{"id":1466,"date":"2012-04-04T17:30:45","date_gmt":"2012-04-04T15:30:45","guid":{"rendered":"http:\/\/wildtravel.ro\/bird\/ziegenmelker-caprimulgus-europaeus\/"},"modified":"2012-04-04T17:44:21","modified_gmt":"2012-04-04T15:44:21","slug":"ziegenmelker-caprimulgus-europaeus","status":"publish","type":"bird","link":"https:\/\/wildtravel.ro\/de\/bird\/ziegenmelker-caprimulgus-europaeus\/","title":{"rendered":"Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>Ziegenmelker<\/strong> (<em>Caprimulgus europaeus<\/em>), auch <strong>Europ\u00e4ischer Ziegenmelker<\/strong> genannt, ist neben dem <a title=\"Rothals-Ziegenmelker\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rothals-Ziegenmelker\">Rothals-Ziegenmelker<\/a> (<em>Caprimulgus ruficollis<\/em>) der einzige in Europa vorkommende Vertreter der Vogelfamilie der <a title=\"Nachtschwalben\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachtschwalben\">Nachtschwalben<\/a> (Caprimulgidae).<\/p>\n<p>Der Ziegenmelker ist ein langgestreckter, gut <a title=\"Misteldrossel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misteldrossel\">drosselgro\u00dfer<\/a> Vogel mit einem gro\u00dfen, flachen Kopf und einem sehr kurzen, aber sehr breiten Schnabel, der von langen, vom Schnabelgrund ausgehenden Borsten umgeben ist. Die kurzen F\u00fc\u00dfchen mit stark verl\u00e4ngerter Mittelzehe (<a title=\"Putzkralle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Putzkralle\">Putzkralle<\/a>) sind im Feld kaum zu sehen. Das Gefieder ist graubraun rindenfarbig, mit helleren Binden und schwarzer Kritzelung. Die Fl\u00fcgel sind ungew\u00f6hnlich lang, dabei aber ziemlich schmal; im letzten Drittel der Fl\u00fcgelunterseite erscheint eine markante wei\u00dfe <a class=\"new\" title=\"Fl\u00fcgelbinde (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Fl%C3%BCgelbinde&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Fl\u00fcgelbinde<\/a>, auch die \u00e4u\u00dferen Steuerfedern des langen Schwanzes sind wei\u00df, w\u00e4hrend die mittleren dunkel schwarzbraun gef\u00e4rbt sind. Auf der Fl\u00fcgeloberseite ist diese Wei\u00dfzeichnung ebenfalls vorhanden, jedoch weniger auffallend. Meistens sind ein deutlicher wei\u00dfer Bartstreif und eine helle Gefiederf\u00e4rbung im Kehlbereich erkennbar. Bei den ann\u00e4hernd gleich gro\u00dfen und gleich schweren Weibchen fehlen die wei\u00dfen Abzeichen an Fl\u00fcgeln und Schwanz sowie der helle Kehlfleck. Bei \u00e4lteren Weibchen ist der Kehlbereich zwar deutlich heller als das Umgebungsgefieder, aber eher zimtfarben oder r\u00f6tlichbraun gef\u00e4rbt und nicht wei\u00dflich wie bei den M\u00e4nnchen. Das Jugendkleid ist dem Weibchengefieder sehr \u00e4hnlich, insgesamt jedoch heller und kontrast\u00e4rmer als das adulter Weibchen. Im Flug wirkt der Vogel bedeutend gr\u00f6\u00dfer und falken\u00e4hnlich. Die Unterschiede zwischen den Unterarten sind nicht sehr deutlich und feldornithologisch nur sehr schwer festzustellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Ma.C3.9Fe_und_Gewicht\" class=\"mw-headline\">Ma\u00dfe und Gewicht<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Je nach Unterart betr\u00e4gt die Gesamtl\u00e4nge adulter Ziegenmelker (gemessen von der Schnabel- zur Schwanzspitze) zwischen 24 und 28 Zentimetern; die Spannweite von 55 bis 65 Zentimetern entspricht etwa der eines <a title=\"Turmfalke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turmfalke\">Turmfalkenm\u00e4nnchens<\/a>. Die schwersten Ziegenmelker wogen etwas \u00fcber 100 Gramm, im Mittel liegt ihr Gewicht zwischen 68 und 85 Gramm. Individuen der Nominatform sind im