{"id":1478,"date":"2012-04-06T13:15:33","date_gmt":"2012-04-06T11:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/rotkehlchen-erithacus-rublecula\/"},"modified":"2012-04-06T13:38:17","modified_gmt":"2012-04-06T11:38:17","slug":"rotkehlchen-erithacus-rublecula","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/rotkehlchen-erithacus-rublecula\/","title":{"rendered":"Rotkehlchen (Erithacus rublecula)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das <strong>Rotkehlchen<\/strong> (<em>Erithacus rubecula<\/em>) ist eine <a title=\"Art (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Art_%28Biologie%29\">Vogelart<\/a> aus der <a title=\"Familie (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Familie_%28Biologie%29\">Familie<\/a> der <a title=\"Fliegenschn\u00e4pper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fliegenschn%C3%A4pper\">Fliegenschn\u00e4pper<\/a> (Muscicapidae). Es besiedelt <a title=\"Nordafrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordafrika\">Nordafrika<\/a>, <a title=\"Europa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa\">Europa<\/a> und <a title=\"Kleinasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleinasien\">Kleinasien<\/a> sowie die <a title=\"Mittelmeer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelmeer\">Mittelmeerinseln<\/a>. Seine Nahrung besteht vor allem aus <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a>, kleinen <a title=\"Spinnentiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spinnentiere\">Spinnen<\/a>, <a title=\"Regenw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenw%C3%BCrmer\">W\u00fcrmern<\/a> und <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a>. Sein Gesang beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist bis in die D\u00e4mmerung fast das ganze Jahr \u00fcber zu h\u00f6ren. Die Art gilt derzeit als ungef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wegen seiner H\u00e4ufigkeit und oft geringen <a title=\"Fluchtdistanz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fluchtdistanz\">Fluchtdistanz<\/a> ist das Rotkehlchen ein besonderer <a title=\"Sympathietr\u00e4ger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sympathietr%C3%A4ger\">Sympathietr\u00e4ger<\/a>. In <a title=\"Jesus Christus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jesus_Christus\">Christuslegenden<\/a> steht es <a title=\"Jesus von Nazaret\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jesus_von_Nazaret\">Jesus<\/a> im Sterben tr\u00f6stend bei. Zudem wird es als inoffizieller <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nationalvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nationalvogel\">Nationalvogel<\/a> <a title=\"Vereinigtes K\u00f6nigreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigtes_K%C3%B6nigreich\">Gro\u00dfbritanniens<\/a> mit <a title=\"Weihnachten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weihnachten\">Weihnachten<\/a> in Verbindung gebracht. Es hat bei der Entdeckung und wissenschaftlichen Anerkennung des <a title=\"Magnetsinn\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magnetsinn\">Magnetsinns<\/a> eine wichtige Rolle gespielt.<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen ist von rundlicher Gestalt mit langen, d\u00fcnnen Beinen. Die orangerote <a title=\"Kehle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kehle\">Kehle<\/a>, Stirn und Vorderbrust sind leicht zu erkennen und erlauben eine einfache Bestimmung. F\u00fc\u00dfe und <a title=\"Iris (Auge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iris_%28Auge%29\">Iris<\/a> sind dunkelbraun, der Schnabel ist schwarzgrau bis braunschwarz. \u00dcber den Schnabelwinkeln stehen je drei bis vier Bartborsten. Die Gr\u00f6\u00dfe liegt bei etwa 13,5 bis 14&nbsp;Zentimetern. Die Fl\u00fcgelspannweite betr\u00e4gt 20 bis 22&nbsp;Zentimeter, und das K\u00f6rpergewicht liegt meist bei 15 bis 18&nbsp;Gramm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Merkmale\" class=\"mw-headline\">Merkmale<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die orangerote F\u00e4rbung der adulten V\u00f6gel reicht von Vorderstirn und Kehle bis zur Vorderbrust und umfasst auch die Kopf- und Halsseiten, am ausgepr\u00e4gtesten zeigt sich der Fleck auf der Brust. An der Stirn ist die Orangef\u00e4rbung weniger deutlich und aschgrau ges\u00e4umt. Die Oberseite ist olivbraun, im Fr\u00fchjahr jedoch durch Abnutzung der \u00e4u\u00dferen Feders\u00e4ume gr\u00e4ulich gef\u00e4rbt. Die wei\u00dfe Unterseite wird von den hellolivbraunen K\u00f6rperseiten eingefasst. W\u00e4hrend die Oberschwanzdecken eine gelbbraune F\u00e4rbung haben, sind die Unterschwanzdecken rahmfarben. Die <a title=\"Steuerfeder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steuerfeder\">Steuerfedern<\/a> sind dunkelbraun mit gelbgrauem Au\u00dfenfahnensaum. Hand- und Armdecken sind gro\u00df mit rostbraunen Spitzen. Die Unterfl\u00fcgeldecken sind gr\u00e4ulichwei\u00df bis hellbraun gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei etwa der H\u00e4lfte der Altv\u00f6gel tragen die zentralen gro\u00dfen Armdecken auf der Au\u00dfenfahne einen kleinen gelben Spitzenfleck, der sich auf die Aufhellung der Schaftspitze beschr\u00e4nken kann. Weder stellen diese gelben Spitzenflecken Reste des Jugendkleides dar, noch l\u00e4sst sich mit ihnen auf einen Alters- oder Geschlechtsunterschied schlie\u00dfen. Sie werden sowohl bei der <a title=\"Nominotypisches Taxon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominotypisches_Taxon\">Nominatform<\/a> als auch bei anderen geographischen Unterarten des Rotkehlchens festgestellt. Beim Rotkehlchen gibt es keinen <a title=\"Sexualdimorphismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sexualdimorphismus\">Geschlechtsdimorphismus<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das dunkelbraune, rahmfarben gefleckte Gefieder der Jungv\u00f6gel ist ohne Rot. Die olivbraune Oberseite weist hellockergelbe Flecken und schw\u00e4rzliche Ends\u00e4ume auf. Die r\u00f6tlich rahmgelbe Unterseite zeigt auch schwarze Feders\u00e4ume. An der Au\u00dfenfahne finden sich die gelben Spitzenflecken. Die F\u00fc\u00dfe sind rosagelblich. Innerhalb von vier Monaten, also ab Anfang September, erfolgt bei Jungv\u00f6geln die Pneumatisierung der Knochen, das hei\u00dft, die Bildung hohler luftgef\u00fcllter Knochen. Das Jahreskleid der Jungv\u00f6gel ist bei M\u00e4nnchen und Weibchen gleich. Der Nestling ist blassrot gef\u00e4rbt. Die Unterseite ist dunkelrot, die <a title=\"Daune\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daune\">Daunen<\/a> auf Scheitel und Schulter sind schwarz. Sie sind 10 bis 11&nbsp;mm lang. Der kugelige, schwarze Augapfel ist 4,3&nbsp;mm gro\u00df. Der Schnabel ist hell fleischfarben und die Schnabelw\u00fclste gelblich. Das Schnabelinnere und der Rachenraum sind zitronengelb und ohne Zungenpunkte. Die F\u00fc\u00dfe sind fleischfarben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Mauser\" class=\"mw-headline\">Mauser<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die gesamte <a title=\"Mauser (V\u00f6gel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauser_%28V%C3%B6gel%29\">Vollmauser<\/a> beansprucht einen Zeitraum von 80 bis 90&nbsp;Tagen. Setzt die Mauser sp\u00e4t ein, dauert sie 60 bis 70&nbsp;Tage. Die Vollmauser der ein- bis mehrj\u00e4hrigen V\u00f6gel findet von Anfang Juni\/Anfang August bis Ende Juli\/Ende September statt. Die Vermauserung s\u00e4mtlicher <a title=\"Feder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feder\">Federn<\/a> vollzieht sich ann\u00e4hernd zwischen dem Wechsel der ersten und der zehnten Handschwinge, so dass der Mauserzustand der Handschwingen als Bezugswert f\u00fcr die Beurteilung der Vermauserung der \u00fcbrigen Federpartien dienen kann. Die Jugendmauser, eine Teilmauser, setzt ab der sechsten bis siebten Lebenswoche ein und dauert etwa 55&nbsp;Tage. In Abh\u00e4ngigkeit vom Schlupfdatum findet sie von Mitte Juni bis Ende September statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen neigt bei Gefahr oder Erschrecken durch Tiere zur <a title=\"Mauser (V\u00f6gel)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mauser_%28V%C3%B6gel%29#Schockmauser\">Schreckmauser<\/a>. Dabei werden meistens die Steuerfedern abgeworfen, die w\u00e4hrend der regul\u00e4ren Mauser eine Wachstumsdauer von 25&nbsp;Tagen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\".C3.84hnliche_Arten\" class=\"mw-headline\">\u00c4hnliche Arten<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen unterscheidet sich vom M\u00e4nnchen des <a title=\"Zwergschn\u00e4pper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwergschn%C3%A4pper\">Zwergschn\u00e4ppers<\/a> vor allem durch seine Gr\u00f6\u00dfe, die orangerote Stirn und das Fehlen einer wei\u00dfen Zeichnung an der Schwanzwurzel. Von jungen <a title=\"Hausrotschwanz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hausrotschwanz\">Hausrotschw\u00e4nzen<\/a> unterscheiden sich die Jungv\u00f6gel durch den dunkelbraunen statt rostroten Schwanz. Von jungen <a title=\"Nachtigall\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachtigall\">Nachtigallen<\/a> unterscheiden sie sich durch eine hellere Unterseite und einen rotbraunen Schwanz sowie durch geringere Gr\u00f6\u00dfe und kleineres Volumen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Stimme_und_Gesang\" class=\"mw-headline\">Stimme und Gesang<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Rufe_und_Kommunikation\" class=\"mw-headline\">Rufe und Kommunikation<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen f\u00e4llt am h\u00e4ufigsten durch seinen Alarm- und St\u00f6rungsruf, das \u201eSchnickern\u201c oder \u201eTicksen\u201c , auf. Es handelt sich um eine Reihe von kr\u00e4ftigen, schnell wiederholten \u201eZik\u201c-Elementen. Vor Luftfeinden warnt der Vogel mit einem gedehnten \u201eZiih\u201c, bei einem Angriff auch mit dem trillernden Schreckruf \u201eZib\u201c. Erkennt er eine <a title=\"Eulen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eulen\">Eule<\/a> in seiner N\u00e4he, ert\u00f6nt der Hasslaut \u201eZiib\u201c. Ausgewachsene V\u00f6gel erhalten die Kommunikation untereinander mit dem Stimmf\u00fchlungsruf \u201eDib\u201c aufrecht, auf dem Zug auch mit einem Laut, der wie \u201eTrietsch\u201c klingt. Aggressionen werden durch Schnabelklappen (Instrumentallaut) ausgedr\u00fcckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch bei der Jungenaufzucht spielen Rufe