{"id":1705,"date":"2012-12-20T12:21:04","date_gmt":"2012-12-20T10:21:04","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/blutspecht-dendrocopos-syriacus\/"},"modified":"2012-12-20T12:33:57","modified_gmt":"2012-12-20T10:33:57","slug":"blutspecht-dendrocopos-syriacus","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/blutspecht-dendrocopos-syriacus\/","title":{"rendered":"Blutspecht (Dendrocopos syriacus)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der <strong>Blutspecht<\/strong> (<em>Dendrocopos syriacus<\/em>) geh\u00f6rt zur <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Unterfamilie<\/a> der <a title=\"Echte Spechte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echte_Spechte\">Echten Spechte<\/a> (Picinae). Er ist sehr nahe mit dem Gro\u00dfen <a title=\"Buntspecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buntspecht\">Buntspecht<\/a> (<em>Dendrocopos major<\/em>) verwandt, mit dem er gelegentlich auch <a title=\"Sympatrie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sympatrie\">sympatrisch<\/a> vorkommt und <a title=\"Hybride\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hybride\">hybridisiert<\/a>. Urspr\u00fcnglich nur im <a title=\"Naher Osten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naher_Osten\">Nahen<\/a> und in den westlichsten Randbereichen des <a title=\"Mittlerer Osten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittlerer_Osten\">Mittleren Ostens<\/a> verbreitet, dehnte die Art gegen Ende des 19. Jahrhunderts ihr Brutareal \u00fcber den <a title=\"Balkanhalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balkanhalbinsel\">Balkan<\/a> bis ins \u00f6stliche und nord\u00f6stliche Mitteleuropa aus. Diese Arealausweitung h\u00e4lt, allerdings sehr stark verlangsamt, noch immer an.<\/p>\n<p>Der \u00fcberwiegend schwarz-wei\u00df kontrastierende Gesamteindruck des Blutspechts ist typisch f\u00fcr die Gattung der Buntspechte. Er ist dem bekanntesten Vertreter dieser Gattung, dem Buntspecht (<em>Dendrocopos major<\/em>), sehr \u00e4hnlich. Bei beiden Geschlechtern des Blutspechtes sind in die mattschwarze Oberseite gro\u00dfe wei\u00dfe Schulterfl\u00e4chen eingelassen. Brust, Bauch und Flanken sind schmutzig wei\u00df-gelblich, die Flanken sind undeutlich dunkel l\u00e4ngsgestrichelt. Die schwarzen Handschwingen sind deutlich wei\u00df geb\u00e4ndert, wobei das oberste wei\u00dfe Fl\u00fcgelband meist mit den Schulterflecken verbunden ist. Der St\u00fctzschwanz ist schwarz, die \u00e4u\u00dferen Schwanzfedern weisen eine wei\u00dfe, individuell variierende B\u00e4nderung auf. Wangen und seitliche Halsteile sind wei\u00df mit leichtem gelblichen Anflug; begrenzt werden diese hellen Gefiederteile des Kopfes durch ein deutliches schwarzes Z\u00fcgelband und einen schwarzen Bartstreif, sowie scheitelw\u00e4rts durch eine schwarze Kopfplatte, die sich beim Weibchen \u00fcber den Nacken zum schwarzen R\u00fcckengefieder fortsetzt, beim M\u00e4nnchen jedoch durch ein deutliches, ziegelrotes Nackenabzeichen unterbrochen ist. Das Z\u00fcgelband hat keine Verbindung zum schwarzen Nackengefieder. Die Stirn ist bei beiden Geschlechtern wei\u00df, oft rein wei\u00df, zuweilen jedoch auch leicht gelblich. Die Augen sind schwarz, der Schnabel ist hellgrau. Der Stei\u00df und die Unterschwanzdecken sind rosarot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weibchen unterscheiden sich von den M\u00e4nnchen durch das Fehlen der roten Nackenf\u00e4rbung und durch einen etwas matteren F\u00e4rbungston. In Gewicht und Gr\u00f6\u00dfe sind die beiden Geschlechter identisch. Das Jugendgefieder ist matter und struppiger, die einzelnen Gefiederpartien sind farblich weniger scharf voneinander abgegrenzt. Beide Geschlechter tragen im Jugendkleid eine rote Kopfplatte, w\u00e4hrend der Nackenabschnitt auch beim M\u00e4nnchen schwarz ist. Vor allem die Flanken sind recht deutlich l\u00e4ngsgestrichelt, h\u00e4ufig sind bei jungen m\u00e4nnlichen Blutspechten zerstreute rote Sprenkel auf der Brust erkennbar.