{"id":2960,"date":"2013-12-10T13:19:49","date_gmt":"2013-12-10T11:19:49","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/schwarzstorch-ciconia-nigra\/"},"modified":"2023-02-07T16:00:23","modified_gmt":"2023-02-07T14:00:23","slug":"schwarzstorch-ciconia-nigra","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/schwarzstorch-ciconia-nigra\/","title":{"rendered":"Schwarzstorch (Ciconia nigra)"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>Schwarzstorch<\/strong> (<em>Ciconia nigra<\/em>) ist neben dem <a title=\"Wei\u00dfstorch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fstorch\">Wei\u00dfstorch<\/a> (<em>Ciconia ciconia<\/em>) die einzige in <a title=\"Europa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa\">Europa<\/a> br\u00fctende <a title=\"Art (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Art_%28Biologie%29\">Art<\/a> aus der <a title=\"V\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/V%C3%B6gel\">Vogel<\/a><a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">familie<\/a> der <a title=\"St\u00f6rche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/St%C3%B6rche\">St\u00f6rche<\/a> (Ciconiidae). <\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Wei\u00dfstorch ist der Schwarzstorch ein scheuer Bewohner alter, geschlossener W\u00e4lder, die Still- und Flie\u00dfgew\u00e4sser aufweisen. Trotz des sehr gro\u00dfen Verbreitungsgebietes werden keine <a title=\"Unterart\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterart\">Unterarten<\/a> unterschieden.<\/p>\n<p>Der Schwarzstorch ist etwas kleiner als der <a title=\"Wei\u00dfstorch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fstorch\">Wei\u00dfstorch<\/a> (<em>Ciconia ciconia<\/em>). Oberseite, Kopf, Hals und Vorderbrust sind metallisch gl\u00e4nzend schwarz, das Gefieder schillert metallisch je nach Lichteinfall gr\u00fcnlich, purpurn, aber auch kupferfarbig. Nur Brust, Bauch, der rumpfnahe Teil des Unterfl\u00fcgels sowie die Unterschwanzdecken sind wei\u00df. Die Weibchen sind nur geringf\u00fcgig matter gef\u00e4rbt als die M\u00e4nnchen, ihr Schnabel ist meistens gerade, w\u00e4hrend jener der M\u00e4nnchen ganz leicht aufw\u00e4rts gebogen erscheint. In Gewicht und Gr\u00f6\u00dfe besteht zwischen den Geschlechtern kein Unterschied. Schnabel und Beine des adulten Vogels sind w\u00e4hrend der Brutzeit leuchtend rot, im Schlichtkleid aber br\u00e4unlich bis matt dunkelrot. Auch die nackten Hautpartien rund um die Augen sowie der Schnabelansatz sind w\u00e4hrend der Brutsaison leuchtend r\u00f6tlich gef\u00e4rbt. Die Beine der Jungv\u00f6gel sind im ersten Jahr gelbgr\u00fcnlich und wechseln langsam \u00fcber br\u00e4unliche T\u00f6ne ins R\u00f6tliche. Ihr Schnabel ist dunkelbraun mit einem leicht rostroten Anflug. Die Gefiederfarbe ist stumpfer, eher tief braunschwarz, der metallische Schimmer fehlt.<\/p>\n<h3><span id=\"Flugbild_und_Flug\" class=\"mw-headline\">Flugbild und Flug<\/span><\/h3>\n<p>Auch im Flug ist der Schwarzstorch in seinen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Pal\u00e4arktische Region\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktische_Region\">pal\u00e4arktischen<\/a> Brutgebieten kaum zu verwechseln. Im \u00dcberwinterungsgebiet k\u00f6nnen bei fl\u00fcchtiger Betrachtung Verwechslungen mit dem bedeutend kleineren <a title=\"Abdimstorch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abdimstorch\">Abdimstorch<\/a> (<em>Ciconia abdimii<\/em>) vorkommen. Der Schwarzstorch fliegt wie alle <em>Eigentlichen St\u00f6rche<\/em> mit ausgestrecktem Hals und ausgestreckten Beinen, die deutlich das Schwanzende \u00fcberragen, Kopf und Schnabel sind leicht abgesenkt. Die Fl\u00fcgel sind etwas schmaler als die des Wei\u00dfstorches, deutlicher im Fl\u00fcgelbug (<a class=\"mw-redirect\" title=\"Karpalgelenk\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karpalgelenk\">Karpalgelenk<\/a>) abgewinkelt, jedoch ebenso tief gefingert.<\/p>\n<p>Der Flug des Schwarzstorches wirkt leichter und beh\u00e4nder als der des Wei\u00dfstorches. In Anpassung an seinen <a title=\"Habitat\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Habitat\">Lebensraum<\/a> hat er eine Flugtechnik entwickelt, bei der die Fl\u00fcgel im Karpalgelenk stark abgewinkelt werden, wodurch die gro\u00dfe Fl\u00fcgelspannweite von bis zu zwei Metern erheblich reduziert wird. Diese Flugweise erm\u00f6glicht ein problemloseres Einfliegen in den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Baumkrone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baumkrone\">Kronenbereich<\/a> und ein besseres Man\u00f6vrieren im <a title=\"Wald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wald\">Wald<\/a>. W\u00e4hrend der Balz- und territorialen Synchronfl\u00fcge spreizen Schwarzst\u00f6rche h\u00e4ufig die leuchtend wei\u00dfen Unterschwanzfedern, ein Verhalten, das in der Fachsprache als <em>Flaggezeigen<\/em> oder <em>Ausflaggen<\/em> bekannt ist.