eine wichtige Rolle. Da die Nestlinge sich bei Ersch\u00fctterungen des Nestes nicht r\u00fchren, l\u00f6st erst ein leise schnatternder F\u00fctterruf des Altvogels das Aufsperren der Schn\u00e4bel aus. Ab dem siebten Tag geben die Jungv\u00f6gel zwitschernde Bettellaute von sich. Fl\u00fcgge Junge betteln mit einem lauten \u201eZit\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Gesang_und_Gesangsverhalten\" class=\"mw-headline\">Gesang und Gesangsverhalten<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Gesang des Rotkehlchens ist mit 275 nachgewiesenen, sich fortlaufend \u00e4ndernden <a title=\"Motiv (Musik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Motiv_%28Musik%29\">Motiven<\/a> \u00e4u\u00dferst variabel. Er wird mit vorgestreckter, das Rot betonender Brust, in der Regel von einer hohen Singwarte aus, vorgetragen. Er beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist noch eine gute Zeit nach Sonnenuntergang zu h\u00f6ren, haupts\u00e4chlich jedoch w\u00e4hrend der D\u00e4mmerung. Rotkehlchen singen mit Ausnahme der Mauserzeit das ganze Jahr \u00fcber. Bei den mitteleurop\u00e4ischen V\u00f6geln nimmt im Fr\u00fchjahr die Gesangsaktivit\u00e4t zu; im Winter l\u00e4sst sie bei den \u00fcberwinternden Exemplaren merklich nach. Im Gegensatz dazu singen nord- und nordosteurop\u00e4ische V\u00f6gel selbst im mitteleurop\u00e4ischen Hochwinter intensiv, wenn es nicht zu kalt wird. W\u00e4hrend das Weibchen in der Brutzeit seltener singt, steigt die Gesangskurve des M\u00e4nnchens gleichzeitig signifikant mit der Suche nach einer Partnerin an. Hat sich ein Paar gefunden, h\u00f6rt das M\u00e4nnchen vor\u00fcbergehend fast v\u00f6llig zu singen auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Revieranzeigegesang wird normalerweise mit perlenden reinen T\u00f6nen und Trillern eingeleitet und f\u00e4llt gegen Ende langsam ab; hohe metallische T\u00f6ne werden oft dazwischen eingeschoben. H\u00e4ufig sind in die 2,5&nbsp;Sekunden langen Strophen auch undeutliche <a title=\"Imitation (Musik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Imitation_%28Musik%29\">Imitationsphrasen<\/a> eingelegt. Auf den Menschen wirkt der Reviergesang lieblich und schwerm\u00fctig melodi\u00f6s. Ist das Rotkehlchen hochgradig erregt, verdeutlicht es seinen Willen zur Eskalation durch \u00fcbert\u00f6nendes oder st\u00f6rendes Singen.Dabei wechselt das Gesangsmuster zu einer fast durchg\u00e4ngigen, niedrigen <a title=\"Amplitude\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amplitude\">Gesangsamplitude<\/a>, die als \u201eZwitschern\u201c bezeichnet wird. Dieser Antwortgesang zwischen revierbesitzenden Nachbarn \u00e4ndert sich mit der Zeit gew\u00f6hnlich dahingehend, dass dem Zwitschergesang zunehmend weniger Aufmerksamkeit beigemessen wird. Der Balzgesang richtet sich an Weibchen, die m\u00f6glicherweise am Revier vor\u00fcberziehen. Er l\u00e4sst jedoch abrupt nach, wenn eine Verpaarung zustande kommt. Erfolgt jedoch gleich darauf wieder die Trennung, kann er innerhalb von Stunden in alter St\u00e4rke wieder ert\u00f6nen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insbesondere wenn das Risiko einer <a title=\"Begattung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Begattung\">Kopulation<\/a> durch ein fremdes M\u00e4nnchen am h\u00f6chsten ist, verst\u00e4rkt der verpaarte Revierbesitzer den Gesang, um Eindringlingen seine Pr\u00e4senz, Aufmerksamkeit und Aggression zu zeigen. Nochmals steigert es das Singen, wenn das Nest fertig und das Gelege komplett ist. Bleibt der Eindringling dennoch im Revier des S\u00e4ngers, k\u00f6nnen die Kontrahenten mitunter eine Lautst\u00e4rke von 100 <a title=\"Bel (Einheit)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bel_%28Einheit%29\">Dezibel<\/a> erreichen. Meist h\u00f6rt der Unterlegene mit dem Singen auf, h\u00e4lt sich noch eine kurze Zeit lang stumm in dem Gebiet auf und zieht schlie\u00dflich ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fremde Stimmen werden h\u00e4ufiger als der Gesang des Nachbarn gest\u00f6rt und \u00fcbert\u00f6nt. Die nach Niederschl\u00e4gen angestiegene <a title=\"Luftfeuchtigkeit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Luftfeuchtigkeit\">Luftfeuchtigkeit<\/a> und <a title=\"Nebel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nebel\">Nebel<\/a> f\u00f6rdern die Gesangsaktivit\u00e4t, starker Regen l\u00e4sst die V\u00f6gel jedoch verstummen. Das Rotkehlchen singt manchmal mitten in der Nacht, insbesondere wenn der <a title=\"Mond\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mond\">Mond<\/a> hell scheint oder sich eine Beleuchtungsquelle (Stra\u00dfenlampen, Fenster) in der N\u00e4he befindet. Es singt auch, wenn es bei der Beringungsprozedur in einen dunklen Beutel getan wird oder eine <a title=\"Sonnenfinsternis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonnenfinsternis\">Sonnenfinsternis<\/a> erlebt. N\u00e4chtliches Singen urbaner Rotkehlchen auf Pl\u00e4tzen, die w\u00e4hrend des Tages laut sind, legt nahe, dass sie zu dieser stilleren Zeit singen, damit ihre Botschaft von der Umgebung klarer aufgenommen werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Weibchen singt w\u00e4hrend der Brutzeit leiser und seltener als das M\u00e4nnchen, verteidigt sein Winterrevier jedoch auch mit heftigem Gesang. Das Rotkehlchen kann die Stimmen seiner Artgenossen individuell erkennen. Bereits Jungv\u00f6gel k\u00f6nnen die Stimmen anderer V\u00f6gel imitieren. Als gute Sp\u00f6tter k\u00f6nnen in ihrem Lied unter anderem Nachahmungen von folgenden V\u00f6geln zu h\u00f6ren sein: <a title=\"Kohlmeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kohlmeise\">Kohlmeise<\/a>, <a title=\"Amsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amsel\">Amsel<\/a>, <a title=\"Trauerschn\u00e4pper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trauerschn%C3%A4pper\">Trauerschn\u00e4pper<\/a>, <a title=\"Blaumeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blaumeise\">Blau-<\/a>, <a title=\"Tannenmeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tannenmeise\">Tannen-<\/a>, <a title=\"Haubenmeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haubenmeise\">Hauben-<\/a> und <a title=\"Weidenmeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weidenmeise\">Weidenmeise<\/a>, <a title=\"Buchfink\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buchfink\">Buchfink<\/a>, <a title=\"Zilpzalp\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zilpzalp\">Zilpzalp<\/a>, <a title=\"Fitis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fitis\">Fitis<\/a>, <a title=\"Heckenbraunelle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heckenbraunelle\">Heckenbraunelle<\/a>, <a title=\"Goldammer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldammer\">Goldammer<\/a>, <a title=\"Feldlerche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feldlerche\">Feldlerche<\/a> und <a title=\"M\u00f6nchsgrasm\u00fccke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%B6nchsgrasm%C3%BCcke\">M\u00f6nchsgrasm\u00fccke<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Verbreitung_und_Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Verbreitung und Lebensraum<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen ist in der <a title=\"Boreale Zone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Boreale_Zone\">borealen<\/a>, <a title=\"Gem\u00e4\u00dfigte Zone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gem%C3%A4%C3%9Figte_Zone\">gem\u00e4\u00dfigten<\/a> und <a title=\"Mittelmeer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelmeer\">mediterranen<\/a> <a title=\"Klimazone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klimazone\">Zone<\/a> der westlichen <a title=\"Pal\u00e4arktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pal%C3%A4arktis\">Pal\u00e4arktis<\/a>, das hei\u00dft in <a title=\"Nordafrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordafrika\">Nordafrika<\/a>, <a title=\"Europa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa\">Europa<\/a> und <a title=\"Kleinasien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleinasien\">Kleinasien<\/a> und auf den Mittelmeerinseln verbreitet. Es fehlt im n\u00f6rdlichen <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinavien<\/a>, in <a title=\"Island\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Island\">Island<\/a>, in Teilen <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russlands<\/a> (<a title=\"Krim\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krim\">Krim<\/a>) und einigen Gebieten <a title=\"Spanien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanien\">Spaniens<\/a>, teilweise auch an der franz\u00f6sischen Mittelmeerk\u00fcste. Selten ist es im <a title=\"Kaukasus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaukasus\">Kaukasus<\/a>, in <a class=\"new\" title=\"Transkaspien (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Transkaspien&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Transkaspien<\/a> und im westlichen <a title=\"Sibirien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sibirien\">Sibirien<\/a> zu finden. In w\u00e4rmeren Teilen des Verbreitungsgebiets, also in West-, S\u00fcd- und Mitteleuropa sowie auf den britischen Inseln, ist das Rotkehlchen ein <a title=\"Standvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Standvogel\">Standvogel<\/a>. In West- und Mitteleuropa ziehen einige Exemplare der Population jedoch als <a title=\"Kurzstreckenzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurzstreckenzieher\">Kurzstreckenzieher<\/a> und <a title=\"Teilzieher\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Teilzieher\">Teilzieher<\/a> im Winterhalbjahr \u00fcber kurze und mittlere Strecken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Rotkehlchen-Populationen im Norden und im Osten Europas sind <a class=\"mw-redirect\" title=\"Zugv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zugv%C3%B6gel\">Zugv\u00f6gel<\/a>, die im Mittelmeerraum und im <a title=\"Naher Osten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naher_Osten\">Nahen Osten<\/a> \u00fcberwintern. Sie ziehen im Oktober fort und kehren im M\u00e4rz zur\u00fcck. Der Durchzugsgipfel liegt in der Schweiz, am Bodensee, in Norddeutschland und in Ost\u00f6sterreich Ende September\/ Anfang Oktober. Danach nehmen die Fangzahlen bis anfangs November kontinuierlich ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen lebt urspr\u00fcnglich in <a