Durchschnitt die gr\u00f6\u00dften und auch die schwersten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Stimme\" class=\"mw-headline\">Stimme<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die im Brutgebiet territoriale Art f\u00e4llt vor allem durch ihren Gesang auf. Meistens von einer erh\u00f6hten Singwarte vorgetragen, l\u00e4sst er sich am ehesten mit dem Ger\u00e4usch eines entfernt vorbeifahrenden Kleinmotorrades vergleichen; er wird stundenlang fast ohne Pause in der Abendd\u00e4mmerung und nachts vorgetragen. Dieses in Tonh\u00f6he und Lautst\u00e4rke variierende <em>Schnurren<\/em> wechselt bei gr\u00f6\u00dferer Erregung von <em>quoorrooorrrorrr&#8230;<\/em> nach <em>erreeerreerrreerrreeerr&#8230;<\/em> Diese Laut\u00e4u\u00dferung kann mit den ebenfalls n\u00e4chtlichen Balzch\u00f6ren der <a title=\"Kreuzkr\u00f6te\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kreuzkr%C3%B6te\">Kreuzkr\u00f6te<\/a> verwechselt werden. Wenn der Ruf pl\u00f6tzlich abbricht, kann man manchmal sehr hohe, gedehnte <em>kuuiik<\/em>&#8211; oder <em>guuiiek<\/em>-Elemente und mehrmaliges, recht lautes <a title=\"Instrumentallaut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Instrumentallaut\">Fl\u00fcgelklatschen<\/a> vernehmen. Am Nest ist von beiden Eltern ein dunkler, leiser <em>wuuk<\/em>&#8211; oder <em>quuuuk<\/em>-Laut zu h\u00f6ren, der von Fachleuten <em>Grunzen<\/em> genannt wird. Auch <a title=\"Schnabelknappen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnabelknappen\">Knappger\u00e4usche<\/a> sind vor allem w\u00e4hrend der Insektenjagd und in Erregungssituationen zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich von NW-Afrika \u00fcber das s\u00fcdwestliche Eurasien ostw\u00e4rts etwa bis zum <a title=\"Baikalsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baikalsee\">Baikalsee<\/a>. Im fern\u00f6stlichen Asien ist die Gattung <em>Caprimulgus<\/em> durch die <a class=\"new\" title=\"Dschungel-Nachtschwalbe (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Dschungel-Nachtschwalbe&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Dschungel-Nachtschwalbe<\/a> (<em>C. indicus<\/em>), eine dem Ziegenmelker sehr nahestehende Art, vertreten. Europa ist fast vollst\u00e4ndig besiedelt, auch auf den meisten Mittelmeerinseln ist die Art vertreten. Er fehlt nur in Island, im Norden <a title=\"Schottland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schottland\">Schottlands<\/a>, im Norden <a title=\"Skandinavien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skandinavien\">Skandinaviens<\/a> und <a title=\"Russland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland\">Russlands<\/a> sowie im s\u00fcdlichen Teil der <a title=\"Peloponnes\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peloponnes\">Peloponnes<\/a>. In Mitteleuropa ist er ein seltener, l\u00fcckig verbreiteter Brutvogel, h\u00e4ufiger kommt er in Spanien sowie in den osteurop\u00e4ischen Staaten vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Systematik\" class=\"mw-headline\">Systematik<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Art werden sechs <a title=\"Unterart\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterart\">Subspezies<\/a> beschrieben, von denen zwei (die <a class=\"mw-redirect\" title=\"Nominatform\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nominatform\">Nominatform<\/a> <em>C. e. europaeus<\/em> und <em>C. e. meridionalis<\/em>) in Europa vorkommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>C. e. europaeus<\/strong><\/em>: Die Nominatform br\u00fctet in Mittel- und Westeuropa sowie ostw\u00e4rts bis Mittelasien, etwa bis zum Oberlauf des <a class=\"mw-redirect\" title=\"Jenissej\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jenissej\">Jenissej<\/a> fort. Sie ist die gr\u00f6\u00dfte und dunkelste der sechs Unterarten. Im S\u00fcdwesten ihres Brutgebietes besteht eine <a title=\"Intergradation\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Intergradation\">Kontaktzone<\/a> zu <em>C. e. meridionalis<\/em>, im S\u00fcdosten zu <em>C. e. sarudnyi<\/em>.