h\u00f6her, was aber durch die vermehrte Nutzung inzwischen Laub tragender B\u00e4ume bedingt ist.<\/p>\n<p>In Siedlungen liegen die Nester tendenziell h\u00f6her, es werden vielfach mit <a class=\"mw-redirect\" title=\"Kletterpflanzen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kletterpflanzen\">Kletterpflanzen<\/a> bewachsene Hausfassaden und Mauern genutzt oder die Nester, wie auch in nat\u00fcrlichen Habitaten, in immergr\u00fcnen Geh\u00f6lzen gebaut. Aber auch in Siedlungen sind Nester die Ausnahme, die mehr als sieben Meter \u00fcber dem Boden liegen. Amseln bauen dort auch \u2013&nbsp;\u00e4hnlich dem <a title=\"Hausrotschwanz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hausrotschwanz\">Hausrotschwanz<\/a>&nbsp;\u2013 Nester auf Balken oder in Nischen. Es gibt Berichte \u00fcber \u00e4u\u00dferst merkw\u00fcrdige Niststandorte, beispielsweise im Motorraum abgestellter Autos, in fahrenden Kr\u00e4nen oder in <a title=\"Leuchtreklame\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leuchtreklame\">Leuchtreklame<\/a>-Schriftz\u00fcgen \u2013 mit einer Vorliebe f\u00fcr runde Buchstaben und einer offensichtlichen Abneigung gegen die Farbe Rot.<\/p>\n<div class=\"thumb tleft\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 262px;\"><a class=\"image\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:TurdusMerulaNestTypes.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/e\/e5\/TurdusMerulaNestTypes.png\/260px-TurdusMerulaNestTypes.png\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"95\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:TurdusMerulaNestTypes.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf9\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p>Nestvarianten, auch alle Zwischenstufen sind m\u00f6glich, im Fr\u00fchjahr gebaute Nester enthalten gew\u00f6hnlich mehr Lehm oder Erde als sp\u00e4tere<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Das Weibchen baut das schalenf\u00f6rmige Nest alleine; das Material dazu wird ausschlie\u00dflich am Boden gesammelt. Zun\u00e4chst errichtet das Weibchen aus d\u00fcnnen Zweigen, groben Halmen, <a title=\"Moose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moose\">Moos<\/a> und <a title=\"Flechte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flechte\">Flechten<\/a> die Nestbasis, die mit etwas feuchter Erde verfestigt wird. Darauf formt es mit d\u00fcnnen Halmen, Laub und Moos die Nestmulde. Diese wird anschlie\u00dfend mit Lehm oder feuchtem Schlamm ausgekleidet. Nach einer witterungsabh\u00e4ngigen Trockenpause von 12 bis 24 Stunden kleidet das Weibchen die Mulde mit d\u00fcnnen Grashalmen und Bl\u00e4ttern aus und gibt dieser durch Hin- und Herbewegungen die endg\u00fcltige Gestalt. F\u00fcr die Nestbasis werden h\u00e4ufig auch Papier- oder Kunststofffetzen, Textilien oder \u00e4hnliches k\u00fcnstliches Nistmaterial verwendet&nbsp;\u2013 auch von Waldamseln.<\/p>\n<p>Form und Gr\u00f6\u00dfe des Nests h\u00e4ngen vom Standort ab: Nester in Astgabeln und Nischen sind kleiner, solche auf flacher Unterlage wie Balken oder Baumst\u00fcmpfen dagegen gr\u00f6\u00dfer. Der Au\u00dfendurchmesser der nicht immer ganz runden Nester liegt im Mittel ungef\u00e4hr bei 16&nbsp;Zentimetern, der Durchmesser der Mulde bei 10&nbsp;Zentimetern. Das Weibchen baut im Mittel zwei bis f\u00fcnf Tage am Nest, bei Folgebruten kann es auch schneller gehen. F\u00fcr jede Brut wird meist ein neues Nest gebaut, an gesch\u00fctzten Standorten, besonders in Siedlungen, kann dasselbe Nest aber auch ausgebessert und wieder verwendet werden.<\/p>\n<p>Nach Vollendung des Nestbaues vergehen in der Regel ein bis drei Tage bis zur Ablage des ersten Eies, dann werden die Eier im Abstand von 24 Stunden gelegt. Ein Gelege besteht normalerweise aus vier bis f\u00fcnf Eiern, zu Beginn und Ende der Brutperiode sind es oft jedoch nur drei oder gelegentlich nur zwei Eier. Gr\u00f6\u00dfere Gelege mit sechs oder sieben Eiern kommen vor, stammen aber manchmal wohl von mehr als einem Weibchen.<\/p>\n<p>Die Eier sind meist oval bis kurzoval, mitunter leicht elliptisch. Die Grundfarbe frischer Eier ist gr\u00fcn, Farbe und Zeichnung der m\u00e4\u00dfig gl\u00e4nzenden Eier k\u00f6nnen aber sehr unterschiedlich sein. Die Gr\u00f6\u00dfe der Eier europ\u00e4ischer Amseln l\u00e4sst keine signifikante geografische Variation erkennen, sie liegt im Mittel bei 29,5&nbsp;\u00d7&nbsp;21,5 Millimeter, das Gewicht bei etwas mehr als sieben Gramm. Es br\u00fctet in der Regel nur das Weibchen. Es gibt auch Berichte \u00fcber br\u00fctende M\u00e4nnchen; allerdings sitzt das M\u00e4nnchen bei Abwesenheit des Weibchens manchmal auf oder im Nest und bewacht lediglich das Gelege. Das Weibchen \u00fcbernachtet normalerweise bereits nach Ablage des zweiten Eies im Nest, br\u00fctet aber erst ab dem dritten Ei. Der Vogel verl\u00e4sst das Nest dann nur noch zur Nahrungsaufnahme, F\u00fctterungen des Weibchens durch das M\u00e4nnchen sind \u00e4u\u00dferst ungew\u00f6hnlich. Die Brutdauer liegt zwischen 10 und 19 Tagen, im Mittel bei 13 Tagen.<\/p>\n<h3><span id=\"Entwicklung_der_Jungen\" class=\"mw-headline\">Entwicklung der Jungen<\/span><\/h3>\n<table style=\"border-collapse: collapse; background-color: transparent;\" width=\"1\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"right\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Jungen schl\u00fcpfen im Regelfall innerhalb von zwei Tagen. Beide Geschlechter beteiligen sich an der F\u00fctterung. Im Normalfall <a title=\"Hudern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hudern\">hudert<\/a> nur das Weibchen, bei Tod des Weibchens kann das M\u00e4nnchen diese Aufgabe \u00fcbernehmen und auch die Jungenaufzucht erfolgreich zu Ende bringen. Im Mittel werden pro Nestling an einem Tag 16 Gramm Nahrung verf\u00fcttert. Zu Beginn der Brutzeit handelt es sich dabei nahezu ausschlie\u00dflich um tierische Nahrung, sp\u00e4ter kommen auch Beeren und fleischige Fr\u00fcchte hinzu. Frisch geschl\u00fcpfte Nestlinge wiegen 5 bis 7 Gramm, bei Verlassen des Nests nach etwa 13 bis 15 Tagen wiegen sie etwa 65 Gramm.<\/p>\n<p>Nach dem \u201eAusfliegen\u201c sind die Jungv\u00f6gel zun\u00e4chst nahezu flugunf\u00e4hig, sie halten sich sehr still und unauff\u00e4llig in Deckung auf, tags\u00fcber vor allem am Boden. Der Nachwuchs wird zur Betreuung gew\u00f6hnlich unter den Eltern aufgeteilt. Im Alter von etwa 18 Tagen k\u00f6nnen die Jungv\u00f6gel fliegen, nach 19 bis 32 Tagen sind sie selbstst\u00e4ndig. Die <a title=\"Dismigration\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dismigration\">Dismigration<\/a> beginnt im Alter von 7 bis 8 Wochen.