{"id":1590,"date":"2012-12-18T11:20:49","date_gmt":"2012-12-18T09:20:49","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/bekassine-gallinago-gallinago\/"},"modified":"2012-12-18T11:39:28","modified_gmt":"2012-12-18T09:39:28","slug":"bekassine-gallinago-gallinago","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/bekassine-gallinago-gallinago\/","title":{"rendered":"Bekassine (Gallinago gallinago)"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>Bekassine<\/strong> (<em>Gallinago gallinago<\/em>) ist eine recht langschn\u00e4belige, mittelgro\u00dfe <a title=\"Art (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Art_%28Biologie%29\">Art<\/a> aus der <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Familie<\/a> der <a title=\"Schnepfenv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnepfenv%C3%B6gel\">Schnepfenv\u00f6gel<\/a>. Sie ist \u00fcber gro\u00dfe Teile der <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a> verbreitet und \u00fcberwintert \u00fcberwiegend in den <a title=\"Subtropen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Subtropen\">Subtropen<\/a> und <a title=\"Tropen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tropen\">Tropen<\/a> der <a title=\"Alte Welt\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alte_Welt\">Alten Welt<\/a>. Sie besiedelt zur Brutzeit <a title=\"Moor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moor\">Moore<\/a>, <a title=\"Feuchtwiese\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feuchtwiese\">Feuchtgr\u00fcnland<\/a> und <a title=\"Wiese (Gr\u00fcnland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiese_%28Gr%C3%BCnland%29\">Wiesen<\/a>; zur Zugzeit ist sie wie die meisten <a class=\"mw-redirect\" title=\"Watv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Watv%C3%B6gel\">Watv\u00f6gel<\/a> auf schlammigen Fl\u00e4chen an <a title=\"Binnengew\u00e4sser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Binnengew%C3%A4sser\">Binnengew\u00e4ssern<\/a> und <a title=\"K\u00fcste\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%BCste\">K\u00fcsten<\/a> zu finden. Charakteristisch ist der Balzflug, bei dem der Vogel sich aus gro\u00dfer H\u00f6he senkrecht herabfallen l\u00e4sst und mit abgespreizten, \u00e4u\u00dferen <a title=\"Steuerfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steuerfeder\">Steuerfedern<\/a> ein \u201ewummerndes\u201c Ger\u00e4usch erzeugt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weltweit ist die Bekassine nicht im Bestand bedroht, in Europa gab es jedoch aufgrund von Lebensraumverlusten seit der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts starke Bestandseinbu\u00dfen. Die Bekassine ist <a title=\"Vogel des Jahres (Deutschland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogel_des_Jahres_%28Deutschland%29\">Vogel des Jahres<\/a> 2013.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fr\u00fcher wurde die nordamerikanische <a title=\"Wilsonbekassine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilsonbekassine\">Wilsonbekassine<\/a> (<em>Gallinago delicata<\/em>) als Unterart der Bekassine angesehen.<\/p>\n<p>Die Bekassine ist mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge zwischen 25 und 27&nbsp;cm, von denen 55\u201375&nbsp;mm auf den recht langen Schnabel entfallen, etwa <a title=\"Singdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singdrossel\">drosselgro\u00df<\/a>. Die <a title=\"Fl\u00fcgell\u00e4nge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fl%C3%BCgell%C3%A4nge\">Fl\u00fcgell\u00e4nge<\/a> betr\u00e4gt 123\u2013144&nbsp;mm. Das Gefieder weist eine br\u00e4unliche Tarnf\u00e4rbung mit markanten L\u00e4ngsstreifen auf Kopf und Rumpf auf. Der Bauch ist im Unterschied zu manchen anderen Arten der Gattung ausgedehnt wei\u00df. Der 49\u201364&nbsp;mm lange Schwanz ragt beim sitzenden Vogel relativ weit \u00fcber die Fl\u00fcgelspitzen hinaus. Die relativ kurzen und kr\u00e4ftigen Beine sind gelblich gr\u00fcn bis graugr\u00fcn. Der Schnabel zeigt an der Basis eine r\u00f6tlich braune, an der Spitze eine dunkelbraune F\u00e4rbung. Er ist etwa doppelt so lang wie der Kopf von der Schnabelbasis bis zum Hinterkopf. Die <a title=\"Iris (Auge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iris_%28Auge%29\">Iris<\/a> ist braun. