{"id":2931,"date":"2013-12-09T19:30:05","date_gmt":"2013-12-09T17:30:05","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/hockerschwan-cygnus-olor\/"},"modified":"2013-12-09T19:57:38","modified_gmt":"2013-12-09T17:57:38","slug":"hockerschwan-cygnus-olor","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/hockerschwan-cygnus-olor\/","title":{"rendered":"H\u00f6ckerschwan (Cygnus olor)"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>H\u00f6ckerschwan<\/strong> (<em>Cygnus olor<\/em>) ist eine <a title=\"V\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/V%C3%B6gel\">Vogel<\/a><a title=\"Art (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Art_%28Biologie%29\">art<\/a>, die innerhalb der <a title=\"Entenv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entenv%C3%B6gel\">Entenv\u00f6gel<\/a> (Anatidae) zur <a title=\"Gattung (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gattung_%28Biologie%29\">Gattung<\/a> der <a title=\"Schw\u00e4ne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schw%C3%A4ne\">Schw\u00e4ne<\/a> (<em>Cygnus<\/em>) und zur Unterfamilie der <a title=\"G\u00e4nse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%A4nse\">G\u00e4nse<\/a> (Anserinae) geh\u00f6rt. Als halbdomestizierter Vogel ist er heute in weiten Bereichen Mitteleuropas beheimatet. Er h\u00e4lt sich bevorzugt auf Seen, Park- und Fischteichen, in seichten Meeresbuchten und im Winter auch auf offenen Flussl\u00e4ufen auf. Namensgebend f\u00fcr die Art ist der schwarze H\u00f6cker am Schnabelansatz. Schw\u00e4ne haben in Mitteleuropa nur wenige Fressfeinde. H\u00f6ckerschw\u00e4ne geh\u00f6ren in Deutschland zu den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Jagdbare Tiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagdbare_Tiere\">jagdbaren Tierarten<\/a> und jedes Jahr werden mehrere Tausend geschossen. Zu einer Bestandsregulierung kommt es durch die stark ausgepr\u00e4gte Territorialit\u00e4t der Schw\u00e4ne w\u00e4hrend der Brutzeit sowie durch Verluste in strengen Winterhalbjahren.<\/p>\n<p>Der H\u00f6ckerschwan kann eine K\u00f6rperl\u00e4nge von bis zu 160 Zentimetern erreichen. In der Regel wiegen ausgewachsene M\u00e4nnchen zwischen 10,6 und 13,5 Kilogramm, maximal sind f\u00fcr M\u00e4nnchen 14,3&nbsp;kg nachgewiesen worden. Das K\u00f6rpergewicht der Weibchen bleibt erheblich darunter und betr\u00e4gt in der Regel nicht mehr als 10 Kilogramm. Der H\u00f6ckerschwan ist damit in Mitteleuropa der gr\u00f6\u00dfte heimische Wasservogel und geh\u00f6rt zu den schwersten flugf\u00e4higen V\u00f6geln weltweit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>H\u00f6ckerschw\u00e4ne erreichen oft ein Alter von 16 bis zu 20 Jahren. Der \u00e4lteste jemals entdeckte Schwan wurde Anfang 2009 nahe der d\u00e4nischen Hafenstadt <a title=\"Kors\u00f8r\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kors%C3%B8r\">Kors\u00f8r<\/a> gefunden. An ihm wurde ein Ring mit der Kennung \u201eHelgoland 112851\u201c (angebracht am 21. Februar 1970 in <a title=\"Heikendorf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heikendorf\">Heikendorf<\/a> an der Kieler F\u00f6rde) gefunden, was bedeutet, dass er 40 Jahre alt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erwachsene V\u00f6gel besitzen ein einheitlich wei\u00dfes Gefieder. Durch den orange-rot gef\u00e4rbten <a title=\"Schnabel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnabel\">Schnabel<\/a> mit schwarzer Schnabelspitze und -wurzel kann er von anderen Schw\u00e4nen unterschieden werden. Der schwarze Schnabelh\u00f6cker ist am st\u00e4rksten bei M\u00e4nnchen w\u00e4hrend der Brutzeit ausgebildet. Weibchen haben im Schnitt au\u00dferdem eine etwas geringere K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, ansonsten