<\/p>\n<h3><span id=\"Bruterfolg\" class=\"mw-headline\">Bruterfolg<\/span><\/h3>\n<p>Im Siedlungsgebiet k\u00f6nnen zwar mehr Bruten pro Jahr erfolgen, der Bruterfolg wird aber durch St\u00f6rungen durch den Menschen sowie die gro\u00dfe Zahl an <a title=\"Hauskatze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hauskatze\">Hauskatzen<\/a> beeintr\u00e4chtigt und ist in l\u00e4ndlichen Gebieten oft gr\u00f6\u00dfer. In Gebieten, in denen <a title=\"Rabenv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rabenv%C3%B6gel\">Rabenv\u00f6gel<\/a> und insbesondere <a title=\"Elster\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elster\">Elstern<\/a> zahlreich sind, kann es zu einer H\u00e4ufung von Gelegeverlusten kommen. Viele Studien belegen einen Zusammenhang zwischen der Verborgenheit des Nests und der Ausfliegerate. Dies wird auch dadurch best\u00e4tigt, dass Totalverluste bei niedrigeren Nestst\u00e4nden weniger h\u00e4ufig sind als bei Nestern in mehr als 2,5 Metern H\u00f6he \u00fcber dem Erdboden, da niedrige Nester f\u00fcr Nestr\u00e4uber weniger gut zu sehen sind. In <a title=\"Vereinigtes K\u00f6nigreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigtes_K%C3%B6nigreich\">Gro\u00dfbritannien<\/a> schl\u00fcpften in 56 Prozent der 1428 untersuchten Nester Junge, aus 41 Prozent dieser Nester flog mindestens ein Jungvogel aus. Im menschlichen Siedlungsgebiet fallen viele Jungamseln nach dem Ausfliegen dem Stra\u00dfenverkehr oder Katzen zum Opfer.<\/p>\n<h2><span id=\"Sonstiges_Verhalten\" class=\"mw-headline\">Sonstiges Verhalten<\/span><\/h2>\n<p>Der Aktivit\u00e4tsbeginn liegt w\u00e4hrend der meisten Jahreszeiten w\u00e4hrend der Morgend\u00e4mmerung, das Aktivit\u00e4tsende w\u00e4hrend der Abendd\u00e4mmerung. Zwischen Februar und Ende Juni ist allerdings von mitteleurop\u00e4ischen Amseln schon weit vor Morgend\u00e4mmerungsbeginn ein Zetern zu vernehmen; im Juli und Juni sowie mitten im Winter endet die Aktivit\u00e4t bereits bei oder sogar vor Sonnenuntergang. Witterungsabh\u00e4ngige Helligkeitsunterschiede sowie k\u00fcnstliche Lichtquellen beeinflussen die Aktivit\u00e4tsdauer.<\/p>\n<h3><span id=\"Ruhe_und_Komfortverhalten\" class=\"mw-headline\">Ruhe und Komfortverhalten<\/span><\/h3>\n<p>Amseln suchen w\u00e4hrend des gesamten Jahres spezielle Schlafpl\u00e4tze auf, obschon w\u00e4hrend der Brutzeit neben den br\u00fctenden Weibchen auch h\u00e4ufig die M\u00e4nnchen nachts im Revier bleiben. Die Schlafpl\u00e4tze liegen typischerweise in Nadelb\u00e4umen sowie dicht belaubten Laubb\u00e4umen oder Str\u00e4uchern, meist 1 bis 2,5&nbsp;Meter \u00fcber dem Boden. Die \u00dcbernachtung erfolgt manchmal einzeln, aber auch gesellig: In stadtnahen W\u00e4ldern k\u00f6nnen sich 700 V\u00f6gel oder mehr versammeln. Im Siedlungsgebiet werden h\u00e4ufig Friedh\u00f6fe oder Parks zur N\u00e4chtigung genutzt. Die zum Schlafplatz zur\u00fcckzulegende Distanz liegt normalerweise unter einem Kilometer, kann aber auch bis zu vier Kilometer betragen, insbesondere im Siedlungsgebiet sind die zur\u00fcckzulegenden Distanzen oft gr\u00f6\u00dfer. Dabei verwenden die V\u00f6gel h\u00e4ufig dieselben Routen, ein Individuum nutzt aber nicht jeden Tag denselben Schlafplatz.<\/p>\n<p>Vor dem Aufbruch zum Schlafplatz widmen sich Amseln h\u00e4ufig der Gefiederpflege oder nehmen ein Bad. Das Baden ist das ganze Jahr \u00fcber zu beobachten, vermehrt bei bedecktem Himmel oder Regen, seltener bei Sonnenschein. Zum Komfortverhalten geh\u00f6rt auch das Sonnenbaden. Drosseltypisch legen die Amseln sich flach auf den Boden, spreizen den Schwanz und breiten die Fl\u00fcgel aus. Dies machen sie bevorzugt im Hochsommer und setzen sich dabei nachmittags gelegentlich der Sonne aus, bis sie Anzeichen von Hitzestress zeigen. Der Grund dieses intensiven Sonnenbadens ist unklar. Sonnenbaden und <a title=\"Einemsen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Einemsen\">Einemsen<\/a> sind besonders h\u00e4ufig unmittelbar vor der Mauser, beide Verhaltensweisen werden auch kombiniert, beispielsweise von Amseln, die sich auf dem Nest der <a title=\"Gelbe Wiesenameise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gelbe_Wiesenameise\">Gelben Wiesenameisen<\/a> niederlassen.<\/p>\n<h3><span id=\"Sozialverhalten\" class=\"mw-headline\">Sozialverhalten<\/span><\/h3>\n<p>W\u00e4hrend der Brutzeit sind Amseln gegen\u00fcber Artgenossen ausgesprochen territorial, besonders vor und w\u00e4hrend der Phase des Nestbaus, w\u00e4hrend der Jungenaufzucht etwas weniger. Das Revier wird von beiden Geschlechtern verteidigt, Territoriale M\u00e4nnchen vertreiben alle Artgenossen, Weibchen w\u00e4hrend der Brutzeit nur andere Weibchen. Das Vertreiben von Eindringlingen kann mit oder ohne vorausgehendes Imponierverhalten erfolgen. Kommt es zum Kampf, k\u00f6nnen die V\u00f6gel einander picken oder Brust an Brust bis zu drei Meter hoch steigen und ineinander verkrallt weiter k\u00e4mpfend auf den Boden fallen. Besonders intensiv scheinen die K\u00e4mpfe zwischen den Weibchen zu sein: Sie k\u00f6nnen mit dem Tod der Unterlegenen enden.<\/p>\n<p>Au\u00dferhalb der Brutzeit sind Amseln meist sozial und k\u00f6nnen gemeinsam g\u00fcnstige Nahrungsquellen nutzen. Ansammlungen von 30 V\u00f6geln oder mehr sind beim Nahrungserwerb und beim Baden nicht ungew\u00f6hnlich. Wenn sich aber im Sp\u00e4therbst beispielsweise die Verf\u00fcgbarkeit von Beeren dem Ende n\u00e4hert, k\u00f6nnen auch nicht territoriale V\u00f6gel die letzten Beeren tragenden Str\u00e4ucher gegen Artgenossen oder auch andere Drosselarten verteidigen. Den wendigeren und anpassungsf\u00e4higeren <a title=\"Star (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Star_%28Art%29\">Staren<\/a> sind Amseln bei der Beerenernte unterlegen.<\/p>\n<h3><span id=\"Bewegung_und_Flug\" class=\"mw-headline\">Bewegung und Flug<\/span><\/h3>\n<p>Amseln verbringen die meiste Zeit des Tages am oder in der N\u00e4he des Bodens. Strecken werden je nach Beschaffenheit des Untergrunds laufend oder h\u00fcpfend zur\u00fcckgelegt. Schwung wird sowohl bei der Landung als auch nach einer H\u00fcpfsequenz mit ein paar Schritten abgebremst, wobei der Schwanz in charakteristischer Weise aufgestellt wird.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den <a title=\"Singdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singdrossel\">Singdrosseln<\/a>, die mit ihren l\u00e4ngeren und spitzeren Fl\u00fcgeln bessere Streckenflieger sind, sind Amseln aufgrund der ausgepr\u00e4gten <a class=\"new\" title=\"Spaltfl\u00fcgel (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Spaltfl%C3%BCgel&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Spaltfl\u00fcgel<\/a> wendiger. Im Horizontalflug wurden Geschwindigkeiten von knapp 35&nbsp;<a class=\"mw-redirect\" title=\"Km\/h\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Km\/h\">km\/h<\/a> gemessen.