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kopf <a title=\"Adult\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adult\">adulter<\/a> V\u00f6gel zeigt das typische Streifenmuster der Gattung: Vom dunkelbraunen Scheitel setzt sich ein gelblich beiger Mittelstreif ab. Der <a title=\"\u00dcberaugenstreif\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%9Cberaugenstreif\">\u00dcberaugenstreif<\/a> ist ebenfalls gelblich beige und die dunkle Strichelung der Ohrdecken verdichtet sich am oberen und unteren Rand. Im Unterschied zur \u00e4hnlichen <a title=\"Spie\u00dfbekassine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spie%C3%9Fbekassine\">Spie\u00dfbekassine<\/a> wird der dunkle Z\u00fcgel zur Schnabelbasis hin breiter, der helle \u00dcberaugenstreif ist dort schmaler als letzterer. Die Kehle ist wei\u00dflich, Hals und Brust gelblichbraun gestrichelt. Zu den Brustseiten und Flanken hin wird die Strichelung gr\u00f6ber und V-f\u00f6rmig, so dass sich teils auf hell rostfarbenem Grund auff\u00e4llige Zickzackmuster bilden. Diese Musterung setzt sich unregelm\u00e4\u00dfig auf den Unterschwanzdecken fort. Hintere Brust und Unterbauch sind rein wei\u00df. Die Schulterfedern sind auf den Zentren schwarzbraun mit gr\u00fcnmetallischem Glanz und variabel rotbraun gefleckt, gestrichelt oder bekritzelt. Die \u00e4u\u00dferen bilden mit ihrem breiten, gelblich beigen bis hellbraunen Saum auf der Au\u00dfenfahne helle Streifen auf dem sonst dunklen R\u00fccken. Die mattbraunen R\u00fcckenfedern sind an den Spitzen wei\u00df, jene auf dem hinteren R\u00fccken r\u00f6tlich bis gelblichbraun ges\u00e4umt. Die hellbraunen Oberschwanzdecken sind \u2013 teils pfeilspitzenartig \u2013 dunkel geb\u00e4ndert, die l\u00e4ngsten wei\u00dflich ges\u00e4umt. Die mittleren Steuerfedern sind auf dem basalen Teil schwarzbraun, auf dem sichtbaren, distalen Viertel rotbraun mit diffuser, dunkler Zeichnung, dunkler Subterminalbinde und hellem Spitzensaum. Auf den \u00e4u\u00dferen wird der rotbraune Teil ausgedehnter, grauer und deutlich geb\u00e4ndert. Die Anzahl der Steuerfedern liegt meist bei 14, seltener bei 12, 16 oder 18. Die Oberfl\u00fcgeldecken sind \u00fcberwiegend dunkelbraun, hellbraun und beige gemustert und ges\u00e4umt. Die feinen wei\u00dfen Spitzen der gro\u00dfen Armdecken und der inneren gro\u00dfen Handdecken bilden einen undeutlichen Fl\u00fcgelstreif. Die Schwingen sind dunkelbraun, wobei die wei\u00dflichen Spitzen der Armschwingen und der inneren Handschwingen einen ausgedehnten, wei\u00dfen Fl\u00fcgelhinterrand bilden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Bekassine \u00e4hnelt der <a title=\"Doppelschnepfe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Doppelschnepfe\">Doppelschnepfe<\/a>, ist aber etwas kleiner als diese und zeichnet sich durch Armschwingen mit einer wei\u00dfen Endbinde aus, die im Flug sichtbar sind. Der wei\u00dfe Bauchfleck ist bei der Bekassine etwas ausgedehnter und ihre Flanken sind gleichfalls hell gelbbraun und dunkelbraun geb\u00e4ndert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jungv\u00f6gel sind kaum von adulten V\u00f6geln zu unterscheiden. Bei ihnen sind