besteht kein auff\u00e4lliger <a class=\"mw-redirect\" title=\"Geschlechtsdimorphismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschlechtsdimorphismus\">Geschlechtsdimorphismus<\/a>. Die F\u00fc\u00dfe und Beine sind bei beiden Geschlechtern schwarz. Die Augen sind haselnussfarben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>H\u00f6ckerschw\u00e4ne tragen ihren Hals h\u00e4ufig S-f\u00f6rmig gebogen. W\u00e4hrend der Brutzeit ist h\u00e4ufig eine Imponierhaltung zu beobachten, bei der der Hals stark zur\u00fcckgebogen, der Schnabel nach unten gesenkt und die Schwingen segelartig gel\u00fcftet sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>H\u00f6ckerschw\u00e4ne mausern einmal im Jahr ihr Gefieder. Sie sind dann f\u00fcr einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen flugunf\u00e4hig. Bei br\u00fctenden Weibchen beginnt die Mauser, noch w\u00e4hrend die Dunenk\u00fcken klein sind. Die Mauser der M\u00e4nnchen solcher erfolgreicher Brutpaare beginnt, wenn beim Weibchen die Flugfedern wieder nachgewachsen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Dunenk.C3.BCken_und_Jungv.C3.B6gel\" class=\"mw-headline\">Dunenk\u00fcken und Jungv\u00f6gel<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dunenk\u00fcken haben ein hell silbergraues Gefieder mit einer wei\u00dfen Unterseite. Der Schnabel ist schwarz, die F\u00fc\u00dfe und Beine dunkelgrau. Noch nicht ausgewachsene Jungv\u00f6gel haben ein dumpf graubraunes Gefieder, das im Verlauf des ersten Lebensjahres zunehmend heller wird. Der Schnabel ist noch grau bis fleischfarben, wird dabei zunehmend mehr orange. Die braunen Federn werden allm\u00e4hlich verloren. Ein vollst\u00e4ndig wei\u00dfes Gefieder weisen die Jungschw\u00e4ne nach der Vollmauser im zweiten Lebensjahr auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Die_Farbmorphe_immutabilis\" class=\"mw-headline\">Die Farbmorphe <em>immutabilis<\/em><\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr den H\u00f6ckerschwan werden keine Unterarten beschrieben. Es wird allerdings eine <a title=\"Polymorphismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polymorphismus\">Farbmorphe<\/a> unterschieden, die als <em>immutabilis<\/em> oder auch \u201e<em>Polnischer Schwan<\/em>\u201c bezeichnet wird. Diese Farbvariante weist kein <a class=\"mw-redirect\" title=\"Melanin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Melanin\">Melanin<\/a> auf, so dass die Dunenk\u00fcken und Jungv\u00f6gel wei\u00df erscheinen. Sie weisen bis zur Geschlechtsreife pinkfarbene bis gelbe F\u00fc\u00dfe und Beine auf und sind an diesem Merkmal identifizierbar. Ausgewachsene Schw\u00e4ne dieser Farbvariante haben hellgraue bis fleischfarbene Beine. Das Auftreten dieser Farbvariante ist h\u00e4ufiger bei im Osten Europas br\u00fctenden H\u00f6ckerschw\u00e4nen sowie bei den in den USA eingef\u00fchrten Schw\u00e4nen zu beobachten und tritt bei weiblichen H\u00f6ckerschw\u00e4nen h\u00e4ufiger als bei M\u00e4nnchen auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gilt als wahrscheinlich, dass diese Farbmorphe in historischer Zeit gezielt gez\u00fcchtet wurde, da eine Zeitlang ein Handel mit Schwanenh\u00e4uten stattfand und die H\u00e4ute der <em>immutabilis<\/em>-Morphe fr\u00fcher verkaufsf\u00e4hig waren. Ausgewachsene H\u00f6ckerschw\u00e4ne reagieren auf die wei\u00dfen Dunenk\u00fcken und Jungv\u00f6gel aggressiver und diese werden fr\u00fcher als graubraune Jungv\u00f6gel aus dem Territorium vertrieben. Ihre Mortalit\u00e4tsrate ist im Vergleich zu den normalfarbenen Jungv\u00f6geln daher h\u00f6her. Die <em>immutabilis<\/em>-Variante wird jedoch fr\u00fcher geschlechtsreif.