<\/p>\n<p>Mit etwa 23 Zentimetern K\u00f6rperl\u00e4nge z\u00e4hlt der Blutspecht zu den mittelgro\u00dfen Spechten. Er ist ebenso gro\u00df wie ein Buntspecht. Die Spannweite misst zwischen 34 und 39 Zentimeter. Im Mittel wiegen adulte Blutspechte um die 80 Gramm.<\/p>\n<p>Obwohl Blutspecht und Buntspecht einander sehr \u00e4hneln, bestehen doch gute Unterscheidungsmerkmale, die bei ausreichenden Sicht- und Beobachtungsbedingungen auch eine sichere feldornithologische Bestimmung erm\u00f6glichen. Am deutlichsten unterscheiden sich die beiden Arten in der Gesichtszeichnung. Der wei\u00dfe Wangenfleck wird beim Buntspecht durch das bis zum Nacken reichende Z\u00fcgelband eingerahmt, beim Blutspecht ist dieser Z\u00fcgel offen, so dass das Gesicht insgesamt wei\u00dfer erscheint. Der rote Nackenfleck des M\u00e4nnchens ist beim Blutspecht gr\u00f6\u00dfer; er reicht in den unteren Scheitelbereich und das Rot ist etwas heller als bei der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schwesterart\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwesterart\">Schwesterart<\/a>. Auch das wei\u00dfe Stirnabzeichen ist beim Blutspecht etwas ausgedehnter. Sieht man sitzende Spechte von hinten, f\u00e4llt beim Buntspecht eine Kreuzzeichnung auf, die aus dem schwarzen Nackenband und den in dieses Band einm\u00fcndenden Z\u00fcgel gebildet wird; beim Blutspecht ist nur das schmale Nackenband zu sehen. Fliegende Spechte sind am besten an den Schwanzfedern oder an der Zeichnung des Stei\u00dfes zu erkennen. Die \u00e4u\u00dferen Schwanzfedern des Buntspechtes, vor allem deren Au\u00dfenfahnen, sind \u00fcberwiegend wei\u00df, die des Blutspechtes schwarz mit wenigen wei\u00dfen Flecken. Die Rotf\u00e4rbung des Stei\u00dfes und der Unterschwanzdecken ist beim Buntspecht ausgedehnt und intensiver tiefrot, w\u00e4hrend diese Gefiederpartien beim Blutspecht einen blassroten, beziehungsweise rosaroten Farbton aufweisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom <a title=\"Mittelspecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelspecht\">Mittelspecht<\/a> (<em>Dendrocopos medius<\/em>) k\u00f6nnen adulte Blutspechte allein durch die Gr\u00f6\u00dfe und die bei beiden Geschlechtern des Mittelspechtes vorhandene rote Scheitelplatte gut unterschieden werden. Juvenile Individuen k\u00f6nnen aber Bestimmungsprobleme bereiten, da auch bei jungen Blutspechten die Scheitelpartie rot gef\u00e4rbt ist. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal sind neben der Gr\u00f6\u00dfe die \u00e4u\u00dferen Steuerfedern, die beim Mittelspecht viel Wei\u00df aufweisen, beim Blutspecht aber mehrheitlich schwarz sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einigen Gebieten des Balkans und Transkaukasiens kommen die Brutgebiete des Blutspechts in enge geographische N\u00e4he zu denen des <a title=\"Wei\u00dfr\u00fcckenspecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fr%C3%BCckenspecht\">Wei\u00dfr\u00fcckenspechts<\/a>; die beiden Arten leben jedoch in weitgehend unterschiedlichen Habitaten. Beide Geschlechter des Wei\u00dfr\u00fcckenspechtes sind vom Blutspecht gut durch das v\u00f6llige Fehlen von wei\u00dfen Schulterabzeichen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Alle Laut\u00e4u\u00dferungen des Blutspechtes sind denen des Buntspechtes sehr \u00e4hnlich, lassen sich mit einiger Erfahrung aber dennoch recht gut unterscheiden. Der h\u00e4ufigste Ruf beider Arten ist ein einzelnes, sehr h\u00e4ufig in kurzen Abst\u00e4nden hintereinander ge\u00e4u\u00dfertes \u201ekj\u00fcg\u201c, oder