<\/p>\n<h2><span id=\"Mortalit.C3.A4tsursachen_und_Lebensalter\" class=\"mw-headline\">Mortalit\u00e4tsursachen und Lebensalter<\/span><\/h2>\n<p>Die Witterung hat einen gro\u00dfen Einfluss auf die Sterblichkeit. Im Sommer leiden die V\u00f6gel unter lang anhaltender Trockenheit, im Winter unter Frost und starkem Wind. Allerdings \u00fcbersteht die Amsel l\u00e4ngerfristige winterliche Bedingungen aufgrund des breiten Nahrungsspektrums meist besser als andere Drosseln.<\/p>\n<p>Au\u00dfer durch Nahrungsmangel kann die Widerstandskraft der V\u00f6gel durch verschiedene Krankheiten oder <a class=\"mw-redirect\" title=\"Parasit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parasit\">Parasiten<\/a> geschw\u00e4cht sein. Zu den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Endoparasit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Endoparasit\">Endoparasiten<\/a> z\u00e4hlen <a title=\"Saugw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saugw%C3%BCrmer\">Saugw\u00fcrmer<\/a>, zu den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ektoparasiten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ektoparasiten\">Ektoparasiten<\/a> beispielsweise die Larven der Fliege <em><a class=\"new\" title=\"Neottiophilum praeustum (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Neottiophilum_praeustum&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Neottiophilum praeustum<\/a><\/em>, die im Nistmaterial leben und sich vom Blut der Nestlinge ern\u00e4hren. Das <a title=\"Usutu-Virus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Usutu-Virus\">Usutu-Virus<\/a>, das zuvor nur aus Afrika bekannt war und zu den durch Stechm\u00fccken \u00fcbertragenen <a title=\"Flavivirus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flavivirus\">Flaviviren<\/a> geh\u00f6rt, verursacht seit 2001 in einzelnen Teilen des mitteleurop\u00e4ischen Verbreitungsgebiets ein auff\u00e4lliges Vogelsterben. Da die Amsel die \u00fcberwiegend betroffene Art ist, wird auch vom \u201eAmselsterben\u201c gesprochen. Erstmals trat das Amselsterben 2001 in der N\u00e4he von <a title=\"Wien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wien\">Wien<\/a> auf, breitete sich dann auch auf Ungarn, die Schweiz und Italien aus. Im Sommer 2011 wurde das Usutu-Virus auch als Ursache zahlreicher verendeter Tiere in der n\u00f6rdlichen <a title=\"Oberrheinische Tiefebene\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oberrheinische_Tiefebene\">Oberrheinischen Tiefebene<\/a> in Deutschland nachgewiesen. Es wird angenommen, dass dort einige 100.000 Individuen betroffen waren. In \u00d6sterreich, wo das Virus 2001 erstmals auftrat, gingen seit 2004 die Todesf\u00e4lle zur\u00fcck und die Best\u00e4nde hatten sich 2006 wieder normalisiert, was offensichtlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren war, dass die \u00f6sterreichischen V\u00f6gel mittlerweile eine <a title=\"Herdenimmunit\u00e4t\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herdenimmunit%C3%A4t\">Herdenimmunit\u00e4t<\/a> entwickelt hatten. Man geht in der Oberrheinebene von einer \u00e4hnlichen <a title=\"Epidemiologie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Epidemiologie\">epidemiologischen<\/a> Entwicklung aus.<\/p>\n<p>Amseln sind Beutetiere verschiedener <a title=\"Pr\u00e4dator\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%A4dator\">Pr\u00e4datoren<\/a>. Dabei ist bemerkenswert, dass nicht die auff\u00e4lligeren und auf exponierten Warten singenden M\u00e4nnchen h\u00e4ufiger gefressen werden, sondern die Weibchen. Dies h\u00e4ngt h\u00f6chstwahrscheinlich damit zusammen, dass Weibchen l\u00e4nger und vermehrt am Boden auf Nahrungssuche sind. Vor allem im urspr\u00fcnglichen Lebensraum sind verschiedene <a title=\"Falken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Falken\">Falkenarten<\/a>, <a title=\"Sperber (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sperber_%28Art%29\">Sperber<\/a>, <a title=\"Habicht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Habicht\">Habicht<\/a>, <a title=\"M\u00e4usebussard\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4usebussard\">M\u00e4usebussard<\/a> oder <a title=\"Rotmilan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotmilan\">Rotmilan<\/a> bei der Jagd auf Amseln erfolgreich, in Neuseeland und Australien auch die <a title=\"Sumpfweihe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sumpfweihe\">Sumpfweihe<\/a>. Unter den Eulen z\u00e4hlen <a title=\"Waldkauz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldkauz\">Waldkauz<\/a>, <a title=\"Waldohreule\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldohreule\">Waldohreule<\/a> und <a title=\"Uhu\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Uhu\">Uhu<\/a> zu den typischen Pr\u00e4datoren. Verschiedene <a title=\"Rabenv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rabenv%C3%B6gel\">Rabenv\u00f6gel<\/a> erbeuten Eier und Jungv\u00f6gel, die gr\u00f6\u00dferen Arten wie die <a title=\"Aaskr\u00e4he\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aaskr%C3%A4he\">Aaskr\u00e4he<\/a> erbeuten gelegentlich auch altersschwache oder kranke Altv\u00f6gel. Auch verschiedene <a title=\"Marder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marder\">Marderarten<\/a> sowie <a title=\"Echte F\u00fcchse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echte_F%C3%BCchse\">F\u00fcchse<\/a> kommen als Fressfeinde in Betracht. Au\u00dferdem z\u00e4hlen <a title=\"Hauskatze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hauskatze\">Hauskatzen<\/a>, <a title=\"Wanderratte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wanderratte\">Wanderratten<\/a> sowie <a title=\"Eichh\u00f6rnchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eichh%C3%B6rnchen\">Eichh\u00f6rnchen<\/a> zu den h\u00e4ufig erfolgreichen Beutegreifern. Wanderratten und Eichh\u00f6rnchen erbeuten in der Regel Gelege und noch nicht fl\u00fcgge Jungv\u00f6gel.<\/p>\n<p>Im Siedlungsgebiet fordert der Stra\u00dfenverkehr zahlreiche Opfer unter den Amseln. Besonders gef\u00e4hrlich sind Schnellstra\u00dfen, die an Gr\u00fcnfl\u00e4chen vorbeif\u00fchren. Es gibt auch Amseln, die mehrere Verkehrsunf\u00e4lle \u00fcberleben. Die Heilungschancen scheinen innerhalb des Stadtgebiets aufgrund des gr\u00f6\u00dferen Nahrungsangebots und des geringeren Feinddrucks gr\u00f6\u00dfer. In manchen Teilen des Verbreitungsgebiets stellen die Bek\u00e4mpfung als Sch\u00e4dling und die Jagd eine nicht zu vernachl\u00e4ssigende Todesursache dar. In Frankreich dauert die Jagdsaison beispielsweise von Ende August bis Mitte Februar.