{"id":2053,"date":"2013-01-26T08:52:29","date_gmt":"2013-01-26T06:52:29","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/neuntoter-lanius-collurio\/"},"modified":"2013-01-26T09:04:00","modified_gmt":"2013-01-26T07:04:00","slug":"neuntoter-lanius-collurio","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/neuntoter-lanius-collurio\/","title":{"rendered":"Neunt\u00f6ter (Lanius collurio)"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: left; width: 650px; padding: 30px;\">\n<p>Der <strong>Neunt\u00f6ter<\/strong> (<em>Lanius collurio<\/em>) oder <strong>Rotr\u00fcckenw\u00fcrger<\/strong> ist eine <a title=\"V\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/V%C3%B6gel\">Vogelart<\/a> aus der <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Familie<\/a> der <a title=\"W\u00fcrger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BCrger\">W\u00fcrger<\/a> (Laniidae) und in Mitteleuropa die h\u00e4ufigste W\u00fcrgerart. Er ist vor allem durch sein Verhalten bekannt, Beutetiere auf Dornen aufzuspie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zu seiner Nahrung z\u00e4hlen vorwiegend Gro\u00dfinsekten, aber auch kleine S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel. In gro\u00dfen Teilen Europas und dem westlichen Asien heimisch, br\u00fctet er in halboffenen Landschaften, die ein gutes Angebot an Hecken und Str\u00e4uchern aufweisen. Die Nester werden bevorzugt in Dornstr\u00e4uchern angelegt. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft musste der Neunt\u00f6ter in Mitteleuropa in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts gro\u00dfe Bestandseinbu\u00dfen hinnehmen. Der <a title=\"Zugvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zugvogel\">Zugvogel<\/a> \u00fcberwintert im s\u00fcdlichen Teil Afrikas.<\/p>\n<p>Der Name Neunt\u00f6ter bezieht sich auf den irrigen Volksglauben, er w\u00fcrde erst neun Beutetiere aufspie\u00dfen, bevor er sie verspeist. Oder wie der <a title=\"Grosses vollst\u00e4ndiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und K\u00fcnste\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grosses_vollst%C3%A4ndiges_Universal-Lexicon_Aller_Wissenschafften_und_K%C3%BCnste\">Zedler<\/a> es im 18. Jahrhundert ausdr\u00fcckte: \u201e<em>\u2026&nbsp;und wollen etliche, wiewohl ohne genungsamen Grund, davor halten, es genie\u00dfe dieser Vogel nichts, er habe denn neunerley todt gemachet, als wovon er den Namen Neunt\u00f6dter erhalten haben soll.<\/em>\u201c Hieraus entstanden auch \u00e4hnliche Namen wie <em>Neunm\u00f6rder<\/em> (niederdeutsch <em>Negenm\u00f6rder<\/em>) oder <em>Neunw\u00fcrger<\/em>. Ebenfalls auf das \u201eSpie\u00dfen\u201c bezieht sich der Name <em>Dorndreher<\/em> (niederdeutsch <em>Dorndreier<\/em>), <em>Dornreich<\/em>, <em>Dornkreul<\/em> oder <em>Dorntreter<\/em>. Die Bezeichnung <em>Falkens\u00e4nger<\/em> scheint auf seinen falkenartigen Schnabel hinzudeuten. Im <a title=\"Niederdeutsche Sprache\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niederdeutsche_Sprache\">Niederdeutschen<\/a> ist ferner der Name <em>Dickkopp<\/em> bekannt, was die w\u00fcrgertypischen Proportionen lapidar, aber recht treffend beschreibt.<\/p>\n<p>Da selbst noch im 18. Jahrhundert nicht einwandfrei zwischen den Arten (oder Geschlechtern) unterschieden wurde, sondern bisweilen alle einheimischen W\u00fcrger als \u201e<em>Neunt\u00f6dter<\/em>\u201c bezeichnet wurden, sind nicht alle volkst\u00fcmlichen Namen eindeutig <em>Lanius collurio<\/em> zuzuordnen. Diese Art wurde offensichtlich auch als \u201e<em>kleiner Neunt\u00f6dter<\/em>\u201c bezeichnet. Namen mit Bezug zur Elster wie z.