auch \u201edschi(r)k\u201c, das sogenannte <em>Kixen<\/em>. Beim Blutspecht klingt dieser Laut weich, etwas quietschend, nicht metallisch hart wie beim Buntspecht. Gorman vergleicht den Klang mit dem Ger\u00e4usch, den eine Quietschpuppe produziert. Dieser Laut wird in unterschiedlichen Situationen sowohl im Sitzen als auch im Flug von beiden Geschlechtern ge\u00e4u\u00dfert. Daneben verf\u00fcgen Blutspechte noch \u00fcber eine Reihe meist kurzer, scharfer Rufe wie <em>kip-kip<\/em>, die in Erregungssituationen zu langen Folgen gereiht werden k\u00f6nnen. Sexuell motivierte Rufe klingen wie <em>kwiiieep<\/em> oder <em>quuiieg<\/em>. Die Jungen sind nur in den F\u00fctterungsphasen akustisch auff\u00e4llig, doch ist ihr <em>Quietschen<\/em> leiser als das von Buntspechtnestlingen.<\/p>\n<p>Blutspechte trommeln etwas seltener als Buntspechte, jedoch dauern die Trommelwirbel etwas l\u00e4nger als die der Schwesterart. Sie bestehen aus bis zu 30 Schl\u00e4gen; zwischen dem ersten und zweiten Schlag ist gelegentlich eine kleine Pause feststellbar. Beide Geschlechter trommeln, die Weibchen allerdings seltener, leiser und k\u00fcrzer. Gelegentlich trommeln Weibchen noch w\u00e4hrend der Zeit der Jungenaufzucht.<\/p>\n<p>Die Verbreitung der Art beschr\u00e4nkt sich auf ein vergleichsweise kleines <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">zentral- und westpal\u00e4arktisches<\/a> Gebiet, das vom S\u00fcdosten des <a title=\"Iran\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran\">Irans<\/a>, Teilen des <a title=\"Irak\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irak\">Iraks<\/a>, <a title=\"Syrien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Syrien\">Syriens<\/a>, <a title=\"Libanon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Libanon\">Libanons<\/a> und <a title=\"Israel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Israel\">Israels<\/a> \u00fcber die <a title=\"T\u00fcrkei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkei\">T\u00fcrkei<\/a> nordw\u00e4rts bis ins nord\u00f6stliche Mitteleuropa reicht. Ein vom geschlossenen Brutgebiet weitgehend isoliertes Vorkommen im S\u00fcdosten des Irans, nahe der Grenze zu <a title=\"Pakistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pakistan\">Pakistan<\/a>, ber\u00fchrt die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Zoogeographie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zoogeographie\">orientalische Faunenregion<\/a>. Zum urspr\u00fcnglichen Verbreitungsgebiet d\u00fcrften auch die Brutgebiete in den <a title=\"Kaukasus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaukasus#L.C3.A4nder_und_abh.C3.A4ngige_Gebiete\">Kaukasusstaaten<\/a> z\u00e4hlen. Au\u00dfer auf <a class=\"mw-redirect\" title=\"Thassos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thassos\">Thassos<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Samothrake\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Samothrake\">Samothrake<\/a> und <a title=\"Limnos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Limnos\">Limnos<\/a> scheint die Art auf keiner anderen Mittelmeerinsel zu br\u00fcten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Europa sind weite Teile der <a title=\"Balkanhalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balkanhalbinsel\">Balkanhalbinsel<\/a>, <a title=\"Ungarn\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ungarn\">Ungarns<\/a> und der <a title=\"Slowakei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Slowakei\">Slowakei<\/a>, sowie die \u00f6stliche H\u00e4lfte <a title=\"Slowenien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Slowenien\">Sloweniens<\/a>, <a title=\"\u00d6sterreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96sterreich\">Ost\u00f6sterreich<\/a>, <a