<\/li>\n<li><em><strong>C. e. meridionalis<\/strong><\/em>: Die Verbreitung dieser Unterart liegt s\u00fcdlich des von der Nominatform bewohnten Gebietes. Sie beginnt in Spanien und dem <a title=\"Maghreb\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maghreb\">Maghreb<\/a>, umfasst S\u00fcdeuropa einschlie\u00dflich der meisten Mittelmeerinseln und reicht \u00fcber das <a title=\"Schwarzes Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarzes_Meer\">Schwarzmeergebiet<\/a> bis zum <a title=\"Kaukasus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaukasus\">Kaukasus<\/a> und dem <a title=\"Kaspisches Meer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaspisches_Meer\">Kaspischen Meer<\/a>. Diese Unterart \u00e4hnelt sehr der Nominatform, ist jedoch etwas kleiner. Der Farbton der Oberseite spielt mehr ins Graue, die Unterseite weist kaum Gelbt\u00f6ne auf. Die wei\u00dfen Fl\u00fcgelzeichen der M\u00e4nnchen sind etwas gr\u00f6\u00dfer als bei der Nominatform.<\/li>\n<li><em><strong>C. e. sarudnyi<\/strong><\/em>: Der Hauptverbreitungsraum dieser Unterart liegt in den n\u00f6rdlichen zentralasiatischen Steppen, vor allem in <a title=\"Kasachstan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kasachstan\">Kasachstan<\/a> und <a title=\"Kirgisistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kirgisistan\">Kirgisistan<\/a>. Die wei\u00dfen Fl\u00fcgelzeichen dieser Art sind sehr markant. Brust und Bauch sind gelbbr\u00e4unlich gef\u00e4rbt.<\/li>\n<li><em><strong>C. e. unwini<\/strong><\/em>: Diese auffallend helle, fast graue Unterart br\u00fctet ostw\u00e4rts \u00fcber <a title=\"Turkmenistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turkmenistan\">Turkmenistan<\/a> und <a title=\"Usbekistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Usbekistan\">Usbekistan<\/a> bis in den <a class=\"mw-redirect\" title=\"Tianshan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tianshan\">Tianshan<\/a>. In der Gr\u00f6\u00dfe liegt sie etwa zwischen der Nominatform und <em>C. e. meridionalis<\/em>.<\/li>\n<li><em><strong>C. e. plumipes<\/strong><\/em>: Diese Unterart ist der oben erw\u00e4hnten sehr \u00e4hnlich. Unterscheidbar ist sie von dieser durch den w\u00e4rmeren, eher zimtbraunen Farbton der Oberseite. Die Beinchen sind bis zu den Zehen befiedert. Die Brutgebiete dieser Subspezies liegen in der westlichen <a title=\"Mongolei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mongolei\">Mongolei<\/a> sowie in Nordwestchina.<\/li>\n<li><em><strong>C. e. dementievi:<\/strong><\/em> Ihr Verbreitungsgebiet reicht am weitesten nach Osten und liegt im s\u00fcd\u00f6stlichen <a title=\"Baikalsee\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baikalsee\">Baikalgebiet<\/a> sowie in der Nordostmongolei. Die Grundf\u00e4rbung des Brust- und Bauchgefieders ist lehmgelb.