&nbsp;B. <em>Berg-<\/em>, <em>Wild-<\/em>, oder <em>Kruckelster<\/em> bezeichnen vermutlich, da sie sich wohl auf die schwarz-wei\u00dfe F\u00e4rbung beziehen eher den <a title=\"N\u00f6rdlicher Raubw\u00fcrger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/N%C3%B6rdlicher_Raubw%C3%BCrger\">Raubw\u00fcrger<\/a>. Weitere Namen, die sich in alten Nachschlagewerken finden, sind <em>Quargringel<\/em> (oder <em>Quarkringel<\/em>, vielleicht auf Ruf und B\u00e4nderung bezugnehmend) oder <em>Rabraker<\/em>.<\/p>\n<p>Der Neunt\u00f6ter ist mit 16\u201318&nbsp;cm L\u00e4nge die kleinste mitteleurop\u00e4ische W\u00fcrgerart. Er zeigt einen sehr ausgepr\u00e4gten <a title=\"Sexualdimorphismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sexualdimorphismus\">Sexualdimorphismus<\/a> \u2013 M\u00e4nnchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in der F\u00e4rbung.<\/p>\n<p>Die <a title=\"Fl\u00fcgell\u00e4nge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fl%C3%BCgell%C3%A4nge\">Fl\u00fcgell\u00e4nge<\/a> betr\u00e4gt durchschnittlich 93 (91\u201395)&nbsp;mm, beim M\u00e4nnchen liegt sie zwischen 88 und 100&nbsp;mm, beim Weibchen zwischen 82 und 98&nbsp;mm. Die L\u00e4nge des Schwanzes liegt beim M\u00e4nnchen zwischen 71 und 90&nbsp;mm, beim Weibchen zwischen 68 und 85&nbsp;mm. Das Durchschnittsgewicht liegt bei den M\u00e4nnchen etwa bei 28&nbsp;Gramm. Bei den Weibchen kann es sich w\u00e4hrend der Brutzeit auf 32,8&nbsp;Gramm erh\u00f6hen und liegt au\u00dferhalb der Brutzeit etwa bei 28,5&nbsp;Gramm. Vor dem Zug k\u00f6nnen Fettdepots gebildet und das Gewicht auf maximal 37&nbsp;g erh\u00f6ht werden. Dies ist aber anscheinend nicht die Regel.<\/p>\n<p>Das M\u00e4nnchen hat, worauf der Name \u201eRotr\u00fcckenw\u00fcrger\u201c hinweist, einen rostrotbraunen bis kastanienbraunen R\u00fccken und ebensolches Schultergefieder. Oberkopf und Nacken heben sich mit ihrem hellen Blaugrau deutlich davon ab. Wie auch andere <em>Lanius<\/em>-Arten haben Neunt\u00f6ter eine schmale, schwarze Gesichtsmaske, in der das dunkle Auge aus der Entfernung gesehen oft optisch fast v\u00f6llig verschwindet. Die Maske wird manchmal vom grauen Oberkopf durch einen undeutlichen, verwaschen wei\u00dfen <a title=\"\u00dcberaugenstreif\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%9Cberaugenstreif\">\u00dcberaugenstreif<\/a> begrenzt, der oft hinter dem Auge etwas ausgepr\u00e4gter ist. Die Deckfedern der Fl\u00fcgel sind r\u00f6tlichbraun mit deutlich hellerer und r\u00f6tlicherer Randung; die Handschwingen sind kastanienbraun mit hellerer Randung und die Armschwingen ungerandet dunkelbraun. In seltenen F\u00e4llen tritt ein wei\u00dfer <a title=\"Spiegel (Gefieder)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spiegel_%28Gefieder%29\">Handschwingenspiegel<\/a> auf. Dieser wird von einer mehr oder weniger ausgepr\u00e4gten Wei\u00dfzeichnung an der Basis der Handschwingen gebildet. Der <a title=\"B\u00fcrzel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCrzel\">B\u00fcrzel<\/a> ist \u2013 teilweise bis auf den unteren R\u00fccken \u2013 grau gef\u00e4rbt. Der Schwanz zeigt eine kontrastreich schwarz-wei\u00dfe, l\u00f6ffelf\u00f6rmige Zeichnung: die mittleren Steuerfedern sind gr\u00f6\u00dftenteils schwarz, dann folgen Federn mit viel Wei\u00df im oberen Bereich, das zu den \u00e4u\u00dferen Schwanzfedern hin zunimmt. Die Steuerfedern sind an den Spitzen schmal wei\u00df ges\u00e4umt. Die Unterseite ist meist wei\u00dflich bis cremefarben, oft sind Flanken und Brust leicht lachs- bis rosafarben get\u00f6nt.