<\/p>\n<p>Die Sterblichkeit im ersten Lebensjahr ist signifikant h\u00f6her als in den folgenden. Bei Untersuchungen in Frankreich wurde f\u00fcr V\u00f6gel im ersten Lebensjahr eine \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit von 31 Prozent ermittelt, in den folgenden Lebensjahren waren es 55 Prozent. Bei Untersuchungen in Gro\u00dfst\u00e4dten im Nordwesten Deutschlands betrug das Durchschnittsalter der V\u00f6gel 3,6 Jahre. Nicht gekl\u00e4rt ist die Frage, ob die Lebenserwartung im urspr\u00fcnglichen Lebensraum oder im Siedlungsgebiet gr\u00f6\u00dfer ist, die hierzu durchgef\u00fchrten Untersuchungen liefern widerspr\u00fcchliche Ergebnisse. Einzelne V\u00f6gel k\u00f6nnen ein betr\u00e4chtliches Lebensalter erreichen, mehrfach wurden schon mehr als zehn Jahre alte V\u00f6gel festgestellt. Die \u00e4lteste bislang bekannte Amsel ist ein auf <a title=\"Helgoland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helgoland\">Helgoland<\/a> 1974 <a title=\"Vogelberingung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelberingung\">beringtes<\/a> Weibchen, das mit einem Alter von 22 Jahren und drei Monaten wieder angetroffen und m\u00f6glicherweise noch \u00e4lter wurde.<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Bestandsentwicklung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Bestandsentwicklung<\/span><\/h2>\n<p>Wahrscheinlich schon im 18. Jahrhundert, vor allem aber w\u00e4hrend des 19. Jahrhunderts hat der Amselbestand durch Arealerweiterung, Besiedlung neuer Lebensr\u00e4ume und durch eine Erh\u00f6hung der Siedlungsdichte erheblich zugenommen. Allein das europ\u00e4ische Brutgebiet wird heute auf 8 Millionen Quadratkilometer gesch\u00e4tzt, der Bestand auf 40 bis 82 Millionen Brutpaare. Daraus kann eine etwa dreimal so gro\u00dfe Zahl an Individuen abgeleitet werden. Da Europa mehr als die H\u00e4lfte des weltweiten Brutgebiets der Art umfasst, l\u00e4sst sich darauf basierend der weltweite Bestand grob mit 162 bis 492 Millionen Individuen veranschlagen. In Deutschland ist die Amsel mit 6,7 bis 8,2 Millionen Brutpaaren im Jahr 2008 nach <a title=\"Haussperling\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haussperling\">Haussperling<\/a> und <a title=\"Buchfink\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buchfink\">Buchfink<\/a> der dritth\u00e4ufigste Brutvogel.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4nde nahmen in den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts in den meisten L\u00e4ndern Europas zu, vor allem in Deutschland, <a title=\"Frankreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankreich\">Frankreich<\/a>, den <a title=\"Niederlande\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niederlande\">Niederlanden<\/a> und <a title=\"Italien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italien\">Italien<\/a>. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind die Bestandszahlen stabil, die Art gilt somit als ungef\u00e4hrdet. Das war nicht immer so: In den 1970er Jahren gab es regional in der britischen Population Bestandseinbr\u00fcche von 20 bis 30 Prozent. Dies wird haupts\u00e4chlich der Intensivierung der Landwirtschaft zugeschrieben, denn die R\u00fcckg\u00e4nge waren in landwirtschaftlichen Gebieten gr\u00f6\u00dfer als anderswo. Auch k\u00f6nnte der Einsatz von <a class=\"mw-redirect\" title=\"Pestizide\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pestizide\">Pestiziden<\/a> das Nahrungsangebot entscheidend vermindert haben.<\/p>\n<h2><span id=\"Systematik\" class=\"mw-headline\">Systematik<\/span><\/h2>\n<h3><span id=\"Verwandte_Arten\" class=\"mw-headline\">Verwandte Arten<\/span><\/h3>\n<p>Die <a title=\"Echte Drosseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echte_Drosseln\">Echten Drosseln<\/a> (<em>Turdus<\/em>) sind eine der artenreichsten und am weitesten verbreiteten Singvogel<a title=\"Gattung (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gattung_%28Biologie%29\">gattungen<\/a>. Die allgemein anerkannten 65 <a title=\"Rezent\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rezent\">rezenten<\/a> Arten kommen, abgesehen von Einb\u00fcrgerungen wie in Australien und Neuseeland, in <a title=\"Afrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afrika\">Afrika<\/a>, <a title=\"Eurasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eurasien\">Eurasien<\/a> und <a title=\"Amerika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amerika\">Amerika<\/a> vor. Untersuchungen der <a title=\"Mitochondriale DNA\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitochondriale_DNA\">mitochondrialen DNA<\/a> zeigen, dass es mehrere regional grob abgegrenzte <a title=\"Klade\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klade\">Kladen<\/a> gibt, die eine Aufteilung der Gattung erm\u00f6glichen w\u00fcrden. Dies scheint aber wegen der biologischen \u00c4hnlichkeit der <em>Turdus<\/em>-Arten nicht zweckm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p>Die Amsel geh\u00f6rt zur eurasischen Klade der Gattung <em>Turdus<\/em>. Sie ist offensichtlich die basale Art dieser Gruppe, wobei diese Position durch die genetischen Untersuchungen nicht zweifelsfrei bestimmt werden konnte. Sicher ist, dass sie nicht sehr nahe mit den anderen <em>Turdus<\/em>-Arten dieser Klade verwandt ist. Der Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte eine durch interkontinentale Migration verursachte, sehr rasche <a class=\"mw-redirect\" title=\"Phylogenetik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Phylogenetik\">phylogenetische<\/a> <a title=\"Adaptive Radiation\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adaptive_Radiation\">Radiation<\/a> sein. Jedenfalls konnten genetische Untersuchungen eine zuvor aufgrund biologischer und <a title=\"Morphologie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Morphologie_%28Biologie%29\">morphologischer<\/a> Eigenschaften vermutete nahe Verwandtschaft mit der <a class=\"new\" title=\"S\u00fcdseedrossel (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=S%C3%BCdseedrossel&amp;action=edit&amp;redlink=1\">S\u00fcdseedrossel<\/a> (<em>T.&nbsp;poliocephalus<\/em>) nicht best\u00e4tigen.<\/p>\n<h3><span id=\"Unterarten\" class=\"mw-headline\">Unterarten<\/span><\/h3>\n<p>Innerhalb des <a class=\"mw-redirect\" title=\"Pal\u00e4arktische Region\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktische_Region\">pal\u00e4arktischen<\/a> Verbreitungsgebiets gibt es einen allm\u00e4hlichen (klinalen) \u00dcbergang verschiedener Eigenschaften der Amsel. So werden die Individuen von Westeuropa Richtung Osten bis zum <a title=\"Iran\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran\">Iran<\/a> allm\u00e4hlich blasser, grauer und gr\u00f6\u00dfer, von <a title=\"Afghanistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afghanistan\">Afghanistan<\/a> ostw\u00e4rts im <a title=\"Himalaya\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Himalaya\">Himalaya<\/a> dagegen wieder dunkler, die F\u00e4rbung wird br\u00e4unlicher und ist weniger schwarz. Die relativ kleinen Amseln des <a title=\"Indischer Subkontinent\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indischer_Subkontinent\">indischen Subkontinents<\/a> \u2013&nbsp;die <em>simillimus<\/em>-Gruppe&nbsp;\u2013 unterscheiden sich in der Gefiederf\u00e4rbung, den Proportionen und anderen Eigenschaften recht deutlich von den restlichen Amseln und werden nicht selten auch als eigene Art (\u201eIndienamsel\u201c, <em>Turdus simillimus<\/em>) angesehen.