title=\"Auwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Auwald\">Auw\u00e4ldern<\/a>, <a title=\"Laubwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laubwald\">Laub-<\/a>, <a title=\"Mischwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mischwald\">Misch-<\/a> und <a title=\"Nadelwald\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nadelwald\">Nadelw\u00e4ldern<\/a>, sofern die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Krautschicht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krautschicht\">Krautschicht<\/a> nicht zu dicht und eine reichhaltige Bodenfauna vorhanden ist. Es ist auch im <a title=\"Strauch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Strauch\">Geb\u00fcsch<\/a>, in <a title=\"Hecke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hecke\">Hecken<\/a> und im <a title=\"Unterholz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterholz\">Unterholz<\/a> zu finden. H\u00e4ufig lebt es in einem wassernahen Gebiet. Das Rotkehlchen zieht schattige und relativ feuchte Gebiete trockenen und hei\u00dfen Arealen vor. Im Gebirge ist es bis in 2600&nbsp;m H\u00f6he zu finden. Auch Parks, <a title=\"Friedhof\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedhof\">Friedh\u00f6fe<\/a>, Feldgeh\u00f6lze und <a title=\"Garten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Garten\">G\u00e4rten<\/a> z\u00e4hlen zu seinem Lebensraum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensweise\" class=\"mw-headline\">Lebensweise<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Nahrung_und_Nahrungserwerb\" class=\"mw-headline\">Nahrung und Nahrungserwerb<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen ern\u00e4hrt sich haupts\u00e4chlich von <a title=\"Insekten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insekten\">Insekten<\/a>, kleinen <a title=\"Spinnentiere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spinnentiere\">Spinnen<\/a> und kleinen <a title=\"Regenw\u00fcrmer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regenw%C3%BCrmer\">Regenw\u00fcrmern<\/a>. Erg\u00e4nzend nimmt es <a class=\"mw-redirect\" title=\"Frucht (Botanik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frucht_%28Botanik%29\">Fr\u00fcchte<\/a> und weiche <a title=\"Same (Pflanze)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Same_%28Pflanze%29\">Samen<\/a> zu sich, darunter das <a title=\"Gew\u00f6hnlicher Spindelstrauch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%B6hnlicher_Spindelstrauch\">Rotkehlchenbrot<\/a>, <a title=\"Beere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beere\">Beeren<\/a> (beispielsweise <a title=\"Mehlbeeren\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mehlbeeren\">Mehlbeeren<\/a>), <a title=\"Seidelbast\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seidelbast\">Seidelbast<\/a> und <a title=\"Liguster\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liguster\">Liguster<\/a>. Dabei behalten etwa 80&nbsp;Prozent der aufgenommenen Beerensamen ihre Keimf\u00e4higkeit. W\u00e4hrend der Brutzeit ist die Nahrung fast ausnahmslos aus tierischen Bestandteilen zusammengesetzt. Im Sp\u00e4tsommer, Herbst und Winter wird sie durch pflanzliche Nahrung erg\u00e4nzt. W\u00e4hrend der Zugzeit geht der Anteil pflanzlicher Nahrung jedoch stark zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur Nahrungssuche bewegt sich das Rotkehlchen in kleinen Spr\u00fcngen auf der Erde vorw\u00e4rts, selten werden kurze Schritte gemacht. Durch Umdrehen und Ablesen des Laubes, seltener von St\u00e4mmen oder \u00c4sten, oder durch die Ansitzjagd mit anschlie\u00dfendem Hinuntersto\u00dfen kann es Insekten erreichen. Das Rotkehlchen ergreift auch gern die Beute, wenn Nahrungstiere von anderen Tieren freigelegt oder aufgescheucht werden oder andere V\u00f6gel sie von B\u00e4umen herunterfallen lassen. Kleine Steine werden zur Verdauungsf\u00f6rderung aufgenommen, unverdauliche Teile wie <a title=\"Chitin\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chitin\">Chitin<\/a> als Gew\u00f6lle in l\u00e4nglichen Ballen hervorgew\u00fcrgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Winter ern\u00e4hrt sich das Rotkehlchen h\u00e4ufig an Futterh\u00e4uschen, wo es Fettnahrung wie <a title=\"K\u00e4se\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%A4se\">K\u00e4serinden<\/a>, Fettfutter und K\u00f6rner vorzieht. Zudem versuchen urbane Rotkehlchen, offen gelagerte Lebensmittel zu erreichen. Beobachtungen zufolge zerpicken sie <a title=\"Stanniol\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stanniol\">Stanniolpapier<\/a>, um an <a title=\"Milch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Milch\">Milch<\/a> oder <a title=\"Butter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Butter\">Butter<\/a> zu kommen. Es wurden schon Rotkehlchen beobachtet, wie sie in seichten <a title=\"Gew\u00e4sser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%A4sser\">Gew\u00e4ssern<\/a> erfolgreich Wasserinsekten fingen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Aktivit.C3.A4t.2C_Komfortverhalten\" class=\"mw-headline\">Aktivit\u00e4t, Komfortverhalten<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen ist normalerweise tag- und d\u00e4mmerungsaktiv, teilweise aber auch nachtaktiv. Seine Aktivit\u00e4t setzt eine Stunde vor Sonnenaufgang ein und endet meist eine Stunde nach Sonnenuntergang. Das Rotkehlchen \u00fcbernachtet im Regelfall einzeln, gew\u00f6hnlich versteckt in dichtem Geb\u00fcsch; in strengen Wintern sucht es jedoch auch H\u00fchnerst\u00e4lle, Taubenschl\u00e4ge und \u00e4hnliches auf. Selten schl\u00e4ft es in menschlichen Behausungen, auf Lampen oder \u00e4hnlichem.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu allen Jahreszeiten badet das Rotkehlchen sehr gerne. Morgens w\u00e4scht es das Gefieder fl\u00fcgelschlagend an tau- oder regennassen Bl\u00e4ttern, um sich anschlie\u00dfend kr\u00e4ftig zu sch\u00fctteln und zu putzen. Dabei bedient es sich auch der Technik des <a title=\"Einemsen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Einemsen\">Einemsens<\/a>, indem es einzelne Ameisen mit dem Schnabel aufliest und durch das Gefieder zieht. Beim Sonnen kauert es mit ge\u00f6ffnetem Schnabel, meistens auf dem Boden, aber auch auf \u00c4sten liegend. Abends zieht es das Bad an flachen Uferstellen oder an Tr\u00e4nken vor. Im Winter badet das Rotkehlchen notfalls auf dem Eis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen meidet vegetationslose Fl\u00e4chen nach M\u00f6glichkeit. Es fliegt daher dicht \u00fcber den Boden irgendeinem Versteck direkt entgegen. Aufgrund seiner geringen Fluchtdistanz wagt es sich bis auf einen Meter an gr\u00f6\u00dfere Tiere heran, die es aktiv aufsucht, weil sich oft Insekten in deren N\u00e4he befinden. P\u00e4tzold vermutet, dass die Altv\u00f6gel bereits ihre Jungen an gro\u00dfe Tiere heranf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen ist ein Nachtzieher und zeigt nach F\u00e4ngen in den Alpen seine h\u00f6chste Zugaktivit\u00e4t vor Mitternacht. Beim Rotkehlchen treten fr\u00fchmorgendliche Einf\u00e4lle auf. Das bedeutet, dass sich im ersten D\u00e4mmerschein pl\u00f6tzlich Schw\u00e4rme aus gro\u00dfer H\u00f6he aus dem Himmel fallen lassen. Erst wenig \u00fcber dem Erdboden wird der Flug in die Horizontale umgelenkt und die n\u00e4chste Deckung aufgesucht. Ornithologen fangen das Rotkehlchen daher fast ausschlie\u00dflich in den fr\u00fchen Morgenstunden. Laut P\u00e4tzold kann es nachts im <a title=\"Mond\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mond\">Mondlicht<\/a> oder in der N\u00e4he k\u00fcnstlicher Lichtquellen auf Insektenjagd gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Territorialverhalten\" class=\"mw-headline\">Territorialverhalten<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Winter besetzen M\u00e4nnchen und Weibchen getrennte <a title=\"Revier (Tier)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Revier_%28Tier%29\">Reviere<\/a>; w\u00e4hrend der Brutzeit leben sie in der Regel als Revierpaar in einem Gebiet. In vielen F\u00e4llen gibt das Weibchen bereits im Januar sein Herbstrevier auf, um sich mit dem benachbarten M\u00e4nnchen zu paaren. Oft sucht es jedoch aktiv einen weiter entfernten Partner. Regelm\u00e4\u00dfig treten F\u00e4lle auf, in denen Paare nach wenigen Tagen bis Wochen wieder auseinander gehen. Die bei der Verteidigung des Reviers aufgewendete Intensit\u00e4t der Aggression kann von Region zu Region variieren. In Mitteleuropa verhalten sich viele Exemplare das ganze Jahr \u00fcber streng standorttreu. Ein Eindringling, der lediglich Nahrung sucht, wird oft geduldet. Teilweise werden auch Gruppen akzeptiert, die in einem fremden Revier einem w\u00fchlenden <a title=\"Wildschwein\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wildschwein\">Schwein<\/a> folgen. Am Futterh\u00e4uschen wird jeder andere Vogel, ob Artgenosse oder nicht, energisch vertrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Revierverhalten des Rotkehlchens ist sehr ausgepr\u00e4gt. Aggressionen gegen Rivalen kommen zun\u00e4chst im Reviergesang zum Ausdruck. Bleibt dies erfolglos, hebt der Verteidiger den Schwanz, breitet die Fl\u00fcgel aus und plustert sich auf, so dass er mit dem orangeroten Gefieder zwischen Stirn und Hinterbrust den Eindringling erregt. Gibt keiner der Kontrahenten nach, verkrallen sich beide ineinander und versuchen, den Gegner am Boden festzuhalten und ihm die Augen auszuhacken. Solche K\u00e4mpfe dauern in der Regel 30&nbsp;Minuten, k\u00f6nnen manchmal jedoch erst nach Stunden entschieden sein. Diese zum Teil erbitterten Auseinandersetzungen k\u00f6nnen sogar den Tod des Rivalen zur Folge haben. In der Brutzeit fliegen verpaarte M\u00e4nnchen ihr Revier h\u00e4ufiger ab, wenn das Weibchen in seine befruchtungsf\u00e4hige Periode eintritt. Die Bereitschaft zu Angriffen ist bei verpaarten M\u00e4nnchen deutlich h\u00f6her, da benachbarte M\u00e4nnchen anscheinend versuchen, unbeaufsichtigte Weibchen zu begatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da es in der Population mehr M\u00e4nnchen als Weibchen gibt, bleiben etwa 20 Prozent der M\u00e4nnchen ohne Partner. Nicht br\u00fctende M\u00e4nnchen, die teilweise kein Revier gr\u00fcnden, haben oft gemeinsame Schlafpl\u00e4tze. Die Gruppen setzen sich aus meist wenigen, manchmal aber bis zu 35 Rotkehlchen zusammen, die tief im Geb\u00fcsch \u00fcbernachten. In einigen F\u00e4llen setzen sich die Schlafgemeinschaften auch aus Revierinhabern zusammen. In diesem Fall geht die Gruppe lange vor Sonnenaufgang auseinander, um in manchmal kilometerweit entfernte Reviere zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Siedlungsdichte liegt ungef\u00e4hr bei vier Brutpaaren auf zehn <a title=\"Hektar\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hektar\">Hektar<\/a>.Im Laubwald liegt sie mit vier Brutpaaren auf zehn Hektar im Mittelfeld, im nadelbetonten Mischwald k\u00f6nnen sogar 6,6 Brutpaare auf zehn Hektar gemessen werden. Im Wald mit vermoorten Senken sind 2,6 Brutpaare auf zehn Hektar festzustellen.An diese Werte reicht die Siedlungsdichte im Ackerland mit 0,6 Brutpaaren auf zehn Hektar nicht heran.