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Stimme_und_Instrumentallaute\" class=\"mw-headline\">Stimme und Instrumentallaute<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>H\u00f6ckerschw\u00e4ne haben ein umfangreiches und variables Stimmrepertoire. Sie sind allerdings weniger laut und ihre Rufe sind weniger wohlt\u00f6nend als bei anderen Schw\u00e4nen. Erregte Schw\u00e4ne geben ein hartes, lautes <em>hueiarr<\/em> oder <em>kiorr<\/em> von sich. Zu ihren Lauten z\u00e4hlt auch ein leises <em>krr-krr-krr<\/em> oder <em>tru-tru-truu<\/em>. Ein Schwanenweibchen, das Junge f\u00fchrt, l\u00e4sst bei Ann\u00e4herung eines fliegenden Fressfeindes mehrsilbige \u00e4chzende Laute h\u00f6ren, die lautmalerisch mit <em>krrr-wip-wip<\/em>, <em>chh<\/em> oder einem tiefen <em>chorr<\/em> umschrieben werden k\u00f6nnen. Auch nach der Begattung geben H\u00f6ckerschw\u00e4ne gurgelnde, schnarrende und pfeifende Ger\u00e4usche von sich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu den <a title=\"Instrumentallaut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Instrumentallaut\">Instrumentallauten<\/a> der H\u00f6ckerschw\u00e4ne geh\u00f6rt das rhythmische Halseintauchen, bei dem sie gurgelnd ausatmen. Dieses Verhalten zeigen sie unmittelbar vor der Begattung. Arttypisch sind ihre metallisch sausenden bis singenden Flugger\u00e4usche, die bei <a title=\"Singschwan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singschwan\">Sing-<\/a> und <a title=\"Zwergschwan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwergschwan\">Zwergschw\u00e4nen<\/a> fehlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Flugbild\" class=\"mw-headline\">Flugbild<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>H\u00f6ckerschw\u00e4ne ben\u00f6tigen eine lange Anlaufphase, bevor sie sich in die Luft erheben k\u00f6nnen. Der Start der H\u00f6ckerschw\u00e4ne ist voller Kraft und Dynamik. Eine Zeitlang laufen sie \u00fcber das Wasser und schlagen mit den Fl\u00fcgeln. Sobald sie sich in die Luft erhoben haben, ist ihr Fl\u00fcgelschlag langsam und kraftvoll. Sie gewinnen allerdings nur sehr allm\u00e4hlich an H\u00f6he und der Flug wirkt insgesamt schwerf\u00e4llig. Das rhythmische Flugger\u00e4usch ist weithin h\u00f6rbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung\" class=\"mw-headline\">Verbreitung<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der H\u00f6ckerschwan kam urspr\u00fcnglich im n\u00f6rdlichen <a title=\"Mitteleuropa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitteleuropa\">Mitteleuropa<\/a>, im s\u00fcdlichen <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinavien<\/a>, im <a title=\"Baltikum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baltikum\">Baltikum<\/a> und im Bereich des <a title=\"Schwarzes Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarzes_Meer\">Schwarzen Meeres<\/a> vor. In <a title=\"Asien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asien\">Asien<\/a> reicht sein Vorkommen von <a title=\"Kleinasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleinasien\">Kleinasien<\/a> bis <a title=\"Volksrepublik China\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksrepublik_China\">Nordchina<\/a>. Die Brutpopulationen in Westeuropa gehen ausschlie\u00dflich auf ausgesetzte und verwilderte V\u00f6gel zur\u00fcck. Auch in manchen Regionen Mitteleuropas war der H\u00f6ckerschwan m\u00f6glicherweise nie heimisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der H\u00f6ckerschwan wurde bis gegen das Ende des 19. Jahrhunderts stark bejagt, so dass er wildlebend fast nur noch im Ostseeraum vorkam. Parallel dazu gab es jedoch immer wieder Aussetzungsaktionen, die in Gro\u00dfbritannien weit vor dem 16. Jahrhundert und in Mitteleuropa etwa ab dem 