{"id":2973,"date":"2013-12-10T16:50:35","date_gmt":"2013-12-10T14:50:35","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/dohle-corvus-monedula\/"},"modified":"2013-12-10T17:23:36","modified_gmt":"2013-12-10T15:23:36","slug":"dohle-corvus-monedula","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/dohle-corvus-monedula\/","title":{"rendered":"Dohle ( Corvus monedula)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die <strong>Dohle<\/strong> (<em>Corvus monedula<\/em>) ist eine <a title=\"Singv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singv%C3%B6gel\">Singvogelart<\/a> aus der <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Familie<\/a> der <a title=\"Rabenv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rabenv%C3%B6gel\">Rabenv\u00f6gel<\/a> (Corvidae). Unter den <a title=\"Raben und Kr\u00e4hen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raben_und_Kr%C3%A4hen\">Raben und Kr\u00e4hen<\/a> (<em>Corvus<\/em>) ist sie einer der kleinsten Vertreter. Sie zeichnet sich durch schwarz-graues Gefieder, einen st\u00e4mmigen Schnabel und hellblaue Augen aus. Das Verbreitungsgebiet der Dohle reicht vom nordafrikanischen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Atlasgebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atlasgebirge\">Atlasgebirge<\/a> \u00fcber <a title=\"Europa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa\">Europa<\/a> bis zum <a title=\"Baikalsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baikalsee\">Baikalsee<\/a>. Sie bevorzugt offene Lebensr\u00e4ume mit Baumbestand, Felsen oder alten Geb\u00e4uden als Habitat. Die Nahrung der Dohle besteht \u00fcberwiegend aus Samen und <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a>, bei Gelegenheit frisst sie aber auch <a title=\"Aas\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aas\">Aas<\/a> oder menschlichen Abfall. Dohlen leben meist in gr\u00f6\u00dferen Gruppen und bilden lebenslange <a title=\"Monogamie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogamie\">monogame<\/a> Paare. Ihr Nest bauen sie in L\u00f6chern und Nischen aller Art, etwa in Spechth\u00f6hlen oder Geb\u00e4udenischen. Das Weibchen br\u00fctet vier bis sechs Eier aus, die <a title=\"Nestlinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nestlinge\">Nestlinge<\/a> werden anschlie\u00dfend von beiden Eltern gef\u00fcttert. <\/p>\n<p><a title=\"Erstbeschreibung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erstbeschreibung\">Erstbeschrieben<\/a> wurde die Dohle 1758 in <a title=\"Carl von Linn\u00e9\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Linn%C3%A9\">Linn\u00e9s<\/a> <em><a title=\"Systema Naturae\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Systema_Naturae\">Systema Naturae<\/a><\/em>. Sie wird in vier Unterarten eingeteilt und ist die <a title=\"Schwestergruppe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwestergruppe\">Schwesterart<\/a> der <a title=\"Ostasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostasien\">ostasiatischen<\/a> <a title=\"Elsterdohle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elsterdohle\">Elsterdohle<\/a> (<em>Corvus dauuricus<\/em>). Die Dohle gilt weltweit als ungef\u00e4hrdet, der Bestand bewegt sich wahrscheinlich im zweistelligen Millionenbereich. In einigen Regionen Europas geht er aber vor allem aufgrund Nistplatzmangels zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Dohle ist ein mittelgro\u00dfer <a title=\"Rabenv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rabenv%C3%B6gel\">Rabenvogel<\/a> von 33\u201339&nbsp;cm K\u00f6rperl\u00e4nge. Sie wirkt \u2013 vor allem im Vergleich mit den meisten anderen <a title=\"Raben und Kr\u00e4hen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raben_und_Kr%C3%A4hen\">Raben und Kr\u00e4hen<\/a> \u2013 gedrungen und besitzt einen st\u00e4mmigen, kr\u00e4ftigen Schnabel sowie relativ kurze Beine. Der Schwanz der Dohle ist im Gattungsvergleich mittellang und leicht gerundet, ihre Fl\u00fcgel sind rund, schwach gefingert und fallen im angelegten Zustand leicht hinter den Schwanz zur\u00fcck. M\u00e4nnliche Dohlen werden im Schnitt gr\u00f6\u00dfer als Weibchen, auch wenn es bei den Ma\u00dfbereichen \u00dcberschneidungen gibt: M\u00e4nnchen erreichen eine Fl\u00fcgell\u00e4nge von 208\u2013255&nbsp;mm und eine Schwanzl\u00e4nge von 122\u2013138&nbsp;mm. Ihr Schnabel wird von den Nasenl\u00f6chern bis zur Spitze 20,6\u201321,5&nbsp;mm lang, der m\u00e4nnliche <a title=\"Vogelfu\u00df\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelfu%C3%9F\">Laufknochen<\/a> misst 42,3\u201349,0&nbsp;mm. Das m\u00e4nnliche Gewicht liegt bei 174\u2013300&nbsp;g. Mit 205\u2013250&nbsp;mm Fl\u00fcgell\u00e4nge, 115\u2013134&nbsp;mm Schwanzl\u00e4nge, einem 19,8\u201323,2&nbsp;mm langem Schnabel und 41,2\u201346,5&nbsp;mm Laufl\u00e4nge sowie einem Gewicht von 175\u2013282&nbsp;g erreichen Weibchen nur unwesentlich geringere H\u00f6chstma\u00dfe, aber deutlich kleinere Mittelwerte.<\/p>\n<p>Die Dohle zeigt \u00fcber ihr Verbreitungsgebiet hinweg und auch innerhalb der postulierten Unterarten eine gewisse Variation im Gefieder. Alle V\u00f6gel weisen aber das gleiche Grundmuster auf. Die Geschlechter sind sehr \u00e4hnlich gef\u00e4rbt und unterscheiden sich maximal in einer leicht helleren F\u00e4rbung m\u00e4nnlicher V\u00f6gel zu bestimmten Jahreszeiten. <a title=\"Nasalborste\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nasalborste\">Nasalborsten<\/a>, Stirn, Vorderscheitel, Augengegend, Wangen und das Kinn bis hinab zur Kehle sind bei <a title=\"Adult\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adult\">adulten<\/a> Dohlen schwarz. Die schwarze Kopfplatte schimmert metallisch blau oder violett. Der hintere Scheitel, der Hinterkopf, der Nacken und die Ohrdecken kontrastieren durch ihre hell- bis <a title=\"Schiefer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schiefer\">schiefergraue<\/a> F\u00e4rbung mit dem schwarzen Scheitel, gehen aber im Wangen-, Kehl- und Nackenbereich ins Schwarze \u00fcber. An den Seiten des Halses und im Nacken bildet sich bei einigen Individuen ein mal mehr, mal weniger deutliches, silbergraues Band aus, das zur Brust hin breiter wird und das Gefieder des Kopfes vom K\u00f6rpergefieder trennt. Der R\u00fccken der Dohle ist, ebenso wie Fl\u00fcgel und Schwanz, schwarzgrau bis schwarz. Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schwungfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwungfeder\">Schwungfedern<\/a> schimmern schwach gr\u00fcnlich oder bl\u00e4ulich. Die K\u00f6rperunterseite der Dohle \u2013 Brust, Flanken, Bauch und Unterleib \u2013 sind schiefergrau und dunkler als der Hinterkopf. Von <a title=\"Mauser (V\u00f6gel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauser_%28V%C3%B6gel%29\">Mauser<\/a> zu Mauser verblassen vor allem die grauen Bereiche des Gefieders. Bei schwarzen Federn bleichen meist nur die R\u00e4nder aus, wodurch sich ein schuppiges Muster auf dem R\u00fccken ergibt. Die Nasalborsten werden mit der Zeit rostbraun. Altv\u00f6gel besitzen eine wei\u00dfblaue <a title=\"Iris (Auge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iris_%28Auge%29\">Iris<\/a>, die sich markant von der schwarzen Gesichtsbefiederung abhebt. Ihr Schnabel ist schwarz, genauso die Beine.<\/p>\n<p>Jungv\u00f6gel unterscheiden sich farblich nur in einigen Details von adulten Artgenossen. Ihre Gefiederfarben sind matter und weisen deutlich weniger Glanz als bei Altv\u00f6geln auf. Die schwarzen Partien des Gefieders adulter V\u00f6gel erscheinen bei ihnen br\u00e4unlicher oder gr\u00e4ulicher und die farbliche Abgrenzung der Kopfplatte vom Hinterkopf ist weniger deutlich.