title=\"Tschechien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschechien\">Ost- und Zentraltschechien<\/a>, <a title=\"Polen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polen\">S\u00fcd- und Mittelpolen<\/a>, sowie einige s\u00fcdliche Gebiete <a title=\"Wei\u00dfrussland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Frussland\">Wei\u00dfrusslands<\/a> von dieser Art besiedelt. Auch in weiten Teilen der <a title=\"Ukraine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ukraine\">Ukraine<\/a> und in <a title=\"Moldawien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moldawien\">Moldawien<\/a> ist dieser Specht Brutvogel. Ob Brutvorkommen auf der <a title=\"Krim\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a> bestehen, ist bislang nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Deutschland gab es einige Brutzeitbeobachtungen, so 1982 bei <a class=\"mw-redirect\" title=\"K\u00f6then\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%B6then\">K\u00f6then<\/a>, ein Brutnachweis wurde noch nicht erbracht. Die n\u00e4chstgelegenen Brutpl\u00e4tze in Tschechien liegen jedoch weniger als 50 Kilometer vom deutschen Staatsgebiet entfernt.<\/p>\n<p>Einmal etablierte Blutspechte sind weitgehend ortstreu und verharren auch in strengen Wintern nach M\u00f6glichkeit im Brutgebiet. Die rasche Ausbreitung nach S\u00fcd- und Mitteleuropa zeigt jedoch eine gro\u00dfe Mobilit\u00e4tsbereitschaft. Neuansiedlungen k\u00f6nnen 100 und mehr Kilometer entfernt vom n\u00e4chstgelegenen Brutort stattfinden; fast immer handelt es sich um Jungv\u00f6gel, die \u00fcber solche Distanzen <a title=\"Dismigration\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dismigration\">dismigrieren<\/a>.<\/p>\n<p>Der Blutspecht weitete sein Brutgebiet vor allem im 20. Jahrhundert wesentlich nach Westen, Norden und Nordosten aus. Habitat- und Klimaver\u00e4nderungen werden als Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Arealexpansion genannt. Das namengebende Exemplar stammt aus Syrien, wurde von den Zoologen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Hemprich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hemprich\">Hemprich<\/a> und <a title=\"Christian Gottfried Ehrenberg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christian_Gottfried_Ehrenberg\">Ehrenberg<\/a> gesammelt und nach Hemprichs Tod von Ehrenberg 1833 beschrieben. \u00dcber die Ausdehnung des Brutareals der Art zu dieser Zeit sowie \u00fcber das damalige Bruthabitat ist nichts bekannt. 1890 wurde ein Exemplar aus Nord<a title=\"Bulgarien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bulgarien\">bulgarien<\/a> als Blutspecht bestimmt; dieser Beleg gilt als erster Nachweis der Art in Europa, doch muss der Blutspecht schon fr\u00fcher in die s\u00fcdlichen und s\u00fcdwestlichen Balkangebiete eingewandert sein, da nur wenige Jahre sp\u00e4ter offenbar bereits gute Populationen in S\u00fcdserbien bestanden. In der <a title=\"Gro\u00dfe Ungarische Tiefebene\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fe_Ungarische_Tiefebene\">Gro\u00dfen Ungarischen Tiefebene<\/a> wurde der Blutspecht erstmals 1928 nachgewiesen; in den n\u00e4chsten 20 Jahren besiedelte die Art dieses Gebiet, sowie angrenzende Bereiche im heutigen <a title=\"Kroatien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kroatien\">Kroatien<\/a> und Nord<a title=\"Serbien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Serbien\">serbien<\/a> weitgehend fl\u00e4chendeckend. Die erste Feststellung in \u00d6sterreich erfolgte 1951 am Nordrand des <a title=\"Neusiedler See\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neusiedler_See\">Neusiedler Sees<\/a>, vermutlich war die Art zu diesem Zeitpunkt in der weiteren Umgebung des Sees bereits ein verbreiteter Brutvogel. Zeitgleich