16. Jahrhundert vorgenommen wurden. Eine intensivierte Ansiedelung erfolgte etwa ab 1920. Erst ab den 1950er Jahren kam es jedoch zu einer starken Zunahme des Bestands in Mitteleuropa. Beteiligt daran war der verbliebene Bestand an Hockerschw\u00e4nen sowie eine erneute Verwilderung von Parkschw\u00e4nen und zum Teil auch gezielte Ansiedelungen. Mit Zunahme der Siedlungsdichte erfolgte eine Ausweitung des Verbreitungsgebietes nach S\u00fcden und S\u00fcdosten. Zur Zunahme haben unter anderem neben einer zeitweilig vollst\u00e4ndigen Jagdverschonung auch ein Unterlassen der Eierernte, eine zunehmende F\u00fctterung insbesondere im Winter und eine teilweise dadurch bedingte Verminderung der Fluchtdistanz, die auch zur Besiedlung belebter Ufer und Stillgew\u00e4sser gef\u00fchrt hat, beigetragen. So ist der H\u00f6ckerschwan heute auf vielen <a title=\"Teich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Teich\">Teichen<\/a>, <a title=\"See\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/See\">Seen<\/a> und Fl\u00fcssen auf den <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a> und im s\u00fcdlichen Mitteleuropa anzutreffen. Einb\u00fcrgerungen gab es auch in <a title=\"Nordamerika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordamerika\">Nordamerika<\/a>, so beispielsweise in der Region von <a title=\"New York City\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/New_York_City\">New York<\/a> und im Bundesstaat <a title=\"Michigan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michigan\">Michigan<\/a> sowie in Australien und Neuseeland. In Neuseeland, wo er erstmals 1866 eingef\u00fchrt wurde, kommt er mittlerweile in kleiner Zahl in einigen Feuchtgebieten, an mehreren Fl\u00fcssen und an der Meeresk\u00fcste vor. Zu Beginn der 1990er Jahre betrug die Zahl der in Neuseeland vorkommenden H\u00f6ckerschw\u00e4ne noch weniger als 200 wildlebende V\u00f6gel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend mitteleurop\u00e4ische V\u00f6gel auch im <a title=\"Winter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Winter\">Winter<\/a> im Gebiet bleiben, ziehen H\u00f6ckerschw\u00e4ne vom Nordrand des europ\u00e4ischen Areals, etwa aus Skandinavien, und solche aus <a title=\"Zentralasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentralasien\">Zentralasien<\/a> im Winter nach S\u00fcden. Zentralasiatische H\u00f6ckerschw\u00e4ne \u00fcberwintern dann beispielsweise im <a title=\"Iran\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran\">Iran<\/a>. Bei den mitteleurop\u00e4ischen Schw\u00e4nen kommt es jedoch zu Mauserz\u00fcgen. So finden sich am <a title=\"IJsselmeer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IJsselmeer\">IJsselmeer<\/a> tausende von Schw\u00e4nen ein, die dort ihr Gefieder wechseln.In dieser Zeit sind die H\u00f6ckerschw\u00e4ne f\u00fcr einige Wochen flugunf\u00e4hig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lebensr\u00e4ume von H\u00f6ckerschw\u00e4nen waren urspr\u00fcnglich Steppengew\u00e4sser, Brackwassermarschen und langsam flie\u00dfende Fl\u00fcsse. Sie pr\u00e4ferieren grunds\u00e4tzlich <a class=\"mw-redirect\" title=\"Eutroph\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eutroph\">eutrophe<\/a> Flachseen. Eingef\u00fchrte Populationen sind gleichfalls vor allem an seichten Seen zu finden und besiedeln regelm\u00e4\u00dfig auch Gew\u00e4sser in menschlicher N\u00e4he. Sie sind beispielsweise an Kl\u00e4r-, Park- und Fischteichen anzutreffen, die eutroph bis <a class=\"mw-redirect\" title=\"Hypertroph\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hypertroph\">hypertroph<\/a> sind. Sie halten sich jedoch h\u00e4ufig auch in gesch\u00fctzten Buchten an der K\u00fcstenlinie sowie auf Fl\u00fcssen auf.