&nbsp; Der deutlichste Unterschied ist die Augenfarbe: Nach der <a title=\"Mauser (V\u00f6gel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauser_%28V%C3%B6gel%29\">Jugendmauser<\/a> wechselt die Irisfarbe der V\u00f6gel von hellblau nach dunkelbraun. Erst nach etwa einem Jahr wird es von au\u00dfen her wieder heller, ab dem dritten Lebensjahr ist es wieder vollst\u00e4ndig wei\u00dfblau.<\/p>\n<h3><span id=\"Flugbild_und_Fortbewegung\" class=\"mw-headline\">Flugbild und Fortbewegung<\/span><\/h3>\n<p>Auf dem Boden bewegt sich die Dohle mit einem forsch anmutenden, flotten Gang. Durch ihre geringe Gr\u00f6\u00dfe und k\u00fcrzeren Beine wirkt sie im Laufen hektischer als gr\u00f6\u00dfere Arten ihrer Gattung. Den Kopf tr\u00e4gt sie dabei stets hoch erhoben, der Schwanz wird leicht hochgewinkelt.&nbsp; Seltener rennt oder h\u00fcpft die Dohle \u00fcber den Boden, teilweise unter Zuhilfenahme der Fl\u00fcgel. In unwegsamem Gel\u00e4nde oder im Ge\u00e4st bewegt sie sich h\u00fcpfend fort. Dohlen sind in der Lage, sich auch an senkrechten W\u00e4nden an knappen Vorspr\u00fcngen oder Vertiefungen im Fels oder von W\u00e4nden festzuhalten, wobei sie ihren Schwanz als St\u00fctze zur Hilfe nehmen.<\/p>\n<p>Auch im Flug f\u00e4llt die Dohle durch ihre Lebhaftigkeit und Agilit\u00e4t auf. Sie fliegt mit raschen, recht ruckartigen Fl\u00fcgelschl\u00e4gen und erreicht dabei vergleichsweise hohe Geschwindigkeiten. So ist sie mit rund 60&nbsp;km\/h schneller als <a title=\"Aaskr\u00e4he\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aaskr%C3%A4he\">Aaskr\u00e4hen<\/a> (<em>C. corone<\/em>) oder <a title=\"Saatkr\u00e4he\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saatkr%C3%A4he\">Saatkr\u00e4hen<\/a> (<em>C. frugilegus<\/em>), passt ihre Geschwindigkeit aber in gemischten Schw\u00e4rmen an. Durch ihr relativ geringes Gewicht und ihren kompakteren Bau ist die Dohle auch wendiger als gr\u00f6\u00dfere Rabenv\u00f6gel, was ihr einen Vorteil an Futterquellen verschafft. So kann sie anders als schwerere Kr\u00e4hen auch auf d\u00fcnnen Zweigen laufen und schneller als sie landen und wieder abheben. <a title=\"Aufwind\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aufwind\">Aufwinde<\/a> nutzt die Dohle f\u00fcr akrobatisch anmutende Flugman\u00f6ver oder kraftsparendes Segeln.<\/p>\n<h3><span id=\"Laut.C3.A4u.C3.9Ferungen\" class=\"mw-headline\">Laut\u00e4u\u00dferungen<\/span><\/h3>\n<p>Dohlen sind ruffreudige V\u00f6gel und besitzen \u2013 wahrscheinlich bedingt durch ihren hohen Grad an Sozialit\u00e4t \u2013 ein sehr breites Repertoire an Lauten. Charakteristisch f\u00fcr die Art sind kurze, einsilbige und metallisch-schnalzende Rufe, die h\u00f6her klingen als die Laut\u00e4u\u00dferungen gr\u00f6\u00dferer Raben oder Kr\u00e4hen. <em>Kja<\/em>, <em>kj\u00e4<\/em> und <em>tschack<\/em> sind die am h\u00e4ufigsten zu h\u00f6renden Dohlenrufe und existieren in vielen unterschiedlichen Varianten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\">\n<div class=\"mediaContainer\" style=\"position: relative; display: block; width: 220px;\">\n<div class=\"mwPlayerContainer k-player\" style=\"width: 220px; height: 23px; position: relative;\">\n<div class=\"videoHolder\">\n<div id=\"mwe_player_0\" class=\"mwEmbedPlayer\"><img decoding=\"async\" class=\"playerPoster\" style=\"position: absolute; top: 0px; left: 98.5px; right: 0px; bottom: 0px; height: 23px; width: 23px;\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf5\/skins\/common\/images\/icons\/fileicon-ogg.png\" alt=\"\" \/><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-widget-header ui-helper-clearfix control-bar block\" style=\"height: 20px;\">\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-bl rButton k-options\" title=\"Playeroptionen\"><span>Men\u00fc<\/span><\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link rButton volume_control\" title=\"Lautst\u00e4rkeregelung\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link rButton timed-text\" title=\"Zeitbezogene Untertitel\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"ui-widget time-disp\">0:00<\/div>\n<div class=\"ui-state-default ui-corner-all ui-icon_link lButton play-btn\" title=\"Clip abspielen\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:European_Jackdaw%27s_croaking.ogg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf5\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p>Kr\u00e4chzrufe zweier Dohlen. Dohlen gelten als sehr kommunikativ und verf\u00fcgen \u00fcber ein gro\u00dfes Vokabular an Rufen.<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die Dohle verf\u00fcgt \u00fcber viele situationsspezifische Rufe, von denen die meisten abgehackt und hoch sind. Daneben l\u00e4sst sie aber auch langgezogene, kr\u00e4chzende Laut\u00e4u\u00dferungen vernehmen, im Erregungszustand etwa ein <em>errrr<\/em> oder <em>\u00e4rrrr<\/em>. Zur Paarungszeit singen Dohlen mit einem aus einer Vielzahl verschiedener Rufe zusammengesetzten <a title=\"Subsong\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Subsong\">Subsong<\/a>, die aus ihrem eigentlichen Kontext befreit wurden. Durch die st\u00e4rkere Betonung einzelner Rufe kann in einem Subsong auch eine bestimmte Stimmung zum Ausdruck gebracht werden. Imitation von Umgebungsger\u00e4uschen oder Rufen anderer Arten ist von Dohlen in freier Wildbahn nicht bekannt.<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung_und_Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Verbreitung und Wanderungen<\/span><\/h2>\n<h3><span id=\"Artareal_und_Verbreitungsgeschichte\" class=\"mw-headline\">Artareal und Verbreitungsgeschichte<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 442px;\"><a class=\"image\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Corvus_monedula_distribution_de.svg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/e\/e8\/Corvus_monedula_distribution_de.svg\/440px-Corvus_monedula_distribution_de.svg.png\" alt=\"Reliefkarte Eurasiens mit eingezeichneter Verbreitung\" width=\"440\" height=\"194\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Corvus_monedula_distribution_de.svg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf5\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p>Verbreitungsgebiet der Dohle. Gr\u00fcn: Brut- und Winterquartiere; gelb: nur Sommervogel; blau: nur Wintergast<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Das Verbreitungsgebiet der Dohle umfasst fast die gesamte gem\u00e4\u00dfigte <a class=\"mw-redirect\" title=\"Westpal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westpal%C3%A4arktis\">Westpal\u00e4arktis<\/a> von Zentralasien bis Nordafrika. Die Brutgebiete haben eine Fl\u00e4che von 15,6 Millionen&nbsp;km\u00b2, insgesamt ist das Artareal rund 20,0 Millionen&nbsp;km\u00b2 gro\u00df. Die \u00f6stlichsten Brutgebiete liegen am <a title=\"Baikalsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baikalsee\">Baikalsee<\/a>. Von dort aus reichen sie westw\u00e4rts entlang der 12-\u00b0C-Juli<a title=\"Isotherme\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isotherme\">isotherme<\/a> bis an die K\u00fcste des <a title=\"Wei\u00dfes Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fes_Meer\">Wei\u00dfen Meeres<\/a>. Weiter westlich reichen die Brutgebiete bis nach <a title=\"Finnland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Finnland\">Finnland<\/a>, <a title=\"Schweden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweden\">Schweden<\/a> und <a title=\"Norwegen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Norwegen\">Norwegen<\/a>. Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Fennoskandien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fennoskandien\">fennoskandischen<\/a> Brutvorkommen sparen das n\u00f6rdliche Binnenland und die Atlantikk\u00fcste weitgehend aus und konzentrieren sich um die <a title=\"Ostsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostsee\">Ostsee<\/a>, die Dohle fehlt aber an der Nordk\u00fcste der <a title=\"Bottenwiek\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bottenwiek\">Bottenwiek<\/a>. S\u00fcdlich von <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinavien<\/a> wird fast das gesamte Festlandeuropa besiedelt, die Dohle fehlt hier \u2013 bedingt durch k\u00e4lteres Sommerklima \u2013 nur in den Hochgebirgen, an der <a title=\"Biskaya\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biskaya\">Biskaya<\/a> und der <a title=\"Portugal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portugal\">portugiesischen<\/a> Westk\u00fcste. Die gr\u00f6\u00dferen <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a> besiedelt sie fl\u00e4chendeckend, nur die <a title=\"Highlands\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Highlands\">Highlands<\/a> und entlegenere Inselgruppen geh\u00f6ren nicht zu den Brutgebieten. Mit Ausnahme der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Balearen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balearen\">Balearen<\/a> und <a title=\"Korsika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korsika\">Korsikas<\/a> ist die Dohle auch auf den gro\u00dfen Inseln des <a title=\"Mittelmeer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelmeer\">Mittelmeers<\/a> als Brutvogel anzutreffen. In Nordafrika sind die Vorkommen \u2013 vorrangig bedingt durch das Klima \u2013 kleinr\u00e4umiger und <a title=\"Disjunktion (\u00d6kologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Disjunktion_%28%C3%96kologie%29\">disjunkter<\/a> als in <a title=\"Eurasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eurasien\">Eurasien<\/a>. In <a title=\"Marokko\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marokko\">Marokko<\/a> kommt die Dohle nur in zwei Arealen im <a class=\"mw-redirect\" title=\"Atlasgebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atlasgebirge\">Atlasgebirge<\/a> vor, die \u00f6stlich von <a title=\"Ouezzane\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ouezzane\">Ouezzane<\/a> auch ins Tiefland reichen. In <a title=\"Algerien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Algerien\">Algerien<\/a> umfasst das Brutgebiet die Nordwestk\u00fcste und <a title=\"Constantine (Provinz)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Constantine_%28Provinz%29\">Constantine<\/a>, fr\u00fchere Vorkommen in <a title=\"Tunesien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tunesien\">Tunesien<\/a> sind erloschen. Kleinasien besiedelt die Dohle fast fl\u00e4chendeckend, ein kleineres Vorkommen besteht in <a title=\"Israel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Israel\">Nordisrael<\/a>. \u00d6stlich davon geh\u00f6ren <a title=\"Kaukasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaukasien\">Kaukasien<\/a> und der nordwestliche Iran zu den Brutgebieten. Zentralasien wird nur entlang der \u00e4u\u00dferen Regionen und im Nordwesten bis zum <a title=\"Aralsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aralsee\">Aralsee<\/a> besiedelt. Eine isolierte Population besteht im \u00f6stlichen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Elbursgebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elbursgebirge\">Elbursgebirge<\/a>. Das Brutareal umfasst im Osten die Hochgebirge am Rand des <a class=\"mw-redirect\" title=\"Tibetisches Plateau\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tibetisches_Plateau\">Tibetischen Plateaus<\/a> bis zum <a title=\"Mongolisches Plateau\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mongolisches_Plateau\">Mongolischen Hochland<\/a>. In <a title=\"Kaschmir\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaschmir\">Kaschmir<\/a> existiert am S\u00fcdwestrand des <a title=\"Himalaya\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Himalaya\">Himalayas<\/a> eine weitere kleine Brutpopulation.<\/p>\n<p>Die fr\u00fch- und mittel<a title=\"Pleistoz\u00e4n\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pleistoz%C3%A4n\">pleistoz\u00e4nen<\/a> Funde, die der Dohle zugeschrieben werden, stammen vorwiegend aus S\u00fcd- und S\u00fcdosteuropa und sind auf Regionen mit warmen Klima beziehungsweise w\u00e4rmere <a class=\"mw-redirect\" title=\"Interglazial\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Interglazial\">Interglaziale<\/a> beschr\u00e4nkt. Erst gegen Ende des Pleistoz\u00e4ns finden sich auch <a title=\"Fossil\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fossil\">Fossilien<\/a> im n\u00f6rdlichen Mitteleuropa. <a title=\"Jon Fjelds\u00e5\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jon_Fjelds%C3%A5\">Jon Fjelds\u00e5<\/a> nimmt an, dass die Dohle nach den Eiszeiten aus W\u00e4rmeinseln entlang des Mittel- und des Schwarzen Meers sowie aus <a title=\"Turkestan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turkestan\">Turkestan<\/a> nach Norden und Westen vordrang. Bevor der Mensch die Balearen erreichte, war die Dohle auch dort heimisch. Der Norden Europas wurde dagegen sp\u00e4t besiedelt, im heutigen D\u00e4nemark und Norwegen wurde die Dohle wohl erst um 1000 v. Chr. Brutvogel. Im 19. und 20. Jahrhundert kam es zu gro\u00dfen Ausweitungen des Artareals. Zun\u00e4chst stie\u00df die Dohle entlang des <a title=\"Bottnischer Meerbusen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bottnischer_Meerbusen\">Bottnischen Meerbusens<\/a> nach Norden vor, was wohl durch eine Erw\u00e4rmung des lokalen Klimas und eine zunehmende Verst\u00e4dterung der Art beg\u00fcnstigt wurde. In Tunesien erloschen die vorhandenen Brutvorkommen dagegen gegen Ende des 19. Jahrhunderts, auf <a title=\"Malta\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malta\">Malta<\/a> verschwand die Dohle durch <a title=\"Malta\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malta#Fauna\">intensive Jagd<\/a>. In <a title=\"Sibirien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sibirien\">Sibirien<\/a> konnte die Art bis 1980 durch die \u00d6ffnung der <a title=\"Borealer Nadelwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Borealer_Nadelwald\">Taigaw\u00e4lder<\/a> neue Regionen erschlie\u00dfen. In j\u00fcngerer Zeit weitet sie ihr Areal auf den Britischen Inseln nach Norden aus.