<\/p>\n<h3><span id=\"Ma.C3.9Fe_und_Gewicht\" class=\"mw-headline\">Ma\u00dfe und Gewicht<\/span><\/h3>\n<p>Die Gesamtl\u00e4nge des Schwarzstorches betr\u00e4gt im Mittel knapp 100 Zentimeter, er ist damit um etwa zehn Prozent kleiner als ein durchschnittlich gro\u00dfer Wei\u00dfstorch. Ein adulter Vogel wiegt fast drei Kilogramm, ein Erstzieher etwa zweieinhalb. Damit sind Schwarzst\u00f6rche im Durchschnitt um 10 bis 20 Prozent leichter als Wei\u00dfst\u00f6rche. Bei einer Fl\u00fcgell\u00e4nge von bis zu 57,5 Zentimetern kann die Gesamtspannweite knapp zwei Meter erreichen. Der Schnabel eines erwachsenen Vogels ist bei einer Schnabelh\u00f6he von etwa drei Zentimetern bis zu 19,5 Zentimeter lang.<\/p>\n<h2><span id=\"Stimme\" class=\"mw-headline\">Stimme<\/span><\/h2>\n<p>Im Gegensatz zum Wei\u00dfstorch ist der Schwarzstorch stimmbegabt. Zwar kommt auch bei ihm Schnabelklappern als <a title=\"Instrumentallaut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Instrumentallaut\">Instrumentallaut<\/a> vor, doch verf\u00fcgt er au\u00dferdem \u00fcber ein breites Repertoire an lauten und leisen Rufen und Ges\u00e4ngen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Balz, vor allem beim Synchronfliegen und bei Nestanfl\u00fcgen, ist ein nicht sehr lautes, melodisch-fl\u00f6tendes <em>Fliie-h\u00f6\u00f6,<\/em> das verschiedentlich variiert und moduliert wird, zu h\u00f6ren. Es kann entfernt etwa an den Flugruf des <a title=\"Wespenbussard\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wespenbussard\">Wespenbussards<\/a> erinnern. In Aggressionssituationen wird dieses Gesangselement lauter, sch\u00e4rfer, zuweilen auch scharf fauchend. Daneben verf\u00fcgen Schwarzst\u00f6rche \u00fcber ein breites Band an verschiedenen Kontaktlauten und Kontaktrufen. Schnabelklappern ist entweder ein Stress- oder Erregungsklappern. Es geht der <a title=\"Begattung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Begattung\">Kopulation<\/a> voraus und ist auch in Aggressionssituationen zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Jungv\u00f6gel <a title=\"Bettelverhalten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bettelverhalten\">betteln<\/a> ausgiebig mit verschiedenen, zum Teil etwas entenartig klingenden Lauten. \u00c4ltere Jungst\u00f6rche sto\u00dfen in Bedrohungssituationen einen tiefen, auf <em>uuuaaa<\/em> vokalisierten Laut aus, der unter Vogelkundlern als <em>Gr\u00f6len<\/em> bekannt ist.<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>Anders als sein bekannterer Verwandter, der Wei\u00dfstorch, lebt der Schwarzstorch meistens verborgen in alten, aber nicht zu dichten, reich strukturierten W\u00e4ldern; <a title=\"Laubwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laubwald\">Laubw\u00e4lder<\/a> und <a title=\"Mischwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mischwald\">Laubmischw\u00e4lder<\/a> mit <a title=\"Lichtung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lichtung\">Lichtungen<\/a>, <a title=\"Flie\u00dfgew\u00e4sser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flie%C3%9Fgew%C3%A4sser\">Flie\u00dfgew\u00e4ssern<\/a>, <a title=\"T\u00fcmpel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCmpel\">T\u00fcmpeln<\/a> und <a title=\"Teich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Teich\">Teichen<\/a> sind sein idealer Lebensraum. Ebenso geh\u00f6ren waldnah gelegene, feuchte, extensiv genutzte Wiesen zu einem optimalen Schwarzstorchhabitat. Alte Schwarzstorchreviere liegen fast immer in geschlossenen, meistens \u00fcber 100 <a title=\"Hektar\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hektar\">Hektar<\/a> gro\u00dfen Waldgebieten. Mit der dichteren Besiedelung und dem daraus resultierenden Mangel an optimalen Brutpl\u00e4tzen wurden in den letzten Jahren auch Brutansiedelungen in kleinen Waldgebieten, in Einzelf\u00e4llen sogar in kleinen Feldgeh\u00f6lzen festgestellt.<\/p>\n<p>Schwarzst\u00f6rche sind sehr empfindlich gegen\u00fcber St\u00f6rungen und meiden daher weitgehend die N\u00e4he von menschlichen Siedlungen; die verschiedentlich aufgestellte Behauptung, der Schwarzstorch br\u00fcte in <a title=\"Transkaukasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Transkaukasien\">Transkaukasien<\/a> auch im Bereich menschlicher Siedlungen, lie\u00df sich durch neuere Untersuchungen nicht st\u00fctzen. Im oberfr\u00e4nkischen <a title=\"Pommersfelden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pommersfelden#Gemeindegliederung\">Steppach<\/a> kam es 2013 jedoch zu einem Nestbau und einer Brut (zwei Jungv\u00f6gel) auf einem Hausdach in der Ortsmitte.<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung\" class=\"mw-headline\">Verbreitung<\/span><\/h2>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\"><a class=\"image\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Ciconia_nigra_distr.png\"><img decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/0d\/Ciconia_nigra_distr.png\/220px-Ciconia_nigra_distr.png\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"152\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Ciconia_nigra_distr.