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die F\u00e4rbungs-, Gr\u00f6\u00dfen- und Gewichtsunterschiede sind zum Teil wenig ausgepr\u00e4gt und verlaufen klinal, sodass die Anzahl der Unterarten je nach Lehrmeinung zwischen vier und sechs schwankt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Lebensraum\" class=\"mw-headline\">Lebensraum<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Ziegenmelker bewohnt trockene, w\u00e4rmebeg\u00fcnstigte, offene Landschaften mit einem ausreichenden Angebot an Nachtfluginsekten. In Europa sind seine bevorzugten Lebensr\u00e4ume Heiden und Moore, auch lichte, sandige Kiefernw\u00e4lder mit gro\u00dfen Freifl\u00e4chen, Kahlschl\u00e4ge sowie Windbruchgebiete vermag er zu besiedeln. Ebenso erscheint er, insbesondere in S\u00fcd- und S\u00fcdosteuropa, auf steinigen und sandigen Freifl\u00e4chen von <a title=\"Macchie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Macchie\">Macchien<\/a>, gelegentlich auch in wenig bewachsenen D\u00fcnenabschnitten. In Mitteleuropa zeigen Sekund\u00e4rlebensr\u00e4ume wie Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze oder stillgelegte Tagebaufl\u00e4chen die gr\u00f6\u00dften Bestandsdichten. In Nordafrika br\u00fctet die Art in steinigen, nur sp\u00e4rlich mit B\u00fcschen bestandenem Gel\u00e4nde. Geschlossene Waldgebiete werden von allen Unterarten gemieden, reine, weitgehend vegetationslose W\u00fcsten ebenfalls, nur die Unterart <em>C. e. plumpibes<\/em> br\u00fctet auch in den Randbereichen der <a title=\"Gobi\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gobi\">Gobi<\/a>. Im Allgemeinen ist der Ziegenmelker als w\u00e4rmeliebende Art eher ein Bewohner der Niederungen, doch bei g\u00fcnstigem Nahrungsangebot br\u00fctet er bis in den <a title=\"Waldgesellschaften Mitteleuropas\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldgesellschaften_Mitteleuropas\">subalpinen Bereich<\/a>. In Asien wird die Art regelm\u00e4\u00dfig in H\u00f6hen \u00fcber 3000 Meter festgestellt, in den \u00dcberwinterungsgebieten sogar am Rande der Schneegrenze bei etwa 5000 Meter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sofern die grundlegenden Anforderungen, die die Art an den Brutstandort stellt, erf\u00fcllt sind, meidet der Ziegenmelker die N\u00e4he des Menschen nicht. Randgebiete kleiner Siedlungen scheinen sogar, wahrscheinlich durch die von Tierhaltung und Lichtquellen angezogenen Insekten, eine besondere Attraktivit\u00e4t zu besitzen.<\/p>\n<p>Der Ziegenmelker ist ganzj\u00e4hrig d\u00e4mmerungs- und nachtaktiv. Seine Aktivit\u00e4tsphase beginnt kurz nach Sonnenuntergang und endet in der Morgend\u00e4mmerung. Bei ausreichendem Nahrungsangebot wird um die Nachtmitte eine l\u00e4ngere Ruhe- und Putzpause eingelegt. Den Tag verbringt er ruhend am Boden, auf Baumst\u00fcmpfen oder auch auf \u00c4sten, dort immer in L\u00e4ngsrichtung. Im Brutrevier wird meistens \u00fcber Wochen derselbe Ruheplatz aufgesucht. Bei St\u00f6rungen verharren Ziegenmelker lange regungslos. Erst wenn sich der Eindringling bis auf wenige Meter gen\u00e4hert hat, fliegt der Vogel pl\u00f6tzlich auf, l\u00e4sst sich oft aber schon nach 20 bis 40 Metern wieder nieder. Beim Auffliegen ist h\u00e4ufig der Alarmruf sowie Fl\u00fcgelklatschen zu h\u00f6ren. Ziegenmelker sind wenig gesellig, sie ziehen nur selten in kleinen Trupps und werden auch im Winterquartier in der Regel allein angetroffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Flug des Ziegenmelkers kann falken\u00e4hnlich schnell, aber auch schmetterlingsartig gaukelnd sein. H\u00e4ufig r\u00fcttelt er. Der Streckenflug erinnert etwas an den eines <a title=\"Kuckuck\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kuckuck\">Kuckucks<\/a>. Am Boden bewegt er sich trippelnd fort, wobei der K\u00f6rper etwas hin und her schwankt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ziegenmelker sonnen sich gerne und nehmen ausgiebige Staubb\u00e4der.