<\/p>\n<h3><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span><\/h3>\n<p>Obwohl Dohlen im Gro\u00dfteil des Verbreitungsgebiets das ganze Jahr \u00fcber anzutreffen sind, ziehen die meisten Populationen im Winter aus den Brutgebieten fort. Weil wegziehende Brutpopulationen durch Winterg\u00e4ste ersetzt werden, f\u00e4llt die Abwanderung aber oft nicht auf. Die Zugwege in die Winterquartiere verlaufen an der Atlantikk\u00fcste und den angrenzenden Meeren meist in westlicher, in Kontinentaleurasien in s\u00fcdwestlicher Richtung. N\u00f6rdlich gelegene Brutpopulationen ziehen weiter als s\u00fcdlichere: Die zentralasiatischen russischen Vorkommen legen bis zu 700&nbsp;km zur\u00fcck, bei den osteurop\u00e4ischen sind es nur etwas mehr als 300&nbsp;km, w\u00e4hrend schweizerische V\u00f6gel oft nur wenige Kilometer ziehen. Auch die Zahl der Standv\u00f6gel variiert von Nordosten nach S\u00fcdwesten. So ziehen rund 70&nbsp;% der polnischen, aber nur 23&nbsp;% der belgischen Dohlen im Winter aus den Brutgebieten fort. In Nordafrika bestehen alle Brutpopulationen aus <a title=\"Standvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Standvogel\">Standv\u00f6geln<\/a>, sie erhalten aber im Winter Verst\u00e4rkung durch eine geringere Anzahl von V\u00f6geln, die \u00fcber das Mittelmeer ziehen. T\u00fcrkische V\u00f6gel nutzen <a title=\"Mesopotamien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mesopotamien\">Mesopotamien<\/a> als Winterquartier, Dohlen aus Zentralasien sind im Winter in <a title=\"Pakistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pakistan\">Pakistan<\/a> und <a title=\"Afghanistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afghanistan\">Afghanistan<\/a> anzutreffen. Im Winter verlassen auch Standv\u00f6gel die h\u00f6heren Lagen und ziehen ins Tiefland. Viele Populationen konzentrieren sich dann auf menschliche Siedlungen, wo ausreichend Schlafpl\u00e4tze und Futterquellen vorhanden sind. In Teilen Nordeuropas ziehen Dohlen aus den St\u00e4dten auch gar nicht weg, wenn die Umst\u00e4nde g\u00fcnstig genug sind. Der <a title=\"Vogelzug\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelzug\">Vogelzug<\/a> setzt im Norden im September ein, im S\u00fcden kann er sich bis November verschieben. Der R\u00fcckzug beginnt bereits fr\u00fch im Jahr im Februar und M\u00e4rz und ist meist Ende M\u00e4rz abgeschlossen.<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>Das Angebot an potentiellen Nistpl\u00e4tzen und geeignete Fl\u00e4chen zur Nahrungssuche beeinflussen die Habitatwahl der Dohle. Als \u00fcberwiegender <a title=\"H\u00f6hlenbr\u00fcter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%B6hlenbr%C3%BCter\">H\u00f6hlenbr\u00fcter<\/a> ist sie in ihrem Lebensraum zumindest in der Brutzeit stark auf Altholzbest\u00e4nde mit <a title=\"Bruth\u00f6hle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bruth%C3%B6hle\">Spechth\u00f6hlen<\/a>, auf Felsl\u00f6cher oder auf Geb\u00e4ude mit ausreichend Nischen angewiesen. Steinbr\u00fcche, Felsk\u00fcsten, Siedlungen mit altem Geb\u00e4udebestand, mittelalterliche Kirchen sowie Parks und <a title=\"Geh\u00f6lz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geh%C3%B6lz\">Geh\u00f6lze<\/a> mit gro\u00dfen, alten B\u00e4umen sind deshalb h\u00e4ufig von der Dohle genutzte Bruthabitate. Sie dienen daneben auch au\u00dferhalb der Brutzeit als Schlafplatz. W\u00e4lder werden nur im Randbereich (maximal 2&nbsp;km vom Waldrand) besiedelt<\/p>\n<p>Gleichzeitig ben\u00f6tigt die Art relativ weitr\u00e4umige, offene Fl\u00e4chen, um auf dem Boden nach Nahrung zu suchen. Diese Fl\u00e4chen m\u00fcssen niedrige Vegetation (maximal 15\u201320&nbsp;cm) aufweisen, damit sich die Dohle auf ihnen bewegen kann, bevorzugt werden folglich Parkfl\u00e4chen und <a title=\"Weide (Gr\u00fcnland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weide_%28Gr%C3%BCnland%29\">Weideland<\/a>. Weil sie au\u00dferdem <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">insektenreich<\/a> sein sollten, nutzt die Dohle gerne <a title=\"Trockenrasen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trockenrasen\">Trockenrasen<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Extensive Landwirtschaft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Extensive_Landwirtschaft\">extensiv bewirtschaftete Fl\u00e4chen<\/a>. Die Nahrungsgr\u00fcnde befanden sich in Feldstudien au\u00dferhalb der Brutzeit 0,5\u20133,1&nbsp;km von den Schlafpl\u00e4tzen entfernt, w\u00e4hrend der Brutzeit lagen sie in 0,4\u20132,4&nbsp;km Entfernung vom Nest. Im Laufe des Jahres nutzt die Dohle sehr unterschiedliche Fl\u00e4chen \u2013 Weideland, <a title=\"Steppe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steppe\">Steppen<\/a>, <a title=\"Stoppelfeld\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stoppelfeld\">Stoppelfelder<\/a>, <a title=\"\u00dcberschwemmungsgebiet\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%9Cberschwemmungsgebiet\">\u00dcberschwemmungsfl\u00e4chen<\/a> \u2013 f\u00fcr die Nahrungssuche.<\/p>\n<p>Die Dohle ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wetter- und temperaturtolerant, meidet aber Hitze- und K\u00e4lteextreme. Sie ist eher im Tiefland und in T\u00e4lern als im Gebirgslagen anzutreffen. Unterhalb von 500&nbsp;m ist sie in der Regel verbreitet, zwischen 500 und 1000&nbsp;m findet sie sich oft nur in lokalen Ansammlungen. In einigen Ausnahmef\u00e4llen reichen die Bruthabitate auch \u00fcber 1000&nbsp;m hinaus, so etwa in den <a title=\"Alpen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alpen\">Alpen<\/a>, im Atlas oder in Kaschmir bis auf etwa 2000&nbsp;m. Au\u00dferhalb der Brutzeit ist sie auch in Lagen von bis zu 3500&nbsp;m anzutreffen.<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensweise\" class=\"mw-headline\">Lebensweise<\/span><\/h2>\n<h3><span id=\"Ern.C3.A4hrung\" class=\"mw-headline\">Ern\u00e4hrung<\/span><\/h3>\n<p>Wie auch andere Raben und Kr\u00e4hen ist die Dohle ein <a title=\"Allesfresser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Allesfresser\">Allesfresser<\/a>. Der Schwerpunkt des Nahrungsspektrums liegt auf Samen und Insekten. Daneben frisst sie auch kleine <a title=\"Wirbeltiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirbeltiere\">Wirbeltiere<\/a>, <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a>, <a title=\"Vogelei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelei\">Vogeleier<\/a>, <a title=\"Aas\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aas\">Aas<\/a> und in Siedlungen auch menschliche Abf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Pflanzensamen wurden in einer britischen Studie das ganze Jahr \u00fcber gefressen. Im Herbst handelte es sich meist um <a title=\"Bohne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bohne\">Bohnen<\/a>, <a title=\"Erbse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erbse\">Erbsen<\/a> und die Samen fleischiger Fr\u00fcchte, im Winter dominierten ebenfalls <a title=\"H\u00fclsenfr\u00fcchtler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%BClsenfr%C3%BCchtler\">H\u00fclsenfr\u00fcchte<\/a> unter der pflanzlichen Nahrung. W\u00e4hrend Wirbellose in der Winternahrung weitgehend fehlten, gewannen sie vor allem von Fr\u00fchjahr bis Herbst an Bedeutung, besonders oft wurden <a title=\"K\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%A4fer\">K\u00e4fer<\/a>, <a title=\"Zweifl\u00fcgler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweifl%C3%BCgler\">Zweifl\u00fcgler<\/a> und <a title=\"Schmetterlinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schmetterlinge\">Schmetterlingsraupen<\/a> gefressen. Andere europ\u00e4ische Studien ergaben \u00e4hnliche Verteilungen. Aas frisst die Dohle seltener als andere Raben und Kr\u00e4hen. \u00d6rtlich k\u00f6nnen ansonsten unbedeutende Nahrungsquellen stark genutzt werden, wenn sie ausreichend vorhanden sind und die ans\u00e4ssigen Dohlen entsprechende Traditionen entwickelt haben. So ern\u00e4hren sich einige urbane Populationen \u00fcberwiegend von den Gelegen von <a title=\"T\u00fcrkentaube\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkentaube\">T\u00fcrkentauben<\/a> (<em>Streptopelia decaocto<\/em>), obwohl Eier andernorts nur einen marginalen Teil der Nahrung ausmachen. Auf Viehweiden frisst die Dohle neben den Bodeninsekten auch die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ektoparasit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ektoparasit\">Ektoparasiten<\/a> der weidenden Tiere. W\u00e4hrend pflanzliche Nahrung f\u00fcr fl\u00fcgge V\u00f6gel eine wichtige Rolle spielt, fehlt sie in der Nahrung von Nestlingen in der Regel v\u00f6llig. Sie werden von ihren Eltern fast ausschlie\u00dflich mit eiwei\u00dfreicher tierischer Nahrung, vor allem Insekten, gef\u00fcttert.