<sup id=\"cite_ref-23\" class=\"reference\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotkehlchen#cite_note-23\">]<\/a><\/sup> Die Siedlungsdichte, f\u00fcr die Werte von 0,38 Hektar und 14,29 Hektar pro Brutpaar &#8211; im Durchschnitt 2,5 Hektar pro Brutpaar &#8211; ermittelt wurden, ist weitgehend unabh\u00e4ngig von der Reviergr\u00f6\u00dfe, die in Mitteleuropa zwischen 0,024 und 0,1 Hektar liegt. Bei hohen Siedlungsdichten grenzen die Reviere direkt aneinander. Laut P\u00e4tzold betr\u00e4gt die Gr\u00f6\u00dfe mitteleurop\u00e4ischer Reviere durchschnittlich 600 bis 700 Quadratmeter.Das kleinste Revier stellte er in einem <a title=\"Garten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Garten\">Garten<\/a> mit 240 Quadratmetern fest. In der <a title=\"Dresdner Heide\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dresdner_Heide\">Dresdner Heide<\/a> fand er das gr\u00f6\u00dfte Revier mit 1000 Quadratmetern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Brutbiologie\" class=\"mw-headline\">Brutbiologie<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen erreicht die <a title=\"Geschlechtsreife\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschlechtsreife\">Geschlechtsreife<\/a> im ersten Lebensjahr. Es f\u00fchrt eine <a title=\"Monogamie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monogamie\">monogame<\/a> Brutehe. In West-, S\u00fcd- und Mitteleuropa finden ziehende M\u00e4nnchen nur halb so oft ein Weibchen wie \u00dcberwinterer. Der Legebeginn f\u00e4llt fr\u00fchestens in die erste M\u00e4rzh\u00e4lfte, in Mitteleuropa aber meistens in den April. Zwei bis drei Jahresbruten sind m\u00f6glich, wobei Drittbruten eine seltene Ausnahme bilden. Die Brutzeit zieht sich somit von Mitte M\u00e4rz\/Anfang April bis Juli\/August hin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Paarbildung_und_Balz\" class=\"mw-headline\">Paarbildung und Balz<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem ein Weibchen im Winter sein Revier verlassen hat, fliegt es in das Revier eines von ihm ausgew\u00e4hlten M\u00e4nnchens ein und sucht seine N\u00e4he. Anf\u00e4nglich st\u00f6\u00dft das Weibchen auf die Abwehr des M\u00e4nnchens, das es durch sein Imponiergehabe einsch\u00fcchtern will. Dazu zeigt es mit angehobenem Kopf die rote Brust und schaukelt seinen K\u00f6rper hin und her. Zudem trippelt es mit hochgestelltem Schwanz zur Seite und l\u00e4sst einen heftigen Gesang h\u00f6ren. Daraufhin zeigt das Weibchen <a title=\"Infantilismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Infantilismus\">Infantilismus<\/a>, um das M\u00e4nnchen durch <a title=\"Bettelverhalten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bettelverhalten\">Betteln<\/a>, aber auch Zittern des Schwanzes und der Fl\u00fcgel zu beruhigen. Dabei l\u00e4sst es mit gebeugtem Kopf einen leisen Gesang h\u00f6ren, bis es schlie\u00dflich ins Geb\u00fcsch fliegt. Dieses Ritual wiederholt sich oft tagelang. Nachdem das Imponiergehabe nachgelassen und schlie\u00dflich ganz aufh\u00f6rt hat, verteidigt das Paar sein Revier gemeinsam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die <a title=\"Balz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Balz\">Balz<\/a> wird durch das \u201eFutterbetteln\u201c des Weibchens eingeleitet. Dabei st\u00f6\u00dft es einen scharfen Laut aus und zittert mit den Fl\u00fcgeln. Dem M\u00e4nnchen gegen\u00fcber stellt sich nun das Weibchen, indem es sich mit vorgestrecktem Kopf und herunterh\u00e4ngenden, zitternden Fl\u00fcgeln leicht duckt, den Schwanz leicht nach seitlich oben gestellt. Je st\u00e4rker die Schr\u00e4ghaltung ausgef\u00fchrt wird, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Bereitschaft zur <a title=\"Begattung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Begattung\">Kopulation<\/a>. Dazu springt das M\u00e4nnchen ohne \u00dcberleitung mit gestr\u00e4ubten Kopffedern auf, h\u00e4lt mit schlagenden Fl\u00fcgeln das Gleichgewicht und vollzieht die kurze Begattung, die auch unabh\u00e4ngig vom F\u00fctterungsritual durchgef\u00fchrt wird. Die Balz erfolgt mehrere Male am Tag sowohl kurz vor als auch w\u00e4hrend des Nestbaues und bis zur Ablage des letzten Eies.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Nestbau\" class=\"mw-headline\">Nestbau<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der gegen Regen gesch\u00fctzte Nistplatz wird vom Weibchen bestimmt, das in den ersten beiden Tagen am intensivsten daran baut. Das offene, napff\u00f6rmige Nest befindet sich meistens in Bodenvertiefungen, in <a title=\"H\u00f6hle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%B6hle\">Halbh\u00f6hlen<\/a> an <a title=\"B\u00f6schung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%B6schung\">B\u00f6schungen<\/a>, im Wurzelwerk am Boden, unter Gestr\u00fcpp oder in hohlen <a title=\"Baum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baum\">Baumst\u00fcmpfen<\/a>. Gelegentlich wird es in Baumh\u00f6hlungen, Mauerl\u00f6chern oder anderen H\u00f6hlen angelegt. Bei einer Untersuchung im <a title=\"Rheinland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rheinland\">Rheinland<\/a> befanden sich 74 Prozent der Bodennester in B\u00f6schungen, 22 Prozent auf ebener Erde und vier Prozent in Dosen und T\u00f6pfen. Bei Untersuchungen in der Schweiz befanden sich 73,7&nbsp;% der Nester am Boden, von den 86 Nestern \u00fcber dem Boden befanden sich unter anderem 22&nbsp;% an Baumst\u00e4mmen bis in sechs Meter H\u00f6he, 31&nbsp;% in Mauern bis in vier Meter H\u00f6he, 21&nbsp;% in Nisthilfen bis in 7,5 m H\u00f6he und 14&nbsp;% an Geb\u00e4uden. Zum Nestbau werden vor allem trockenes <a title=\"Laub (Botanik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laub_%28Botanik%29\">Laub<\/a>, <a title=\"Moose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moose\">Moos<\/a>, St\u00e4ngel, Halme und feine <a title=\"Wurzel (Pflanze)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wurzel_%28Pflanze%29\">Wurzeln<\/a> genutzt. Ausgepolstert wird das Nest mit <a title=\"Haar\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haar\">Tierhaaren<\/a>, Pflanzenwolle und <a title=\"Feder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feder\">Federn<\/a>. Es hat einen Durchmesser von etwa 13&nbsp;cm und eine H\u00f6he von etwa 4,5&nbsp;cm; bei einer Tiefe von etwa drei Zentimetern betr\u00e4gt der Durchmesser der Nestmulde etwa f\u00fcnf Zentimeter. Je nach Gr\u00f6\u00dfe schwankt das Gewicht zwischen 16 und 44 Gramm. Die Nestbaudauer betr\u00e4gt vier bis f\u00fcnf Tage. W\u00e4hrend dieser Zeit singt das M\u00e4nnchen von einer hohen Singwarte, die sich \u00fcber dem Weibchen befindet. Das Rotkehlchen verwendet f\u00fcr seine zweite Brut nicht noch einmal dasselbe Nest.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oft verwendet das Rotkehlchen auch alte Nester von <a title=\"Amsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amsel\">Amseln<\/a>, <a title=\"Singdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singdrossel\">Singdrosseln<\/a>, <a title=\"Goldammer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldammer\">Goldammern<\/a>, <a title=\"Waldlaubs\u00e4nger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldlaubs%C3%A4nger\">Waldlaubs\u00e4ngern<\/a> und anderen V\u00f6geln. Weiterhin nimmt es <a title=\"Nistkasten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nistkasten\">Nischenbr\u00fcternistk\u00e4sten<\/a> mit zwei ovalen Einflugl\u00f6chern (32 \u00d7 50&nbsp;mm\u00b2) an, die nicht allzu hoch h\u00e4ngen und ersch\u00fctterungsfrei sind. Zudem werden an Schuttpl\u00e4tzen und auf M\u00fcllkippen Nester in Dosen, T\u00f6pfen, Eimern, Gie\u00dfkannen oder Schuhen gebaut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Eiablage_und_Brutpflege\" class=\"mw-headline\">Eiablage und Brutpflege<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Eiablage erfolgt im Morgengrauen. Die ovalen bis kurzovalen Eier gl\u00e4nzen matt, sind r\u00f6tlich-rahmfarben und dicht rostbraun oder rostr\u00f6tlich gefleckt oder gew\u00f6lkt. Die Fleckung kann sich zum stumpfen Pol hin verst\u00e4rken und einen Kranz bilden. Sind die Eier gew\u00f6lkt, erscheinen sie fast einfarbig hell rostr\u00f6tlich. Die Eier der Unterarten gleichen sich weitgehend, die von <em>Erithacus rubecula superbus<\/em> haben jedoch meist eine blass blaugr\u00fcnliche Grundfarbe. Die durchschnittliche Gr\u00f6\u00dfe liegt bei 19,99 x 15,8&nbsp;mm\u00b2. Das Frischgewicht liegt bei 2,34&nbsp;g, das Schalengewicht bei 0,135&nbsp;g. Die Eier k\u00f6nnen nicht mit denen einer anderen europ\u00e4ischen Vogelart verwechselt werden. Die Eier des <a title=\"Zwergschn\u00e4pper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwergschn%C3%A4pper\">Zwergschn\u00e4ppers<\/a> m\u00f6gen zwar eine gewisse \u00c4hnlichkeit aufweisen, sind aber viel kleiner. Die Gelegegr\u00f6\u00dfe steigt im Verbreitungsgebiet je nach der L\u00e4nge der Tageshelligkeit von S\u00fcden nach Norden. In Mitteleuropa liegt sie bei f\u00fcnf bis sieben Eiern; meist werden sechs Eier gelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Legeperiode wird das Gelege vom allein br\u00fctenden Weibchen mit Laub getarnt. W\u00e4hrend der 13 bis 15&nbsp;Tage langen Brutdauer sitzt es sehr fest und ausdauernd auf dem Nest. In den Brutpausen von normalerweise drei bis f\u00fcnf Minuten L\u00e4nge wird es vom M\u00e4nnchen au\u00dferhalb des Nestes gef\u00fcttert, um den Standort des Geleges zu verbergen. Wird das Weibchen vom Nest verjagt, fliegt es sofort weg. In wenigen F\u00e4llen konnte <a title=\"Verleiten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verleiten\">Verleiten<\/a> beobachtet werden. Ein <a title=\"Kuckuck\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kuckuck\">Kuckuck<\/a> in der N\u00e4he des Nestes wird heftig bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Bruterfolg des Rotkehlchens ist nicht die Gr\u00f6\u00dfe des Reviers entscheidend, sondern die Beschaffenheit des Bodenbewuchses.