mit der Nord- und Nordwestexpansion dehnte der Blutspecht sein Brutareal auf die s\u00fcdliche Balkanhalbinsel aus. In den folgenden Jahren etablierte sich der Blutspecht in weiten Teilen der Slowakei und in Tschechien. Seit den 1980er Jahren verlangsamte sich die Nordbewegung deutlich, w\u00e4hrend die Ostausbreitung in Richtung Ost<a title=\"Ukraine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ukraine\">ukraine<\/a> und der <a title=\"Krim\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a> anh\u00e4lt. Heute liegt die n\u00f6rdliche Arealgrenze der Art bei <a title=\"Bia\u0142ystok\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bia%C5%82ystok\">Bia\u0142ystok<\/a> in Nordostpolen, Sichtbeobachtungen gelangen jedoch auch aus Gebieten an der <a title=\"Danziger Bucht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Danziger_Bucht\">Danziger Bucht<\/a>, vor allem auf der <a title=\"Halbinsel Hel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Halbinsel_Hel\">Hel<\/a>.<\/p>\n<p>Zurzeit werden Arealausweitungen vor allem aus Wei\u00dfrussland gemeldet, wobei dort der Expansionsdruck offenbar von ukrainischen Spechten ausgeht. Auch in der Ukraine dehnt der Blutspecht sein Brutgebiet weiter nach Osten und S\u00fcdosten aus. Die Nordbewegung ist jedoch weitgehend zum Stillstand gekommen. Es wird vermutet, dass der Blutspecht mit Erreichen der 18-Grad-Juli-<a title=\"Isotherme\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isotherme\">Isotherme<\/a> seine klimatisch bedingte Verbreitungsbarriere erreicht hat. Ein Hindernis f\u00fcr eine noch nicht erfolgte Besiedelung Norditaliens sowie der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Apenninhalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apenninhalbinsel\">Apenninhalbinsel<\/a> stellen offenbar die Alpen, beziehungsweise das <a title=\"Adriatisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adriatisches_Meer\">Adriatische Meer<\/a> dar.<\/p>\n<p>Der Blutspecht bewohnt in seinen Herkunftsregionen sch\u00fcttere, montane Eichenw\u00e4lder und lockere Bachufergeh\u00f6lze aus <a title=\"Pappeln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pappeln\">Pappeln<\/a>, <a title=\"Weiden (Botanik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weiden_%28Botanik%29\">Weiden<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Orientalische Platane\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orientalische_Platane\">Orientalischen Platanen<\/a> und <a title=\"Walnussgew\u00e4chse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walnussgew%C3%A4chse\">Nussb\u00e4umen<\/a>. Er meidet sowohl offene <a title=\"Wacholder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wacholder\">Wacholder<\/a>&#8211; und <a title=\"Kiefern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kiefern\">Kiefernw\u00e4lder<\/a> als auch geschlossene Laub- und Nadelw\u00e4lder. Schon in seinem Ursprungsgebiet kam und kommt er in Kulturlandschaften wie Obstg\u00e4rten, Parks, Friedh\u00f6fen oder Weing\u00e4rten vor. Diese Disposition, vom Menschen gestaltete R\u00e4ume zu besiedeln, erm\u00f6glichte es der Art offenbar, in eine von anderen Spechten noch nicht vollst\u00e4ndig genutzte <a title=\"\u00d6kologische Nische\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96kologische_Nische\">Nische<\/a> vorzudringen. In seinen Expansionsgebieten besiedelt der Blutspecht fast ausschlie\u00dflich von Menschen geformte Landschaftsstrukturen, wie Obstg\u00e4rten, Parkanlagen, Friedh\u00f6fe, Siedlungsr\u00e4nder, kleine Baumgruppen und Alleen. Seine Reviere erstrecken sich oft \u00fcber einige G\u00e4rten, zwischen denen f\u00fcr ihn unnutzbares Gebiet liegen kann. Sehr h\u00e4ufig besucht er Obstplantagen oder br\u00fctet in ihnen. Bevorzugt werden