<\/p>\n<p>Die Dohle nimmt ihre Nahrung \u00fcberwiegend auf dem Boden offener Fl\u00e4chen auf. Meist wird die Nahrung einfach von der Oberfl\u00e4che aufgelesen oder Objekte wie Steine oder Holzst\u00fccke umgedreht, um an darunter lebende Insekten zu gelangen. Im Gegensatz zu langschnabeligen Kr\u00e4hen graben sie nur selten. Dohlen k\u00f6nnen sehr geschickt darin sein, auch fliegende Insekten h\u00fcpfend aus der Luft zu fangen oder Fr\u00fcchte von \u00c4sten zu pfl\u00fccken. Gesammeltes Futter wird wie bei allen Rabenv\u00f6geln versteckt. Dieser Verstecktrieb ist bei der Dohle aber eher schwach ausgepr\u00e4gt, sie versteckt \u00fcbersch\u00fcssige Nahrung seltener und oberfl\u00e4chlicher als andere Corviden. Unverdauliche Nahrungsbestandteile werden als <a title=\"Gew\u00f6lle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%B6lle\">Gew\u00f6lle<\/a> hochgew\u00fcrgt, aber beim Fressen in der Regel gemieden.<\/p>\n<h3><span id=\"Sozial-_und_Lernverhalten\" class=\"mw-headline\">Sozial- und Lernverhalten<\/span><\/h3>\n<p>Die Dohle ist ein sehr sozialer Rabenvogel. Wenn ausreichend Nistpl\u00e4tze vorhanden sind, bildet sie <a title=\"Kolonie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kolonie_%28Biologie%29\">Brutkolonien<\/a>, in denen oft zweistellige Zahlen von Brutpaaren dicht nebeneinander br\u00fcten und einander tolerieren. Gegen Artgenossen verteidigt wird meist nur die Nestnische und die unmittelbare Umgebung. Auch abseits der Brutpl\u00e4tze bewegen sich Dohlen h\u00e4ufig in gr\u00f6\u00dferen Gruppen, etwa bei der Nahrungssuche. Meist sind diese Verb\u00e4nde und die Beziehungen unter den Individuen eher locker, ihren Kern bilden aber in der Regel Dohlen, die einander aus einer gemeinsamen Brutkolonie kennen. Die Gruppenbildung hat vor allem eine Schutzfunktion, weil die einzelne Dohle weniger Zeit in die Kontrolle der Umgebung investieren muss und sich Schw\u00e4rme auch gegen gr\u00f6\u00dfere <a title=\"Aaskr\u00e4he\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aaskr%C3%A4he\">Aaskr\u00e4hen<\/a> durchsetzen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend der Brutzeit sind \u00fcberwiegend Nichtbr\u00fcter in den 20\u201350 V\u00f6gel starken Trupps zu finden, nach Ende der Brutsaison kommen auch Jungv\u00f6gel und Brutpaare hinzu, womit die Gruppengr\u00f6\u00dfe auf 200 Dohlen anwachsen kann. Nicht selten finden sich Dohlen auch in gemischten Gruppen mit <a title=\"Saatkr\u00e4he\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saatkr%C3%A4he\">Saatkr\u00e4hen<\/a>, denen sie sich auch w\u00e4hrend des Zugs ins Sommer- und Winterquartier oder zu den Schlafpl\u00e4tzen gerne anschlie\u00dfen. An gemeinsamen Schlafpl\u00e4tzen finden sich meist mehrere Hundert bis 1.000 Dohlen zusammen, es liegen aber auch Berichte \u00fcber Schlafkolonien von 10.000 und mehr Individuen vor.<\/p>\n<p>Die Frage, ob es innerhalb von Dohlengruppen Hierarchien gibt, ist nicht restlos gekl\u00e4rt. Zumindest innerhalb von Brutkolonien wird die Dominanz einzelner Paare \u00fcber andere in Auseinandersetzungen als Rangordnung interpretiert. In <a title=\"Feldern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feldern\">feldernden<\/a> Trupps ist diese Dominanz aber weit weniger ausgepr\u00e4gt, alles in allem scheinen die Dominanzverh\u00e4ltnisse in Gruppen auch \u00e4u\u00dferst dynamisch zu sein. Zwischen einzelnen Individuen kann es zu sehr engen pers\u00f6nlichen Beziehung kommen, die aber nicht sexuell motiviert sein m\u00fcssen. Brutpartner zeigen keine <a title=\"Individualdistanz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Individualdistanz\">Individualdistanz<\/a>. Sie verfallen auff\u00e4llig oft in <a title=\"Synchronit\u00e4t\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Synchronit%C3%A4t\">synchrones Verhalten<\/a>, ihre enge Bindung \u00e4u\u00dfert sich in Zuneigungsgesten wie Kraulen und Schnabelstreicheln. Abseits von Siedlungen sind Dohlen dem Menschen gegen\u00fcber meist scheu, sie zeigen aber kaum Furcht, wo sie nicht verfolgt werden. Im Schwarm sind Dohlen selbstbewusster als alleine, oft wagen sie sich auch erst aus der Deckung, wenn artfremde V\u00f6gel oder sozial niedrig gestellte Artgenossen eine Situation unbeschadet \u00fcberstanden haben. Viele Zusammenh\u00e4nge lernen Dohlen erst durch <a title=\"Versuch und Irrtum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Versuch_und_Irrtum\">Versuch und Irrtum<\/a>. Sie sind in der Lage, Analogien zu bilden oder zwischen oberfl\u00e4chlich \u00e4hnlichen Versuchsaufbauten zu unterscheiden, etwa bei Punktmuster- und Metronomtests.<\/p>\n<h3><span id=\"Fortpflanzung_und_Brut\" class=\"mw-headline\">Fortpflanzung und Brut<\/span><\/h3>\n<p>Die Geschlechtsreife setzt bei Dohlen normalerweise im Alter von zwei Jahren ein, seltener bereits nach einem Jahr. Sie bilden <a title=\"Monogamie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogamie\">monogame<\/a> und in der Regel lebenslange Brutgemeinschaften. In den ersten sechs Monaten einer Paarbindung kann es noch h\u00e4ufig zu Neuverpaarungen kommen, danach ist die Beziehung meist stabil. Die Suche nach Nistpl\u00e4tzen setzt in der Regel gegen Ende des Winters ein. Ins Auge gefasste Nistpl\u00e4tze verteidigen Dohlenpaare energisch gegen Artgenossen, auch wenn sie sie sp\u00e4ter wieder aufgeben und sich f\u00fcr andere entscheiden. Bis Anfang Mai sind \u00fcblicherweise alle Nistpl\u00e4tze besetzt. Als solche dienen etwa Felsl\u00f6cher, <a title=\"Bruth\u00f6hle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bruth%C3%B6hle\">Spechth\u00f6hlen<\/a>, aber auch verlassene <a title=\"Wildkaninchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wildkaninchen\">Kaninchen<\/a>baue, Schornsteine, Mauer\u00f6ffnungen oder hohle Metallkonstruktionen. Besonders enge Durchschlupfe oder schlecht erreichbare Nischen werden bevorzugt. Die Siedlungsdichte kann in urbanen Lebensr\u00e4umen 4,4\u20139,9&nbsp;Paare pro km\u00b2 erreichen, in l\u00e4ndlichen Gegenden liegt sie durchschnittlich bei nur 0,06 Paaren. Das Nest besteht aus einem Unterbau von fingerdicken, meist 30&nbsp;cm langen Zweigen, die oft einfach in die Bruth\u00f6hle geworfen werden, bis sie sich verfangen und eine Plattform bilden. Die Nestmulde wird anschlie\u00dfend mit verschiedenen weichen Materialien ausgekleidet, etwa Moos, Papier, Fell oder <a title=\"Kot\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kot\">Dung<\/a>. Beide Partner beteiligen sich am Nestbau, manchmal erhalten sie Hilfe von einj\u00e4hrigen <a title=\"Bruthelfer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bruthelfer\">Bruthelfern<\/a>, die das Nest aber verlassen, sobald die Eier gelegt werden.<\/p>\n<p>Die Eiablage findet von April bis Mai statt. Das Gelege besteht aus zwei bis acht, in der Regel zwischen vier und sechs bl\u00e4ulichen Eiern, die dunkel gesprenkelt sind. Die mittlere Gelegegr\u00f6\u00dfe liegt im gesamten Verbreitungsgebiet stets bei etwa f\u00fcnf Eiern. Das Weibchen bebr\u00fctet sie 16\u201320 Tage, w\u00e4hrend der es vom M\u00e4nnchen gef\u00fcttert wird. Die Nestlinge werden nach 28\u201341 Tagen fl\u00fcgge, die Dauer h\u00e4ngt unter anderem vom Nahrungsangebot und der Gr\u00f6\u00dfe des Geleges ab. Nach dem Ausfliegen sind die jungen Dohlen noch etwa f\u00fcnf Wochen lang von den Eltern abh\u00e4ngig. Der Bruterfolg ist bei sp\u00e4t br\u00fctenden Paaren geringer als bei fr\u00fchen Br\u00fctern. Meist werden nicht mehr als ein oder zwei Jungen eines Geleges fl\u00fcgge. Kleinere Gelege mit zwei bis vier Eiern produzieren relativ am meisten Junge, in Gelegen von f\u00fcnf Eiern werden absolut am meisten Nestlinge fl\u00fcgge. Aus f\u00fcnften und weiteren Eiern schl\u00fcpfen am seltensten Junge. Falls doch, werden diese fast nie fl\u00fcgge.