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf5\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p><strong>orange<\/strong>: Sommervogel<br \/> <strong>blau<\/strong>: Winterverbreitung<br \/> <strong>gr\u00fcn<\/strong>: Standvogel<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>In Nord- und Mitteleuropa kommt der Schwarzstorch in gr\u00f6\u00dferer Regelm\u00e4\u00dfigkeit, aber immer noch sehr l\u00fcckenhaft etwa \u00f6stlich von 11 bis 13\u00b0 \u00f6stlicher L\u00e4nge vor. Die westlich davon liegenden Brutvorkommen sind mit Ausnahme der zum Gro\u00dfteil residenten <a title=\"Iberische Halbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iberische_Halbinsel\">iberischen<\/a> Populationen Ausbreitungsgebiete, die erst seit wenigen Jahren besiedelt werden. Ein weit vorgeschobener Ausbreitungskeil reicht derzeit von den Waldgebieten der <a title=\"Belgien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Belgien\">belgischen<\/a> und <a title=\"\u00d6sling\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96sling\">luxemburgischen<\/a> <a title=\"Ardennen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ardennen\">Ardennen<\/a> \u00fcber Nordost- und Zentralfrankreich s\u00fcdwestw\u00e4rts bis ins <a class=\"mw-redirect\" title=\"Perigord\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Perigord\">Perigord<\/a>. Im Norden br\u00fctet die Art von <a title=\"D\u00e4nemark\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/D%C3%A4nemark\">D\u00e4nemark<\/a> nach Osten bis <a title=\"Region Primorje\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Region_Primorje\">Ussurien<\/a> an der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Pazifik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pazifik\">Pazifikk\u00fcste<\/a>. Die Nordgrenze seiner pal\u00e4arktischen Verbreitung schwankt um 60\u00b0 N, die S\u00fcdgrenze ist uneinheitlich, da die Art W\u00fcsten- und Steppengebiete nicht dauerhaft besiedelt.<\/p>\n<p>In seinem gesamten <a title=\"Asien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asien\">asiatischen<\/a> Verbreitungsgebiet ist der Schwarzstorch ein sehr seltener Brutvogel mit nur \u00e4u\u00dferst l\u00fcckenhafter Verbreitung.<\/p>\n<p>Weitgehend isolierte Vorkommen bestehen in <a title=\"Spanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanien\">Westspanien<\/a> und <a title=\"Portugal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portugal\">Ostportugal<\/a>, in der n\u00f6rdlichen <a title=\"T\u00fcrkei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkei\">T\u00fcrkei<\/a>, im <a title=\"Kaukasus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaukasus\">Kaukasusgebiet<\/a>, in <a title=\"Afghanistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afghanistan\">S\u00fcdwestafghanistan<\/a>, auf der <a title=\"Korea\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korea\">koreanischen Halbinsel<\/a> sowie in der Republik <a class=\"mw-redirect\" title=\"Republik S\u00fcdafrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Republik_S%C3%BCdafrika\">S\u00fcdafrika<\/a> nordw\u00e4rts bis <a title=\"Simbabwe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Simbabwe\">Simbabwe<\/a> und <a title=\"Sambia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sambia\">Sambia<\/a>. Wie sich diese s\u00fcdafrikanischen Best\u00e4nde entwickelt haben, ist nicht bekannt; zurzeit stehen sie in keinem Zugzusammenhang mit den europ\u00e4ischen und asiatischen Populationen.<\/p>\n<p>Die vertikale Verbreitung der Vorkommen ist sehr unterschiedlich und reicht in Europa von den Tieflandgebieten bis in die submontane Stufe der <a title=\"Waldgesellschaften Mitteleuropas\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldgesellschaften_Mitteleuropas\">Laubmischw\u00e4lder<\/a>, in Zentralasien werden ausschlie\u00dflich W\u00e4lder der submontanen und montanen Stufe besiedelt.<\/p>\n<h2><span id=\"Nahrung\" class=\"mw-headline\">Nahrung<\/span><\/h2>\n<p>Die Nahrung des Schwarzstorches setzt sich in viel h\u00f6herem Ma\u00dfe als beim Wei\u00dfstorch aus Tieren zusammen, die im oder am Wasser leben. Dabei spielen <a title=\"Fische\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fische\">Fische<\/a> und <a title=\"Rundm\u00e4uler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rundm%C3%A4uler\">Rundm\u00e4uler<\/a> die gr\u00f6\u00dfte Rolle. Daneben werden auch abh\u00e4ngig vom verf\u00fcgbaren Angebot <a title=\"Amphibien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amphibien\">Amphibien<\/a> und <a title=\"Wirbellose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirbellose\">Wirbellose<\/a> erbeutet; der Anteil der <a title=\"S\u00e4ugetiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%A4ugetiere\">S\u00e4ugetiere<\/a> ist im Vergleich zum Wei\u00dfstorch gering. <\/p>\n<p>Unter den Fischen geh\u00f6ren offenbar <a title=\"Forelle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Forelle\">Forellen<\/a> zur Hauptbeute, gefolgt von <a title=\"Groppe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Groppe\">Groppen<\/a>, <a title=\"Aalartige\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aalartige\">Aalen<\/a> und w\u00e4hrend der ersten beiden F\u00fctterungswochen <a title=\"Elritze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elritze\">Elritzen<\/a> und <a title=\"Bachschmerle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bachschmerle\">Bachschmerlen<\/a>. Dort, wo <a title=\"Bachneunauge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bachneunauge\">Bachneunauge<\/a> und <a title=\"Flussneunauge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flussneunauge\">Flussneunauge<\/a> in Schwarzstorchhabitaten vorkommen, z\u00e4hlen auch diese Rundm\u00e4uler zu den Beutetieren der Art. Genauere Angaben zu erbeuteten Amphibien sind kaum vorhanden, es scheint sich jedoch vor allem um <a title=\"Froschlurche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Froschlurche\">Fr\u00f6sche<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Molch (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Molch_%28Biologie%29\">Molche<\/a> zu handeln, w\u00e4hrend <a title=\"Kr\u00f6ten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kr%C3%B6ten\">Kr\u00f6ten<\/a> wohl nur bei starker Nahrungsknappheit angenommen werden. Reptilien, insbesondere junge <a title=\"Ringelnatter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ringelnatter\">Ringelnattern<\/a>, wurden selten als Beutetiere festgestellt.