<\/p>\n<p>Der H\u00f6ckerschwan lebt von <a title=\"Wasserpflanze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wasserpflanze\">Wasserpflanzen<\/a> und den darin befindlichen Kleintieren (<a title=\"Muscheln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Muscheln\">Muscheln<\/a>, <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a>, <a title=\"Wasserassel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wasserassel\">Wasserasseln<\/a>), die er mit seinem langen Hals unter Wasser durch Gr\u00fcndeln erreicht. Hierbei erreicht er Tiefen von 70 bis 90 Zentimetern. An Land frisst er auch <a title=\"Gras\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gras\">Gras<\/a> und Getreidepflanzen. Dies kommt vor allem im Sp\u00e4twinter vor, wenn die Unterwasservegetation nicht mehr ausreichend Nahrung bietet. Sie bevorzugen dabei vor allem Rapsfl\u00e4chen. Gr\u00fcnland wird dagegen von Schw\u00e4nen nur selten als Nahrungsfl\u00e4che genutzt. Die Fressphase beginnt im Winter etwa drei Stunden nach Sonnenaufgang und endet erst mit Einbruch der Dunkelheit. Im Fr\u00fchjahr steigt der Anteil von Wasserpflanzen in der Nahrung wieder. Im Sommer erfolgt die Nahrungssuche ausschlie\u00dflich auf Gew\u00e4ssern. H\u00f6ckerschw\u00e4ne sind nicht f\u00e4hig, frei schwimmende Tiere zu erbeuten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Nahrungsbedarf der H\u00f6ckerschw\u00e4ne ist sehr hoch. W\u00e4hrend der Mauser fressen ausgewachsene H\u00f6ckerschw\u00e4ne bis zu vier Kilogramm an Wasserpflanzen. Besonders hoch ist der Nahrungsbedarf von verpaarten Weibchen. Diese fressen w\u00e4hrend der Brutphase kaum und m\u00fcssen daher entsprechende Nahrungsreserven anlegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Fortpflanzung\" class=\"mw-headline\">Fortpflanzung<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>H\u00f6ckerschw\u00e4ne binden sich auf Lebenszeit. Sie pflanzen sich, erstmals im dritten oder vierten Lebensjahr, an Land fort. Insbesondere in der Brutzeit, die im M\u00e4rz beginnt, sind die m\u00e4nnlichen H\u00f6ckerschw\u00e4ne sehr aggressiv und verteidigen ihr Territorium nachdr\u00fccklich auch gegen n\u00e4her kommende Menschen und sto\u00dfen dabei Fauchlaute aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Nest wird von beiden Elternv\u00f6geln nahe dem Wasser, auf kleinen Inseln oder im seichten Wasser im Verlauf von etwa zehn Tagen gebaut. Es ist ein gro\u00dfer Bau, der aus Reisern, Schilf und Rohr besteht. Die eigentliche Nestmulde ist nur sehr schwach mit Daunen ausgepolstert. Der Nestbau wird vom M\u00e4nnchen eingeleitet, dem sich der weibliche Altvogel sp\u00e4ter anschlie\u00dft. Ein Gelege besteht in der Regel aus f\u00fcnf bis acht schmutzig gelbbraunen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ei (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ei_%28Biologie%29\">Eiern<\/a>, die in einem Legeabstand von etwa 48 Stunden gelegt werden. In sehr seltenen F\u00e4llen umfasst ein Gelege auch bis zu zw\u00f6lf Eier. Die Brutzeit betr\u00e4gt 35 bis 38 Tage. Es br\u00fctet \u00fcberwiegend das Weibchen. Die <a title=\"K\u00fcken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%BCken\">K\u00fcken<\/a> sind <a title=\"Nestfl\u00fcchter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nestfl%C3%BCchter\">Nestfl\u00fcchter<\/a>. Einen Tag alte K\u00fcken wiegen im Schnitt 220&nbsp;Gramm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beide Eltern k\u00fcmmern sich vier bis f\u00fcnf Monate lang bis zum Fl\u00fcggewerden um die Jungen. Insbesondere Weibchen tragen die Dunenk\u00fcken gelegentlich zwischen den Schwingen auf dem R\u00fccken. Dies sch\u00fctzt die Dunenk\u00fcken unter anderem vor den Nachstellungen