<\/p>\n<p>Die folgende Aufstellung enth\u00e4lt zun\u00e4chst die allgemein anerkannten Unterarten der Pal\u00e4arktis; die Beschreibung der indischen Amsel folgt anschlie\u00dfend. Ausgehend von der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a> werden die Unterarten in der Reihenfolge des Auftretens von West nach Ost beschrieben.<\/p>\n<ul>\n<li><em>T. m. merula<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Carl von Linn\u00e9\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Linn%C3%A9\">Linnaeus<\/a><\/span>, 1758: Fast alle europ\u00e4ischen Amseln geh\u00f6ren der Nominatform an, auf die sich dieser Artikel vorwiegend bezieht, wenn nicht gesondert darauf hingewiesen wird. Innerhalb des sehr gro\u00dfen Verbreitungsgebiets dieser Unterart gibt es klinale Unterschiede, f\u00fcr die verschiedene weitere Unterarten vorgeschlagen wurden \u2013 beispielsweise <em>ticehursti<\/em> f\u00fcr die schwach dunkler gef\u00e4rbten Populationen <a title=\"Schottland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schottland\">Schottlands<\/a> und <a title=\"Irland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irland\">Irlands<\/a>. Diese Abweichungen werden aber f\u00fcr eine formelle taxonomische Trennung nicht als ausreichend eingestuft. Die eingeb\u00fcrgerten Populationen Australien und Neuseelands, die gr\u00f6\u00dftenteils von britischen Amseln abstammen, geh\u00f6ren ebenfalls zur Nominatform, da bisher keine nennenswerten Unterschiede festgestellt wurden&nbsp;\u2013 beispielsweise stimmt der Gesang neuseel\u00e4ndischer Amseln in der Struktur und den Elementen mit dem europ\u00e4ischer Amseln \u00fcberein.<\/li>\n<li><em>T. m. azorensis<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Ernst Hartert\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Hartert\">Hartert<\/a><\/span>, 1905: Die Vertreter der auf den <a title=\"Azoren\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Azoren\">Azoren<\/a> <a title=\"Endemit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Endemit\">endemischen<\/a> Unterart sind etwas kleiner als die Nominatform, vor allem aber ist der Schwanz k\u00fcrzer. Das Gefieder des M\u00e4nnchens ist dunkler und gl\u00e4nzender als das der Nominatform.<\/li>\n<li><em>T. m. cabrerae<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Ernst Hartert\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Hartert\">Hartert<\/a><\/span>, 1901: Diese auf <a title=\"Madeira\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Madeira\">Madeira<\/a> und den westlichen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Kanaren\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanaren\">Kanaren<\/a> br\u00fctende Unterart \u00e4hnelt <em>T. m. azorensis<\/em>, unterscheidet sich aber in Gefiederf\u00e4rbung, Gr\u00f6\u00dfe und Schwanzl\u00e4nge nicht ganz so deutlich von der Nominatform.<\/li>\n<li><em>T. m. mauretanicus<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Ernst Hartert\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Hartert\">Hartert<\/a><\/span>, 1902: Die Amseln Nordafrikas geh\u00f6ren dieser Unterart an. Auch bei dieser ist das Gefieder des M\u00e4nnchens tief schwarz gl\u00e4nzend, der Schnabel ist etwas kr\u00e4ftiger als bei den der Nominatform angeh\u00f6renden spanischen Amseln, mit denen es eine Mischzone in S\u00fcdspanien gibt.<\/li>\n<li><em>T. m. aterrimus<\/em> (<span class=\"Person\"><a title=\"Gyula Madar\u00e1sz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gyula_Madar%C3%A1sz\">Madar\u00e1sz<\/a><\/span>, 1903): Die M\u00e4nnchen dieser Unterart sind etwas matter gef\u00e4rbt als die der Nominatform, die Weibchen haben eine fahlere Unterseite. Der Schnabel ist etwas l\u00e4nger und schlanker. Das von <em>T. m. aterrimus<\/em> besiedelte Areal reicht auf dem <a title=\"Balkanhalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balkanhalbinsel\">Balkan<\/a> bis nach <a title=\"Slowenien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Slowenien\">Slowenien<\/a> und S\u00fcd<a title=\"Rum\u00e4nien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rum%C3%A4nien\">rum\u00e4nien<\/a>, \u00fcber die <a title=\"Krim\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a>, <a title=\"Griechenland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Griechenland\">Griechenland<\/a> und die <a title=\"T\u00fcrkei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkei\">T\u00fcrkei<\/a>, im Osten erstreckt es sich vom <a title=\"Kaukasus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaukasus\">Kaukasus<\/a> zum Nordiran.<\/li>\n<li><em>T. m. syriacus<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Friedrich Wilhelm Hemprich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Wilhelm_Hemprich\">Hemprich<\/a> &amp; <a title=\"Christian Gottfried Ehrenberg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christian_Gottfried_Ehrenberg\">Ehrenberg<\/a><\/span>, 1833: Das Verbreitungsgebiet dieser Unterart schlie\u00dft sich im \u00f6stlichen Mittelmeerraum s\u00fcdlich an das von <em>T. m. aterrimus<\/em> an, sie br\u00fctet von der S\u00fcdt\u00fcrkei bis nach <a title=\"Jordanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jordanien\">Jordanien<\/a> und <a title=\"Israel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Israel\">Israel<\/a> und dem Norden des <a title=\"Sinai-Halbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sinai-Halbinsel\">Sinais<\/a>. Die Amseln dieses Gebiets sind vorwiegend Standv\u00f6gel. Weiterhin kommt diese Unterart im Norden des <a title=\"Irak\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irak\">Irak<\/a> und im S\u00fcden des Iran vor, die dortigen Amseln \u00fcberwintern im <a title=\"Nildelta\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nildelta\">Nildelta<\/a>. F\u00fcr die Amsel der s\u00fcdlichen griechischen Inseln wurde eine weitere Unterart (<em>T. m. insularum<\/em>) vorgeschlagen, diese V\u00f6gel sind aber von <em>T. m. syriacus<\/em> kaum zu unterscheiden und werden deshalb \u00fcblicherweise ebenfalls dieser Unterart zugerechnet.<\/li>\n<li><em>T. m. intermedius<\/em> (<span class=\"Person\"><a title=\"Charles Wallace Richmond\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Charles_Wallace_Richmond\">Richmond<\/a><\/span>, 1896): Diese Unterart br\u00fctet in einem Streifen vom Nordosten <a title=\"Afghanistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afghanistan\">Afghanistans<\/a> bis in den <a title=\"Tian Shan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tian_Shan\">Tian Shan<\/a>. Im Winter ziehen die V\u00f6gel in die tieferen Lagen im S\u00fcden Afghanistans und Osten des Irak. Die Vertreter dieser Unterart sind gr\u00f6\u00dfer als die von <em>T. m. syriacus<\/em> und <em>T. m. aterrimus<\/em>, der Schwanz in Relation zur Gr\u00f6\u00dfe l\u00e4nger, der Schnabel kr\u00e4ftiger.