<\/p>\n<p>Unter den Wirbellosen \u00fcberwiegen ebenfalls wassergebundene, zumindest aber feuchtigkeitsliebende Arten, wie verschiedene <a title=\"Schwimmk\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwimmk%C3%A4fer\">Schwimmk\u00e4fer<\/a>, <a title=\"Wasserk\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wasserk%C3%A4fer\">Wasserk\u00e4fer<\/a> und deren <a class=\"mw-redirect\" title=\"Larven\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Larven\">Larvenstadien<\/a>, sowie in nicht unbetr\u00e4chtlichem Ausma\u00df die Larven verschiedener <a title=\"K\u00f6cherfliegen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%B6cherfliegen\">K\u00f6cherfliegen<\/a> und <a title=\"Libellen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Libellen\">Libellen<\/a>.<\/p>\n<p>Welchen Anteil S\u00e4ugetiere, insbesondere <a title=\"M\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4use\">Echte M\u00e4use<\/a>, <a title=\"Ratten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ratten\">Ratten<\/a>, <a title=\"W\u00fchlm\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BChlm%C3%A4use\">W\u00fchlm\u00e4use<\/a> und <a title=\"Spitzm\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spitzm%C3%A4use\">Spitzm\u00e4use<\/a>, an der Nahrung haben, ist nicht genau bekannt. In den Speiballen sind ihre Reste auf Grund der weitgehend vollst\u00e4ndigen Verdauung der Fisch- und Amphibiennahrung jedoch wahrscheinlich \u00fcberrepr\u00e4sentiert. Nur selten (z. B. bei Mangel an anderer Nahrung) werden Nestlinge anderer V\u00f6gel oder <a title=\"Aas\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aas\">Aas<\/a> gefressen.<\/p>\n<p>Ferner nimmt der Schwarzstorch regelm\u00e4\u00dfig Pflanzen zu sich und verf\u00fcttert sie auch an die Jungen. Haupts\u00e4chlich handelt es sich dabei um <a title=\"Moose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moose\">Moose<\/a> und Wasserpflanzen. Verschiedene Autoren sprechen dieser vegetarischen Beikost eine Funktion bei der <a title=\"Gew\u00f6lle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%B6lle\">Gew\u00f6llebildung<\/a> zu und vermuten auch, dass sie den Storch mit gewissen <a title=\"Spurenelement\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spurenelement\">Spurenelementen<\/a>, vor allem mit <a title=\"Mangan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mangan\">Mangan<\/a>, versorgt.<\/p>\n<h3><span id=\"Nahrungserwerb\" class=\"mw-headline\">Nahrungserwerb<\/span><\/h3>\n<p>Die Nahrung wird meistens schreitend im Wasser, an feuchten Waldstellen oder auf feuchten Wiesen erbeutet. Kurze, schnelle Verfolgungen unter Zuhilfenahme der Fl\u00fcgel kommen vor. Schwarzst\u00f6rche jagen meistens in seichtem Wasser, doch wurden auch St\u00f6rche bis zum Bauchgefieder im Wasser watend beobachtet. Der Schwarzstorch jagt sowohl auf Sicht als auch sensorisch durch Sondierungsbewegungen des Schnabels im Schlamm oder tr\u00fcben Wasser, obwohl sein bevorzugtes Nahrungshabitat klare B\u00e4che mit kiesigem Untergrund sind. H\u00e4ufig werden bei der Wasserjagd die Fl\u00fcgel ausgebreitet, eine Methode, die <em>Fl\u00fcgelmanteln<\/em> oder englisch <em>canopy feeding<\/em> genannt wird. M\u00f6glicherweise werden dadurch die Lichtreflexionen auf dem Wasser gemildert, es k\u00f6nnte aber auch sein, dass den verfolgten Fischen durch die Lichtabschirmung eine Fluchth\u00f6hle vorget\u00e4uscht wird und sie so leichter zu erbeuten sind.<\/p>\n<p>Die Beute wird nicht aufgespie\u00dft, sondern mit dem Schnabel ergriffen. Gr\u00f6\u00dfere Beutetiere werden noch im Schnabel weichgeknetet, bevor sie mit dem Kopf voran verschlungen werden. Um die Beutetiere zu wenden, werden sie zuweilen in die Luft geschleudert, manchmal aber auch am Gew\u00e4sserrand abgelegt und erst dort verzehrt.<\/p>\n<h2><span id=\"Verhalten\" class=\"mw-headline\">Verhalten<\/span><\/h2>\n<p>Wohl in seinem gesamten Verbreitungsgebiet ist der Schwarzstorch ein scheuer <a title=\"Kulturfl\u00fcchter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kulturfl%C3%BCchter\">Kulturfl\u00fcchter<\/a>, der zum Teil \u00e4u\u00dferst sensibel auf St\u00f6rungen in seinem Brutgebiet reagiert. Vor allem in den ersten Wochen nach der Ankunft im Brutgebiet ist diese St\u00f6ranf\u00e4lligkeit sehr ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Seine Aktivit\u00e4t beginnt mit dem ersten Nahrungsflug in der Morgend\u00e4mmerung und endet kurz nach Sonnenuntergang. Er ist w\u00e4hrend der Brutzeit streng territorial und auch au\u00dferhalb dieser weniger gesellig als der Wei\u00dfstorch. Auf dem Zug finden sich jedoch gr\u00f6\u00dfere Gruppen zusammen, die gemeinsam Rast- und Ruhepl\u00e4tze sowie die Nahrungsgr\u00fcnde aufsuchen.