durch gro\u00dfe <a title=\"Hecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hecht\">Hechte<\/a>. Zur elterlichen Brutf\u00fcrsorge geh\u00f6rt ein Herausrei\u00dfen von Unterwasservegetation, die die Dunenk\u00fcken ohne die Elternv\u00f6gel nicht erreichen k\u00f6nnten. Fl\u00fcgge sind die Jungv\u00f6gel etwa in einem Alter von 120 bis 150 Tagen. Der \u00e4lteste beringte Wildvogel wies ein Alter von etwa 28 Jahren auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Mortalit\u00e4tsrate unter Dunenk\u00fcken und Jungv\u00f6geln ist sehr hoch. Studien in Gro\u00dfbritannien haben gezeigt, dass zwischen 29 und 49 Prozent der Gelege verloren gehen, noch bevor die K\u00fcken schl\u00fcpfen. H\u00e4ufige Ursache ist menschlicher Vandalismus. Die hohe Mortalit\u00e4t h\u00e4lt auch in den ersten Lebensjahren an, so dass nur etwa elf Prozent der Dunenjungen jemals selber br\u00fcten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand\" class=\"mw-headline\">Bestand<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gesamtpopulation des H\u00f6ckerschwans wird von der <a class=\"mw-redirect\" title=\"IUCN\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> auf 600.000 bis 620.000 Tiere gesch\u00e4tzt. Die Art gilt als ungef\u00e4hrdet. Auf dem europ\u00e4ischen Festland lebt ein gesch\u00e4tzter Bestand von 250.000 H\u00f6ckerschw\u00e4nen. Irland und Gro\u00dfbritannien haben eine Population von insgesamt 47.000 H\u00f6ckerschw\u00e4nen. Am Schwarzen Meer kommen weitere 45.000 H\u00f6ckerschw\u00e4ne vor. In West- und Zentralasien bis zum Kaspischen Meer leben 260.000 bis 275.000 H\u00f6ckerschw\u00e4ne. In Ostasien dagegen ist der Bestand sehr klein. Dort leben zwischen 1.000 und 3.000 H\u00f6ckerschw\u00e4ne. In Nordamerika werden 14.700 H\u00f6ckerschw\u00e4ne gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei H\u00f6ckerschw\u00e4nen l\u00e4sst sich ein sehr komplizierter Mechanismus der Bestandsregulierung beobachten. Es handelt sich dabei um eine dichteabh\u00e4ngige Bestandsregulierung. So haben zwar H\u00f6ckerschw\u00e4ne nach dem Zweiten Weltkrieg in Mitteleuropa stark zugenommen, ein weiteres Anwachsen findet jedoch mittlerweile nicht mehr statt, obwohl die zunehmende Winterf\u00fctterung den Verlust w\u00e4hrend des Winterhalbjahres reduziert hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bestandsregulierend wirkt sich unter anderem der hohe Anteil an zwar ausgewachsenen und damit geschlechtsreifen H\u00f6ckerschw\u00e4nen aus, die aber nicht br\u00fcten. Der Anteil macht an ausgewachsenen V\u00f6geln in vielen Populationen mehr als 50 Prozent unter den ausgewachsenen Tieren aus. Dies ist teilweise auf erh\u00f6hte Nahrungskonkurrenz zur\u00fcckzuf\u00fchren. In Regionen mit sehr hoher Schwanendichte sind die einzelnen Schw\u00e4ne h\u00e4ufig nicht optimal im Futter und weisen nicht die k\u00f6rperliche Kondition auf, die notwendig ist, um zur Brut zu schreiten. Als weiterer Faktor wirkt sich aus, dass viele H\u00f6ckerschw\u00e4ne ein gro\u00dfes Brutterritorium ben\u00f6tigen und nicht alle Schw\u00e4ne sich ein solches erk\u00e4mpfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An einigen Stellen br\u00fcten H\u00f6ckerschw\u00e4ne davon abweichend auch in Kolonien. Es handelt sich dabei \u00fcberwiegend um die halbdomestizierten Best\u00e4nde. Der Bruterfolg dieser kolonienbr\u00fctenden Populationen ist jedoch gering. Im mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt ziehen einzeln br\u00fctende H\u00f6ckerschw\u00e4ne 2,6 Junge pro Brut gro\u00df. Bei kolonienbr\u00fctenden Paaren werden im Schnitt aber nur 0,9 Jungschw\u00e4ne gro\u00df. Die Gelegegr\u00f6\u00dfe ist mit 5,6 beziehungsweise 5,2 Eiern dagegen fast identisch. Der