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>T. m. maximus<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Henry Seebohm\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henry_Seebohm\">Seebohm<\/a><\/span>, 1881: Die mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge von bis zu 29 Zentimetern gr\u00f6\u00dfte Unterart ist im <a title=\"Himalaya\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Himalaya\">Himalaya<\/a> von <a title=\"Pakistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pakistan\">Nordpakistan<\/a> bis <a title=\"Bhutan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bhutan\">Bhutan<\/a> in H\u00f6henlagen zwischen 3500 bis 5300 Metern verbreitet, au\u00dferdem kommt sie im S\u00fcdosten <a title=\"Tibet\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tibet\">Tibets<\/a> vor. Im Winter ziehen die V\u00f6gel in tiefere Lagen. Kopf, Brust, Fl\u00fcgel und Schwanz des M\u00e4nnchens sind rein schwarz, der gelbe Augenring fehlt. Die Weibchen sind oberseits schw\u00e4rzlichbraun, unten braun und insgesamt fast so dunkel wie die M\u00e4nnchen. Aufgrund einiger signifikanter Unterschiede \u2013&nbsp;insbesondere auch der mit metallisch klingenden sowie quietschenden Elementen durchsetzte, weniger wohlklingende Gesang&nbsp;\u2013 wird die Unterart auch als eigenst\u00e4ndige Art eingestuft und als \u201eTibetamsel\u201c (<em>Turdus maximus<\/em>) bezeichnet.<\/li>\n<li>Die Unterart <em>T. m. sowerbyi<\/em> <span class=\"Person\"><a class=\"mw-redirect\" title=\"Herbert Girton Deignan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herbert_Girton_Deignan\">Deignan<\/a><\/span>, 1951: Diese nach dem britischen Naturforscher <a title=\"James Sowerby\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/James_Sowerby\">James Sowerby<\/a> benannte Unterart br\u00fctet in Zentralchina im S\u00fcden <a title=\"Gansu\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gansu\">Gansus<\/a> und Westen von <a title=\"Sichuan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sichuan\">Sichuan<\/a>. Die Vertreter sind dunkler als die weiter \u00f6stlich br\u00fctende Unterart <em>T. m. mandarinus<\/em>.<\/li>\n<li><em>T. m. mandarinus<\/em> <span class=\"Person\"><a title=\"Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Charles_Lucien_Jules_Laurent_Bonaparte\">Bonaparte<\/a><\/span>, 1850: Die vom Osten Sichuans und <a title=\"Guizhou\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Guizhou\">Guizhou<\/a> bis zum <a title=\"Ostchinesisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostchinesisches_Meer\">Ost<\/a>&#8211; sowie <a title=\"S\u00fcdchinesisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdchinesisches_Meer\">S\u00fcdchinesischen Meer<\/a> vorkommenden Amseln geh\u00f6ren dieser Unterart an. Ein Teil der V\u00f6gel zieht im Winter nach <a class=\"mw-redirect\" title=\"S\u00fcdchina\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdchina\">S\u00fcdchina<\/a>, <a title=\"Hainan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hainan\">Hainan<\/a>, <a title=\"Laos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laos\">Laos<\/a> und <a title=\"Vietnam\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vietnam\">Vietnam<\/a>. Das Gefieder der V\u00f6gel ist matt dunkelru\u00dfbraun, die M\u00e4nnchen weisen einen schmutzigwei\u00dfen Kinnfleck und wei\u00dfliche Rands\u00e4ume an den Federn der Kehle und des Vorderhalses auf. Die Weibchen unterscheiden sich von den M\u00e4nnchen fast ausschlie\u00dflich durch die auf wei\u00dflichem Grund breit schwarzbraun gestreifte Kehle.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Unterarten des indischen Subkontinents erreichen nur eine K\u00f6rperl\u00e4nge von 19 bis 22 Zentimetern. Sie unterscheiden sich auch in den Proportionen, der Farbe der Eier und der Stimme deutlich von den anderen Amseln. Das Gefieder ist blasser, neben Augenring und Schnabel sind bei diesen Amseln auch Zehen und Lauf gelb bis orange gef\u00e4rbt.<\/p>\n<ul>\n<li><em>T. m. simillimus<\/em> <span class=\"Person\"><a class=\"mw-redirect\" title=\"Thomas C. Jerdon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thomas_C._Jerdon\">Jerdon<\/a><\/span>, 1840: Diese Unterart kommt im S\u00fcdwesten Indiens vor, besonders h\u00e4ufig in den H\u00fcgeln von <a title=\"Kerala\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kerala\">Kerala<\/a> und dem westlichen Teil von <a title=\"Tamil Nadu\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tamil_Nadu\">Tamil Nadu<\/a>. In den <a title=\"Palani-Berge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Palani-Berge\">Palani-Bergen<\/a> schlie\u00dft sich s\u00fcdlich das Areal von <em>T. m. bourdilloni<\/em> an, es gibt eine \u00dcbergangszone.<\/li>\n<li><em>T. m. nigropileus<\/em> (<span class=\"Person\"><a title=\"Fr\u00e9d\u00e9ric de Lafresnaye\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fr%C3%A9d%C3%A9ric_de_Lafresnaye\">Lafresnaye<\/a><\/span>, 1840): Die Unterart br\u00fctet bis in H\u00f6henlagen der <a title=\"Westghats\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westghats\">Westghats<\/a> von <a title=\"Gujarat\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gujarat\">Gujarat<\/a> bis <a title=\"Malabar\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malabar\">Malabar<\/a>, <a title=\"Mysore\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mysore\">Mysore<\/a>, dem Norden des <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nilgiriberge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nilgiriberge\">Nilgiri<\/a>-Plateaus und \u00f6stlich in <a title=\"Andhra Pradesh\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andhra_Pradesh\">Andhra Pradesh<\/a> bis in die <a title=\"Nallamala-Berge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nallamala-Berge\">Nallamala-Berge<\/a>. Die Vertreter sind noch blasser als die von <em>T. m. simillimus<\/em>, das M\u00e4nnchen ist br\u00e4unlich schiefergrau mit einer schwarzen Kopfkappe.<\/li>\n<li><em>T. m. bourdilloni<\/em> (<span class=\"Person\"><a title=\"Henry Seebohm\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henry_Seebohm\">Seebohm<\/a><\/span>, 1881): Diese Unterart kommt im S\u00fcden Indiens in Kerala in den Palani- und <a class=\"new\" title=\"Nelliampathi-Berge (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Nelliampathi-Berge&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Nelliampathi-Bergen<\/a> vor. Das M\u00e4nnchen ist einheitlich br\u00e4unlich schiefergrau mit blasseren Federenden an den Handschwingen.