<\/p>\n<p>Das Weibchen zeigt im Gegensatz zum M\u00e4nnchen keinen grauen Oberkopf. Beim Weibchen ist die gesamte Oberseite einfarbig r\u00f6tlich braun, meist etwas weniger lebhaft als beim M\u00e4nnchen. Die Gesichtsmaske ist undeutlicher, meist dunkelbraun bis schw\u00e4rzlich angedeutet, das Auge hebt sich deutlicher davon ab. Daf\u00fcr tritt der helle \u00dcberaugenstreif deutlicher hervor. Der Schwanz ist meist einfarbig braun mit wei\u00dfen S\u00e4umen. Die Unterseite ist rahmfarben bis beige und zeigt an Brust und Flanken eine teils nur angedeutete, teils kr\u00e4ftige dunkle Schuppung (\u201e<a title=\"Sperberung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sperberung\">Sperberung<\/a>\u201c). Diese ist manchmal auch sehr blass auf dem R\u00fccken zu sehen. Mit dem Alter kann die Schuppung verblassen, das Weibchen n\u00e4hert sich in der F\u00e4rbung dann immer mehr dem M\u00e4nnchen an.<\/p>\n<p>Der Neunt\u00f6ter zeigt in der F\u00e4rbung des Gefieders selbst innerhalb lokaler Populationen in Mitteleuropa eine gro\u00dfe Variation. Neben dem oben beschriebenen Normaltypus kommen bei M\u00e4nnchen h\u00e4ufig bedeutend grauere Individuen vor, bei denen das Grau von Kopf und B\u00fcrzel bis weit auf den R\u00fccken und auch in den Schulterbereich ausgedehnt sein kann. Die Hand- und Armschwingen sind bei dieser <a title=\"Morphe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Morphe\">Morphe<\/a> oft schiefergrau, ein eventuell vorhandener <a class=\"mw-redirect\" title=\"Fl\u00fcgelspiegel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fl%C3%BCgelspiegel\">Fl\u00fcgelspiegel<\/a> ist daher besonders auff\u00e4llig. Bei einer zweiten vom Normaltypus abweichenden F\u00e4rbungsvariante dominieren die r\u00f6tlichen Partien und dehnen sich weit bis in den Nacken und den R\u00fccken aus. Auf dem Fl\u00fcgel beschr\u00e4nkt sich die r\u00f6tliche Gefiederf\u00e4rbung nicht, wie sonst weitestgehend, auf die S\u00e4ume, sondern erstreckt sich auf gro\u00dfe Teile der Fahnen des Deckgefieders und der Schwingen. Auch bei den Weibchen gibt es eine breite Variationsspanne von oberseits besonders grauen, intensiv rotbraunen und \u201enormal\u201c (rost)br\u00e4unlichen F\u00e4rbungstypen.<\/p>\n<p>Der Schnabel des Neunt\u00f6ters ist \u2013 wie bei allen W\u00fcrgern der Gattung <em>Lanius<\/em> \u2013 kr\u00e4ftig, seitlich abgeflacht und hat einen ausgepr\u00e4gten Haken sowie eine leichte Z\u00e4hnung kurz vor der Spitze des Oberschnabels, die in eine entsprechende Vertiefung des Unterschnabels greift. An der Basis ist er mit ausgepr\u00e4gten Schnabelborsten versehen. Er ist bei den Jungv\u00f6geln hornfarben mit dunkler Spitze, bei den Altv\u00f6geln schwarz. Die schwarze F\u00e4rbung verblasst im Laufe des Jahres und erneuert sich j\u00e4hrlich auf dem Heimzug. Die kr\u00e4ftigen F\u00fc\u00dfe sind bei Jungv\u00f6geln graubraun, bei Altv\u00f6geln schw\u00e4rzlich.<\/p>\n<p>Bei der Jugendmauser werden durchschnittlich zwischen dem 28. und 45. Tag das Kleingefieder, sowie die mittleren Arm- und Randdecken erneuert. Dieses Kleid, das wesentlich haltbarer und daher besser f\u00fcr den Zug geeignet ist als das erste Jugendgefieder, tragen die diesj\u00e4hrigen V\u00f6gel etwa vier Monate. In den Winterquartieren wechseln sie in einer Vollmauser in das Kleid der Altv\u00f6gel.