geringe Bruterfolg kolonienbr\u00fctender H\u00f6ckerschw\u00e4ne liegt unter anderem am hohen Eiverlust, zu dem es durch die gro\u00dfe Unruhe unter den H\u00f6ckerschw\u00e4nen kommt. Durch die st\u00e4ndige Auseinandersetzung mit in der Nachbarschaft br\u00fctenden H\u00f6ckerschw\u00e4nen werden viele Eier zerbrochen. Gleichzeitig ist die Mortalit\u00e4tsrate unter den geschl\u00fcpften Kolonienbr\u00fctern deutlich h\u00f6her als bei einzeln br\u00fctenden Paaren, da sich ihr Neststandort an weniger optimalen Stellen befindet. Das macht sich vor allem in windigen Sommern bemerkbar, wenn die Sterblichkeitsrate von Jungschw\u00e4nen in Kolonien wetterbedingt besonders hoch ist. Jungschw\u00e4ne aus Brutkolonien sind h\u00e4ufig in einem schlechteren Ern\u00e4hrungszustand als solche von Einzelbr\u00fctern. Deswegen \u00fcberlebt eine geringere Anzahl von Jungtieren aus Kolonien ihren ersten Winter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Gef.C3.A4hrdungen\" class=\"mw-headline\">Gef\u00e4hrdungen<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben der Jagd (s.&nbsp;u.) gibt es noch eine Reihe weiterer Gef\u00e4hrdungen f\u00fcr H\u00f6ckerschw\u00e4ne. In harten Wintern kommt es zu nat\u00fcrlichen Todesf\u00e4llen. Es wurden F\u00e4lle von Bleivergiftungen durch Bleischrot und Angelblei nachgewiesen. Es kommt zu Unfallopfern an Stromleitungen durch Anfl\u00fcge. Auch Todesf\u00e4lle durch Krankheiten, darunter <a title=\"Botulismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Botulismus\">Botulismus<\/a>, kommen vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fr\u00fcher kam es zu Gelegeverlusten durch menschliches Eiersammeln und absichtliche Gelegezerst\u00f6rung zur Bestandskontrolle. Durch menschliche St\u00f6rungen kann es zur Gelegeaufgabe kommen. Auch Wasserstandsschwankungen am Brutgew\u00e4sser k\u00f6nnen zum Gelegeverlust f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Jagd\" class=\"mw-headline\">Jagd<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Deutschland unterliegt der H\u00f6ckerschwan dem <a title=\"Jagdrecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagdrecht\">Jagdrecht<\/a> und darf in der Regel vom 1. November bis zum 20. Februar des folgenden Jahres geschossen werden. Einzelne Bundesl\u00e4nder wie die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin verzichten auf eine Jagdzeit. Auch in \u00d6sterreich geh\u00f6ren die H\u00f6ckerschw\u00e4ne zu den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Jagdbare Tiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagdbare_Tiere\">jagdbaren Tierarten<\/a>. In der Schweiz d\u00fcrfen hingegen H\u00f6ckerschw\u00e4ne nur mit Ausnahmegenehmigungen bejagt werden, falls diese Sch\u00e4den verursachen. In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Tausend H\u00f6ckerschw\u00e4ne geschossen. Es liegen anscheinend zur Zeit keine bundesweiten Abschu\u00dfzahlen vor. In Bayern wurden im Jagdjahr 2010\/11 657 H\u00f6ckerschw\u00e4ne in der Streckenliste gef\u00fchrt. In Schleswig-Holstein waren im Jagdjahr 2010\/11 676 H\u00f6ckerschw\u00e4ne auf der Streckenliste. In den Jagdjahren 2008\/09 und 2009\/10 waren 473 bzw. 752 H\u00f6ckerschw\u00e4ne in der Jagdstrecke Schleswig-Holsteins aufgef\u00fchrt. Meist d\u00fcrfen wie z.&nbsp;B. in Schleswig-Holstein H\u00f6ckerschw\u00e4ne nur per Kugelschuss gejagt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Streckenliste sind jeweils auch das <a title=\"Fallwild\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fallwild\">Fallwild<\/a> (Todfund ohne Jagdeinwirkung) enthalten. Der Anteil des Fallwildes an der Jagdstrecke schwankt sehr stark. Im Jagdjahr 2010\/11 enthielt z.&nbsp;B. die Jagdstrecke in Schleswig-Holstein 22 Prozent Fallwild.