<\/li>\n<li><em>T. m. kinnisii<\/em> (<span class=\"Person\"><a class=\"new\" title=\"Edward Frederick Kelaart (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Edward_Frederick_Kelaart&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kelaart<\/a><\/span>, 1851): Diese Unterart kommt in den Gebirgen von <a title=\"Sri Lanka\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sri_Lanka\">Sri Lanka<\/a> vor. Die M\u00e4nnchen sind dunkel schiefergrau gef\u00e4rbt, mit bl\u00e4ulichem Ton. Die Weibchen sehen \u00e4hnlich aus, das Gefieder ist aber etwas matter.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Amsel_und_Mensch\" class=\"mw-headline\">Amsel und Mensch<\/span><\/h2>\n<h3><span id=\"Etymologie\" class=\"mw-headline\">Etymologie<\/span><\/h3>\n<p>Die <a title=\"Trivialname\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trivialname\">Trivialnamen<\/a> einiger Sprachen nehmen Bezug auf die schwarze Gefiederf\u00e4rbung der M\u00e4nnchen, so beispielsweise <em>Blackbird<\/em> im Englischen oder <em>Merle noir<\/em> im Franz\u00f6sischen. Die Herkunft der deutschen Bezeichnung <em>Amsel<\/em> und deren <a title=\"Althochdeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Althochdeutsch\">althochdeutsche<\/a> Entsprechungen <em>amsala<\/em> oder <em>amusla<\/em> leiten sich h\u00f6chstwahrscheinlich von <em>*ames-<\/em> her, dem <a title=\"Indogermanische Sprachen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indogermanische_Sprachen\">indogermanischen<\/a> Wort f\u00fcr die Amsel. Gleiches gilt vermutlich auch f\u00fcr die <a title=\"Latein\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Latein\">lateinische<\/a> Bezeichnung <em>merula<\/em>, die heute als Art<a title=\"Epitheton\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Epitheton\">epitheton<\/a> verwendet wird und aus der zudem auch die Trivialnamen einiger Sprachen und Dialekte abgeleitet sind, etwa <em>Merel<\/em> im <a title=\"Niederl\u00e4ndische Sprache\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niederl%C3%A4ndische_Sprache\">Niederl\u00e4ndischen<\/a>. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Bezeichnung \u201eAmsel\u201c auf einige in Gestalt und Gr\u00f6\u00dfe der \u201enormalen\u201c Amsel \u00e4hnelnde Vogelarten ausgedehnt: beispielsweise \u201eSchildamsel\u201c f\u00fcr die <a title=\"Ringdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ringdrossel\">Ringdrossel<\/a> oder \u201eGoldamsel\u201c f\u00fcr den <a title=\"Pirol (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pirol_%28Art%29\">Pirol<\/a>. Letzterer ist mit der Amsel nicht n\u00e4her verwandt, was auch f\u00fcr die <a title=\"Wasseramsel (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wasseramsel_%28Art%29\">Wasseramsel<\/a> gilt, die auch heute noch so hei\u00dft.<\/p>\n<p>Die Bezeichnung des <a title=\"Kosovo\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kosovo\">Kosovo<\/a> legt einen Zusammenhang zur Amsel nahe. Kosovo geht auf den <a title=\"Serbische Sprache\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Serbische_Sprache\">serbischen<\/a> Ortsnamen <em><a title=\"Amselfeld\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amselfeld\">Kosovo polje<\/a><\/em> zur\u00fcck. Dabei wird <em>kos<\/em> (\u201aAmsel\u2018) das <a title=\"Possessivsuffix\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Possessivsuffix\">Possessivsuffix<\/a> <em>-ovo<\/em> hinzugef\u00fcgt, <em>polje<\/em> bedeutet \u201aFeld\u2018. \u00dcblicherweise wird dieser Ortsname auf eine Legende zur\u00fcckgef\u00fchrt, nach der sich die auf dem Amselfeld gefallenen serbischen Helden in Amseln verwandelt h\u00e4tten. Dieser Legende widerspricht allerdings, dass es zur fraglichen Zeit am entsprechenden Ort kaum Amseln gegeben haben kann, da diese noch Waldv\u00f6gel waren und zudem im S\u00fcdosten Europas kaum vorkamen. Nach einer anderen Interpretation kommt der Name von <em>kosit<\/em> bzw. <em>kositi<\/em>, dem im Serbischen und <a title=\"Albanische Sprache\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albanische_Sprache\">Albanischen<\/a> fast gleich lautenden Verb f\u00fcr \u201am\u00e4hen\u2018, und der Heldenmythos wurde sp\u00e4ter erfunden und die Ortsbezeichnung entsprechend umgedeutet.<\/p>\n<h3><span id=\"Die_Amsel_als_Nutztier\" class=\"mw-headline\">Die Amsel als Nutztier<\/span><\/h3>\n<p>Bereits die <a class=\"mw-redirect\" title=\"R\u00f6mer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%B6mer\">R\u00f6mer<\/a> m\u00e4steten die Amseln in gro\u00dfen Vogelh\u00e4usern, denn Amselfleisch galt als sehr schmackhaft. Zur traditionellen <a title=\"Korsika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korsika\">korsischen<\/a> K\u00fcche geh\u00f6rt P\u00e2t\u00e9 de Merle, eine Amselpastete. Sehr beliebt waren Amseln wegen ihres Gesangs auch als <a class=\"mw-redirect\" title=\"Stubenvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stubenvogel\">Stubenv\u00f6gel<\/a>. Es galt als vorteilhaft, \u00e4ltere Amseln einzufangen, um in den Genuss des Gesangs \u201ein seiner ganzen Reinheit\u201c zu kommen. Von Hand aufgezogenen Amseln wiederum brachte man Melodien bei. Auch als Lockv\u00f6gel auf dem <a title=\"Vogelherd\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelherd\">Vogelherd<\/a> wurden Amseln gerne eingesetzt. Eingefangene Amseln werden, im Gegensatz zu handaufgezogenen Exemplaren, nie vollst\u00e4ndig zahm und verhalten sich \u00fcberdies sehr aggressiv gegen\u00fcber anderen V\u00f6geln, besonders Artgenossen.<\/p>\n<h3><span id=\"Volksglaube_und_literarische_Rezeption\" class=\"mw-headline\">Volksglaube und literarische Rezeption<\/span><\/h3>\n<p>Wegen ihrer mit Trauer zu assoziierenden F\u00e4rbung und ihres einsamen Waldlebens brachte man Amseln in der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Christliche Symbolik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christliche_Symbolik\">christlichen Symbolik<\/a> oft mit frommen <a title=\"Einsiedler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Einsiedler\">Einsiedlern<\/a> in Verbindung. In diesem Zusammenhang steht auch die Legende vom Heiligen Keiwing, dem eine Amsel ihre Eier in die H\u00e4nde legte, w\u00e4hrend er diese zum Gebet emporstreckte; danach erm\u00f6glichte die Dauer des Gebets der Amsel die Vollendung ihrer Brut.<\/p>\n<p>Der Aberglaube hat der Amsel schon lange magische Kr\u00e4fte zugeschrieben, was durch ihre Entwicklung zum <a title=\"Kulturfolger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kulturfolger\">Kulturfolger<\/a> sicher noch verst\u00e4rkt wurde. Beispielsweise soll in ein Haus, in dem eine Amsel weilt, der Blitz nicht einschlagen. H\u00e4ngt man in einem Haus eine Feder des rechten Fl\u00fcgels einer Amsel an einem Faden auf, k\u00f6nnen die Bewohner keinen Schlaf finden. Wenn man das Herz einer Amsel unter das Kopfkissen eines Schlafenden legt, so kann dieser in einer sp\u00e4teren Befragung nicht von der Wahrheit abweichen.