<\/p>\n<h3><span id=\"Ruhe-_und_Komfortverhalten\" class=\"mw-headline\">Ruhe- und Komfortverhalten<\/span><\/h3>\n<p>Schwarzst\u00f6rche f\u00fchren eine sehr penible Gefiederpflege durch und baden gerne und ausgiebig (\u201e<a title=\"Komfortverhalten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Komfortverhalten\">Komfortverhalten<\/a>\u201c). Dabei tauchen sie mit dem gesamten K\u00f6rper ins Wasser. Bei Alt- und Jungv\u00f6geln wird regelm\u00e4\u00dfig soziale Gefiederpflege festgestellt. W\u00e4hrend der Ruhe- und Schlafperioden stecken die St\u00f6rche den Schnabel ins aufgeplusterte Hals- und Brustgefieder; oft stehen sie in diesen Ruheperioden auf einem Bein. W\u00e4hrend der <a title=\"Hudern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hudern\">Huderperiode<\/a> schl\u00e4ft das Weibchen im Nest, das M\u00e4nnchen sucht seinen Schlafplatz in der unmittelbaren Umgebung, in der Regel mit gutem Sichtkontakt zum Nest. Wenn die Jungen nicht mehr gehudert werden m\u00fcssen, schl\u00e4ft ein Altvogel stehend am Nestrand.<\/p>\n<h3><span id=\"Aggressionsverhalten\" class=\"mw-headline\">Aggressionsverhalten<\/span><\/h3>\n<p>W\u00e4hrend der Balz- und Brutzeit ist der Schwarzstorch streng territorial. Das Territorium wird w\u00e4hrend der Reviergr\u00fcndung durch eindrucksvolle Revierfl\u00fcge markiert, Eindringlinge werden energisch davon ferngehalten. Artgenossen werden vom Nest mit seltsam anmutenden T\u00e4nzen vertrieben. Dabei str\u00e4ubt der Vogel die wei\u00dfen Unterschwanzdecken, tritt von einem Bein auf das andere und f\u00fchrt mit dem Kopf schl\u00e4ngelnde Bewegungen aus. H\u00e4ufig ist dieser Tanz von st\u00f6hnenden Rufreihen begleitet. Angriffe mit K\u00f6rperkontakt unterbleiben aber meistens; sie wurden unter Artgenossen selten beobachtet, k\u00f6nnen aber recht heftig sein und zu Verletzungen f\u00fchren. Solche Auseinandersetzungen werden auch im Fluge ausgetragen.<\/p>\n<h2><span id=\"Brutbiologie\" class=\"mw-headline\">Brutbiologie<\/span><\/h2>\n<p>Schwarzst\u00f6rche f\u00fchren eine, wie neueste Beobachtungen zeigen, nicht immer ganz <a class=\"mw-redirect\" title=\"Monogam\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogam\">monogame<\/a> Brutsaisonehe. Sie werden fr\u00fchestens im dritten Lebensjahr <a title=\"Geschlechtsreife\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschlechtsreife\">geschlechtsreif<\/a>, schreiten aber meistens erst ein Jahr sp\u00e4ter zur ersten <a title=\"Brut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brut\">Brut<\/a>. Auf Grund der sehr gro\u00dfen Brutplatztreue beider Partner kommt es h\u00e4ufig zu Wiederverpaarungen, auch \u00fcber viele Jahre hinweg. Der zuerst im Brutrevier ankommende Vogel \u2013 es handelt sich dabei h\u00e4ufiger um das M\u00e4nnchen &#8211; wartet auf dem Nest oder nahe dabei auf den Partner; zuweilen, aber nicht immer, beginnt er auch sofort mit Instandsetzungsarbeiten am Nest oder, bei Revierbegr\u00fcndungen, mit dem Nestbau. Diese Warteperiode kann in Extremf\u00e4llen bis zu 40 Tage dauern, ein oder zwei Wochen sind aber die Regel. Nur selten kommen beide V\u00f6gel am gleichen Tag am Niststandort an. Das vereinte Paar beginnt sofort mit Nestbau oder Nestinstandsetzung und markiert das Territorium mit eindrucksvollen Schaufl\u00fcgen; die dabei in gro\u00dfe H\u00f6hen aufsteigenden V\u00f6gel zeigen immer synchrone Flugbewegungen, auch w\u00e4hrend der simulierten spiraligen Abst\u00fcrze, dem sogenannten <em>Wuchteln<\/em>. H\u00e4ufig werden bei diesen Revierfl\u00fcgen die wei\u00dfen Unterschwanzdeckfedern gespreizt.<\/p>\n<p>In dieser Zeit kopulieren die St\u00f6rche h\u00e4ufig, vornehmlich in den Vormittagsstunden und meistens auf dem Hauptnest.<\/p>\n<h3><span id=\"Neststandort_und_Nest\" class=\"mw-headline\">Neststandort und Nest<\/span><\/h3>\n<p>Schwarzst\u00f6rche bauen umfangreiche Baum- oder Felsennester. Die Baumnester liegen im mittleren, h\u00e4ufiger aber im oberen Drittel verschiedener Laub- und Nadelb\u00e4ume, meistens in Stammn\u00e4he, gelegentlich aber auch weit vom Stamm entfernt auf weit ausladenden starken \u00c4sten. Unter den Horstb\u00e4umen ist eine Bevorzugung der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Eiche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eiche\">Eiche<\/a> festzustellen, wohl vor allem deshalb, weil Eichen schon im mittleren Stammabschnitt starke \u00c4ste mit vielen Verzweigungen ausbilden, die als stabile Nestauflage gut geeignet sind. Bei Baumhorsten liegt der Horst oft auf \u00dcberst\u00e4ndern, also B\u00e4umen, die andere in der H\u00f6he \u00fcberragen, h\u00e4ufig auch auf Randb\u00e4umen an Lichtungen. Solche Lagen erm\u00f6glichen ein leichtes Einfliegen in den Horstbereich. Felsenhorste werden in der Regel auf relativ niedrigen, oft teilweise oder ganz \u00fcberdachten Felssimsen errichtet, wobei die Felsh\u00f6he selbst und die H\u00f6henlage des Nestes innerhalb des Felsens sehr unterschiedlich sein kann.