{"id":2795,"date":"2013-12-04T13:44:48","date_gmt":"2013-12-04T11:44:48","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/rotkehlpieper-anthus-cervinus\/"},"modified":"2013-12-04T13:49:17","modified_gmt":"2013-12-04T11:49:17","slug":"rotkehlpieper-anthus-cervinus","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/rotkehlpieper-anthus-cervinus\/","title":{"rendered":"Rotkehlpieper (Anthus cervinus)"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>Rotkehlpieper<\/strong> (<em>Anthus cervinus<\/em>) ist eine Vogelart aus der <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Familie<\/a> der <a title=\"Stelzen und Pieper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stelzen_und_Pieper\">Stelzen und Pieper<\/a>. Die Art bewohnt die n\u00f6rdliche <a title=\"Borealer Nadelwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Borealer_Nadelwald\">Taiga<\/a> und die <a title=\"Tundra\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tundra\">Strauchtundra<\/a> in <a title=\"Eurasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eurasien\">Eurasien<\/a> und <a title=\"Alaska\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alaska\">Alaska<\/a> und \u00fcberwintert in den <a title=\"Tropen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tropen\">Tropen<\/a> Afrikas und Asiens. In Mitteleuropa ist die Art regelm\u00e4\u00dfiger Durchz\u00fcgler in kleiner Zahl.<\/p>\n<p>Der Rotkehlpieper hat eine K\u00f6rperl\u00e4nge von 14 bis 15 cm und ist damit etwa so gro\u00df wie der heimische <a title=\"Wiesenpieper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiesenpieper\">Wiesenpieper<\/a>. Die Grundfarbe der Oberseite ist stumpf braun. Oberkopf und oberer R\u00fccken sind auf diesem Grund kr\u00e4ftig dunkel l\u00e4ngsgestreift, der <a title=\"B\u00fcrzel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCrzel\">B\u00fcrzel<\/a> ist dunkel gestrichelt. <a title=\"Adult\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adult\">Adulte<\/a> V\u00f6gel sind in allen Kleidern durch die rostfarbene Kehle unverwechselbar, bei einigen V\u00f6geln ist diese Rotzeichnung auch auf die Brust und die Kopfseiten ausgedehnt. Die Rotf\u00e4rbung der Kehle bleibt auch im <a title=\"Schlichtkleid\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlichtkleid\">Schlichtkleid<\/a> erhalten. Die \u00fcbrige Unterseite ist hellgelblich wei\u00df, Brust und Flanken sind kr\u00e4ftig schwarz gestrichelt. Bei Jungv\u00f6geln im ersten Winter ist auch die Kehle wei\u00df. Durch einen meist kr\u00e4ftigen wei\u00dfen \u00dcberaugenstreif, einen schmalen wei\u00dfen Augenring, helle <a title=\"Schirmfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schirmfeder\">Schirmfederr\u00e4nder<\/a> und wei\u00dfliche R\u00fcckenstreifen sind diese Jungv\u00f6gel jedoch von anderen Piepern unterscheidbar.<\/p>\n<h2><span id=\"Laut.C3.A4u.C3.9Ferungen\" class=\"mw-headline\">Laut\u00e4u\u00dferungen<\/span><\/h2>\n<p>Der Gesang wird \u00fcberwiegend aus einem Singflug vorgetragen, seltener und dann k\u00fcrzer vom Boden oder von Warten. Er besteht aus einer Anfangslautfolge, die an den Gesang des <a title=\"Baumpieper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baumpieper\">Baumpiepers<\/a> erinnert, danach folgen trillernde oder ratternde T\u00f6ne und am Schluss h\u00e4ufig ein schnarrender Laut. Der Gesang l\u00e4sst sich etwa wie <em>&#8222;tsiwi-tsiwi-tsiwi-tsiwi-wiss-wiss-wiss-twiss-wiss-wiss-tsirr&#8220;<\/em> wiedergeben. Durchz\u00fcgler rufen oft anfangs scharf und dann nach hinten gedehnt <em>&#8222;psieh&#8220;<\/em> oder <em>&#8222;tssiiee&#8220;<\/em>. Der Flugruf ist ein leises <em>&#8222;tsch\u00fcp&#8220;<\/em>.