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Aggressionsverhalten\" class=\"mw-headline\">Aggressionsverhalten<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>gs- und Brutphase sehr aggressiv. Der Revierbesitzer fliegt auf den Eindringling zu, wobei er die wei\u00dfen Gefiederabzeichen pr\u00e4sentiert. Danach l\u00e4sst er sich nieder und schnurrt ausgiebig. Das gen\u00fcgt meist, um den Rivalen zu vertreiben. Sp\u00e4ter erlischt diese Aggressivit\u00e4t weitgehend und revierfremde Artgenossen werden geduldet; sie beteiligen sich auch oft an der Brutpflege. Eulen sowie gelegentlich auch Flederm\u00e4use versucht der Ziegenmelker durch Fl\u00fcgelklatschen und Flugattacken zu vertreiben. Umgekehrt <a title=\"Hassen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hassen\">hassen<\/a> jedoch auch andere V\u00f6gel auf den Ziegenmelker. Potenzielle Nestr\u00e4uber werden mit Fauchen, Zischen und mit Flugangriffen attackiert. Bleibt dies erfolglos, versucht er den Eindringling durch <a title=\"Verleiten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verleiten\">Verleitestrategien<\/a> vom Nest fortzulocken. Br\u00fctende Ziegenmelker fliehen vor einem Menschen erst, wenn sich dieser bis auf wenige Meter seinem Nest gen\u00e4hert hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Jagdverhalten\" class=\"mw-headline\">Jagdverhalten<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Beute wird meistens im Flug, seltener in Ansitzjagd mit kurzen Ausfallfl\u00fcgen nach Art der <a title=\"Fliegenschn\u00e4pper\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fliegenschn%C3%A4pper\">Fliegenschn\u00e4pper<\/a> erbeutet, wobei vielf\u00e4ltige Flugjagdmethoden, vom wendungsreichen, gaukelnden Suchflug bis zum falken\u00e4hnlichen, rei\u00dfenden Jagdflug Anwendung finden. Erst kurz vor Erreichen der Beute rei\u00dft der Ziegenmelker seinen tief gespaltenen Schnabel auf. Zur Gr\u00f6\u00dfe und Wirksamkeit dieses Fangkeschers tragen auch die schr\u00e4g abstehenden Borsten bei, die den Schnabel seitlich umgeben. Selten erbeutet der Ziegenmelker seine Insektenbeute auch am Boden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ziegenmelker jagen nicht nur innerhalb ihrer Territorien, sondern unternehmen zuweilen recht weite Nahrungsfl\u00fcge. An besonders ergiebigen Nahrungsquellen k\u00f6nnen mehrere Individuen angetroffen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Nahrung\" class=\"mw-headline\">Nahrung<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Nahrung des Ziegenmelkers besteht aus den unterschiedlichsten Fluginsekten. Insgesamt \u00fcberwiegen <a title=\"Schmetterlinge\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schmetterlinge\">Schmetterlinge<\/a> (Lepidoptera) und <a title=\"K\u00e4fer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%A4fer\">K\u00e4fer<\/a> (Coleoptera), wobei insbesondere w\u00e4hrend der Jungenaufzucht Schmetterlinge und <a title=\"Nachtfalter\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nachtfalter\">Motten<\/a> bevorzugt werden. Daneben z\u00e4hlen auch <a title=\"Zweifl\u00fcgler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweifl%C3%BCgler\">Zweifl\u00fcgler<\/a> (Diptera), <a title=\"Eintagsfliegen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eintagsfliegen\">Eintagsfliegen<\/a> (Ephemeroptera), <a title=\"Schnabelkerfe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnabelkerfe\">Schnabelkerfe<\/a> (Hemiptera) und <a title=\"Hautfl\u00fcgler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hautfl%C3%BCgler\">Hautfl\u00fcgler<\/a> (Hymenoptera) zur