<\/p>\n<p>Bei einigen adulten V\u00f6geln findet bereits gegen Ende der Brutzeit eine Teilmauser statt, bei der Teile des Kleingefieders sowie einige der \u00e4u\u00dferen Armschwingen erneuert werden k\u00f6nnen. Auch fehlende Steuerfedern oder Schwingen werden dann oft ersetzt. In jedem Fall setzt \u2013 sowohl bei Altv\u00f6geln als auch bei Diesj\u00e4hrigen \u2013 gegen Ende des Herbstzuges eine Vollmauser ein, deren H\u00f6hepunkt im Januar liegt und bisweilen erst zu Beginn des Heimzugs im April abgeschlossen ist. Bei dieser wird, sofern nicht bereits geschehen, das gesamte Gro\u00df- und Kleingefieder erneuert. Die Gro\u00dfgefiedermauser dauert dabei zwischen 80 und 85 Tagen. Bei den Altv\u00f6geln setzt diese Vollmauser meist fr\u00fcher ein als bei den Diesj\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Der Gesang ist ein reiner Balzgesang, der nicht der Revierabgrenzung dient. Er beginnt und endet oft mit den arttypischen, rauen \u201eDsch\u00e4\u00e4\u201c-Lauten und besteht aus leise schwatzenden Reihen von gepressten, rauen T\u00f6nen. Diese werden oft mit Imitationen anderer Arten (zahlreiche Singvogelarten, aber auch <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nonpasseriformes\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nonpasseriformes\">Nonpasseriformes<\/a> wie <a title=\"Rebhuhn (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rebhuhn_%28Art%29\">Rebhuhn<\/a>, <a title=\"Zwergtaucher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwergtaucher\">Zwergtaucher<\/a> oder <a title=\"Bekassine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bekassine\">Bekassine<\/a>) abgewechselt, wobei die Imitationen meist sehr viel leiser und gepresster sind als im Original. Dem Vogel Schwierigkeiten bereitende Teile k\u00f6nnen auch weggelassen oder durch arttypische Laute ersetzt werden. Berichten zufolge beherrschte ein offensichtlich besonders begabtes M\u00e4nnchen l\u00e4ngere Passagen des <a title=\"Feldlerche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feldlerche\">Feldlerchengesangs<\/a> sowie mehrere Varianten des <a title=\"Buchfink\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buchfink\">Buchfinkenschlages<\/a>.<\/p>\n<p>Auf dem Zug ist allenfalls sehr verhaltener Gesang zu vernehmen. Erste deutliche Gesangsaktivit\u00e4t setzt aber sofort nach Besetzung der Brutreviere ein. Sp\u00e4ter ist der Gesang vor allem in Anwesenheit von Weibchen zur Balz zu vernehmen, nach der Verpaarung nur noch gelegentlich (z.&nbsp;B. nach Aufforderung des Weibchens durch dessen rhythmisches Schwanzschlagen) und nach Abschluss des Nestbaus gar nicht mehr. Erst nach dem Fl\u00fcggewerden der Jungen, etwa im Juli, beginnt das M\u00e4nnchen wieder zu singen. Von nichtbr\u00fctenden M\u00e4nnchen ist der Gesang w\u00e4hrend der gesamten Brutzeit zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Der Gesang wird meist in aufrecht sitzender Haltung mit kaum ge\u00f6ffnetem Schnabel vorgetragen. Er kann bis zu zehn Minuten oder sogar l\u00e4nger dauern. Dabei sitzt das M\u00e4nnchen oft hoch in den B\u00e4umen. Die Gesangsaktivit\u00e4t beginnt etwa eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang.<\/p>\n<p>Unter den Rufen ist besonders h\u00e4ufig ein raues \u201eGw\u00e4\u00e4\u201c oder \u201eG\u00e4\u00e4\u201c zu h\u00f6ren. Es dient der Kontaktaufnahme und wird daher in der Phase nach dem Ausfliegen auch oft gegen\u00fcber Jungv\u00f6geln ge\u00e4u\u00dfert. Eine sch\u00e4rfere und k\u00fcrzere Variante dieses Rufes wird bei Erregung abgegeben \u2013 ein \u201eTsch\u00e4\u201c oder \u201eTsch\u00e4ck\u201c. Der Erregungs- oder Alarmruf ist ein gereihtes, langgezogenes \u201eDschr\u00e4 dschr\u00e4 dschr\u00e4\u201c. Als Warnlaut in Anwesenheit von Feinden dient ein lautes, hartes \u201eTeck-teck\u201c.<\/p>\n<p>Der Imponierruf des M\u00e4nnchens ist ein \u201eTschock\u201c, \u201eChee-uk\u201c oder \u201eKo-ick\u201c, das anstelle eines Reviergesanges meist von Warten aus oder beim \u00dcberfliegen des Reviers ge\u00e4u\u00dfert wird und auf das andere M\u00e4nnchen antworten oder sogar aggressiv reagieren.