<\/p>\n<p>Der Schwarzstorch benutzt seine Nester oft \u00fcber viele Jahre hinweg, setzt sie immer wieder instand und erweitert sie, sodass sie betr\u00e4chtliche Ausma\u00dfe und ein gro\u00dfes Gewicht erreichen k\u00f6nnen, was bei zu schwacher Nestunterlage nicht selten zu Nestabst\u00fcrzen f\u00fchrt. Die Horste sind selten kreisrund, sondern eher rundoval mit Ma\u00dfen von etwa 150 \u00d7 120 Zentimetern bei einer H\u00f6he von rund 50 Zentimetern. Diese Ausma\u00dfe k\u00f6nnen jedoch um einiges \u00fcberschritten werden. Oft legt ein Revierpaar neben dem Hauptnest noch einige Ausweichnester an.<\/p>\n<h3><span id=\"Gelege_und_Brut\" class=\"mw-headline\">Gelege und Brut<\/span><\/h3>\n<p>Der Zeitpunkt der Eiablage ist von der geographischen Lage und den klimatischen Bedingungen abh\u00e4ngig. In <a title=\"Mitteleuropa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitteleuropa\">Mitteleuropa<\/a> beginnt sie selten vor Mitte April. Die westlichen St\u00f6rche beginnen eher fr\u00fcher zu br\u00fcten, die \u00f6stlichen sp\u00e4ter. Die s\u00fcdafrikanische Brutzeit f\u00e4llt in den dortigen Winter und erreicht ihren Gipfel in den Monaten Juni und Juli.<\/p>\n<p>Ein <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ei (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ei_%28Biologie%29\">Vollgelege<\/a> besteht am h\u00e4ufigsten aus vier rundovalen, anfangs gr\u00fcnlichen, sp\u00e4ter reinwei\u00dfen <a title=\"Ei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ei\">Eiern<\/a> in der mittleren Gr\u00f6\u00dfe von 66 \u00d7 48,5 Millimetern. Es kommen auch Gelege mit drei bis sieben Eiern vor. Nachgelege enthalten selten mehr als drei Eier.<\/p>\n<p>Die Eier werden in Abst\u00e4nden von zwei Tagen gelegt; das Weibchen beginnt meistens nach dem zweiten Ei fest zu br\u00fcten, sodass die <a title=\"K\u00fcken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%BCken\">K\u00fcken<\/a> in Abst\u00e4nden bis zu sechs Tagen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schl\u00fcpfen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schl%C3%BCpfen\">schl\u00fcpfen<\/a> und erhebliche Gr\u00f6\u00dfen- und Entwicklungsunterschiede zwischen den K\u00fcken bestehen k\u00f6nnen. Beide Elternteile br\u00fcten, nachts jedoch immer das Weibchen. Gelegentlich wird das Weibchen w\u00e4hrend der <a title=\"Brutzeit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brutzeit\">Brutzeit<\/a> vom M\u00e4nnchen mit Nahrung versorgt. Die mittlere Brutzeit betr\u00e4gt 34 bis 38 Tage. In den ersten drei bis vier Wochen werden die Jungst\u00f6rche st\u00e4ndig von einem Altstorch bewacht und wenn n\u00f6tig <a title=\"Hudern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hudern\">gehudert<\/a> oder beschattet. Die F\u00fctterung \u00fcbernimmt zuerst ausschlie\u00dflich das M\u00e4nnchen, nach der zweiten Lebenswoche, manchmal auch erst sp\u00e4ter, f\u00fcttern beide Elternteile. Mit 21 Tagen k\u00f6nnen die Jungen zumindest kurzzeitig aufrecht stehen, mit etwa 60 bis 70 Tagen sind sie fl\u00fcgge. Die Jungst\u00f6rche werden noch zwei bis vier Wochen von den Eltern betreut und kehren auch noch oft zum Nest zur\u00fcck. Danach verlassen sie meistens in Zugrichtung und vor den Altv\u00f6geln das Aufwuchsgebiet.<\/p>\n<h2><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 262px;\"><a class=\"image\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Ciconia_nigra_Eurasian_Migration_.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"thumbimage\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/7d\/Ciconia_nigra_Eurasian_Migration_.png\/260px-Ciconia_nigra_Eurasian_Migration_.png\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"330\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<div class=\"magnify\"><a class=\"internal\" title=\"vergr\u00f6\u00dfern und Informationen zum Bild anzeigen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Ciconia_nigra_Eurasian_Migration_.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bits.wikimedia.org\/static-1.23wmf5\/skins\/common\/images\/magnify-clip.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"11\" \/><\/a><\/div>\n<p><strong>roter Strich<\/strong>: Zugscheide in Europa<br \/> <strong>orange Pfeile<\/strong>: Hauptzugrichtungen der Westzieher<br \/> <strong>gelbe Pfeile<\/strong>: Hauptzugrichtungen der Ostzieher<br \/> <strong>blau<\/strong>: Haupt\u00fcberwinterungsgebiete<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Schwarzstorch ist im gr\u00f6\u00dften Teil seines gro\u00dfen Verbreitungsgebietes ein obligater <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a>, nur Teile der Populationen in Westspanien und Ostportugal sowie die s\u00fcdafrikanischen Schwarzst\u00f6rche sind Standv\u00f6gel. Wie der Wei\u00dfstorch ist auch der Schwarzstorch vor allem ein <a title=\"Thermiksegler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thermiksegler\">Thermikzieher<\/a>, der aber in gr\u00f6\u00dferer Zahl als dieser das Mittelmeer \u00fcberquert, da er l\u00e4ngere Strecken im <a title=\"Schlagflug\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlagflug\">Schlagflug<\/a> zur\u00fccklegen kann. Die Sahara wird meistens auf k\u00fcstennahen Strecken umflogen, beziehungsweise nur in ihren Randbereichen gestreift. Ein nicht unbetr\u00e4chtlicher Teil der St\u00f6rche w\u00e4hlt jedoch auch Oasenrouten und \u00fcberquert die zentrale Sahara.