die cremefarbenen Streifen auf dem R\u00fccken etwas schmaler und blasser. Die neuen Fl\u00fcgeldecken tragen v\u00f6llig wei\u00dfe Spitzenflecken, die nicht wie bei adulten Bekassinen durch eine schwarze L\u00e4ngsbinde unterbrochen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Flug der Bekassine ist sehr schnell. Aufgeschreckte und sich bedroht f\u00fchlende V\u00f6gel zeigen einen Flug mit Zickzackwendungen. Am Boden knicken Bekassinen bei Gefahr in den Intertarsalgelenken ein und dr\u00fccken sich an den Boden. In der N\u00e4he des Niststandortes oder von Jungv\u00f6geln <a title=\"Verleiten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verleiten\">verleiten<\/a> sie durch Auf- und Abklappen und gleichzeitigem Spreizen des Schwanzes.<\/p>\n<p>Vom Boden aufgescheuchte Bekassinen geben ein heiseres, raues <em>\u00c4\u00e4\u00e4tsch<\/em> von sich, das manchmal auch in kurzen Abst\u00e4nden gereiht wird (<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.xeno-canto.org\/76831\" rel=\"nofollow\">H\u00f6rbeispiel<\/a>).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Gesang ist vor allem w\u00e4hrend der Brutzeit zu h\u00f6ren. Es wird von beiden Geschlechtern von einer <a title=\"Sitzwarte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sitzwarte\">Warte<\/a> aus oder im Flug vorgetragen. Er besteht aus langen, rhythmischen Rufreihen von zweisilbigen, recht variablen Lauten, die als <em>tick-er<\/em> oder <em>diep-pe<\/em> wiedergegeben werden k\u00f6nnen (<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.xeno-canto.org\/27080\" rel=\"nofollow\">H\u00f6rbeispiel<\/a>). Der Vogel wippt dabei oft rhythmisch mit dem Schwanz. Bei besonderer Erregung k\u00f6nnen sich die Reihen steigern und bestehen dann aus einsilbigen <em>djugg<\/em>-Rufen, von denen etwa vier in einer Sekunde aufeinander folgen.<\/p>\n<p>Sehr charakteristisch ist das so genannte \u201eWummern\u201c oder \u201eMeckern\u201c (<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/www.xeno-canto.org\/57908\" rel=\"nofollow\">H\u00f6rbeispiel<\/a>), das w\u00e4hrend der Balzfl\u00fcge vor allem in der Morgen- oder Abendd\u00e4mmerung zu h\u00f6ren ist. Es handelt sich um einen <a title=\"Instrumentallaut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Instrumentallaut\">Instrumentallaut<\/a>, der durch die speziell versteiften, \u00e4u\u00dferen Steuerfedern erzeugt wird. Das balzende M\u00e4nnchen, seltener auch das Weibchen, l\u00e4sst sich aus meist etwa 50&nbsp;m Flugh\u00f6he in einem Winkel von 45\u201390\u00b0 herabfallen, wobei die abgespreizten \u00e4u\u00dferen Steuerfedern im Luftstrom vibrieren und ein summendes Ger\u00e4usch von sich geben. Das Tremolo wird dadurch erzeugt, dass der Luftstrom in schnellen Abst\u00e4nden von den ebenfalls abgespreizten Fl\u00fcgeln unterbrochen wird. Da der Vogel im Hinabgleiten schneller wird, steigt auch die Lautst\u00e4rke etwas an.<\/p>\n<p>Das <a class=\"mw-redirect\" title=\"Pal\u00e4arktische Region\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktische_Region\">transpal\u00e4arktische<\/a> Verbreitungsgebiet der Bekassine erstreckt sich \u00fcber gro\u00dfe Teile des <a title=\"Gem\u00e4\u00dfigte Zone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gem%C3%A4%C3%9Figte_Zone\">gem\u00e4\u00dfigten<\/a> <a title=\"Eurasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eurasien\">Eurasiens<\/a>. Im Norden reicht die Verbreitungsgrenze von Island \u00fcber den Norden der <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a> und das n\u00f6rdliche <a class=\"mw-redirect\" title=\"Fennoskandien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fennoskandien\">Fennoskandien<\/a>, wo sie bei etwa 70\u00b0 N verl\u00e4uft, sowie