<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung_und_Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Verbreitung und Lebensraum<\/span><\/h2>\n<p>Das Verbreitungsgebiet des Rotkehlpiepers umfasst die n\u00f6rdliche <a title=\"Borealer Nadelwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Borealer_Nadelwald\">Taiga<\/a> und die <a title=\"Tundra\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tundra\">Strauchtundra<\/a> in <a title=\"Eurasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eurasien\">Eurasien<\/a> von <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinavien<\/a> bis zur <a class=\"mw-redirect\" title=\"Tschuktschenhalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschuktschenhalbinsel\">Tschuktschenhalbinsel<\/a> und dar\u00fcber hinaus auch noch die Westk\u00fcste <a title=\"Alaska\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alaska\">Alaskas<\/a>. Er besiedelt vor allem offene sumpfige Niederungen mit Laubholzgeb\u00fcschen, in der Taiga auch offene <a title=\"Moor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moor\">Moore<\/a>. Auf dem Durchzug wird die Art in baumfreiem und meist feuchtem Gel\u00e4nde beobachtet, z. B. auf locker bewachsenen Schlammfl\u00e4chen oder auf feuchten kurzgrasigen Fl\u00e4chen, aber auch auf trockeneren Brachen, Stoppelfeldern oder <a title=\"Rekultivierung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rekultivierung\">Rekultivierungsfl\u00e4chen<\/a>, insbesondere wenn dort zumindest einzelne T\u00fcmpel vorhanden sind.<\/p>\n<h2><span id=\"Fortpflanzung\" class=\"mw-headline\">Fortpflanzung<\/span><\/h2>\n<p>Das Nest wird am Boden in der Vegetation angelegt. Die Eiablage erfolgt fr\u00fchestens Ende Mai bis Anfang Juni. Das Gelege besteht aus 4 bis 7, meist 5 bis 6 Eiern. Die Brutzeit dauert 10 bis 13 Tage. Die Bebr\u00fctung erfolgt ausschlie\u00dflich durch das Weibchen, das w\u00e4hrend dieser Zeit vom M\u00e4nnchen gef\u00fcttert wird. Die Jungv\u00f6gel sind nach 9 bis 14 Tagen fl\u00fcgge.<\/p>\n<h2><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span><\/h2>\n<p>Der Abzug aus den Brutgebieten erfolgt im August bis Mitte September. Die V\u00f6gel im Osten des Verbreitungsgebietes \u00fcberwintern in den Tropen S\u00fcdostasiens, die <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">westpal\u00e4arktischen<\/a> V\u00f6gel in <a title=\"\u00c4gypten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84gypten\">\u00c4gypten<\/a> sowie vor allem s\u00fcdlich der <a title=\"Sahara\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahara\">Sahara<\/a> in der <a title=\"Sahelzone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahelzone\">Sahelzone<\/a> und den <a title=\"Savanne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Savanne\">Savannen<\/a>. Die Art wird regelm\u00e4\u00dfig als Durchz\u00fcgler in kleiner Zahl in den meisten Regionen Mittel- und Osteuropas beobachtet. Der Durchzug auf dem Wegzug erfolgt hier von August bis Anfang November, die meisten Nachweise gibt es Ende September bis Mitte Oktober. Der Heimzug durch Mitteleuropa erfolgt im April und Mai, die Brutgebiete werden Mitte bis Ende Mai, sp\u00e4testens Mitte Juni erreicht.<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Gef.C3.A4hrdung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Gef\u00e4hrdung<\/span><\/h2>\n<p>Gesicherte Angaben zum Weltbestand gibt es nicht, die <a class=\"mw-redirect\" title=\"IUCN\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> gibt als grobe Sch\u00e4tzung 0,5 bis 5,0 Mio. Individuen an. Die Art ist laut IUCN ungef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto:Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Rotkehlpieper (Anthus cervinus) ist eine Vogelart aus der Familie der Stelzen und Pieper. 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