<\/p>\n<h3><span id=\"Westzieher\" class=\"mw-headline\">Westzieher<\/span><\/h3>\n<p>Unter den Westziehern w\u00e4hlen etwa 10 Prozent die Passage Sizilien \u2013 <a class=\"mw-redirect\" title=\"Cap Bon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cap_Bon\">Cap Bon<\/a>, <a title=\"Tunesien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tunesien\">Tunesien<\/a>, w\u00e4hrend die Inselbr\u00fccke der <a class=\"mw-redirect\" title=\"\u00c4g\u00e4is\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84g%C3%A4is\">\u00c4g\u00e4is<\/a> seltener beflogen wird. In der Regel \u00fcberfliegen die Westzieher das Mittelmeer jedoch in der Umgebung von Gibraltar. Mit der fortschreitenden Westausbreitung der Art steigt auch die Anzahl der Westzieher, die zum Teil schon in S\u00fcdspanien und S\u00fcdportugal \u00fcberwintern, meistens aber bis Westafrika, insbesondere in die <a title=\"Niger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niger\">Niger<\/a>-Feuchtgebiete und nach <a class=\"new\" title=\"Senegambia (Region) (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Senegambia_%28Region%29&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Senegambien<\/a> weiterziehen.<\/p>\n<h3><span id=\"Ostzieher\" class=\"mw-headline\">Ostzieher<\/span><\/h3>\n<p>Die Ostzieher w\u00e4hlen die <a title=\"Bosporus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bosporus\">Bosporus<\/a>&#8211;<a class=\"mw-redirect\" title=\"Sinai (Halbinsel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sinai_%28Halbinsel%29\">Sinai<\/a>&#8211;<a title=\"Nil\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nil\">Niltal<\/a>-Route und \u00fcberwintern in Ostafrika. Die \u00dcberwinterungsgebiete der in Mittelasien br\u00fctenden St\u00f6rche liegen zum Teil ebenfalls in Ostafrika sowie in Indien s\u00fcdlich des Himalayas, aber meistens n\u00f6rdlich des \u00c4quators, die der Fernostst\u00f6rche in <a title=\"Indochina\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indochina\">Indochina<\/a> sowie im s\u00fcdlichen China. Die asiatischen Hochgebirge werden oft \u00fcberflogen; ziehende St\u00f6rche wurden im <a title=\"Karakorum (Gebirge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karakorum_%28Gebirge%29\">Karakorum<\/a> in H\u00f6hen von 8000 Metern beobachtet.<\/p>\n<h3><span id=\"Zugscheide_in_Europa\" class=\"mw-headline\">Zugscheide in Europa<\/span><\/h3>\n<p>Die uneinheitliche Zugscheide zwischen Ost- und Westziehern liegt im \u00f6stlichen Mitteleuropa etwa bei 16\u00b0 Ost und zieht sich nach Norden bis auf etwa 10\u00b0 Ost. Die Zugscheiden der asiatischen Populationen sind nicht bekannt. Die s\u00fcdafrikanischen St\u00f6rche nomadisieren au\u00dferhalb der Brutzeit.<\/p>\n<h3><span id=\"Zugzeiten_in_Europa\" class=\"mw-headline\">Zugzeiten in Europa<\/span><\/h3>\n<p>Der Wegzug der St\u00f6rche aus ihren Brutr\u00e4umen beginnt Mitte August mit dem Abzug der Jungst\u00f6rche und dauert bis Ende September. Innerhalb der Zugscheidengebiete kommt es vor, dass sowohl Partner als auch Geschwister unterschiedliche Routen w\u00e4hlen. Die Zugleistungen beim Wegzug liegen zwischen 100 und 250 Tageskilometern mit Tagesmaximalstrecken von \u00fcber 500 Kilometern. Der Heimzug erfolgt etwas z\u00fcgiger; ab Mitte M\u00e4rz treffen die ersten mitteleurop\u00e4ischen St\u00f6rche wieder im Brutgebiet ein.<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Bedrohung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Bedrohung<\/span><\/h2>\n<p>Die europ\u00e4ischen Schwarzstorchbest\u00e4nde nehmen besonders im Westen Mitteleuropas seit etwa 25 Jahren leicht zu. Im Osten hingegen bestehen uneinheitliche Bestandsentwicklungen, in einigen Staaten sind auch erhebliche Bestandsabnahmen festzustellen. Auffallend ist die vergleichsweise geringe Reproduktionsrate der Ostst\u00f6rche, w\u00e4hrend die der Westst\u00f6rche anhaltend hoch bleibt. \u00dcber die Bestandssituation in Mittel- und Ostasien liegen keine aktuellen Angaben vor, Einzelzahlen deuten jedoch eher auf einen Bestandsr\u00fcckgang hin.<\/p>\n<p>In Europa besteht ein Trend zu einer Arealausweitung nach Westen und Nordwesten, der sich insbesondere nach 1995 deutlich verst\u00e4rkt hat. Einzelbruten im s\u00fcdlichen <a title=\"Baden-W\u00fcrttemberg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baden-W%C3%BCrttemberg\">Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> deuten auf eine beginnende Arealausweitung in diesen Bereichen hin. Aus Vorarlberg liegen bisher nur Einzelbeobachtungen vor allem zu den Zugzeiten vor. Brutnachweise fehlen hier, ebenso aus der Schweiz. Rheinabw\u00e4rts br\u00fctet die Art bereits in nicht unbetr\u00e4chtlichen Zahlen in <a title=\"Rheinland-Pfalz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rheinland-Pfalz\">Rheinland-Pfalz<\/a> und in <a title=\"Nordrhein-Westfalen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordrhein-Westfalen\">Nordrhein-Westfalen<\/a>. 