solche mit Steinobst, wie <a title=\"Aprikose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aprikose\">Aprikosen<\/a>, <a title=\"Vogel-Kirsche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogel-Kirsche\">Kirschen<\/a> oder <a title=\"Pflaume\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pflaume\">Pflaumen<\/a>, h\u00e4ufig ist er auch in <a class=\"mw-redirect\" title=\"Maulbeerbaum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maulbeerbaum\">Maulbeer<\/a>-, Walnuss- oder <a title=\"Mandel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mandel\">Mandelb\u00e4umen<\/a> zu sehen. Von allen Spechten Europas ist er der ausgepr\u00e4gteste <a title=\"Kulturfolger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kulturfolger\">Kulturfolger<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Europa kommt der Blutspecht haupts\u00e4chlich in niederen H\u00f6henlagen bis zu 400 Metern vor. Vereinzelt wurden Bruten aus h\u00f6heren Lagen gemeldet, so aus der Slowakei und aus Bulgarien (800 Meter \u00fcber <a title=\"Normalh\u00f6hennull\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Normalh%C3%B6hennull\">NHN<\/a>, beziehungsweise 1.000 Meter \u00fcber NHN). In seinem urspr\u00fcnglichen Verbreitungsgebiet im Iran bestehen Brutvorkommen \u00fcber 2.000 Meter, doch reichen dauernde Besiedelung und Bewirtschaftung in dieser Region ebenfalls in diese H\u00f6hen. In vielen tiefgelegenen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Sekund\u00e4rhabitat\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sekund%C3%A4rhabitat\">Sekund\u00e4rhabitaten<\/a> kommt der Blutspecht <a title=\"Sympatrie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sympatrie\">sympatrisch<\/a> mit dem Buntspecht vor.<\/p>\n<p>Der Blutspecht ist ein Vertreter der recht umfangreichen Gattung <em>Dendrocopos<\/em>, in der kleine bis mittelgro\u00dfe Baumspechte mit \u00fcberwiegend schwarz-wei\u00dfem Gefieder zusammengefasst sind. Gemeinsam mit <a class=\"new\" title=\"Wei\u00dffl\u00fcgelspecht (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Wei%C3%9Ffl%C3%BCgelspecht&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Wei\u00dffl\u00fcgelspecht<\/a> (<em>D. leucopterus<\/em>), <a title=\"Buntspecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buntspecht\">Buntspecht<\/a> (<em>D. major<\/em>), <a class=\"new\" title=\"Himalajaspecht (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Himalajaspecht&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Himalajaspecht<\/a> (<em>D. himalayensis<\/em>) und dem <a class=\"new\" title=\"Tamariskenspecht (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Tamariskenspecht&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Tamariskenspecht<\/a> (<em>D. assimilis<\/em>) bildet er eine <a title=\"Superspezies\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Superspezies\">Superspezies<\/a>. Die 20 Vertreter der Gattung <em>Dendrocopos<\/em> kommen in Eurasien sowie in Nordafrika vor. Bis vor wenigen Jahren war <em>Dendrocopos<\/em> mit verwandten, vor allem <a title=\"Nearktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nearktis\">nearktischen<\/a> Arten, in der Gattung <em>Picoides<\/em> vereint. Insgesamt sind die verwandtschaftlichen Beziehungen sowohl zwischen diesen beiden Gattungen, als auch innerhalb der Gattungen selbst, Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und Diskussion.<\/p>\n<p>Strittig ist auch, ob <a title=\"Unterart\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterart\">Unterarten<\/a> bestehen. Das <a title=\"Handbook of the Birds of the World\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Handbook_of_the_Birds_of_the_World\">HBW<\/a> unterscheidet keine Unterarten, nach anderen Autoren sind neben der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a> noch zumindest zwei Unterarten, n\u00e4mlich <em>D. s. milleri<\/em> und <em>D. s. transcaucasicus<\/em> zu unterscheiden. Die erste kommt vor allem im Ostiran, die zweite in den Kaukasusgebieten vor. Andere genannte Unterarten wie <em>balcanicus<\/em> oder <em>romanicus<\/em> gelten als regional verbreitete F\u00e4rbungsvarianten.