&nbsp; Der Bruterfolg liegt bei den Bodennestern des Rotkehlchens bei Werten um 27&nbsp;Prozent. Gelege und Jungv\u00f6gel werden durch den <a title=\"Brutparasitismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brutparasitismus\">Brutparasitismus<\/a> des Kuckucks gef\u00e4hrdet, aber auch von <a title=\"Eichelh\u00e4her\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eichelh%C3%A4her\">Eichelh\u00e4hern<\/a>, <a title=\"Elster\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elster\">Elstern<\/a>, <a title=\"Raben und Kr\u00e4hen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raben_und_Kr%C3%A4hen\">Kr\u00e4hen<\/a>, insbesondere <a title=\"Dohle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dohle\">Dohlen<\/a>, <a title=\"M\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4use\">M\u00e4usen<\/a>, <a title=\"Ratten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ratten\">Ratten<\/a>, <a title=\"Wiesel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiesel\">Wieseln<\/a>, <a title=\"Echte Marder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echte_Marder\">Mardern<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Dachs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dachs\">Dachsen<\/a> und <a title=\"Eichh\u00f6rnchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eichh%C3%B6rnchen\">Eichh\u00f6rnchen<\/a>, <a title=\"Rotfuchs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotfuchs\">F\u00fcchsen<\/a>, aber auch <a title=\"Waldkauz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldkauz\">Waldk\u00e4uzen<\/a> und <a title=\"M\u00e4usebussard\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4usebussard\">Bussarden<\/a> bedroht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Entwicklung_der_Jungv.C3.B6gel\" class=\"mw-headline\">Entwicklung der Jungv\u00f6gel<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Regel schl\u00fcpfen die blinden Jungen in vier bis sechs Stunden zwischen 5 Uhr und 9 Uhr morgens. Das Weibchen tr\u00e4gt die Eischalen anschlie\u00dfend fort und l\u00e4sst sie in bis zu 30&nbsp;m Entfernung vom Nest fallen. In den ersten Tagen <a title=\"Hudern\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hudern\">hudert<\/a> das Weibchen die <a title=\"Nestling\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nestling\">Nestlinge<\/a>, w\u00e4hrend es vom M\u00e4nnchen mit Futter versorgt wird, welches es dann weiterreicht. Den Jungv\u00f6geln droht Gefahr von <a title=\"Laufk\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laufk%C3%A4fer\">Laufk\u00e4fern<\/a> und <a title=\"Schnecken\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnecken\">Schnecken<\/a>. Nach dem vierten Tag stellt das Weibchen das Hudern langsam ein und das M\u00e4nnchen f\u00fcttert die Jungen direkt. Anfangs verschluckt das Weibchen auch den Kot der Jungen, der sp\u00e4ter von den Altv\u00f6geln lediglich weggetragen wird. Nach sechs Tagen \u00f6ffnen sich die Augen der Jungv\u00f6gel, die am siebten deutlich zu <a title=\"Bettelverhalten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bettelverhalten\">betteln<\/a> beginnen. Vom ersten bis sechsten Tag verteidigen die Altv\u00f6gel die Jungen und greifen dabei selbst deutlich gr\u00f6\u00dfere Tiere an. Etwa ab dem neunten Tag n\u00e4chtigt das Weibchen nicht mehr auf dem Nest. Ab dem zehnten Tag k\u00f6nnen die Jungv\u00f6gel bei St\u00f6rungen das Nest verlassen. Eine ungest\u00f6rte Nestlingszeit dauert normalerweise 12 bis 15&nbsp;Tage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem Verlassen des Nestes halten sich die noch flugunf\u00e4higen Jungv\u00f6gel am Boden verborgen, wo sie noch einige Zeit von den Altv\u00f6geln mit Nahrung versorgt werden. Das M\u00e4nnchen f\u00fcttert oft noch die Jungen der ersten Brut, w\u00e4hrend das Weibchen schon auf dem zweiten Gelege br\u00fctet. Ab dem 13.&nbsp;Tag singt das M\u00e4nnchen den Jungv\u00f6geln oft aus vier bis sechs Metern Entfernung vor, um sie auf den Gesang zu pr\u00e4gen. Ausgeflogene Junge betteln auch andere Vogelarten, bis zur Gr\u00f6\u00dfe einer <a title=\"Amsel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amsel\">Amsel<\/a>, um Futter an. Adulte Rotkehlchen f\u00fcttern jedoch auch Junge von Amseln, <a title=\"Singdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Singdrossel\">Singdrosseln<\/a>, <a title=\"Zaunk\u00f6nig\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zaunk%C3%B6nig\">Zaunk\u00f6nigen<\/a>, <a title=\"Waldlaubs\u00e4nger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldlaubs%C3%A4nger\">Waldlaubs\u00e4ngern<\/a>, <a title=\"Fitis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fitis\">Fitissen<\/a>, <a title=\"Grauschn\u00e4pper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grauschn%C3%A4pper\">Grauschn\u00e4ppern<\/a>, <a title=\"Schwanzmeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwanzmeise\">Schwanz-<\/a>, <a title=\"Blaumeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blaumeise\">Blau-<\/a> und <a title=\"Kohlmeise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kohlmeise\">Kohlmeisen<\/a>. Ab 18. bis 22.&nbsp;Tag nehmen die Jungen selbst\u00e4ndig Futter auf. Sobald sie vollkommen selbst\u00e4ndig sind, werden sie aus dem Brutrevier der Altv\u00f6gel vertrieben. Gefahr droht ihnen von <a title=\"Katzen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katzen\">Katzen<\/a>, <a title=\"Greifv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Greifv%C3%B6gel\">Greifv\u00f6geln<\/a>, insbesondere dem <a title=\"Sperber (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sperber_%28Art%29\">Sperber<\/a>, <a title=\"Eulen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eulen\">Eulen<\/a>, insbesondere dem <a title=\"Waldkauz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldkauz\">Waldkauz<\/a>, <a title=\"Eichelh\u00e4her\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eichelh%C3%A4her\">Eichelh\u00e4hern<\/a>, <a title=\"Elster\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elster\">Elstern<\/a>, <a title=\"Raben und Kr\u00e4hen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Raben_und_Kr%C3%A4hen\">Kr\u00e4hen<\/a>, Dohlen, aber auch von <a title=\"M\u00e4use\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%A4use\">M\u00e4usen<\/a>, <a title=\"Ratten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ratten\">Ratten<\/a>, <a title=\"Wiesel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiesel\">Wieseln<\/a>, <a title=\"Marder\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marder\">Mardern<\/a>, <a class=\"mw-redirect\" title=\"Dachs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dachs\">Dachsen<\/a> und <a title=\"Eichh\u00f6rnchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eichh%C3%B6rnchen\">Eichh\u00f6rnchen<\/a> und <a title=\"Rotfuchs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotfuchs\">F\u00fcchsen<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen hat in der Natur unter Ber\u00fccksichtigung der geringen \u00dcberlebensrate der Nestlinge eine durchschnittliche Lebenserwartung von 1,25&nbsp;Jahren. Einj\u00e4hrige V\u00f6gel k\u00f6nnen meist ein Alter von drei bis vier Jahren erreichen. Das h\u00f6chste durch Ringfunde belegte Alter bel\u00e4uft sich auf 17 Jahre und drei Monate f\u00fcr ein in Polen beringtes Tier<sup>.<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Systematik\" class=\"mw-headline\">Systematik<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Externe_Systematik\" class=\"mw-headline\">Externe Systematik<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahr 1951 ordnete Wetmore&nbsp; die Gattung <em>Erithacus<\/em> nach der Gattung <em>Luscinia<\/em> ein. Auf die n\u00e4chsten Verwandten <a title=\"Blaukehlchen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blaukehlchen\">Blaukehlchen<\/a> und <a title=\"Nachtigall\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachtigall\">Nachtigall<\/a> folgte mit Abstand die Gattung der <a title=\"Rotschw\u00e4nze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotschw%C3%A4nze\">Rotschw\u00e4nze<\/a> (<em>Phoenicurus<\/em>). Die drei Gattungen wurden in die Familie der <a title=\"Drosseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Drosseln\">Drosseln<\/a> (Turdidae) eingeordnet. Bei Bernd und Meise&nbsp; bilden die Drosseln im Jahr 1959 eine eigene Familie (Turdidae) unter der Oberfamilie der <a title=\"Fliegenschn\u00e4pper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fliegenschn%C3%A4pper\">Fliegenschn\u00e4pper<\/a> (Muscicapidae). Sp\u00e4ter folgt Glutz&nbsp; in der systematischen Reihenfolge dem Vorschlag f\u00fcr die <a title=\"Holarktis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Holarktis\">holarktische<\/a> Vogelfauna von Voous. Er stellt das Rotkehlchen (<em>Erithacus rubecula<\/em>) in die Unterfamilie Erithacinae und die Familie Turdidae.