regelm\u00e4\u00dfigen Beute. In untersuchten M\u00e4gen von Ziegenmelkern wurde oft Sand oder feiner Kies gefunden, gelegentlich auch Reste von Pflanzen, die jedoch m\u00f6glicherweise zuf\u00e4llig aufgenommen wurden. Die unverdaulichen Reste der Beutetiere werden in relativ gro\u00dfen <a title=\"Gew\u00f6lle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%B6lle\">Speiballen<\/a> wieder ausgew\u00fcrgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Balz_und_Paarbildung\" class=\"mw-headline\">Balz und Paarbildung<\/span>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ziegenmelker f\u00fchren eine Brutsaisonehe, Wiederverpaarungen derselben Partner kommen vor. Sie werden im Sommer des zweiten Lebensjahres geschlechtsreif, br\u00fcten aber h\u00e4ufig erst ein Jahr sp\u00e4ter. Das M\u00e4nnchen erscheint durchschnittlich 10 Tage vor dem Weibchen im Brutrevier und besetzt sofort ein Territorium, das vor allem in der Paarbildungszeit energisch verteidigt wird. Weibchen werden haupts\u00e4chlich durch den Gesang und durch die langsamen <em>Schmetterlings-Fl\u00fcge<\/em> beeindruckt. W\u00e4hrend dieser Fl\u00fcge ist die K\u00f6rperhaltung fast vertikal, die Fl\u00fcgel sind V-f\u00f6rmig erhoben und die wei\u00dfen Fl\u00fcgelabzeichen gut sichtbar. Der Schwanz ist gef\u00e4chert, was auch die wei\u00dfen Spitzen der \u00e4u\u00dferen Steuerfedern gut zur Geltung bringt. H\u00e4ufig ist ein Fl\u00fcgelklatschen und der typische Flugruf zu h\u00f6ren. Die Kopulationen finden meistens in der N\u00e4he der Niststelle am Boden statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Gelege.2C_Brut_und_Nestlingszeit\" class=\"mw-headline\">Gelege, Brut und Nestlingszeit<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das M\u00e4nnchen zeigt dem Weibchen in seinem Revier potentielle Brutpl\u00e4tze. Dies tut es, indem es schnurrend zu Boden fliegt und dort verhalten mehrere Sekunden schnurrt. Das Weibchen kommt hinzu und schnurrt dort ebenfalls. Es werden mehrere solcher m\u00f6glichen Brutpl\u00e4tze angeflogen. Das Weibchen entscheidet sich sp\u00e4ter f\u00fcr einen dieser Pl\u00e4tze als Brutplatz. Entscheidend f\u00fcr die Lage des Brutplatzes ist eine optimale optische Verschmelzung des Vogels mit seiner Umgebung. Der europ\u00e4ische Ziegenmelker tr\u00e4gt kein Nistmaterial ein und ver\u00e4ndert die Brutstelle auch nicht. Das Gelege besteht aus meist zwei langelliptischen hellen Eiern mit dunklen Flecken in der Gr\u00f6\u00dfe von durchschnittlich 31,5 x 22 Millimetern. Selten wurden Dreier- und Vierergelege festgestellt; m\u00f6glicherweise ist an solchen Gelegen ein zweites Weibchen beteiligt. Die Eier werden fast ausschlie\u00dflich vom Weibchen 18 Tage bebr\u00fctet, nur in der Abend- und Morgend\u00e4mmerung wird es kurz vom M\u00e4nnchen abgel\u00f6st.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Dunenjungen schl\u00fcpfen in einem relativ weit fortgeschrittenen Entwicklungszustand. Sie k\u00f6nnen schon wenige Stunden nach dem Schlupf dem Schatten folgen. Sie werden in den ersten Tagen vom Weibchen gehudert. Nach etwa vier Tagen f\u00fcttern beide Eltern. Bei der Futter\u00fcbergabe umfasst das Junge den Schnabel des Elternvogels, der unter W\u00fcrgebewegungen einen Insektenballen \u00fcbergibt. Ein einzelner F\u00fctterungsvorgang kann bis zu 10 Sekunden dauern. Pro Nacht finden etwa 10 F\u00fctterungen statt, ein Futterballen kann bis zu 150 Einzelinsekten umfassen. Die Jungen legen ihre Kotballen im Umkreis der Niststelle ab, sodass F\u00fctterungspl\u00e4tze des Ziegenmelkers oft wei\u00df einges\u00e4umt erscheinen. Gelegentlich