durch das europ\u00e4ische <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russland<\/a> und <a title=\"Sibirien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sibirien\">Sibirien<\/a>. Hier liegt sie meist am Nordrand der <a title=\"Borealer Nadelwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Borealer_Nadelwald\">Taigazone<\/a> bei 71\u00b0 N, erreicht aber an der Ostk\u00fcste der <a title=\"Taimyrhalbinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taimyrhalbinsel\">Taimyrhalbinsel<\/a> 74\u00b0 N. Im Osten reicht die Verbreitung bis zum <a title=\"Anadyr (Fluss)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anadyr_%28Fluss%29\">Anadyr<\/a>, nach <a title=\"Kamtschatka\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kamtschatka\">Kamtschatka<\/a>, zur <a title=\"Beringinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beringinsel\">Beringinsel<\/a> und den <a title=\"Kurilen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurilen\">Kurilen<\/a>. Die S\u00fcdgrenze des Areals verl\u00e4uft in Europa etwa durch Nordportugal, das mittlere Frankreich, Norditalien, Bulgarien und die <a title=\"Ukraine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ukraine\">Ukraine<\/a>, wobei die Vorkommen im Westen nur sehr zerstreut liegen. In Asien reicht die Verbreitung s\u00fcdw\u00e4rts bis ins n\u00f6rdliche <a title=\"Turkestan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turkestan\">Turkestan<\/a>, lokal bis nach <a title=\"Afghanistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afghanistan\">Afghanistan<\/a> und <a title=\"Vorderindien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vorderindien\">Vorderindien<\/a>, durch den <a title=\"Altai\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altai\">Altai<\/a> und weiter bis zur <a title=\"Mandschurei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mandschurei\">Mandschurei<\/a> und zum <a title=\"Ussuri\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ussuri\">Ussuri<\/a>.<\/p>\n<p>Die Bekassine wird von der <a class=\"mw-redirect\" title=\"IUCN\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IUCN\">IUCN<\/a> als nicht bedroht (\u201eleast concern\u201c) eingestuft. Der europ\u00e4ische Gesamtbestand wird auf 930.000 bis 1.900.000 Brutpaare gesch\u00e4tzt. Hohe <a title=\"Populationsdichte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Populationsdichte\">Populationsdichten<\/a> in Europa erreicht die Bekassine in <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russland<\/a>, dem <a title=\"Baltikum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baltikum\">Baltikum<\/a>, <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinavien<\/a> und dem \u00f6stlichen <a title=\"Mitteleuropa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitteleuropa\">Mitteleuropa<\/a>. Gr\u00f6\u00dfere Best\u00e4nde gibt es auch noch auf den <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a> und im Bereich der <a title=\"Nordsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordsee\">Nordsee<\/a>. In <a title=\"Westeuropa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westeuropa\">Westeuropa<\/a> und im <a title=\"Mittelmeer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelmeer\">Mittelmeerraum<\/a> kommt die Bekassine zerstreuter vor. Der mitteleurop\u00e4ische Brutbestand wird zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf 24.000 bis 45.000 Brutpaare gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>In <a title=\"Deutschland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland\">Deutschland<\/a> ist die Bekassine laut <a title=\"Rote Liste gef\u00e4hrdeter Arten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rote_Liste_gef%C3%A4hrdeter_Arten\">Roter Liste<\/a> vom Aussterben bedroht. Noch Mitte des 19.