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"Biochemie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biochemie\">Biochemische<\/a> Untersuchungen mit Hilfe der <a title=\"Desoxyribonukleins\u00e4ure\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Desoxyribonukleins%C3%A4ure\">DNA<\/a>&#8211;<a title=\"Hybridisierung (Molekularbiologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hybridisierung_%28Molekularbiologie%29\">Hybridisation<\/a> machen jedoch eine Umstellung der Familien erforderlich, die auch eine Neuordnung des Systems der <a title=\"Sperlingsv\u00f6gel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sperlingsv%C3%B6gel\">Sperlingsv\u00f6gel<\/a> (Passeriformes) betrifft. Daher wird das Rotkehlchen in die Familie der Fliegenschn\u00e4pper (Muscicapidae) eingeordnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Interne_Systematik\" class=\"mw-headline\">Interne Systematik<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen (<em>Erithacus rubecula<\/em>) zeigt innerhalb seines <a title=\"Kontinent\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kontinent\">kontinentalen<\/a> Verbreitungsgebiets bestimmte variable Merkmale, bildet jedoch keine diskreten Populationen aus, die als Unterarten angenommen werden k\u00f6nnten. Daher ist die Art nach dem \u201eIntegrated Taxonomic Information System\u201c (ITIS)&nbsp; monotypisch, das hei\u00dft, es gibt keine Unterarten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Werden dennoch von einigen Forschern Unterarten angenommen, sind diese Subspezies haupts\u00e4chlich durch auf <a title=\"Insel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insel\">Inseln<\/a> und in <a title=\"Gebirge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gebirge\">montanen<\/a> Regionen gebildeten Stammpopulationen gekennzeichnet. So werden von einer Quelle&nbsp; acht Unterarten (<em>Erithacus rubecula rubecula<\/em>, <em>E. r. balcanisus<\/em>, <em>E. r. witherbyi<\/em>, <em>E. r. melophilus<\/em>, <em>E. r. tataricus<\/em>, <em>E. r. valens<\/em>, <em>E. r. caucasicus<\/em>, <em>E. r. hyrcanus<\/em>, <em>E. r. sardus<\/em>) und zwei Arten (<em>Erithacus rubecula<\/em>, <em>Erithacus superbus<\/em>) anerkannt. Eine Quelle aus dem Jahre 1964 nahm acht Unterarten (<em>E. r. caucasicus<\/em> fehlte, <em>E. r. superbus<\/em> integriert) an, im Jahre 1959 erkannte Vaurie&nbsp; <em>Erithacus r. balcanicus<\/em> noch als neunte Unterart an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Kanarenrotkehlchen\" class=\"mw-headline\">Kanarenrotkehlchen<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Kanarenrotkehlchen (<em>Erithacus superbus<\/em>) zeigt eine dunkle, kr\u00e4ftige Rotf\u00e4rbung der Brust und eine wei\u00dfere Unterseite. Es besiedelt die Berge von Teneriffa und Gran Canaria. Zudem hat sein Gesang eine andere Struktur oder ist ein lokaler <a title=\"Dialekt\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dialekt\">Dialekt<\/a>: Im Vergleich zur Nominatform sind die Strophen k\u00fcrzer; sie wirken getragen und weitaus melodischer. Da sich die V\u00f6gel von Teneriffa und Gran Canaria genetisch gut unterscheiden, wird letztere als <em>Erithacus (r.) marionae<\/em> bezeichnet. Dieses <a title=\"Taxon\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taxon\">Taxon<\/a> wird jedoch von vielen Quellen noch nicht als valid anerkannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daten aus Untersuchungen sowohl des <a title=\"Mitochondriale DNA\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitochondriale_DNA\">mitochondrialen<\/a> <a class=\"mw-redirect\" title=\"Cytochrom\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cytochrom\">Cytochroms<\/a> b&nbsp; als auch der Vokalisationen&nbsp; weisen darauf hin, dass das Kanarenrotkehlchen (<em>Erithacus (r.) superbus<\/em>) auf <a title=\"Teneriffa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Teneriffa\">Teneriffa<\/a> und <a title=\"Gran Canaria\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gran_Canaria\">Gran Canaria<\/a> eindeutige Merkmale aufweist und sich wahrscheinlich vor zwei Millionen Jahren von den V\u00f6geln auf dem Festland abtrennte. Die Populationen der westlichen Kanarischen Inseln sind j\u00fcnger (<a title=\"Mittelpleistoz\u00e4n\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelpleistoz%C3%A4n\">Mittelpleistoz\u00e4n<\/a>) und beginnen erst in heutiger Zeit, sich genetisch auseinanderzuentwickeln. Zudem lassen sich die V\u00f6gel von Teneriffa und Gran Canaria genetisch gut unterscheiden, so dass letztere als <em>Erithacus (r.) marionae<\/em> bezeichnet wird; ein gr\u00fcndlicher Vergleich zwischen <em>E. (r.) superbus<\/em> and <em>E. (r.) marionae<\/em> ist angelaufen. Erste Ergebnisse legen nahe, dass die V\u00f6gel von Gran Canaria etwa 10&nbsp;Prozent k\u00fcrzere Fl\u00fcgel haben als die von Teneriffa.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Bestand_und_Gef.C3.A4hrdung\" class=\"mw-headline\">Bestand und Gef\u00e4hrdung<\/span> <\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das weltweite Verbreitungsgebiet des Rotkehlchens wird auf 10.200.000&nbsp;km\u00b2 gesch\u00e4tzt. Allein auf Afrika entf\u00e4llt ein Gebiet von 900.000&nbsp;km\u00b2. Nach Angaben der <a title=\"International Union for Conservation of Nature and Natural Resources\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/International_Union_for_Conservation_of_Nature_and_Natural_Resources\">IUCN<\/a> umfasst der gro\u00dfe weltweite Bestand etwa 150.000.000 bis 350.000.000&nbsp;Individuen. Daher wird die Art als nicht gef\u00e4hrdet (LC) eingestuft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Brutpopulation macht mehr als 75&nbsp;Prozent der weltweiten Verbreitung aus. Sie ist mit mehr als 43.000.000&nbsp;Paaren sehr gro\u00df. W\u00e4hrend sie zwischen 1970 und 1990 stabil war, gab es zwischen 1990 und 2000 R\u00fcckg\u00e4nge in <a title=\"Schweden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweden\">Schweden<\/a>. Diese konnten jedoch durch zunehmende Populationen in <a title=\"Frankreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankreich\">Frankreich<\/a> und dem <a title=\"Vereinigtes K\u00f6nigreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigtes_K%C3%B6nigreich\">Vereinigten K\u00f6nigreich<\/a> kompensiert werden, so dass die europ\u00e4ische Population im Ganzen eine leichte Zunahme verzeichnen konnte. Da die Population im Ganzen stabil ist, wird das Rotkehlchen von der IUCN konsequenterweise als sicher (Secure) eingestuft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In <a title=\"Deutschland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland\">Deutschland<\/a> wird das Rotkehlchen in der Roten Liste als nicht gef\u00e4hrdet eingestuft. Der Bestand in Deutschland wird auf etwa 2,8 bis 3,4&nbsp;Millionen Brutpaare gesch\u00e4tzt, die Art gilt damit als sechsth\u00e4ufigste Brutvogelart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit den 1970er Jahren hat die Population im Allgemeinen, auch aufgrund von Schutzma\u00dfnahmen, eher zugenommen.Trotzdem geht sie im <a title=\"Harz (Mittelgebirge)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harz_%28Mittelgebirge%29\">Harz<\/a> und an anderen Orten zur\u00fcck. Dieser R\u00fcckgang wird laut Oelke durch die Auswirkungen des <a title=\"Saurer Regen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saurer_Regen\">sauren Regens<\/a> verursacht; die Versauerung zerst\u00f6re die Struktur des Waldbodens, auf die das Rotkehlchen angewiesen sei.Dennoch ist der Bestand weitgehend stabil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In <a title=\"\u00d6sterreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96sterreich\">\u00d6sterreich<\/a> wird der Vogel in der Roten Liste als nicht gef\u00e4hrdet eingestuft. Der Bestand wird im Jahr 2008 auf 700.000 bis 1.400.000 Brutpaare gesch\u00e4tzt. In <a title=\"K\u00e4rnten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%A4rnten\">K\u00e4rnten<\/a> liegt der Bestand demnach bei 70.000 bis 140.000 Brutpaaren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der <a title=\"Schweiz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweiz\">Schweiz<\/a> wird das Rotkehlchen in der Roten Liste als nicht gef\u00e4hrdet aufgef\u00fchrt. Der Bestand lag im Jahr 2004 bei etwa 450.000 bis 600.000 Brutpaaren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Gef.C3.A4hrdung_und_Schutz\" class=\"mw-headline\">Gef\u00e4hrdung und Schutz<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe des Brutbestands wird wesentlich von der Winterstrenge bestimmt. Harte Winter mit l\u00e4nger andauernden K\u00e4lteeinbr\u00fcchen k\u00f6nnen regional zu drastischen Bestandseinbr\u00fcchen f\u00fchren, da K\u00e4lte und der Futtermangel gro\u00dfe Verluste fordern. Laut P\u00e4tzold betr\u00e4gt der Verlust in normalen Wintern 50&nbsp;Prozent, in sehr strengen Wintern bis zu 80&nbsp;Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Hauptbedrohung f\u00fcr die Rotkehlchenpopulationen in Mitteleuropa geht \u00fcberregional und langfristig von der Ausr\u00e4umung der offenen Landschaft durch die Intensivierung der <a title=\"Landwirtschaft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landwirtschaft\">Landwirtschaft<\/a>, der Flurbereinigung und der zunehmenden Verbauung aus. Weiterhin erleiden Rotkehlchen durch den Gebrauch von <a title=\"Insektizid\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Insektizid\">Insektiziden<\/a> erhebliche Verluste, die durch <a title=\"Herbizid\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herbizid\">Herbizide<\/a> und <a title=\"D\u00fcnger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/D%C3%BCnger\">D\u00fcnger<\/a> noch verst\u00e4rkt werden. Zudem fallen in S\u00fcdeuropa j\u00e4hrlich noch immer Tausende von Rotkehlchen der <a title=\"Jagd\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagd\">Jagd<\/a> zum Opfer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen ist gem\u00e4\u00df \u00a7 10 Abs. 2 Nr. 5 und Nr. 11 <a title=\"Bundesnaturschutzgesetz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesnaturschutzgesetz\">BNatSchG<\/a> eine in Deutschland gesch\u00fctzte Art. Wegen des Bestandsr\u00fcckgangs in den 1970er Jahren wurde es in die <a title=\"Rote Liste gef\u00e4hrdeter Arten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rote_Liste_gef%C3%A4hrdeter_Arten\">Vorwarnliste der gef\u00e4hrdeten Arten<\/a> aufgenommen, obwohl der Bestand absolut gesehen relativ hoch ist. Es war <a title=\"Vogel des Jahres (Deutschland)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogel_des_Jahres_%28Deutschland%29\">Vogel des Jahres<\/a> 1992, da es zu den Arten geh\u00f6rt, an denen das <a title=\"Waldsterben\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldsterben\">Waldsterben<\/a> am besten abzulesen ist. Da es vermutlich ganz entscheidend auf die Struktur des Waldbodens angewiesen ist&nbsp; kann es von folgenden Schutzma\u00dfnahmen profitieren: Dazu geh\u00f6rt die Belassung von Falllaub und <a title=\"Unterholz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterholz\">Unterholz<\/a> in Wirtschaftsw\u00e4ldern und das Wiederherstellen beziehungsweise Bewahren von reich strukturierten, heckenreichen Kulturlandschaften. Zudem k\u00f6nnen eine naturn\u00e4here Gestaltung von Gartenst\u00e4dten und Parks eine verst\u00e4rkte Ansiedlung in Siedlungsr\u00e4umen f\u00f6rdern. Die in Heckenhabitaten meist hohen Brutverluste k\u00f6nnen durch die Erhaltung oder Anlage breiter Vegetationss\u00e4ume als Pufferzone gegen <a title=\"Pr\u00e4dator\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%A4dator\">Pr\u00e4datoren<\/a> gemindert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Rotkehlchen_und_Mensch\" class=\"mw-headline\">Rotkehlchen und Mensch<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Etymologie_und_Benennung\" class=\"mw-headline\">Etymologie