wurden sowohl unverpaarte M\u00e4nnchen als auch Weibchen als <a title=\"Bruthelfer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bruthelfer\">Bruthelfer<\/a> beobachtet. Mit etwa 14 Tagen beginnen die Jungen mit ersten Flug\u00fcbungen, mit drei Wochen k\u00f6nnen sie kurze Strecken fliegen. Nach etwa 5 Wochen sind sie selbstst\u00e4ndig und <a class=\"mw-redirect\" title=\"Dispersionszug\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dispersionszug\">dismigrieren<\/a> in die n\u00e4here Umgebung, bevor sie in die Winterquartiere abziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Ziegenmelker der n\u00f6rdlicheren Populationen br\u00fcten nur einmal im Jahr, die der s\u00fcdlicheren Gebiete regelm\u00e4\u00dfig zweimal. Zweitbruten sind fast immer <a title=\"Schachtelbrut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schachtelbrut\">Schachtelbruten<\/a>. Das Weibchen legt dabei nach der Erbr\u00fctung des ersten Geleges ein zweites. Die K\u00fcken des ersten werden vom M\u00e4nnchen versorgt, die des zweiten vom Weibchen. Gelegentlich findet zwischen den Bruten auch ein Partnerwechsel statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Wanderungen\" class=\"mw-headline\">Wanderungen<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinem gesamten Verbreitungsgebiet ist der Ziegenmelker obligater Zugvogel, der meist einzeln (seltener in kleinen Zuggemeinschaften) zieht. Der Wegzug aus den Brutgebieten beginnt schon Mitte Juli mit dem Abzug der Jungv\u00f6gel. Bis Oktober haben alle Ziegenmelker ihre Sommerquartiere ger\u00e4umt. Ziegenmelker sind <a title=\"Breitfrontzug\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Breitfrontzug\">Breitfrontzieher<\/a> und \u00fcberqueren Alpen, Mittelmeer und Sahara beziehungsweise die innerasiatischen Steppen- und W\u00fcstengebiete ohne Umgehungsstrategien. Das Haupt\u00fcberwinterungsgebiet beginnt im <a title=\"S\u00fcdsudan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdsudan\">S\u00fcdsudan<\/a> und erstrecken sich bis zur <a title=\"S\u00fcdafrika\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdafrika\">Kapprovinz<\/a>, wobei die verschiedensten Biotope und H\u00f6henstufen aufgesucht werden k\u00f6nnen, sofern nur gen\u00fcgend Freifl\u00e4chen zur Jagd zur Verf\u00fcgung stehen. Auch in Westafrika werden beginnend im s\u00fcdlichen <a title=\"Sahelzone\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sahelzone\">Sahelbereich<\/a> s\u00fcdw\u00e4rts bis zur <a title=\"Guinea\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Guinea\">Guineak\u00fcste<\/a> Ziegenmelker angetroffen, allerdings in geringerer Zahl. Auch die asiatischen Unterarten scheinen die \u00dcberwinterungsgebiete in Ost- und S\u00fcdostafrika zu bevorzugen. Wahrscheinlich besteht auch ein kleines \u00dcberwinterungsgebiet an der Ostk\u00fcste der Arabischen Halbinsel. Regelm\u00e4\u00dfig werden auch w\u00e4hrend des Winterhalbjahrs Ziegenmelker in Nordwestindien bzw. im nord\u00f6stlichen <a title=\"Pakistan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pakistan\">Pakistan<\/a> angetroffen; ob es sich dabei jedoch um \u00dcberwinterer handelt, ist nicht gekl\u00e4rt. Im Brutgebiet kommen die ersten Ziegenmelker nicht vor Mitte April an, die Mehrzahl kehrt erst in der ersten und zweiten Maidekade heim.