&nbsp;Jahrhunderts wurde die Bekassine als \u201egemein\u201c (= h\u00e4ufig) bezeichnet und \u00e4u\u00dferst intensiv bejagt. <a title=\"Jagdstrecke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagdstrecke\">Jagdstrecken<\/a> umfassten manchmal 70 bis 80 geschossene Exemplare pro Tag und J\u00e4ger. Der Bestand wird zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf 6200 bis 9800 Brutpaare gesch\u00e4tzt. In \u00d6sterreich kommen zwischen 80 und 120 Brutpaare vor. In der Schweiz dagegen ist die Bekassine ein sehr seltener Brutvogel mit maximal drei Brutpaaren.<\/p>\n<p>Die Ursachen des heutigen massiven Bestandsr\u00fcckgangs sind nicht auf die Bejagung zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern auf <a title=\"Entw\u00e4sserung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entw%C3%A4sserung\">Entw\u00e4sserungs<\/a>&#8211; und Bodennivellierungsma\u00dfnamen im Rahmen intensiver <a title=\"Landwirtschaft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landwirtschaft\">Landwirtschaft<\/a> und die zunehmende Zersiedelung der Brutareale. Durch die Entw\u00e4sserung fallen die Wasserst\u00e4nde im Jahr zu fr\u00fch ab und der Boden bietet nicht mehr gen\u00fcgend Nahrung. Hinzu kommt die Verdichtung der B\u00f6den durch schwere Landmaschinen, die es der Bekassine schwer machen, mit dem Schnabel durchzudringen, sowie eine vermehrte Verbuschung der Brutfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Die Bekassine ist sowohl <a title=\"Kurzstreckenzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurzstreckenzieher\">Kurz-<\/a> und <a title=\"Langstreckenzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langstreckenzieher\">Langstreckenzieher<\/a> als auch im Westen ihres Brutareals ein Standvogel. Die \u00dcberwinterungsquartiere der Bekassine finden sich unter anderem im Nordwesten, Westen und S\u00fcden Europas, im Mittelmeergebiet, Vorder- und S\u00fcdasien, in den n\u00f6rdlichen tropischen Regionen Westafrikas und in Ostafrika bis zum \u00c4quator.<\/p>\n<p>Zu den Gebieten, in denen Bekassinen w\u00e4hrend des Winters ausharren, geh\u00f6ren unter anderem Island, Westnorwegen, D\u00e4nemark und Deutschland. \u00dcberwinternde Bekassinen sind unter anderem auch am Bodensee zu finden. Einzelne Funde beringter V\u00f6gel belegen aber auch Zugstrecken von Deutschland bis zum Senegal oder D\u00e4nemark bis Senegal und Tschad.<\/p>\n<p>Der Wegzug von den Brutpl\u00e4tzen beginnt in Nordeuropa ab Juli. Ab Mitte Juli sind an den typischen Rastpl\u00e4tzen in Norddeutschland bereits zunehmend Durchz\u00fcgler zu beobachten. Dabei finden sich zu Beginn des Zuges vor allem Jungv\u00f6gel ein. Der Zug w\u00e4hrt bis Ende Oktober und November. Auf dem R\u00fcckzug in die Brutgebiete in Nordeuropa sind in Mitteleuropa Bekassinen vor allem im M\u00e4rz zu beobachten.<\/p>\n<ul>\n<li><em>Gallinago g. gallinago<\/em><br \/> ist die eurasische <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a>, die von <a title=\"Island\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Island\">Island<\/a> und den <a title=\"Britische Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Britische_Inseln\">Britischen Inseln<\/a> \u00fcber das europ\u00e4ische Festland bis in das asiatische <a title=\"Kamtschatka\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kamtschatka\">Kamtschatka<\/a> br\u00fctet und auch auf der <a title=\"Beringinsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beringinsel\">Beringinsel<\/a> sowie <a title=\"Sachalin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sachalin\">Sachalin<\/a> vorkommt. Die Nominatform mit ihrem gro\u00dfen Verbreitungsgebiet wird in zwei Populationen aufgeteilt. Die eine br\u00fctet in Europa westlich des Urals und \u00fcberwintert \u00fcberwiegend im S\u00fcden und Westen Europas sowie im Nordwesten Afrikas. Die zweite Population kommt in Westsibirien \u00f6stlich des Urals vor und \u00fcberwintert \u00fcberwiegend im S\u00fcdwesten Asiens und in Afrika s\u00fcdlich der Sahara.