<\/p>\n<p>Vor allem das M\u00e4nnchen sitzt gern \u2013 oft weithin sichtbar \u2013 auf Warten, von denen aus das Revier gut \u00fcberblickt werden kann. Dies k\u00f6nnen Str\u00e4ucher, junge B\u00e4ume, Zaunpf\u00e4hle, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Heuballen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heuballen\">Heuballen<\/a>, <a title=\"Baumstumpf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baumstumpf\">Stubbenw\u00e4lle<\/a> oder andere exponierte Orte sein. Vor der Bebr\u00fctung des Geleges ist das Weibchen meist in der N\u00e4he des M\u00e4nnchens zu finden. In der Regel wird ohne Ortswechsel lange Zeit auf der gleichen Warte verharrt, auf der der Vogel auch l\u00e4ngere Zeit ruht, sich putzt oder sonnt. Wird es ihm dabei zu hei\u00df, sucht der Neunt\u00f6ter kurzfristig Schatten auf. Zwischendurch werden immer wieder Jagdfl\u00fcge, z.&nbsp;B. auf Gro\u00dfinsekten unternommen, teilweise sind diese mit einem Ortswechsel verbunden. Die favorisierte Warte eines Revierinhabers kann je nach Tageszeit und Sonnenstand wechseln. Der charakteristische Anflug auf Warten erfolgt zielgerichtet und schnell, dann bremst der Vogel kurz ab und l\u00e4sst sich das letzte, kurze St\u00fcck hinaufgleiten.<\/p>\n<p>Der Flug ist meist geradlinig mit unregelm\u00e4\u00dfigen Fl\u00fcgelabschl\u00e4gen und \u2013 im Unterschied zu anderen W\u00fcrgern \u2013 ohne B\u00f6gen. Bei Fl\u00fcgen im Revier wurde eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 33,4&nbsp;km\/h festgestellt.<\/p>\n<p>Bei drohender Gefahr am Nest wird oft der K\u00f6rper nach unten gebeugt, der Schwanz aufgestellt und mit den Fl\u00fcgelspitzen seitw\u00e4rts geschlagen. Bei geringerer Erregung wird der aufgestellte Schwanz oft leicht seitw\u00e4rts gedreht und aufgespreizt.<\/p>\n<p>\u00dcbernachtet wird meist mit aufgeplustertem Gefieder in Str\u00e4uchern, dabei wird der Kopf nicht unter den Fl\u00fcgel gesteckt. Vor Bebr\u00fctung des Geleges \u00fcbernachten Paare in unmittelbarer N\u00e4he zueinander.<\/p>\n<p>Neunt\u00f6ter verhalten sich das ganze Jahr territorial. Zu Zusammenschl\u00fcssen kommt es auch auf dem Zug nicht. Gr\u00f6\u00dfere Ansammlungen, beispielsweise an beliebten Rastpl\u00e4tzen, entstehen nur zuf\u00e4llig. Lediglich zum Ende der Brutsaison, nach dem Ausfliegen der Jungv\u00f6gel, schlie\u00dfen sich manchmal nichtbr\u00fctende M\u00e4nnchen den Familien an, beteiligen sich an der F\u00fctterung der Jungen oder bet\u00e4tigen sich als \u201eVors\u00e4nger\u201c. Teilweise vergesellschaften sich nach der Aufl\u00f6sung der Familien Jungv\u00f6gel verschiedener Bruten mit nichtbr\u00fctenden Junggesellen oder M\u00e4nnchen, deren Brutgesch\u00e4ft abgeschlossen ist. Durch den Wegzug l\u00f6sen sich diese Gruppen aber schnell wieder auf. Auch in den Winterquartieren kann es bisweilen zu solchen losen Vergesellschaftungen kommen.<\/p>\n<p>Das Brutgebiet des Neunt\u00f6ters beschr\u00e4nkt sich auf die westliche <a class=\"mw-redirect\" title=\"Pal\u00e4arktische Region\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktische_Region\">Pal\u00e4arktis<\/a>. Im Westen reicht seine Verbreitung bis <a title=\"Portugal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portugal\">Nordportugal<\/a>, auf der <a title=\"Iberische Halbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iberische_Halbinsel\">Iberischen Halbinsel<\/a> kommt er nur im n\u00f6rdlichen Teil vor. In Frankreich fehlt er in der <a title=\"Bretagne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bretagne\">Bretagne<\/a>, der <a title=\"Normandie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Normandie\">Normandie<\/a> und an der K\u00fcste des <a title=\"\u00c4rmelkanal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84rmelkanal\">\u00c4rmelkanals<\/a>. Ein umfangreiches Brutvorkommen auf den <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a> ist erloschen (siehe <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neunt%C3%B6ter#Bestandsentwicklung\">Bestandsentwicklung<\/a>). In Skandinavien besiedelt er S\u00fcdnorwegen und den Ostseeraum. Im Mittelmeerraum kommt er auf <a title=\"Korsika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korsika\">Korsika<\/a> und <a title=\"Sardinien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sardinien\">Sardinien<\/a>, in Italien, auf der Balkanhalbinsel und in Kleinasien vor, ferner besiedelt er am \u00f6stlichen Rand des Mittelmeers einen schmalen K\u00fcstenstreifen bis nach <a title=\"Israel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Israel\">Israel<\/a>.<\/p>\n<p>Auf <a title=\"Sizilien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sizilien\">Sizilien<\/a>, <a title=\"Kreta\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kreta\">Kreta<\/a> und <a title=\"Zypern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zypern\">Zypern<\/a> (nur 1\u20132 Brutpaare) fehlt er weitgehend. S\u00fcdlich des <a title=\"Kaspisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaspisches_Meer\">Kaspischen Meeres<\/a> kommt er ebenfalls in einem schmalen Streifen vor, \u00f6stlich davon endet seine Verbreitung. N\u00f6rdlich davon erstreckt sie sich aber bis etwa 90\u00b0 Ost bis in den <a title=\"Altai\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altai\">Altai<\/a>. Die Nordgrenze der Verbreitung verl\u00e4uft in einem Bogen nord\u00f6stlich der Wolga etwa zwischen 48\u00b0 und 64\u00b0 Nord.<\/p>\n<p>Die nat\u00fcrliche Verbreitung der Art scheint im Nordwesten durch h\u00e4ufige Niederschl\u00e4ge, im Norden durch sehr niedrige Tiefsttemperaturen und im S\u00fcden entlang der 26-\u00b0C-Juli-<a title=\"Isotherme\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isotherme\">Isotherme<\/a> von sehr trockenem Sommerwetter begrenzt zu sein.<\/p>\n<p>Im Osten \u00fcberschneidet sich sein Verbreitungsgebiet mit dem des nahe verwandten <a title=\"Isabellw\u00fcrger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isabellw%C3%BCrger\">Isabellw\u00fcrgers<\/a> (<em>Lanius isabellinus<\/em>) und dem des <a class=\"mw-redirect\" title=\"Rotschwanzw\u00fcrger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotschwanzw%C3%BCrger\">Rotschwanzw\u00fcrgers<\/a> (<em>Lanius cristatus<\/em>).<\/p>\n<p>Der Neunt\u00f6ter ist ein <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a>, der im s\u00fcdlichen Teil Afrikas \u00fcberwintert. Das Haupt\u00fcberwinterungsgebiet liegt s\u00fcdlich des <a title=\"\u00c4quator\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84quator\">\u00c4quators<\/a> und erstreckt sich, die <a title=\"Tropischer Regenwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tropischer_Regenwald\">Regenwaldzone<\/a> mit dem <a title=\"Kongobecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kongobecken\">Kongobecken<\/a> auslassend, bis in den Norden und Osten <a title=\"S\u00fcdafrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdafrika\">S\u00fcdafrikas<\/a>. Vereinzelt wurden in n\u00f6rdlicheren Gebieten bis hinein in den <a title=\"Sudan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sudan\">S\u00fcdsudan<\/a> oder in s\u00fcdlicheren bis zum <a class=\"mw-redirect\" title=\"Kap