und Benennung<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahr 1758 bezeichnete <a title=\"Carl von Linn\u00e9\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Linn%C3%A9\">Carl von Linn\u00e9<\/a> das Rotkehlchen als <em>Motacilla rubecula<\/em>. Das lateinische Wort \u201erubecula\u201c stellt die verkleinerte Form von \u201eruber\u201c dar und bedeutet \u201eR\u00f6tchen\u201c. Der heutige wissenschaftliche Gattungsname \u201eErithacus\u201c ist ein alter, nicht n\u00e4her bestimmbarer Vogelname, den schon <a title=\"Plinius der \u00c4ltere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Plinius_der_%C3%84ltere\">Plinius<\/a> verwendete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Name des Rotkehlchens hebt die Farbe von Brust und Kehle hervor. Die \u00e4lteste deutsche Bezeichnung ist althochdeutsch \u201erotil\u201c oder \u201erotilo\u201c, aus dem das neuhochdeutsche alemannisches Wort \u201eR\u00f6tele\u201c beruht, das schon im 16. Jahrhundert gebraucht wurde. Die gro\u00dfe Zahl der deutschsprachigen Namen beweist, wie bekannt und volkst\u00fcmlich das Rotkehlchen ist. Folgende Namen werden in einzelnen Gebieten bis heute verwendet oder wurden fr\u00fcher gebraucht: Rotkehlchen (-s\u00e4nger), Rothkehlein, Rotkehle, -kelle, -kelchinn, kelchyn, kalinden, Rothkehligen, Rottk\u00e4hlchen, R\u00f6tkelchen, Radkelchen, -kelken, Kahlr\u00f6tchen, Kalredchen, Roth-, Rottbr\u00fcstlein, Rotbr\u00fcstchen, -br\u00fcst(er)le, -br\u00fcstel, -br\u00fcstli, -brust(lein), -br\u00fcstler, -br\u00fcsteli, -pr\u00fcstlein, -b\u00f6st, -bosk, Routbr\u00f6stchen, Rodbo\u00df, -b\u00f6rstken, -borstje, Belbostje (\u201eGelbbr\u00fcstchen\u201c), G\u00fclb\u00fck (\u201eGelbbauch\u201c), Brustr\u00f6steli, Rotkr\u00f6pfchen, -kr\u00f6pfe(r)l, -kr\u00f6pfle, -kropf(f), -kr\u00f6pfflin, -kropfflin, Rottkr\u00f6pflein, Rothkr\u00f6pf(e)l, Roth\u00e4lseli, -g\u00fcgger, -k\u00e4tchen, -katel, -bart, Routschatzla, R\u00f6kle, Rekli, (Winter)-R\u00f6telein, Winter-, Wald-, Kr\u00e4tschr\u00f6tele, Waldr\u00f6tlein, -r\u00f6tchen, Rotbr\u00fcstiger, Rotkehliger S\u00e4nger, Bak\u00f6felchen. Fast alle ausl\u00e4ndischen Bezeichnungen des Rotkehlchens weisen auf die rote Brust hin. W\u00e4hrend das Rotkehlchen im britischen Englisch \u201eRobin\u201c genannt wird, verwenden die Amerikaner diese Bezeichnung f\u00fcr die dort stattdessen verbreitete, rotbebrustete <a title=\"Wanderdrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wanderdrossel\">Wanderdrossel<\/a>. Das Rotkehlchen tr\u00e4gt im Franz\u00f6sischen den Namen \u201eRouge-gorge\u201c, im Italienischen \u201ePettirosso\u201c, im Spanischen \u201ePetirrojo\u201c, im Schwedischen \u201eR\u00f6dhake\u201c und im Niederl\u00e4ndischen \u201eRoodborst\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Mythologie_und_Kult\" class=\"mw-headline\">Mythologie und Kult<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den alten <a title=\"Germanen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Germanen\">germanischen<\/a> und <a title=\"Kelten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kelten\">keltischen<\/a> <a title=\"Volksstamm\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksstamm\">Volksst\u00e4mmen<\/a> <a title=\"Europa\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa\">Europas<\/a> galt das Rotkehlchen als Tr\u00e4ger und \u00dcberbringer der <a title=\"Sonne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonne\">Sonne<\/a>. Bei den Germanen und in sp\u00e4teren <a title=\"Schweiz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweiz\">Schweizer<\/a> <a title=\"Sage\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sage\">Sagen<\/a> wurde es dem rotb\u00e4rtigen Gott <a title=\"Thor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thor\">Thor<\/a> zugeschrieben, denn es trug die rote Farbe seines Blitzes. Generell setzten die Volksgruppen alles, was in der Farbe dem Feuer glich, in Beziehung zu dem Gott, der diese Naturgewalt zu Gunsten der Menschen regierte. Neben dem Rotkehlchen als Sinnbild des Feuers und des Blitzes wurden auch <a title=\"Gartenrotschwanz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gartenrotschwanz\">Gartenrotschwanz<\/a>, <a title=\"Gimpel (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gimpel_%28Art%29\">Gimpel<\/a> und <a title=\"Stieglitz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stieglitz\">Stieglitz<\/a> als heilige Tiere gesehen. Je nach Zusammenhang sollten sie vor Blitzschlag und Feuer sch\u00fctzen oder diese anziehen. Wo Rotkehlchen und Rotschw\u00e4nzchen als dem <a title=\"Thor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thor\">Donar<\/a> heilige V\u00f6gel nisteten, glaubten die Menschen, dass Donar Haus und Hof h\u00fcte. Es wurde als gro\u00dfer Frevel betrachtet, wenn jemand das Nest eines Rotkehlchens zerst\u00f6rte. Zudem herrschte der Glaube, dass ein Rotkehlchen-Nest in der N\u00e4he des Hauses Frieden in es bringe und Ehepaare dort in Gl\u00fcck und Frieden leben. Nach einer alten Bauernregel, die noch bis zu Anfang des 18. Jahrhunderts Glauben fand, gibt es Regen, wenn Rotkehlchen in H\u00f6hlen Schutz suchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen spielt als \u201ereiner\u201c Vogel in <a title=\"Jesus Christus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jesus_Christus\">Christuslegenden<\/a> eine wesentliche Rolle. Neben der <a title=\"Niederlande\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niederlande\">niederl\u00e4ndischen<\/a> Legende gibt es eine <a title=\"Schweden\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweden\">schwedische<\/a> Version von <a title=\"Selma Lagerl\u00f6f\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Selma_Lagerl%C3%B6f\">Selma Lagerl\u00f6f<\/a>, die den Titel <em>Das Rotkehlchen<\/em> tr\u00e4gt. Beide \u00dcberlieferungen erz\u00e4hlen davon, wie <a title=\"Jesus von Nazaret\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jesus_von_Nazaret\">Jesus<\/a> voll Schmerz und Pein am Kreuze hing und in einiger Ferne einen kleinen einfarbig braunen Vogel im Walde sah. Diesem rannen bittere Tr\u00e4nen aus den Augen, als er die scharfen, stacheligen <a title=\"Dorn (Botanik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dorn_%28Botanik%29\">Dornen<\/a> sah, die Jesu Haupt durchbohrten. Daraufhin flog es zum Kreuz und l\u00f6st einen Dorn aus der Krone. Dabei wurde seine Brust mit einem Blutstropfen besprenkelt. Nach einer englischen Volkserz\u00e4hlung singt das Rotkehlchen dem am Kreuz sterbenden Jesus an seiner Seite etwas vor, damit er das Leiden besser ertrage. Dabei wird es mit dem Blut der Wunden gekennzeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der schottischen Volkssage <em>Robin Redbreast\u2019s Christmas Song<\/em> heiraten ein Rotkehlchen und ein <a title=\"Zaunk\u00f6nig\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zaunk%C3%B6nig\">Zaunk\u00f6nig<\/a>. Davon handelt auch <a title=\"Robert Burns\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robert_Burns\">Robert Burns<\/a> Kindererz\u00e4hlung <em>The Marriage of Robin Redbreast and the Wren<\/em>. Zudem wird es in <a title=\"Vereinigtes K\u00f6nigreich\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigtes_K%C3%B6nigreich\">Gro\u00dfbritannien<\/a> mit <a title=\"Weihnachten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weihnachten\">Weihnachten<\/a> in Verbindung gebracht. Im traditionellen Kinderm\u00e4rchen <em>Babes in the Wood<\/em> deckt es die K\u00f6rper der toten Kinder zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen war der beliebteste Vogel Gro\u00dfbritanniens.Dies bestimmten die Leser der <a title=\"The Times\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Times\">Times<\/a> in den fr\u00fchen 1960er Jahren. Die britische Regierung erkennt es jedoch nicht als offiziellen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nationalvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nationalvogel\">Nationalvogel<\/a> an. Einige Jahre stellte das Rotkehlchen das <a class=\"mw-redirect\" title=\"Firmenlogo\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Firmenlogo\">Logo<\/a> des Naturschutzverbandes <a title=\"Royal Society for the Protection of Birds\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Royal_Society_for_the_Protection_of_Birds\">Royal Society for the Protection of Birds<\/a> dar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die <a title=\"England\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/England\">englischen<\/a> <a title=\"Fu\u00dfball\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fu%C3%9Fball\">Fu\u00dfballvereine<\/a> <a title=\"Bristol City\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bristol_City\">Bristol City<\/a> und <a title=\"Swindon Town\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Swindon_Town\">Swindon Town<\/a> tragen den Spitznamen \u201eThe Robins\u201c, der sich von ihrer roten Trikotfarbe ableitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Forschungsobjekt\" class=\"mw-headline\">Forschungsobjekt<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen hat bei der Entdeckung und wissenschaftlichen Anerkennung des <a title=\"Magnetsinn\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magnetsinn\">Magnetsinns<\/a> eine wichtige Rolle gespielt. Der Frankfurter Forscher <a title=\"Wolfgang Wiltschko\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Wiltschko\">Wolfgang Wiltschko<\/a> konnte nachweisen, dass das Rotkehlchen sowohl ohne Sicht auf den Nachthimmel als auch ohne Sichtmarken die Orientierung beibehalten kann. Da in Versuchen mit <a title=\"Helmholtz-Spule\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmholtz-Spule\">Helmholtz-Spulen<\/a> der Vogel im achteckigen K\u00e4fig mit <a title=\"Radius\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Radius\">radialen<\/a> Stangen vorhersagbar seine Richtungswahl im k\u00fcnstlichen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Magnetfeld\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magnetfeld\">Magnetfeld<\/a> \u00e4ndert, misst er wahrscheinlich den Winkel, unter dem sich die magnetischen <a title=\"Feldlinie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feldlinie\">Feldlinien<\/a> die Erdoberfl\u00e4che schneiden (<a title=\"Inklination (Magnetismus)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Inklination_%28Magnetismus%29\">Inklinationswinkel<\/a>). Seither