2005 br\u00fcteten in Deutschland mindestens 500 bis 530 Paare, w\u00e4hrend die Zahl der Brutpaare Anfang der 1970er Jahre noch unter 50 lag. Neuerdings werden auch aus Norditalien wieder Bruten gemeldet. Besonders st\u00fcrmisch verl\u00e4uft die Arealausweitung \u00fcber die belgischen Ardennen nach Nordostfrankreich, ohne dass dahinterliegende Regionen bereits aufgef\u00fcllt w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Insgesamt werden die europ\u00e4ischen Best\u00e4nde auf etwa 7000 bis 11.000 Brutpaare gesch\u00e4tzt, was ungef\u00e4hr der H\u00e4lfte des Weltbestandes entspricht. Die gr\u00f6\u00dften Vorkommen mit je \u00fcber 1000 Brutpaaren liegen in Polen und in Wei\u00dfrussland.<\/p>\n<p>Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"IUCN\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> sieht die Schwarzstorchbest\u00e4nde zurzeit nicht gef\u00e4hrdet (<em>LC = least concern<\/em>), in den europ\u00e4ischen Listen wird die Art trotz des positiven Populationstrends mit <em>R (= rare \u2013 selten)<\/em> eingestuft. Auf Grund der global sehr geringen Individuenzahl von maximal etwa 40.000 Tieren scheint sie besonders durch mangelnden genetischen Austausch sowie durch Zugverluste (insbesondere Abschuss in einigen s\u00fcdeurop\u00e4ischen und nordafrikanischen Staaten) und durch Probleme in den \u00dcberwinterungsgebieten gef\u00e4hrdet. Vor allem Jungst\u00f6rche verungl\u00fccken sehr h\u00e4ufig auf ihrem ersten Zug an Hochspannungsleitungen und Windstromanlagen. In den Brutgebieten sind nach wie vor negative Habitatsver\u00e4nderungen sowie St\u00f6rungen am Brutplatz die schwerwiegendsten Gef\u00e4hrdungsursachen.<\/p>\n<h2><span id=\"Bastardisierungen\" class=\"mw-headline\">Bastardisierungen<\/span><\/h2>\n<p>Zwischen Schwarz- und Wei\u00dfstorch wurden bisher keine Bastardisierungen in freier Natur beobachtet. In den Zoos von <a title=\"Zoo Basel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zoo_Basel\">Basel<\/a>, <a title=\"K\u00f6lner Zoo\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%B6lner_Zoo\">K\u00f6ln<\/a> und <a title=\"Zoo Tallinn\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zoo_Tallinn\">Tallinn<\/a> kam es jedoch zu solchen Artkreuzungen. Die Hybriden bildeten intermedi\u00e4r unterschiedliche Gefiederf\u00e4rbungen aus; \u00fcber ihre <a class=\"mw-redirect\" title=\"Fertilit\u00e4t\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fertilit%C3%A4t\">Fertilit\u00e4t<\/a> ist nichts bekannt.<\/p>\n<h2><span id=\"Namensherleitung\" class=\"mw-headline\">Namensherleitung<\/span><\/h2>\n<p>Die tiefergehende <a title=\"Etymologie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Etymologie\">Etymologie<\/a> des deutschen Namens Storch (<a title=\"Urgermanisch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Urgermanisch\">urgermanisch<\/a> <em>*sturka<\/em>, <a title=\"Althochdeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Althochdeutsch\">althochdeutsch<\/a> <em>storah<\/em>, <a title=\"Mittelhochdeutsch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelhochdeutsch\">mittelhochdeutsch<\/a> <em>storche<\/em>) ist nicht eindeutig gekl\u00e4rt, m\u00f6gliche Verbindungen zu nicht germanischen Sprachen sind also nicht klar erwiesen. Der Gattungsname <em>ciconia<\/em> ist bei <a title=\"Plinius der \u00c4ltere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Plinius_der_%C3%84ltere\">Plinius<\/a> belegt und benennt unterschiedliche <a title=\"Schreitv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schreitv%C3%B6gel\">Schreitv\u00f6gel<\/a>. Das lateinische <a title=\"Adjektiv\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adjektiv\">Farbadjektiv<\/a> <em>nigra<\/em> bedeutet <em>schwarz<\/em>.<\/p>\n<h2><span id=\"Kulturgeschichtliches\" class=\"mw-headline\">Kulturgeschichtliches<\/span><\/h2>\n<p>In vorchristlich-germanischer Zeit sah man den Schwarzstorch als einen der Begleiter <a title=\"Odin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Odin\">Odins<\/a>; ein im Schwedischen noch immer gebr\u00e4uchlicher volkst\u00fcmlicher Name ist <em>Odensvala, Schwalbe des Odin<\/em>. Aus dem Mittelalter gibt es nur wenige Hinweise auf eine genaue Kenntnis der Art, doch wird sie im <a class=\"mw-redirect\" title=\"Falkenbuch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Falkenbuch\">Falkenbuch<\/a> Kaiser <a title=\"Friedrich II. (HRR)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_II._%28HRR%29\">Friedrichs II.<\/a> <em>(De arte venandi cum avibus)<\/em> in einigen sehr naturgetreuen Abbildungen dargestellt. Im Allgemeinen gilt der Schwarzstorch vom Mittelalter bis in die Neuzeit als Gegenspieler des verehrten und positiv besetzten Wei\u00dfstorches und wird demgem\u00e4\u00df als K\u00fcnder von Unheil, Krankheit und Krieg angesehen. Dieser Volksaberglaube, der Schwarzstorch verhei\u00dfe nahendes Ungl\u00fcck, ist in manchen Regionen des s\u00fcd\u00f6stlichen Europas noch immer lebendig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto: Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist neben dem Wei\u00dfstorch (Ciconia ciconia) die einzige in Europa br\u00fctende Art aus der Vogelfamilie der St\u00f6rche (Ciconiidae). Im Gegensatz zum Wei\u00dfstorch ist der Schwarzstorch ein scheuer Bewohner alter, geschlossener W\u00e4lder, die Still- und Flie\u00dfgew\u00e4sser aufweisen. Trotz des sehr gro\u00dfen Verbreitungsgebietes werden keine Unterarten unterschieden. 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