<\/p>\n<p>Wohl aufgrund ihrer Bekanntheit und nicht zuletzt wegen ihres melodi\u00f6sen Gesangs findet die Amsel nicht selten Erw\u00e4hnung in der <a title=\"Lyrik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lyrik\">Lyrik<\/a>. In der <a title=\"Prosa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prosa\">Prosa<\/a> tritt sie bisweilen sinnbildhaft in Erscheinung. So etwa in <a title=\"Alfred de Musset\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_de_Musset\">Alfred de Mussets<\/a> <em>Die Geschichte einer wei\u00dfen Amsel<\/em>, in <a title=\"Robert Musil\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robert_Musil\">Robert Musils<\/a> <em>Die Amsel<\/em> oder in <a title=\"Walter Kappacher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walter_Kappacher\">Walter Kappachers<\/a> <em>Die Amseln von Parsch<\/em>. Die Amsel spielt auch in bekannten Volksliedern wie der <a title=\"Die Vogelhochzeit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Vogelhochzeit\">Vogelhochzeit<\/a> und <a title=\"Alle V\u00f6gel sind schon da\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alle_V%C3%B6gel_sind_schon_da\">Alle V\u00f6gel sind schon da<\/a> eine tragende Rolle. In beiden Liedern wird anhand des Textes (\u201eDie Drossel war der Br\u00e4utigam, die Amsel war die Braut\u201c bzw. \u201eAmsel, Drossel, Fink und Star\u201c) deutlich, dass die Amsel vielfach nicht als Drossel wahrgenommen wird.<\/p>\n<h3><span id=\"Gesang\" class=\"mw-headline\">Gesang<\/span><\/h3>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\"><a class=\"image\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:BlackbirdSongTranscriptionTiessen116.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/00\/BlackbirdSongTranscriptionTiessen116.png\/220px-BlackbirdSongTranscriptionTiessen116.png\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"44\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:BlackbirdSongTranscriptionTiessen116.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf9\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p>Amselstrophe in <a title=\"D-Dur\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/D-Dur\">D-Dur<\/a>, geh\u00f6rt von Heinz Tiessen am 16. Mai 1914 im Stadtwald in <a title=\"Essen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Essen\">Essen<\/a>, eine Oktave tiefer notiert<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Vielfach wurde beobachtet, dass der Amselgesang unserem Verst\u00e4ndnis von Musik sehr nahe kommt. So \u00fcberrascht es nicht, dass der Amselgesang sich im Gegensatz zu vielen anderen Laut\u00e4u\u00dferungen von V\u00f6geln recht gut im <a title=\"Notensystem (Musik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Notensystem_%28Musik%29\">Notensystem<\/a> wiedergeben l\u00e4sst. Es gibt einige Betrachtungen des Gesangs unter <a title=\"Musikwissenschaft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Musikwissenschaft\">musikwissenschaftlichen<\/a> Gesichtspunkten, besonders intensiv damit auseinandergesetzt hat sich der Komponist und Dirigent <a title=\"Heinz Tiessen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinz_Tiessen\">Heinz Tiessen<\/a> (1887\u20131971). F\u00fcr ihn ist die Amsel \u201eder musikalisch h\u00f6chststehende Singvogel Mitteleuropas\u201c. Der Umfang der Amselstimme betrage erheblich mehr als eine <a title=\"Oktave\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oktave\">Oktave<\/a>. Die h\u00e4ufig wegen ihres Gesangs gelobte <a title=\"Nachtigall\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachtigall\">Nachtigall<\/a> mache dagegen musikalisch weniger aus ihren gr\u00f6\u00dferen M\u00f6glichkeiten, die Amsel sei die talentiertere Komponistin: \u201eDie Spannweite des tonlichen Ausdrucks [\u2026] reicht vom Schlichtesten bis zum Differenziertesten, von reinen <a title=\"Dreiklang\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dreiklang\">Dreiklangmotiven<\/a> und <a title=\"Diatonik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diatonik\">diatonischen<\/a> Intervallen in ausgepr\u00e4gten <a title=\"Tonart\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tonart\">Tonarten<\/a> bis zur <a title=\"Chromatik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chromatik\">Chromatik<\/a> und dar\u00fcber hinaus bis ins tonartlich wie harmonisch unfa\u00dfbare hinein.\u201c Eine \u00e4hnliche Vorliebe f\u00fcr den Amselgesang hatte <a title=\"Olivier Messiaen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olivier_Messiaen\">Olivier Messiaen<\/a> (1908\u20131992), ein franz\u00f6sischer Komponist. Er widmete der Amsel <a title=\"Le Merle noir\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Le_Merle_noir\">Le Merle noir<\/a>, ein <a title=\"Kammermusik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kammermusik\">Kammermusikst\u00fcck<\/a> f\u00fcr <a title=\"Fl\u00f6te\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fl%C3%B6te\">Fl\u00f6te<\/a> und <a title=\"Klavier\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klavier\">Klavier<\/a>.<\/p>\n<p>Amselmotive haben auch <a title=\"Richard Strauss\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richard_Strauss\">Richard Strauss<\/a> inspiriert, beim <a class=\"mw-redirect\" title=\"Rosenkavalier\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rosenkavalier\">Rosenkavalier<\/a> hat er den Amselgesang recht naturgetreu eingefangen. Zu Beginn des ersten Aktes, w\u00e4hrend der Vorhang aufgeht, wird er von der ersten <a title=\"Klarinette\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klarinette\">Klarinette<\/a> vorgetragen. Echter Amselgesang wurde bei der Originalaufnahme von <a title=\"Paul McCartney\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_McCartney\">Paul McCartneys<\/a> Lied <a title=\"Blackbird (Lied)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blackbird_%28Lied%29\">Blackbird<\/a> beigemischt, dort dient die Amsel aber lediglich als Stellvertreter und verk\u00f6rpert eine <a title=\"Afroamerikaner\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afroamerikaner\">afroamerikanische<\/a> Frau, die der allt\u00e4glichen <a title=\"Diskriminierung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diskriminierung\">Diskriminierung<\/a> in den USA ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto:Mihai Baciu<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Amsel (Turdus merula) oder Schwarzdrossel ist eine Vogelart der Familie der Drosseln (Turdidae). In Europa z\u00e4hlt sie als einer der am weitesten verbreiteten Vertreter dieser Familie zu den bekanntesten V\u00f6geln \u00fcberhaupt. 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