der guten Hoffnung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kap_der_guten_Hoffnung\">Kap<\/a> \u00dcberwinterer beobachtet. Die meisten V\u00f6gel \u00fcberwintern in <a title=\"Mosambik\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mosambik\">Mosambik<\/a>, <a title=\"Simbabwe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Simbabwe\">Simbabwe<\/a>, <a title=\"Botswana\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Botswana\">Botswana<\/a> und <a title=\"Namibia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Namibia\">Namibia<\/a>. Besonders trockene Gebiete, wie das Innere der <a title=\"Kalahari\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kalahari\">Kalahari<\/a>, werden weitgehend gemieden.<\/p>\n<p>Im Winterquartier besetzt der Neunt\u00f6ter geeignete Standorte in der <a title=\"Savanne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Savanne\">Dornbusch- und Trockensavanne<\/a>. Er teilt hier seinen Lebensraum bisweilen mit bis zu 12 einheimischen W\u00fcrgerarten und dem <a title=\"Schwarzstirnw\u00fcrger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarzstirnw%C3%BCrger\">Schwarzstirnw\u00fcrger<\/a>, verh\u00e4lt sich territorial und verteidigt sein Revier teilweise auch gegen andere Arten. In g\u00fcnstigen Habitaten findet sich bis zu ein Revier pro Hektar.<\/p>\n<p>Der Wegzug beginnt im August und wird von den Altv\u00f6geln eingeleitet. 1\u20132&nbsp;Wochen sp\u00e4ter folgen die Jungv\u00f6gel. Die ersten Neunt\u00f6ter erreichen Nordostafrika bereits im August, S\u00fcdafrika im September. Ende September ist der Abzug meist abgeschlossen. Seltene Nachweise aus den Brutgebieten stammen aus dem Oktober. Bei diesen handelt es sich meist um Jungv\u00f6gel aus sehr sp\u00e4ten Bruten.<\/p>\n<p>Den Tag zur Nahrungsaufnahme nutzend, zieht der Neunt\u00f6ter vermutlich ausschlie\u00dflich nachts. In der Mittagszeit wird geruht. Bei einer Untersuchung auf <a title=\"Karpathos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karpathos\">Karpathos<\/a> wurden 70\u201375&nbsp;km\/h Zuggeschwindigkeit festgestellt.<\/p>\n<p>Bei den Zugbewegungen kann grob zwischen den europ\u00e4ischen und den weiter \u00f6stlich br\u00fctenden Populationen unterschieden werden. Jene V\u00f6gel, die den Ostteil <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russlands<\/a> und <a title=\"Westsibirien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westsibirien\">Westsibirien<\/a> besiedeln, ziehen in Richtung S\u00fcds\u00fcdwest \u00fcber die <a title=\"Arabische Halbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arabische_Halbinsel\">Arabische Halbinsel<\/a> in die Winterquartiere. Ostw\u00e4rts gibt es dabei zu Zugzeiten einzelne Nachweise bis in den Westen des <a title=\"Indischer Subkontinent\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indischer_Subkontinent\">Indischen Subkontinents<\/a>. Der R\u00fcckzug erfolgt etwa auf den gleichen Routen: Nach dem Flug \u00fcber das <a title=\"Iranisches Hochland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iranisches_Hochland\">Iranische Hochland<\/a> wird das Kaspische Meer im S\u00fcden umrundet und <a title=\"Pamir (Gebirge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pamir_%28Gebirge%29\">Pamir<\/a> und <a title=\"Altai\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altai\">Altai<\/a> westlich umflogen.