<\/p>\n<h2><span id=\"Lebenserwartung.2C_Krankheiten_und_Mortalit.C3.A4tsursachen\" class=\"mw-headline\">Lebenserwartung, Krankheiten und Mortalit\u00e4tsursachen<\/span><\/h2>\n<p>Die bedeutendsten Fressfeinde fl\u00fcgger Dohlen sind der <a title=\"Habicht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Habicht\">Habicht<\/a> (<em>Accipiter gentilis<\/em>), der <a title=\"Wanderfalke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wanderfalke\">Wanderfalke<\/a> (<em>Falco peregrinus<\/em>) sowie der <a title=\"Steinmarder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steinmarder\">Stein-<\/a> (<em>Martes foina<\/em>) und der <a title=\"Baummarder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baummarder\">Baummarder<\/a> (<em>M. martes<\/em>). F\u00fcr Nestlinge sind neben den beiden Marder-Arten vor allem das <a title=\"Mauswiesel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauswiesel\">Mauswiesel<\/a> (<em>Mustela nivalis<\/em>) und der <a title=\"Waldkauz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldkauz\">Waldkauz<\/a> (<em>Strix aluco<\/em>) die gr\u00f6\u00dften Bedrohungen. Kalte Witterung bei gleichzeitigem Insektenmangel ist f\u00fcr Nestlinge \u00e4u\u00dferst kritisch und f\u00fchrt regelm\u00e4\u00dfig zu hohen Todesraten. H\u00e4ufige Parasiten sind <a class=\"mw-redirect\" title=\"Federlinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Federlinge\">Federlinge<\/a> wie die wirtsspezifischen <em><a class=\"new\" title=\"Corvonirmus varius (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Corvonirmus_varius&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Corvonirmus varius<\/a> varius<\/em> und <em><a class=\"new\" title=\"Menacanthus monedulae (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Menacanthus_monedulae&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Menacanthus monedulae<\/a><\/em>, <a title=\"Milben\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Milben\">Milben<\/a> der <a title=\"Ordnung (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ordnung_%28Biologie%29\">Ordnung<\/a> <a class=\"new\" title=\"Astigmata (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Astigmata&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Astigmata<\/a> (etwa <em><a class=\"new\" title=\"Montesauria cylindrica (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Montesauria_cylindrica&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Montesauria cylindrica<\/a><\/em>) und die <a class=\"new\" title=\"Igelzecke (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Igelzecke&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Igelzecke<\/a> (<em>Ixodes hexagonus<\/em>). Dar\u00fcber hinaus ist die Dohle auch Wirt f\u00fcr <a title=\"Saugw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saugw%C3%BCrmer\">Saug-<\/a>, <a title=\"Bandw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bandw%C3%BCrmer\">Band-<\/a> und <a title=\"Fadenw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fadenw%C3%BCrmer\">Fadenwurmarten<\/a>, die auch von anderen V\u00f6geln bekannt sind.<\/p>\n<p>Frisch fl\u00fcgge gewordene V\u00f6gel haben die h\u00f6chste Sterblichkeit, sie liegt nach unterschiedlichen Sch\u00e4tzungen im ersten Lebensjahr zwischen 30 und 56&nbsp;% des Nachwuchses. Altv\u00f6gel haben eine Sterblichkeitsrate von 30\u201340&nbsp;% und nach dem ersten Jahr eine Lebenserwartung von zwei Jahren und sieben Monaten. Nach einer <a class=\"mw-redirect\" title=\"Langzeit-Experiment\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langzeit-Experiment\">Langzeituntersuchung<\/a> zur Altersstruktur von Dohlenpopulationen sind freilebende Dohlen mit einem Alter von \u00fcber 13 Jahren selten und machen weniger als 1&nbsp;% der Population aus . Das h\u00f6chste dokumentierte Alter einer wildlebenden Dohle liegt bei 20 Jahren und vier Monaten f\u00fcr einen Vogel aus Schweden, weitere Rekordwerte liegen bei \u00fcber 19 Jahren. In Gefangenschaft k\u00f6nnen Dohlen noch \u00e4lter werden, so lebten zwei M\u00e4nnchen im <a title=\"London Zoo\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/London_Zoo\">London Zoo<\/a> 29 beziehungsweise 28 Jahre.<\/p>\n<h2><span id=\"Systematik_und_Entwicklungsgeschichte\" class=\"mw-headline\">Systematik und Entwicklungsgeschichte<\/span><\/h2>\n<h3><span id=\"Taxonomie\" class=\"mw-headline\">Taxonomie<\/span><\/h3>\n<p>Wie auch fast alle anderen zur Mitte des 18. Jahrhunderts bekannten Tiere Europas wurde die Dohle 1758 in <a title=\"Carl von Linn\u00e9\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Linn%C3%A9\">Carl von Linn\u00e9s<\/a> <em><a class=\"mw-redirect\" title=\"Systema Natur\u00e6\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Systema_Natur%C3%A6\">Systema Natur\u00e6<\/a><\/em> <a title=\"Erstbeschreibung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erstbeschreibung\">erstbeschrieben<\/a>, bereits damals unter dem Namen <em>Corvus monedula<\/em>. Das <a class=\"mw-redirect\" title=\"Artepitheton\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Artepitheton\">Artepitheton<\/a> <em>monedula<\/em> ist ein alter lateinischer Name f\u00fcr die Dohle. Er findet sich bereits bei <a title=\"Marcus Tullius Cicero\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marcus_Tullius_Cicero\">Cicero<\/a> und <a title=\"Ovid\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ovid\">Ovid<\/a> und leitet sich wahrscheinlich von dem verbreiteten Aberglauben her, die Dohle w\u00fcrde mit Vorliebe Goldm\u00fcnzen (<a title=\"Latein\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Latein\">lateinisch<\/a> <span lang=\"la\"><em>moneta<\/em><\/span> f\u00fcr M\u00fcnzst\u00e4tte) und andere Wertgegenst\u00e4nde stehlen.<\/p>\n<h3><span id=\".C3.84u.C3.9Fere_Systematik\" class=\"mw-headline\">\u00c4u\u00dfere Systematik<\/span><\/h3>\n<p>Unter den <a title=\"Raben und Kr\u00e4hen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raben_und_Kr%C3%A4hen\">Raben und Kr\u00e4hen<\/a> (<em>Corvus<\/em>) ist die Dohle ein eher entfernter Verwandter ihrer langschnabeligen Gattungsgenossen. Zusammen mit der sehr \u00e4hnlichen ostasiatischen <a title=\"Elsterdohle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elsterdohle\">Elsterdohle<\/a> (<em>Corvus dauuricus<\/em>) wird sie deshalb oft in eine eigene <a class=\"mw-redirect\" title=\"Untergattung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Untergattung\">Untergattung<\/a> <em><a class=\"new\" title=\"Coloeus (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Coloeus&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Coloeus<\/a><\/em> gestellt oder als eigene Gattung sogar ganz von den Raben und Kr\u00e4hen getrennt. Bisherige DNA-Untersuchungen ordnen beide Arten als sehr urspr\u00fcngliche Raben und Kr\u00e4hen ein, unterst\u00fctzen aber ihren Verbleib in der Gattung <em>Corvus<\/em>. Auch das Verh\u00e4ltnis der beiden als <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schwestertaxon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwestertaxon\">Schwesterarten<\/a> wurde best\u00e4tigt. Die untersuchten Gensequenzen von Dohle und Elsterdohle wichen zu 5,8&nbsp;% voneinander ab. Im Schema der <a title=\"Molekulare Uhr\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Molekulare_Uhr\">molekularen Uhr<\/a> deutet dies auf eine Trennung vor etwas weniger als drei Millionen Jahren hin. Dieser Zeitraum f\u00e4llt mit dem Beginn des <a title=\"Pleistoz\u00e4n\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pleistoz%C3%A4n\">Pleistoz\u00e4ns<\/a> zusammen, in dem die einsetzenden <a title=\"Kaltzeit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaltzeit\">Eiszeiten<\/a> die Populationen vieler eurasische Arten voneinander trennten. Trotz der recht gro\u00dfen genetischen Distanz <a title=\"Hybride\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hybride\">hybridisieren<\/a> Elsterdohle und Dohle im \u00f6stlichen Zentralasien, wo sich ihre Brutgebiete \u00fcberschneiden.