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Gallinago g. faeroensis<\/em><br \/> hat ein wesentlich kleineres Verbreitungsgebiet. Sie br\u00fctet auf den Nordatlantischen Inseln, n\u00e4mlich den <a title=\"F\u00e4r\u00f6er\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%A4r%C3%B6er\">F\u00e4r\u00f6ern<\/a>, den <a title=\"Orkney\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orkney\">Orkneyinseln<\/a> und den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Shetland-Inseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shetland-Inseln\">Shetland-Inseln<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es die nordamerikanische Form, die auch oft als eigene Art \u2013 <strong><a class=\"mw-redirect\" title=\"Wilson-Bekassine\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilson-Bekassine\">Wilson-Bekassine<\/a><\/strong> (<em>G. delicata<\/em>) \u2013 behandelt wird<\/p>\n<ul>\n<li><em>Gallinago (g.) delicata<\/em><br \/> verf\u00fcgt im Gegensatz zur Gemeinen Bekassine \u00fcber einen schlankeren K\u00f6rper, einen schmaleren wei\u00dfen Rand an den Fl\u00fcgeln und acht <a class=\"mw-redirect\" title=\"Schwanzfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwanzfeder\">Schwanzfederpaare<\/a> anstatt sieben. Allerdings k\u00f6nnen die Zahlen variieren, sodass Exemplare der Gemeinen Bekassine auch schon mal sechs bis neun entsprechende Federpaare aufweisen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>\n<p>Die Bekassine bewohnt Feuchtwiesen und offenes Sumpfland, wo sie zur Brutzeit durch ihre Balzfl\u00fcge auff\u00e4llt.<\/p>\n<p>Die Bekassine br\u00fctet bevorzugt in extensiv bewirtschafteten <a title=\"Feuchtwiese\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feuchtwiese\">Feuchtwiesen<\/a> und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Marsch (Schwemmland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marsch_%28Schwemmland%29\">Marschen<\/a>, in <a title=\"Regenmoor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenmoor\">Hochmooren<\/a>, seltener in <a title=\"Seggen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seggen\">Gro\u00dfseggenrieden<\/a> und lichten <a title=\"R\u00f6hricht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%B6hricht\">R\u00f6hrichtfl\u00e4chen<\/a>, auf Nassbrachen oder an der K\u00fcste auch in <a title=\"Salzwiese\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salzwiese\">Salzwiesen<\/a> und <a title=\"Koog\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Koog\">K\u00f6gen<\/a>. Wichtig ist eine nicht zu dichte Vegetation, die sowohl gen\u00fcgend schlammige Fl\u00e4chen (Schlenken, Gr\u00e4ben, Ufer) f\u00fcr die Nahrungsaufnahme als auch ausreichende Deckung aufweisen. Au\u00dferdem braucht die Bekassine eine lockere Humusschicht, in der gen\u00fcgend W\u00fcrmer und Insektenlarven vorkommen.<\/p>\n<p>Zur Zugzeit im Fr\u00fchjahr kommt die Bekassine in \u00e4hnlichen Lebensr\u00e4umen vor wie zur Brutzeit. Im Sp\u00e4tsommer und Herbst rastet sie wie andere <a class=\"mw-redirect\" title=\"Limikolen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Limikolen\">Limikolen<\/a> gerne auf relativ offenen Schlickfl\u00e4chen auf <a title=\"Rieselfeld\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rieselfeld\">Rieselfeldern<\/a> und an Kl\u00e4rteichen, aber auch an flachen Ufern und Gr\u00e4ben.