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Bestandsentwicklung\" class=\"mw-headline\">Bestandsentwicklung<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie bei anderen Fluginsektenj\u00e4gern (z. B. <a title=\"R\u00f6telfalke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%B6telfalke\">R\u00f6telfalke<\/a>, <a title=\"Blauracke\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blauracke\">Blauracke<\/a> oder verschiedenen <a title=\"W\u00fcrger\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%BCrger\">W\u00fcrgerarten<\/a>) auch, gingen die Ziegenmelkerbest\u00e4nde in weiten Teilen Europas seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts sehr stark zur\u00fcck. Daf\u00fcr sind in den Brutgebieten vor allem Habitatzerst\u00f6rung sowie weiter intensivierter Pestizideintrag verantwortlich; aber auch in den \u00dcberwinterungsgebieten scheint sich die zunehmende Verwendung von Pestiziden verst\u00e4rkt sch\u00e4dlich auszuwirken. In manchen Regionen zeigt sich jedoch vor allem in den letzten Jahren durch die Nutzung von Sekund\u00e4rlebensr\u00e4umen eine deutliche Bestandserholung. Europaweit ist die Art als <em>D<\/em> (<em>declining<\/em>) eingestuft. In Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, in Tschechien und \u00d6sterreich erscheint der Ziegenmelker auf den <a title=\"Rote Liste gef\u00e4hrdeter Arten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rote_Liste_gef%C3%A4hrdeter_Arten\">Roten Listen<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Herkunft_des_Namens\" class=\"mw-headline\">Herkunft des Namens<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Name geht auf <a title=\"Plinius der \u00c4ltere\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Plinius_der_%C3%84ltere\">Plinius den \u00c4lteren<\/a> zur\u00fcck. Er beschrieb den Ziegenmelker in seiner <em><a title=\"Naturalis historia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naturalis_historia\">Naturalis historia<\/a><\/em> (<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/la.wikisource.org\/wiki\/Naturalis_Historia_-_Liber_X#26\">Liber X 26 Ivi 115<\/a>). Angeblich sog er Ziegen nachts die Milch aus, wodurch diese erblinden oder sterben w\u00fcrden. In Wirklichkeit wird der Ziegenmelker aber wohl eher von den Insekten angelockt, die das Weidevieh begleiten, und die Sage stammt von einer gewissen Unheimlichkeit, die den kauz\u00e4hnlichen Vogel umgibt (s. etwa Brehms Tierleben, 2. Aufl., 4. Bd (1882): 245).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Besondere_Anpassung\" class=\"mw-headline\">Besondere Anpassung<\/span>&nbsp;<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie die ihnen nahestehenden Segler k\u00f6nnen Ziegenmelker bei l\u00e4ngerem Nahrungsmangel in einen Zustand der <a class=\"mw-redirect\" title=\"Torpidit\u00e4t\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Torpidit%C3%A4t\">Hypothermie<\/a> verfallen, doch ist diese Anpassung bei wildlebenden Individuen von <em>C. europaeus<\/em> noch unzureichend erforscht. Ausgel\u00f6st wird dieser energiesparende Hungerschlaf immer vom Nahrungsmangel und damit einhergehendem Gewichtsverlust. Einige nordamerikanische Verwandte (z. B. Poorwill, <em>Phalaenoptilus nuttallii<\/em>) haben diese Anpassung so weit entwickelt, dass man von einem winterschlaf\u00e4hnlichen Zustand sprechen kann.<\/p>\n<p>Foto-Mihai Baciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus), auch Europ\u00e4ischer Ziegenmelker genannt, ist neben dem Rothals-Ziegenmelker (Caprimulgus ruficollis) der einzige in Europa vorkommende Vertreter der Vogelfamilie der Nachtschwalben (Caprimulgidae). Der Ziegenmelker ist ein langgestreckter, gut drosselgro\u00dfer Vogel mit einem gro\u00dfen, flachen Kopf und einem sehr kurzen, aber sehr breiten Schnabel, der von langen, vom Schnabelgrund ausgehenden Borsten umgeben ist. 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