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Naturschutz fordert in Mitteleuropa einen Jagdverzicht auf den H\u00f6ckerschwan wegen Verwechselungsgefahr mit <a title=\"Singschwan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singschwan\">Singschwan<\/a> und <a title=\"Zwergschwan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwergschwan\">Zwergschwan<\/a>. Da Mitteleuropa gro\u00dfe Bedeutung als Rastgebiet f\u00fcr Singschwan und Zwergschwan hat, soll ein irrt\u00fcmlicher Abschuss dieser Arten ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"H.C3.B6ckerschwan_und_Mensch\" class=\"mw-headline\">H\u00f6ckerschwan und Mensch<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Gro\u00dfbritannien hatte der H\u00f6ckerschwan seit sp\u00e4testens 1186 k\u00f6niglichen Status und 1361 wurde der erste Schwanenmeister ernannt. 1482 wurde durch ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz, den <em>Act of Swans<\/em>, festgelegt, dass nur Landbesitzer ab einer gewissen Gr\u00f6\u00dfe Schw\u00e4ne besitzen k\u00f6nnen. Von urspr\u00fcnglich 900 Besitzberechtigten sind nur mehr drei verblieben: die Hochehrw\u00fcrdige Gesellschaft der F\u00e4rber, die bei j\u00e4hrlichen Schwanenz\u00e4hlung, dem <em>Swan-Upping<\/em> im Juli die Schn\u00e4bel mit einer Kerbe markieren, die Hochehrw\u00fcrdige Gesellschaft der Winzer, die ihre Schw\u00e4ne mit zwei Kerben versieht, und der Monarch, dem alle unmarkierten Tiere geh\u00f6ren. Dies alles ist aber heutzutage nur noch von zeremonieller Bedeutung. Der k\u00f6nigliche Besitz von Schw\u00e4nen kommt nicht auf <a title=\"Orkney\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orkney\">Orkney<\/a> und den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Shetlandinseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shetlandinseln\">Shetland Inseln<\/a> zur Anwendung, wo noch das auf die Wikinger zur\u00fcckgehende <a title=\"Odal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Odal#Orkney_und_Shetlands\">Udal Law<\/a> Geltung hat, gem\u00e4\u00df welchem Schw\u00e4ne im Volkseigentum stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit 1971 besitzt der H\u00f6ckerschwan durch den <em>Creatures and Forest Law Act<\/em> weiteren Schutz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Hamburg wird der H\u00f6ckerschwan wie ein Wappentier betrachtet. Er wird immer mit der <a title=\"Alster\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alster\">Alster<\/a> in Verbindung gebracht und ist im Logo der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Alster-Touristik GmbH\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alster-Touristik_GmbH\">Alster-Touristik GmbH<\/a> deutlich zu erkennen. Es gibt sogar extra einen \u201eSchwanenvater\u201c, der sich seit dem 17. Jahrhundert um die <a title=\"Alsterschw\u00e4ne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alsterschw%C3%A4ne\">Alsterschw\u00e4ne<\/a> k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Siehe auch: <a title=\"Schwan (Wappentier)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwan_%28Wappentier%29\">Schwan (Wappentier)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto: Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der H\u00f6ckerschwan (Cygnus olor) ist eine Vogelart, die innerhalb der Entenv\u00f6gel (Anatidae) zur Gattung der Schw\u00e4ne (Cygnus) und zur Unterfamilie der G\u00e4nse (Anserinae) geh\u00f6rt. Als halbdomestizierter Vogel ist er heute in weiten Bereichen Mitteleuropas beheimatet. Er h\u00e4lt sich bevorzugt auf Seen, Park- und Fischteichen, in seichten Meeresbuchten und im Winter auch auf offenen Flussl\u00e4ufen auf. 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