<\/p>\n<h3><span id=\"Innere_Systematik\" class=\"mw-headline\">Innere Systematik<\/span><\/h3>\n<p>Auf Basis der Gefiederzeichnung wurde die Dohle bereits fr\u00fch in verschiedene <a title=\"Unterart\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterart\">Unterarten<\/a> geteilt. Die Ber\u00fccksichtigung auch von geringen Unterschieden \u2013 etwa der Breite des Halsrings oder Glanzfarbe des Scheitels \u2013 f\u00fchrte dazu, dass \u00fcber zehn verschiedene Unterarten beschrieben wurden, die flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge zu anderen zeigten und auf kleinr\u00e4umige Regionen beschr\u00e4nkt waren. Die meisten dieser Unterarten fanden keine Anerkennung, die <a title=\"Ph\u00e4notyp\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ph%C3%A4notyp\">ph\u00e4notypische<\/a> Klassifizierung wurde aber beibehalten. Heute werden meist vier Unterarten angef\u00fchrt:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Corvus monedula cirtensis<\/em> \u2013 <span class=\"Person\">(<a title=\"Lionel Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lionel_Walter_Rothschild,_2._Baron_Rothschild\">Rothschild<\/a> &amp; <a title=\"Ernst Hartert\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Hartert\">Hartert<\/a>, 1912)<\/span>:<\/li>\n<\/ul>\n<dl>\n<dd>Auf das algerische <a title=\"Constantine (Provinz)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Constantine_%28Provinz%29\">Constantine<\/a> beschr\u00e4nkte Unterart. Eine helle, fast einheitlich schiefergraue Form mit nur schwach ausgepr\u00e4gtem Halsring und wenig Kontrast im Gefieder. Sie ist nach der r\u00f6mischen Stadt <a title=\"Cirta\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cirta\">Cirta<\/a>, dem Vorl\u00e4ufer des heutigen Constantine, benannt.<\/dd>\n<\/dl>\n<ul>\n<li><em>Corvus monedula monedula<\/em> \u2013 <span class=\"Person\"><a title=\"Carl von Linn\u00e9\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Linn%C3%A9\">Linnaeus<\/a>, 1758<\/span>:<\/li>\n<\/ul>\n<dl>\n<dd><a title=\"Nominotypisches Taxon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominotypisches_Taxon\">Nominatform<\/a> aus Skandinavien. Eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig helle Form mit meist deutlichem Halsring.<\/dd>\n<\/dl>\n<ul>\n<li><em>Corvus monedula soemmeringi<\/em> \u2013 <span class=\"Person\"><a title=\"Gotthelf Fischer von Waldheim\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gotthelf_Fischer_von_Waldheim\">Fischer<\/a>, 1811<\/span>:<\/li>\n<\/ul>\n<dl>\n<dd>Unterart aus dem \u00f6stlichen Europa von Finnland, Ostdeutschland und Griechenland bis nach Asien. Eher helle Form mit meist ausgepr\u00e4gtem Halsring. Das Epitheton ehrt <a title=\"Samuel Thomas von Soemmerring\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Samuel_Thomas_von_Soemmerring\">Samuel Thomas von Soemmerring<\/a>.<\/dd>\n<\/dl>\n<ul>\n<li><em>Corvus monedula spermologus<\/em> \u2013 <span class=\"Person\">(<a title=\"Louis Jean Pierre Vieillot\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Louis_Jean_Pierre_Vieillot\">Vieillot<\/a>, 1817)<\/span>:<\/li>\n<\/ul>\n<dl>\n<dd>Unterart des westlichen Europas von D\u00e4nemark \u00fcber Westdeutschland, Frankreich und die Iberische Halbinsel bis nach Marokko. Relativ dunkle Form ohne Nackenstreif, nach S\u00fcdwesten hin dunkler. Das Wort <em>spermologus<\/em> leitet sich vom <a title=\"Altgriechische Sprache\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altgriechische_Sprache\">altgriechisch<\/a> <span class=\"polytonic\" lang=\"grc\">\u03c3\u03c0\u03b5\u03c1\u03bc\u03bf\u03bb\u03cc\u03b3\u03bf\u03c2<\/span>\/spermologos f\u00fcr \u201eSamenfresser\u201c ab.<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Diese Einteilung der Unterarten erwies sich in der Vergangenheit mehrfach als problematisch, weil sie sich schwer abgrenzen lie\u00dfen. Abweichungen von den erwarteten Gefiedermustern und flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge \u00fcber das Verbreitungsgebiet hinweg wurden meist als Zeichen von Mischpopulationen oder vereinzelter Hybridisierung gedeutet. Eine Analyse der DNA verschiedener Individuen aus dem ganzen Verbreitungsgebiet kam jedoch zu dem Schluss, dass Angeh\u00f6rige vermeintlicher Unterarten untereinander oft weniger nahe verwandt waren als mit V\u00f6geln anderer Unterarten. Die ph\u00e4notypischen Unterschiede h\u00e4tten demnach also keine populationsgenetische Ursache, sondern w\u00e4ren individueller Natur. Ob die Dohle <a title=\"Monotypisch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monotypisch\">monotypisch<\/a> ist, also keine genetisch unterscheidbaren Unterarten besitzt, l\u00e4sst sich bislang aber noch nicht feststellen, weil die <a title=\"Stichprobe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stichprobe\">Stichprobe<\/a> der Studie sehr klein war und keine <em>cirtensis<\/em>-Individuen umfasste.<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Status\" class=\"mw-headline\">Bestand und Status<\/span><\/h2>\n<p>Die Kenntnisse \u00fcber den Bestand der Dohle sind d\u00fcrftig. Die ermittelten Zahlen beruhen weitgehend auf Sch\u00e4tzungen, weshalb sie eine gro\u00dfe Schwankungsbreite aufweisen. Die <a title=\"T\u00fcrkei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkei\">T\u00fcrkei<\/a> und <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russland<\/a> beherbergen mit je 1\u201310&nbsp;Millionen Brutpaaren einen Gro\u00dfteil des weltweiten Bestands der Dohle, <a title=\"Bulgarien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bulgarien\">Bulgarien<\/a> folgt mit 1\u20135&nbsp;Millionen Paaren. Gr\u00f6\u00dfere Best\u00e4nde halten sich mit rund 600.000 Brutpaaren auf den <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a>, etwa 500.000 auf der <a title=\"Iberische Halbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iberische_Halbinsel\">Iberischen Halbinsel<\/a> und in <a title=\"Wei\u00dfrussland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Frussland\">Wei\u00dfrussland<\/a> mit rund 400.000 Brutpaaren.&nbsp; Insgesamt entfallen auf Europa je nach geographischer Definition 5\u201315&nbsp;Millionen Brutpaare und 16\u201345&nbsp;Millionen Individuen. Auf das gesamte Verbreitungsgebiet hochgerechnet ergibt sich daraus laut <a title=\"BirdLife International\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BirdLife_International\">BirdLife International<\/a> ein Bestand von 21\u201390&nbsp;Millionen ausgewachsenen V\u00f6geln.