<\/p>\n<p>&nbsp;Mischbruten zwischen Blutspecht und Buntspecht sind nicht selten. Die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Fertilit\u00e4t\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fertilit%C3%A4t\">fertilen<\/a> Jungen zeigen Merkmale beider Elternteile. Besonders die Gesichtszeichnung, die Intensit\u00e4t und Farbt\u00f6nung der Rotanteile des Gefieders, sowie Ausma\u00df der Wei\u00dfzeichnungen an den Schwanzfedern k\u00f6nnen Aufschluss \u00fcber eine Bastardisierung geben. M\u00f6glicherweise liegen den nicht anerkannten Unterarten <em>romanicus<\/em> und <em>balcanicus<\/em> Mischbruten zugrunde.<\/p>\n<p>Der Blutspecht nimmt etwa zu gleichen Teilen vegetabile und animalische Kost zu sich, wobei sich die Anteile jahreszeitlich etwas verschieben k\u00f6nnen. Damit unterscheidet sich die Nahrungszusammensetzung dieser Art von allen anderen europ\u00e4ischen Spechtarten, die zwar ebenfalls pflanzliche Kost verzehren, jedoch nicht in diesem Ausma\u00df und nicht relativ gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber das gesamte Jahr verteilt. Lediglich beim Buntspecht k\u00f6nnen Vegetabilien saisonal einen \u00e4hnlich hohen Anteil erreichen. Auch die Jungen des Blutspechtes werden zu einem relativ hohen Anteil mit pflanzlicher Kost versorgt. Der Blutspecht bevorzugt reifes Steinobst wie Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche und Pflaumen; aber auch \u00c4pfel, Birnen, viele Beerenarten, die Fr\u00fcchte des Maulbeerbaumes, sowie Weintrauben, Feigen und Oliven werden h\u00e4ufig verzehrt. Im Herbst und Winter k\u00f6nnen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Haseln\u00fcsse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haseln%C3%BCsse\">Haseln\u00fcsse<\/a>, Waln\u00fcsse sowie <a title=\"Pistazie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pistazie\">Pistazien<\/a>, Mandeln und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Pinienkerne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pinienkerne\">Pinienkerne<\/a> zur Hauptnahrung werden. Bei gr\u00f6\u00dferen Steinfr\u00fcchten nutzt der Blutspecht nicht nur das Fruchtfleisch, sondern auch den im Stein enthaltenen Samen. Auch Sonnenblumensamen und <a title=\"K\u00fcrbisse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%BCrbisse\">K\u00fcrbiskerne<\/a> z\u00e4hlen zu den vegetarischen Nahrungsbestandteilen dieser Art. Ebenso werden vor allem im Fr\u00fchjahr Baums\u00e4fte, insbesondere die von <a class=\"mw-redirect\" title=\"Ahorn\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ahorn\">Ahornarten<\/a>, <a title=\"Kiefern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kiefern\">Kiefern<\/a> und <a title=\"Pinie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pinie\">Pinien<\/a>, aufgenommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der animalische Nahrungsanteil unterscheidet sich nicht wesentlich von dem des Buntspechtes. Dabei \u00fcberwiegen an der Oberfl\u00e4che lebende Insektenarten und deren Entwicklungsstadien deutlich jene, die im morschen Holz oder unter der Baumrinde vorkommen. K\u00e4fer, zum Beispiel <a title=\"Maik\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maik%C3%A4fer\">Maik\u00e4fer<\/a>, Schmetterlinge und Schmetterlingsraupen, <a title=\"Nachtfalter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachtfalter\">Motten<\/a>, <a