<\/p>\n<p>Die westlichen Populationen hingegen weisen einen ausgepr\u00e4gten <a title=\"Schleifenzug\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schleifenzug\">Schleifenzug<\/a> auf; der Fr\u00fchjahrszug verl\u00e4uft auf einer wesentlich \u00f6stlicher gelegenen Route als der Herbstzug. Im Herbst wird die s\u00fcdliche Mittelmeerk\u00fcste in einem Bereich gequert, der etwa zwischen der <a title=\"Libyen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Libyen\">libyschen<\/a> <a title=\"Kyrenaika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kyrenaika\">Kyrenaika<\/a> und dem <a class=\"mw-redirect\" title=\"Suezkanal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Suezkanal\">Suezkanal<\/a> liegt. Um diesen Bereich zu erreichen, m\u00fcssen die Populationen Spaniens oder Frankreichs zun\u00e4chst ostw\u00e4rts ziehen, um sich dann \u00fcber den \u00f6stlichen Mittelmeerraum s\u00fcdostw\u00e4rts zu bewegen. Die Brutv\u00f6gel Skandinaviens ziehen demnach s\u00fcdost- bis s\u00fcdw\u00e4rts \u00fcber die <a title=\"Balkanhalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balkanhalbinsel\">Balkanhalbinsel<\/a> und die <a class=\"mw-redirect\" title=\"\u00c4g\u00e4is\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84g%C3%A4is\">\u00c4g\u00e4is<\/a>. Vom Rand des afrikanischen Kontinents erfolgt der Zug darauf in einem schmalen Korridor zwischen 25\u00b0\u201335\u00b0 Ost gerade s\u00fcdw\u00e4rts und f\u00e4chert sich erst nach dem Regenwaldg\u00fcrtel wieder auf. Einzelne V\u00f6gel gelangen dabei aber auch weiter westw\u00e4rts bis in den <a title=\"Tschad\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschad\">Tschad<\/a>.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr ziehen die europ\u00e4ischen Neunt\u00f6ter bereits s\u00fcdlich des \u00c4quators auf \u00f6stlicheren Routen gen Norden. Diese f\u00fchren \u00fcber <a title=\"\u00c4thiopien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84thiopien\">\u00c4thiopien<\/a>, <a title=\"Somalia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Somalia\">Nordsomalia<\/a> und <a title=\"Eritrea\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eritrea\">Eritrea<\/a>, entlang der K\u00fcsten des <a title=\"Rotes Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotes_Meer\">Roten Meeres<\/a> an den \u00f6stlichen Rand des Mittelmeers und \u00fcber den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Sinaihalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sinaihalbinsel\">Sinai<\/a>. Das Mittelmeer wird im Wesentlichen \u00f6stlich von <a title=\"Zypern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zypern\">Zypern<\/a> \u00fcberquert, die \u00c4g\u00e4is auf dem Landweg \u00fcber <a class=\"mw-redirect\" title=\"Anatolien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anatolien\">Anatolien<\/a> umflogen. Die ersten Heimz\u00fcgler treffen Anfang Mai in den Brutgebieten ein.<\/p>\n<p>Aufgrund der Zugrouten wurde vermutet, dass der evolutionsgeschichtliche Ursprung der Art im Gebiet um das <a title=\"Kaspisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaspisches_Meer\">Kaspische Meer<\/a> liegt und sie sich von dort aus verbreitet hat.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"float: left; width: 650px; padding: 30px;\">\n<div class=\"text_pagina_despre\">\n<p style=\"text-align: justify;\">foto:mihai baciu -chettusia<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Neunt\u00f6ter (Lanius collurio) oder Rotr\u00fcckenw\u00fcrger ist eine Vogelart aus der Familie der W\u00fcrger (Laniidae) und in Mitteleuropa die h\u00e4ufigste W\u00fcrgerart. Er ist vor allem durch sein Verhalten bekannt, Beutetiere auf Dornen aufzuspie\u00dfen. Zu seiner Nahrung z\u00e4hlen vorwiegend Gro\u00dfinsekten, aber auch kleine S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel. 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