<\/p>\n<p>BirdLife International klassifiziert die Art auf dieser Grundlage als <em>Least Concern<\/em> (nicht gef\u00e4hrdet). Allerdings gilt die Unterart <em>cirtensis<\/em> in Algerien als bedroht, weil viele traditionelle Brutpl\u00e4tze durch Staudammbauten verloren gingen. W\u00e4hrend die Populationen in Skandinavien, auf den Britischen Inseln, in den Niederlanden und in Sibirien durch Besiedlung neuer Habitate Ende des 20. Jahrhunderts zugenommen haben, d\u00fcnnten sie sich in weiten Teilen Europas aus. Dieser Schwund h\u00e4ngt vor allem mit dem Abriss und der Sanierung alter Bauten zusammen, in denen die Dohle ausreichend Brutnischen fand. Zus\u00e4tzlich leidet die Art unter Ma\u00dfnahmen zur <a title=\"Vogelabwehr\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelabwehr\">Taubenabwehr<\/a>, die sie genauso treffen wie die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Stra\u00dfentaube\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stra%C3%9Fentaube\">Stra\u00dfentaube<\/a>. In l\u00e4ndlichen Gegenden machen ihr vor allem der R\u00fcckgang von Dauergr\u00fcnfl\u00e4chen und F\u00e4llungen von Altholzbest\u00e4nden zu schaffen. Als Gegenma\u00dfnahme fordern Artensch\u00fctzer, bei der Sanierung von Altbauten st\u00e4rker auf die Dohle R\u00fccksicht zu nehmen. Au\u00dferdem werden f\u00fcr die Dohle geeignete <a title=\"Nistkasten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nistkasten\">Nistk\u00e4sten<\/a> ausgeh\u00e4ngt. Begleitet werden diese Ma\u00dfnahmen von einer \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr die Dohle in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, so haben etwa <a title=\"BirdLife \u00d6sterreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BirdLife_%C3%96sterreich\">BirdLife \u00d6sterreich<\/a>, der <a title=\"Naturschutzbund Deutschland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naturschutzbund_Deutschland\">Naturschutzbund Deutschland<\/a> (NABU) und der <a title=\"Landesbund f\u00fcr Vogelschutz in Bayern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landesbund_f%C3%BCr_Vogelschutz_in_Bayern\">Landesbund f\u00fcr Vogelschutz in Bayern<\/a> die Dohle zum <a title=\"Vogel des Jahres (Deutschland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogel_des_Jahres_%28Deutschland%29\">Vogel des Jahres 2012<\/a> gek\u00fcrt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.<\/p>\n<h2><span id=\"Kulturgeschichte\" class=\"mw-headline\">Kulturgeschichte<\/span><\/h2>\n<p>Der deutsche Name der Dohle l\u00e4sst sich bis auf das <a title=\"Althochdeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Althochdeutsch\">althochdeutsche<\/a> <em>t\u0101ha<\/em> zur\u00fcckverfolgen, wahrscheinlich eine <a title=\"Onomatopoesie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Onomatopoesie\">lautmalerische<\/a> Bezeichnung, die sich von den Rufen der V\u00f6gel ableitete. Im <a title=\"Mittelhochdeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelhochdeutsch\">Mittel-<\/a> und <a title=\"Fr\u00fchneuhochdeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fr%C3%BChneuhochdeutsch\">Fr\u00fchneuhochdeutschen<\/a> wandelte es sich zu <em>t\u0101he<\/em>. Daneben lassen sich seit dem 13. Jahrhundert besonders im <a title=\"Mitteldeutsche Sprachen und Dialekte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitteldeutsche_Sprachen_und_Dialekte\">mitteldeutschen<\/a> Raum Nebenformen mit <em>-l-<\/em> (<em>talle<\/em>, <em>tole<\/em>, <em>dole<\/em>) nachweisen, aus denen sich die heute im <a title=\"Standarddeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Standarddeutsch\">Hochdeutschen<\/a> gebr\u00e4uchliche Bezeichnung \u201eDohle\u201c entwickelte. <\/p>\n<p>Die Dohle wurde als weit verbreitete Art und Kulturfolger schon fr\u00fch zum Gegenstand einer breiten kulturellen Rezeption. Die <a title=\"Griechen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Griechen#Hellenen_.28.E1.BC.9D.CE.BB.CE.BB.CE.B7.CE.BD.CE.B5.CF.82.29\">Altgriechen<\/a> betonten etwa ihre Geselligkeit und Paarbindung im Sprichwort \u201e<a title=\"Liste griechischer Phrasen\/Alpha\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_griechischer_Phrasen\/Alpha#.E1.BC.88.CE.B5.E1.BD.B6_.CE.BA.CE.BF.CE.BB.CE.BF.CE.B9.E1.BD.B8.CF.82_.CF.80.CE.B1.CF.81.E1.BD.B0_.CE.BA.CE.BF.CE.BB.CE.BF.CE.B9.E1.BF.B7_.E1.BC.B1.CE.B6.CE.AC.CE.BD.CE.B5.CE.B9.\">bei einer Dohle sitzt immer eine Dohle<\/a>\u201c, analog zu \u201egleich und gleich gesellt sich gern\u201c. <a title=\"\u00c4sop\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84sop\">\u00c4sop<\/a> lie\u00df sie in seiner Fabel <em><a title=\"Liste gefl\u00fcgelter Worte\/S\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte\/S#Sich_mit_fremden_Federn_schm.C3.BCcken\">Die Dohle und die Pfauen<\/a><\/em> als Betr\u00fcger auftreten, der sich mit fremden Federn verkleidet unter die Pfauen schleicht. Die negative Darstellung der Dohle setzte sich in sp\u00e4terer Zeit fort, so galt sie bereits bei den R\u00f6mern als diebisch. Dieser Glaube war auch im <a title=\"Mittelalter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelalter\">Mittelalter<\/a> und weit bis in die Neuzeit verbreitet. So erz\u00e4hlt etwa die von den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Gebr\u00fcder Grimm\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gebr%C3%BCder_Grimm\">Gebr\u00fcdern Grimm<\/a> niedergeschriebene <a title=\"Schlesien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlesien\">schlesische<\/a> Sage <em><a class=\"new\" title=\"Der Schweidnitzer Ratsmann (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Der_Schweidnitzer_Ratsmann&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Der Schweidnitzer Ratsmann<\/a><\/em> von einem betr\u00fcgerischen Stadtrat, der mit einer abgerichteten Dohle die Goldm\u00fcnzen aus der Stadtkasse stiehlt. Die Geschw\u00e4tzigkeit der Dohle wurde h\u00e4ufig als verschw\u00f6rerisches Tuscheln interpretiert und in der fr\u00fchen Neuzeit wurden Dohlen in Gro\u00dfbritannien auch als Begleiter und Gehilfen von <a title=\"Hexe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hexe\">Hexen<\/a> gesehen.<\/p>\n<p>Obwohl die Dohle tendenziell negativ betrachtet wurde, unterlag sie vergleichsweise schwacher Verfolgung. Wahrscheinlich f\u00fchrten ihre geringe Gr\u00f6\u00dfe, ihre melodi\u00f6seren Rufe und ihre Vorliebe f\u00fcr pflanzliche Nahrung dazu, dass sie nicht die gleiche Abneigung wie die <a title=\"Aaskr\u00e4he\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aaskr%C3%A4he\">Aaskr\u00e4he<\/a>, der <a title=\"Kolkrabe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kolkrabe\">Kolkrabe<\/a> oder die <a title=\"Saatkr\u00e4he\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saatkr%C3%A4he\">Saatkr\u00e4he<\/a> hervorrief. Von allen Arten der Gattung wurde der Dohle in Europa am wenigsten nachgestellt, sieht man von regionalen Ausnahmen wie <a title=\"Malta\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malta\">Malta<\/a> ab. M\u00f6glicherweise ist sie deshalb heute auch vergleichsweise furchtlos gegen\u00fcber dem Menschen.<\/p>\n<p>Dohlen sind intelligente V\u00f6gel, die deshalb fr\u00fcher als <a title=\"Haustier\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haustier\">Haustier<\/a> gehalten wurden. Besonders, wenn sie als Jungvogel schon mit Menschen zusammen leben, k\u00f6nnen sie sehr zahm werden. Die Haltung von Wildv\u00f6geln wie Dohlen ist aber nicht mehr erlaubt. Sie ist au\u00dferdem nicht so einfach. Sie sind sehr energisch und gehen bei K\u00e4fighaltung ein. Bei zunehmendem Alter gehen sie mit ihrer Bezugsperson oft eine Art Paarbindung ein und beachten den Rest der Familie nicht mehr. Sie k\u00f6nnen auf andere Menschen sogar eifers\u00fcchtig und aggressiv reagieren.<\/p>\n<p>FOTO : Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Die Dohle (Corvus monedula) ist eine Singvogelart aus der Familie der Rabenv\u00f6gel (Corvidae). Unter den Raben und Kr\u00e4hen (Corvus) ist sie einer der kleinsten Vertreter. Sie zeichnet sich durch schwarz-graues Gefieder, einen st\u00e4mmigen Schnabel und hellblaue Augen aus. Das Verbreitungsgebiet der Dohle reicht vom nordafrikanischen Atlasgebirge \u00fcber Europa bis zum Baikalsee. 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