wurden bei allen untersuchten <a title=\"Zugvogel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zugvogel\">Zugv\u00f6geln<\/a> neben dem Sonnen- und Sterne\u201ekompass\u201c der \u201eMagnetkompass\u201c entdeckt. Forschungen ergaben, dass im optischen System ein <a title=\"Rezeptor\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rezeptor\">Rezeptor<\/a> f\u00fcr Richtungs\u00e4nderungen des magnetischen Feldes existiert, im nasalen System werden hingegen geringste \u00c4nderungen des <a title=\"Magnetischer Fluss\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magnetischer_Fluss\">magnetischen Fluss<\/a> wahrgenommen.Rotkehlchen orientieren sich signifikant in ihre Zugrichtung unter blauem, t\u00fcrkisem und gr\u00fcnem Licht. Unter gelbem und rotem Licht zeigen sie sich desorientiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch den Einsatz von <a title=\"Hochfrequenz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hochfrequenz\">Hochfrequenzfeldern<\/a> konnte gezeigt werden, dass der Inklinationskompass der V\u00f6gel auf einem Radikalprozess basiert und dass der Sitz des lichtabh\u00e4ngigen Magnetkompasses im rechten Auge lokalisiert ist. Unter bestimmten k\u00fcnstlichen Lichtbedingungen wurden in Versuchen mit Rotkehlchen jedoch Verhaltensantworten gezeigt, die von der normalen Zugorientierung abwichen. Dabei konnte herausgefunden werden, dass \u00fcber die reine Aktivierung von Licht hinaus Formensehen f\u00fcr das Rotkehlchenauge eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. Zudem suchen Rotkehlchen trotz der Abwesenheit von Licht signifikant eine Vorzugsrichtung auf, die keiner saisonalen Zugumkehr unterliegt. Die Fixrichtung beruht nicht auf einem Inklinationskompass und sie bricht nach Oberschnabelbet\u00e4ubung zusammen. Weitere Untersuchungen sollen kl\u00e4ren, ob die Annahme zutrifft, dass alle bisher analysierten Nicht-Kompass-Antworten auf einem zweiten, <a title=\"Magnetit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magnetit\">magnetit<\/a>-basierenden Mechanismus beruhen. Diese Rezeptoren scheinen neben Intensit\u00e4tsinformationen des Erdmagnetfeldes auch Richtungsinformationen zu generieren. Die biologische Relevanz der ihnen unterliegenden Fixrichtungen bleibt allerdings nach dem aktuellen Forschungsstand ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Nahrung_und_K.C3.A4figvogel\" class=\"mw-headline\">Nahrung und K\u00e4figvogel<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis etwa in die Mitte der 1920er Jahre wurden in Europa zu Zeiten des <a title=\"Dohne\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dohne\">Dohnenstieges<\/a> mehrere Tausend Rotkehlchen, <a title=\"Gimpel (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gimpel_%28Art%29\">Gimpel<\/a>, <a title=\"Drosseln\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Drosseln\">Drosseln<\/a> und <a title=\"Seidenschwanz (Art)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seidenschwanz_%28Art%29\">Seidenschw\u00e4nze<\/a> gefangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Rotkehlchen wurde auf Grund seines kr\u00e4ftigen Gesanges und seiner Zutraulichkeit als K\u00e4figvogel gehalten. Die Haltung erfolgte in einem sehr engen <a class=\"mw-redirect\" title=\"Vogelbauer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogelbauer\">Vogelbauer<\/a>. Manchmal durfte es frei fliegen. Der Vogel war ein beliebtes <a title=\"Heimtier\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heimtier\">Heimtier<\/a>, da er kosteng\u00fcnstiger und pflegeleichter als eine <a title=\"Nachtigall\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachtigall\">Nachtigall<\/a> war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch heute wird das Rotkehlchen noch als Ziervogel gehalten. Wildf\u00e4nge sind nach dem \u00a7 20 d <a title=\"Bundesnaturschutzgesetz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesnaturschutzgesetz\">BNatSchG<\/a> jedoch illegal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>foto Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschn\u00e4pper (Muscicapidae). Es besiedelt Nordafrika, Europa und Kleinasien sowie die Mittelmeerinseln. Seine Nahrung besteht vor allem aus Insekten, kleinen Spinnen, W\u00fcrmern und Schnecken. Sein Gesang beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist bis in die D\u00e4mmerung fast das ganze Jahr \u00fcber zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":21415,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"categories":[],"tags":[],"birdwatching":[],"class_list":["post-1478","bird","type-bird","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Rotkehlchen (Erithacus rublecula) - Wilde Reise im Donaudelta<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Rotkehlchen (Erithacus rublecula) - Wilde Reise im Donaudelta\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"&nbsp; Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschn\u00e4pper (Muscicapidae). Es besiedelt Nordafrika, Europa und Kleinasien sowie die Mittelmeerinseln. Seine Nahrung besteht vor allem aus Insekten, kleinen Spinnen, W\u00fcrmern und Schnecken. Sein Gesang beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist bis in die D\u00e4mmerung fast das ganze Jahr \u00fcber zu [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wilde Reise im Donaudelta\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/wildtravel.ro\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2012-04-06T11:38:17+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/aff-1-scaled.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2560\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1422\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"33\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/\",\"name\":\"Rotkehlchen (Erithacus rublecula) - Wilde Reise im Donaudelta\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2012\\\/04\\\/aff-1-scaled.jpg\",\"datePublished\":\"2012-04-06T11:15:33+00:00\",\"dateModified\":\"2012-04-06T11:38:17+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2012\\\/04\\\/aff-1-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2012\\\/04\\\/aff-1-scaled.jpg\",\"width\":2560,\"height\":1422},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/bird\\\/european-robin-erithacus-rublecula\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/ro\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Birds\",\"item\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/ro\\\/bird\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Rotkehlchen (Erithacus rublecula)\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/\",\"name\":\"Wilde Reise im Donaudelta\",\"description\":\"Wild about wild\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/#organization\",\"name\":\"Wild travel\",\"url\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"http:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/logo-125.png\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/logo-125.png\",\"width\":357,\"height\":125,\"caption\":\"Wild travel\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/wildtravel.ro\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/wildtravel.ro\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Rotkehlchen (Erithacus rublecula) - Wilde Reise im Donaudelta","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Rotkehlchen (Erithacus rublecula) - Wilde Reise im Donaudelta","og_description":"&nbsp; Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschn\u00e4pper (Muscicapidae). Es besiedelt Nordafrika, Europa und Kleinasien sowie die Mittelmeerinseln. Seine Nahrung besteht vor allem aus Insekten, kleinen Spinnen, W\u00fcrmern und Schnecken. Sein Gesang beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist bis in die D\u00e4mmerung fast das ganze Jahr \u00fcber zu [&hellip;]","og_url":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/","og_site_name":"Wilde Reise im Donaudelta","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/wildtravel.ro\/","article_modified_time":"2012-04-06T11:38:17+00:00","og_image":[{"width":2560,"height":1422,"url":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/aff-1-scaled.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"33\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/","name":"Rotkehlchen (Erithacus rublecula) - Wilde Reise im Donaudelta","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/aff-1-scaled.jpg","datePublished":"2012-04-06T11:15:33+00:00","dateModified":"2012-04-06T11:38:17+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/#primaryimage","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/aff-1-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/aff-1-scaled.jpg","width":2560,"height":1422},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/bird\/european-robin-erithacus-rublecula\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/wildtravel.ro\/ro\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Birds","item":"https:\/\/wildtravel.ro\/ro\/bird\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Rotkehlchen (Erithacus rublecula)"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#website","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/","name":"Wilde Reise im Donaudelta","description":"Wild about wild","publisher":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wildtravel.ro\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#organization","name":"Wild travel","url":"https:\/\/wildtravel.ro\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"http:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/logo-125.png","contentUrl":"http:\/\/wildtravel.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/logo-125.png","width":357,"height":125,"caption":"Wild travel"},"image":{"@id":"https:\/\/wildtravel.ro\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/wildtravel.ro\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/bird\/1478","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/bird"}],"about":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/bird"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/bird\/1478\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1478"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1478"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1478"},{"taxonomy":"birdwatching","embeddable":true,"href":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/birdwatching?post=1478"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}