title=\"Ameisen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ameisen\">Ameisen<\/a>, <a title=\"Echte Grillen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echte_Grillen\">Grillen<\/a>, <a title=\"Echte Wespen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echte_Wespen\">Wespen<\/a> und <a title=\"Fliegen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fliegen\">Fliegen<\/a> bilden den \u00fcberwiegenden Anteil der animalischen Kost. <a title=\"Tausendf\u00fc\u00dfer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tausendf%C3%BC%C3%9Fer\">Tausendf\u00fc\u00dfer<\/a>, <a title=\"Spinnentiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spinnentiere\">Spinnen<\/a>, verschiedene <a title=\"Pflanzenl\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pflanzenl%C3%A4use\">Pflanzenl\u00e4use<\/a>, <a title=\"W\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BCrmer\">W\u00fcrmer<\/a> und <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a> geh\u00f6ren ebenfalls zum Nahrungsspektrum der Art.<\/p>\n<p>Der Blutspecht \u00e4hnelt im Nahrungserwerb dem Buntspecht, doch sind seine Verhaltensweisen in einigen Aspekten weniger entwickelt als die seines nahen Verwandten. Blutspechte scheinen keine echten <a title=\"Schmiede (Spechte)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schmiede_%28Spechte%29\">Schmieden<\/a> zu verwenden, auch das <a title=\"Ringeln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ringeln\">Ringeln<\/a> safttreibender B\u00e4ume ist bisher nicht beobachtet worden, obwohl S\u00e4fte, die aus Rindenverletzungen oder durch Ringelaktivit\u00e4ten anderer Spechte austreten, ausgebeutet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Blutspecht sucht seine Nahrung sowohl am Boden als auch in allen Stamm- und Astregionen bis in den Wipfelbereich hoher B\u00e4ume. Niedrigere Stammbereiche und starke \u00c4ste werden jedoch bevorzugt. Die tierischen Nahrungsanteile werden vor allem durch Absammeln der Beutetiere auf Stamm- und Astoberfl\u00e4chen sowie durch systematisches Stochern gewonnen; das Hacken ist wenig tiefgreifend; meist werden dadurch nur Rindenteile entfernt oder die \u00e4u\u00dferste <a title=\"Splintholz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Splintholz\">Splintschicht<\/a> bis zu wenig mehr als einem Zentimeter bearbeitet. Bei der Nahrungssuche im Stamm und Astbereich h\u00fcpft der Blutspecht beidbeinig stammauf und stammab. Relativ h\u00e4ufig erbeuten Blutspechte durch kurze Ausfallfl\u00fcge auch Fluginsekten. Zwischen den Nahrungsrevieren kann die Art w\u00e4hrend des t\u00e4glichen Nahrungserwerbs betr\u00e4chtliche Flugdistanzen zur\u00fccklegen. Die Fr\u00fcchte- und Nussnahrung wird sowohl direkt von den fruchttragenden B\u00e4umen und Str\u00e4uchern als auch auf dem Boden gesammelt. Um N\u00fcsse oder Steinobstkerne zu \u00f6ffnen, benutzt der Blutspecht Spalten in grobborkigen B\u00e4umen oder Ritzen in Gem\u00e4uern, in denen er die Nahrungsobjekte festklemmt. Ein Anpassen solcher Schmieden auf die Gr\u00f6\u00dfe des zu fixierenden Objekts wurde bislang nicht festgestellt. Gelegentlich wurden Blutspechte beim Anlegen von Nahrungsdepots beobachtet; ob dieses Verhalten bei Nahrungs\u00fcberschuss regelm\u00e4\u00dfig praktiziert wird, ist jedoch noch unklar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto:Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Der Blutspecht (Dendrocopos syriacus) geh\u00f6rt zur Unterfamilie der Echten Spechte (Picinae). Er ist sehr nahe mit dem Gro\u00dfen Buntspecht (Dendrocopos major) verwandt, mit dem er gelegentlich auch sympatrisch vorkommt und hybridisiert. Urspr\u00fcnglich nur im Nahen und in den westlichsten Randbereichen des Mittleren Ostens verbreitet, dehnte die Art gegen Ende des 19. 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