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Bekassinen fressen verschiedene <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a> und deren <a title=\"Larve\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Larve\">Larven<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Mollusken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mollusken\">Mollusken<\/a>, <a title=\"Krebstiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krebstiere\">Krebstiere<\/a>, <a title=\"Pflanzen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pflanzen\">Pflanzenteile<\/a> und <a title=\"Same (Pflanze)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Same_%28Pflanze%29\">S\u00e4mereien<\/a>. In einigen Lebensr\u00e4umen machen <a title=\"Regenw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenw%C3%BCrmer\">Regenw\u00fcrmer<\/a> den gr\u00f6\u00dften Teil ihres Nahrungsspektrums aus.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihrer Nahrungssuche kann man sie meist dort beobachten, wo der Untergrund feucht ist oder wo flachgr\u00fcndiges Wasser vorhanden ist. Mit ihrem langen Schnabel stochern die Bekassinen tief im Untergrund oder Wasser und schreiten dabei langsam vorw\u00e4rts. Sie gehen dabei so tief ins Wasser, dass sie manchmal bis zum Bauch im Wasser stehen. In weichem Boden f\u00fchren sie mitunter ihre Schn\u00e4bel bis zu deren voller L\u00e4nge ein. Da sie eine bewegliche Schnabelspitze haben, verm\u00f6gen sie kleine Beutetiere noch unter der Erde zu fassen und zu verschlucken, ohne dass sie ihren Schnabel aus der Erde herausziehen m\u00fcssen. Auf Nahrungssuche begeben sie sich besonders w\u00e4hrend der D\u00e4mmerung, sie sind jedoch auch tags\u00fcber zu beobachten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Bekassinen erreichen in der Regel ihre Geschlechtsreife im 1. Lebensjahr. Sie f\u00fchren eine monogame Saisonehe, wobei die M\u00e4nnchen vermutlich nicht nur zu Beginn der Brutzeit fremde Weibchen begatten.<\/p>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\" style=\"width: 222px;\">Bekassine als Wintergast in Taiwan<\/div>\n<\/div>\n<p>In Mitteleuropa erreichen Bekassinen ihre Brutpl\u00e4tze in der Regel ab M\u00e4rz. Gelegentlich sind aber balzende V\u00f6gel bereits ab Mitte Februar zu beobachten. Das Revier wird durch das M\u00e4nnchen gegr\u00fcndet, der Nistplatz vom Weibchen gew\u00e4hlt. Das Nest wird auf nassem bis feuchtem Untergrund im Gras oder zwischen Zwergstr\u00e4uchern errichtet. Es ist eine gut ausgebildete Mulde, die mit d\u00fcrrem Pflanzenmaterial ausgelegt ist. Der Legebeginn ist in Mitteleuropa fr\u00fchestens Ende M\u00e4rz oder Anfang April. Die meisten Gelege werden jedoch Ende April und Mai gelegt. Die Gelege bestehen gew\u00f6hnlich aus vier Eiern. Das Legeintervall betr\u00e4gt einen Tag. Die Eier sind spitzoval und haben eine graue Grundfarbe. Sie sind r\u00f6tlichbraun, gr\u00fcnlich bis schw\u00e4rzlich gesprenkelt. Die Brutdauer betr\u00e4gt 18\u201320 Tage. Es br\u00fctet ausschlie\u00dflich der weibliche Elternvogel. Das M\u00e4nnchen h\u00e4lt sich in Nestn\u00e4he auf. Die Jungv\u00f6gel verlassen bereits am 1. Tag das Nest, sind aber auf eine F\u00fctterung durch die Elternv\u00f6gel angewiesen. Sie sind mit 19 bis 20 Tagen etwas flugf\u00e4hig und haben ihre volle Flugf\u00e4higkeit mit vier bis f\u00fcnf Wochen erreicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bekassine (Gallinago gallinago) ist eine recht langschn\u00e4belige, mittelgro\u00dfe Art aus der Familie der Schnepfenv\u00f6gel. Sie ist \u00fcber gro\u00dfe Teile der Pal\u00e4arktis verbreitet und \u00fcberwintert \u00fcberwiegend in den Subtropen und Tropen der Alten Welt. 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